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Thomas Z.
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4,0
Veröffentlicht am 17. März 2025
Danny Boyle's "Trance" aus 2013 ist ein wilder Ritt, der vom Zuschauer maximale Aufmerksamkeit verlangt. Die Grenzen zwischen Realität, hypnotischer Trance, Erinnerungsfetzen und Träumen verschwimmen sukzessive, mitunter so perfide inszeniert, dass man nicht folgen kann, auch wenn das Finale alles auflöst. Star des Thrillers ist Dr. Elizabeth Banks (gespielt von Rosario Dawson), die Schlüsselfigur und charismatische Lichtgestalt der twistgespickten Story. Eine Zweitsichtung ist absolut zu empfehlen, weil vieles klarer wird ohne den ureigenen Reiz einzubüßen.
Für Architekturliebhaber bietet "Trance" einen besonderen Leckerbissen: "Notre Dame du Haut", ein 1955 fertiggestellter Kirchenbau im französischen Ronchamp vom Star-Architekten "Le Corbusier" ist wunderbar in den Film eingeflochten. Die einzigartige Atmosphäre der Innenräume, die Farb- und Lichtspiele sind äußerst effektiv in Szene gesetzt und bereichern den Film um ein visuell-mystisches Highlight.
Ich liebe Danny Boyle und seine Filme seit "Trainspotting" und irgendwie schafft er es als einer der seltenen Regisseure, niemals einen wirllich schlechten Film abzuliefern. Auch der hier ist zugegebenermaßen vor allem im MIttelteil sehr verworren und hypnotisierend (auch durch den genialen Soundtrack!), so dass man schnell die Orientierung verliert, wodurch das Filmerlebnis irgendwie immersiv wird, was mir sehr gut gefallen hat. Der Film hat lange nicht so viele Twists wie hier überall geschrieben wird. Ja, es gibt die eine oder andere Wendung, manche adavon auch unerwartet, aber soooo viele sind das jetzt echt nicht. spoiler: Die grundsätzliche Prämisse, durch Hypnose Erinnerungen zu löschen ist natürlich totaler Humbug, gerade selektive Erinnerungen an eine bestimmte Person lassen sich nicht "löschen"... Aber für den Film funktioniert das ganz gut und man möchte als Zuschauer schon kurz daran glauben.
Und die Auflösung am Ende fand ich ganz cool, vor allem die letzte Szene hat so einen herlich fiesen Inception-Moment :-) Mich hat der Film gut unterhalten!
Ein gut gemachter, interessanter, spannender Thriller zum Mitdenken, der als erfreuliche Abwechslung zum hochbudgetierten Zerstörungskino der Sommerblockbuster 2013 zu zählen ist. Oder: Der Mindfuck zur rechten Zeit.
"Trance - Gefährliche Erinnerung" hält auf der ganzen Linie, was Name und Regisseur erwarten lassen: Ein spannend erzählter, kurzweiliger Krimi mit rundum gelungener Auflösung.
Danny Boyle ist einer der Regisseure mit denen ich nicht so richtig klarkomme. Seine Filme sind meist visuell sehr anstrengend, von permanenter Wummermusik unterlegt und haben oft eine eigene, fiebrige Atmosphäre. Er ist für mich keiner derjenigen die immer auf einen sinnleeren Bilderrausch aus sind, aber trotzdem fallen seine Werke für mich unter den Oberbegriff: mitunter etwas anstrengend. In diesem Werk ist dann wenigstens kein angepeilter Anspruch zu finden sondern einfaches Spannungsentertainment. Trotzdem sollte man möglichst aufmerksam dabei bleiben weil man den roten Faden schnell verlieren kann (ist mir leider irgendwann mittendrin passiert und ab da wars dann auch nur noch doof). Auch wenns ne unprominente Haltung ist, ich bleib dabei: Filme wie Inception brachten es auch fertig den Zsuchauer irgendwo zwischen Wirklichkeit und Fiktion, Wahn und und Wirklichkeit verloren gehen zu lassen aber trotzdem zugänglicher und spannender zu sein. Atmosphärisch ist diese Geschichte zwar astrein, aber trotzdem: wer Danny Boyle magg und auch so was wie (tieferen) Sinn in seinen Filmen erkennen kann der wird auch hier zufrieden sein. Ich selber wars nicht, aber ich machs mal keinem madig.
Fazit: Anstrengender Psychotrip der hohe Aufmerksamkeit verlangt (ich selber hatte sie nicht!)
Danny Boyle's "Trance" ist eine kurzweilige, extrem fesselnde und spannende Unterhaltung mit berauschenden Bildern, einer tollen Kamera, einem sehr guten, komplett durchgezogenen Tempo, tollen Darstellern, einem superben Soundtrack, einer fabulösen Inszenierung und mit einem Drehbuch voller Wendungen und Verwirrungen.
"Trance" hat mich nicht so aus den Socken gehauen wie erwartet. Die Story handelt von einem Kunstraub bei dem der Räuber sich nicht an die Vereinbarung mit seinem Auftraggeber hält und die Gesamtsituation läuft ziemlich aus den Fugen. Der Film fängt meiner Meinung nach sehr gut an und wirft einige Fragen auf . Im Mittelteil wird man dann völlig verunsichert und die Story wird sehr durcheinander was ich auch wirklich gerne habe und zum grübeln gekommen bin. Die Auflösung am Ende des Films hat mir dann jedoch gar nicht gefallen was jedoch Geschmacksache ist. Die Schauspieler machen ihren Job wirklich sehr gut und spielen sehr überzeugend. Fazit: Der Film nimmt ständig neue Wendungen und lässt den Zuschauer im dunkeln tappen konnte mich jedoch wegen der Auflösung der Story nicht wirklich überzeugen.
Lau oder auch lauwarm, mehr grün als lila, um mich unmissverständlich zu fassen. Mir hätte der Film vielleicht ganz gut gefallen, wäre er etwas abgedrehter dahergekommen und würde uns Erinnerung als etwas Unstetes und Zweifelhaftes präsentieren - wie abgedroschen das auch klingen mag. Stattdessen ist die Story arg gesucht. Das Ende ist unheimlich plump. Die eine tragische Begebenheit kommt kaum zum Tragen und verkommt ob des langweiligen Konstrukts genauso zur Belanglosigkeit wie der ganze Rest. Ich würde diesen Danny Boyle gerne irgendwie umtauschen. Der ist defekt, und die Garantiezeit ist bestimmt noch nicht abgelaufen. Ich nehme dafür gerne auch eine Krake, die gut in Tippspielen ist.
Ein spannender "hypnotisierender" Film. Manchmal könnte man fast den Überblick verlieren wenn man nicht aufpasst. Gerade wenn es dem Ende des Film zu geht wird es nochmal sehr spannend. Lohnt sich anzuschauen.