Neueste Kritiken: The Straight Story - Eine wahre Geschichte
The Straight Story - Eine wahre Geschichte
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Veröffentlicht am 9. Mai 2026
Das ist der letzte Lynch-Film, der mir noch in meiner Werkschau gefehlt hat. Lange hatte ich einen Bogen um ihn gemacht, da er mir immer zu „normal“ vorkam und ich David Lynch eigentlich für seine durchgeknallten, skurrilen Werke, wie „Mulholland Drive“ liebe. Was soll ich mir da einen so profanen Film, in dem ein alter Mann auf seinem Trecker durchs Land wackelt, anschauen? Naja, jetzt ärgere ich mich, dass ich „The Straight Story“ nicht schon viel früher gesehen habe – war ja klar, oder?
David Lynch ist halt schlichtweg ein Meisterregisseur, ein Genie, der es wie kein anderer versteht, seine Filme virtuos, episch und intensiv zu inszenieren. So macht er auch aus dieser einfachen kleinen Geschichte, in der vordergründig nicht viel passiert, ein sehr berührendes und emotional aufwühlendes Meisterwerk. Die Reise des alten Alvin ist so herzerwärmend und vor allem visuell geradezu märchenhaft schön inszeniert, man muss den Film einfach liebhaben. Da ist dann auch der Schluss nur konsequent, kam für mich zwar erstmal überraschend, beim näheren Nachdenken ist es dann aber der perfekte Schluss für diesen Film. Wie hätte der sonst enden können?
FAZIT: Der David Lynch-Film, der am wenigsten lynchesk ist, dennoch aber nichts anderes als ein Meisterwerk darstellt. Langsam und gefühlvoll inszeniert, in wunderschöne Bilder gehüllt. Unbedingt anschauen!
Bereits die stimmungsvolle Einführung weist den Weg, wo’s lang geht. Wir tauchen in eine stille, ländliche Idylle, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die Kamera schaut sich um. Nach und nach sehen wir skurrile Typen, schrullig aber liebenswürdig. David Lynch zeigt sich hier mal von einer ganz anderen Seite. Dieses leise Roadmovie überrascht und überzeugt zugleich mit einer Grundidee, die so genial wie einfach ist. Alvins Abenteuer sind abwechslungsreich und zielgerichtet: wir erwarten das Wiedersehen zweier, alter Querköpfe. Doch bis es soweit ist und die beiden Brüder (Richard Farnsworth und Harry Dean Stanton) sich mittels Gehhilfen gegenüberstehen passiert allerlei - vielleicht zu wenig für Action-Fans. Letztendlich beschließt hier ein Mann einen noch offenen Zyklus in seinem Leben zu schließen, bevor es Zeit wird, diese Welt zu verlassen. Er tut das ruhig, mit der Beharrlichkeit und der Würde des Alters entgegen allen Unkenrufen der Vernünftigen. Lynch ist schon ein Könner!
Ein für Regie-Exzentriker David Lynch (*Eraserhead*, *Twin Peaks*, *Blue Velvet*, *Mulholland Drive*) ungewohnt unspektakulär-schöner Film, ist man geneigt zu sagen. Andererseits bewies er bereits mit *Der Elefantenmensch* (1980), dass er auch Berührendes beherrscht.
Auch wenn viele Dialoge aus dem Film wirken wie von einem Poesiekalender, so ist "A Straight Story" ein wunderschöner FIlm, mit einem tollen Hauptcharakter, schönen Bildern, einer herzerwärmenden Geschichte und einem wirklich eindringlichen und berührenden Soundtrack, der im Gesamtpaket nicht vermuten lässt, dass dieser Film von David Lynch ist. Ein wirklich super Film.
Alvin Straight, ein 73-jähriger gebrechlicher Dickkopf, fährt mit einem Rasenmäher zu seinem 500 Kilometer entfernten Bruder. Ich glaube kaum, dass dieser Film hier so hochgelobt worden wäre, wenn er nicht von Lynch wäre. Was vor allem kurios ist, weil man hier den typischen Lynch vermisst; nur am Anfang in der Zeichnung der verschlafenen Kleinstadt Laurens schimmert er durch.
Doch der Film weiß auf eine ganz andere Weise zu überzeugen. Alvin ist nicht (teilweise gezwungen) Teil der modernen Gesellschaft, die hier vor allem durch Hektik und Unbeholfenheit darstellt wird. Andererseits trifft er auf seiner Reise auch auf Leute, denen er in aller Ruhe aus seinem Leben erzählt. Diese Momente sind richtig bewegend und wertvoll.
Der Film sagt nicht zuletzt aus, dass es keine Rolle spielt, dass man seine Ziele so schnell wie möglich erreicht. Also genau das Gegenteil von dem, was uns in unserer Gesellschaft eingetrichtert wird.
Bereits die stimmungsvolle Einführung weist den Weg, wo’s lang geht. Wir tauchen in eine stille, ländliche Idylle, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die Kamera schaut sich um. Nach und nach sehen wir skurrile Typen, schrullig aber liebenswürdig. David Lynch zeigt sich hier mal von einer ganz anderen Seite. Dieses leise Roadmovie überrascht und überzeugt zugleich mit einer Grundidee, die so genial wie einfach ist. Alvins Abenteuer sind abwechslungsreich und zielgerichtet: wir erwarten das Wiedersehen zweier, alter Querköpfe. Doch bis es soweit ist und die beiden Brüder(Richard Farnsworth und Harry Dean Stanton) sich mittels Gehhilfen gegenüberstehen passiert allerlei - vielleicht zu wenig für Action-Fans. Letztendlich beschließt ein Mann einen noch offenen Zyklus in seinem Leben zu schließen, bevor es Zeit wird, diese Welt zu verlassen. Er tut das ruhig, mit der Beharrlichkeit und der Würde des Alters entgegen allen Unkenrufen der Vernünftigen.
Ich war zunächst etwas skeptisch, und wollte mir den Film für den richtigen Moment aufheben, doch den gibt es nicht.
Die Geschichte scheint recht simpel zu sein, doch sie ist (kurios),bewegend und sehr eindrucksvoll geschildert.
Sie gibt einem einen funken Hoffung das Schlechte was im Menschen lauert und sich heutzutage in allen Formen und Farben abspielt (Selbstinterpretation eines jeden hier Lesenden), zu beseitigen und das Schöne bzw. die Einfachheit zu erleben.
Ich bin an diesem heutigen Abend noch immer sehr gerührt.
Einfach, wie soll man sagen, genial. Aber nur 9/10, da sich mir die Frage aufdrängt, wieso in ein solch hohes Alter gelangen und so viel Leid auf der Welt verkraften können.