Aftershock
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2,5
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14 Follower 1.704 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 4. September 2026
Ach du liebe Zeit! Dass die Chinesen ja durchaus in der Lage sind, hochdramatische, hochemotionale Epen in kitschig-pathetischem Klang und Bild zu ersäufen, ist ja hinlänglich bekannt. Hin und wieder findet man sogar einen richtig guten Film dazwischen. „Aftershock“ gehört trotz vollmundiger Versprechen auf der Bluray-Hülle („Das Epos, das alle Besucherrekorde brach!“, „unglaubliche Spezialeffekte“, „vereint alle Elemente, welche aus Titanic einen Welthit gemacht haben“) sicher nicht dazu. Das Erdbeben zu Beginn ist ein komplett farbentsättigtes Schwarz-Grau-CGI-Gewitter, das zu keinem Zeitpunkt echt aussieht. Und ein paar hysterisch kreischende Frauen reichen dann auch nicht aus, um echte Bedrohung zu erzeugen.

Die schreckliche Entscheidung der Mutter wird ebenfalls schön kitschig-pathetisch minutenlang ausgewalzt, aber wo mich der Film dann endgültig verloren hat, war die Szene, in der der Junge zu grausig-pathetischer Musik aus dem Bus springt und zu seiner Mutter zurückrennt. Heilige Mutter Gottes, selten habe ich einen so lächerlich-kitschigen Moment im Film gesehen – unaushaltbar! Tja, und in diesem Duktus geht es dann auch weiter, jegliche jemals aufkommende Emotion wird sofort in Sturzbächen aus Kitsch, Pathos und Peinlichkeiten ersoffen. Und dann ist der Film (wie so manch anderes chinesisches Möchtegern-Epos) einfach auch viel, viel, viel zu lang!

Wer auf diese Art von exazerbiertem Asia-Pathos steht, mag dem Film etwas abgewinnen können, ich war einfach nur genervt.
Eric Cartman
Eric Cartman

13 Follower 67 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 26. Februar 2013
Ein Drama aus dem Reich der Mitte, dessen Inhaltsangabe einiges erwarten lässt. Und man bekommt auch so manches geboten bei "Aftershock".
Zu Beginn wird die so idyllische Familie auseinader gerissen durch ein extrem starkes Erdbeben. Hier zeigen sich erste große Unterschiede zum Film wie er in Amerika ablaufen würde. Das Beben ist lange nicht so technisch perfekt inszeniert wie in einem Emmerich- (oder Konsorten) Film, dafür geht der Film aber wesentlich mehr ins Detail. Man sieht massenweise, wie Menschen von Trümmern erschlagen werden. Manche Filme haben schon für weniger eine FSK 18 bekommen.
Danach kommt eine Szene, wie man sie sich wohl für keine Mutter der Welt wünscht. spoiler: Eine Mutter, die sich zwischen ihren beiden Kindern entscheiden muss.
Bis hierhin weiß der Film durchaus zu gefallen, jede Szene ist spannend und mitreißend, keinesfalls zu emotional.
Danach lässt ein bisschen die Spannung im Film nach, ohne dass der Film jemals langweilig wird. Es wird der Verlauf der Leben der beiden Geschwister gezeigt, die unabhängig und weit entfernt voneinander aufwachsen.
Die chinesische Kultur hat sehr großen Einfluss auf den Film, die Protagonisten handeln weniger emotional, als sie das in einem europäischen oder amerikanischen Film tun würden. Das wirkt im ersten Moment ungewohnt, im Endeffekt passt das aber sehr gut.
Fazit: Trotz kleinerer Längen ein sehr sehenswertes Drama.
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