Deine Juliet
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Christian Alexander Z.
Christian Alexander Z.

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1,0
Veröffentlicht am 14. Juli 2025
Schön inszeniert, aber thematisch so konstruiert und langweilig, dass wir nach 50 Minuten aufgegeben haben. Sparen Sie sich die Zeit.
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 357 Kritiken User folgen

1,5
Veröffentlicht am 1. Februar 2025
Mutlos und grauenvoll kitschig!

Regisseur Mike Newell kennen die meisten wahrscheinlich, wenn ich „Harry Potter“ erwähne, denn Newell drehte den vierten Teil der Reihe („Der Feuerkelch“), der von vielen Fans als der schwächste der Reihe angesehen wird. Ein böses Vorzeichen, doch Newell drehte auch einige sehr gefeierte Filme, wie „Traffic“ oder „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“.
2018 kam sein bis heute letzter Film heraus „Deine Juliet“. Eine sehr krude Übersetzung des Originals („The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society“ zu deutsch „Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“). Der Film basiert auf einem Roman von Mary Ann Shaffer (die im selben Jahr leider verstarb) und Annie Barrows von 2008 und erzählt die teils fiktive Geschichte eines Buchclubs in Guernsey nach dem zweiten Weltkrieg. Was nach einer putzigen, kleinen Lovestory mit etwas Kitsch klingt, entpuppt sich jedoch leider als gefühlsduseliges Möchtegern-Oscarwerk…

1946, kurz nach dem zweiten Weltkrieg: Die Autorin Juliet Ashton wird durch regen Briefaustausch auf die kuriose Buchgruppe „Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“ aufmerksam. Sie möchte mehr über diesen Club und die Menschen dort erfahren und reist dafür von London auf die abgelegene Insel Guernsey. Dort angekommen lernt sie aber auch ein tragisches Schicksal der Kartoffelschalen-Gruppe kennen…

Der Film kam bei Kritikern und Publikum überraschend gut an und ich freue mich, wenn jemand mit dem Werk hier seinen Spaß hat. Für mich jedoch war das Ganze eine Tortur des Kitsches, trotz des soliden Casts und der netten Story. Doch jegliches Potential verpufft ziemlich schnell, denn es ist vor allem das grauenvolle Drehbuch, was mich zusammen zucken lässt. Kitschige und bedeutungsschwangere Dialoge treiben die blassen Figuren voran. Die Darsteller*innen versuchen zwar gegen den Kitsch und die miesen Dialoge anzukämpfen, aber es hilft nichts. Ein Klischee jagt das nächste und selbst wenn der Film mal einem Klischee ausweicht, ist die Umsetzung dennoch uninspiriert und seelenlos.

Vor allem das forcierte Liebesdrama hat mich zu Tode genervt. Und gerade am Ende versinkt der Film in seiner romantischen Grütze und schaut sich wie ein Rosamunde Pilcher-Film an…

Lily James ist ok in der Hauptrolle, bleibt aber dennoch uninteressant, ebenso wie Michiel Huisman (den man als neuen Daario Naharis in „Game of Thrones“ kennen dürfte). Matthew Goode gibt hier noch die beste Performance, auch wenn er wenig Screentime hat. Wer „Downton Abbey“ mag, wird sich sicherlich auch über Jessica Brown Findlay und Penelope Wilton freuen, aber auch die beiden hinterlassen keinen bleibenden Eindruck.

Der Fokus lag offenbar darauf, dass der Film und seine Schauspieler*innen hübsch anzusehen sind. Die Kostüme sind schick und die Umgebung in Guernsey sieht toll aus, aber das reicht leider nicht für einen guten Film. Vor allem weil die Kameraarbeit hier alles andere als interessant ist. Im Gegenteil: Der Film ist derart überbelichtet, dass er wie eine Folge einer kleinen Serie wirkt (vielleicht war das sogar gewollt…). Auch der Kitsch-triefende Score von Alexandra Harwood war 0815-Hollywood-Gedudel ohne Inspiration.

Fazit: Wer einen Kitschfilm mit schicken Kostümen und viel Süßholz-geraspeltem Drama ohne viel Anspruch sehen will, wird hier sicherlich richtig sein. Doch eine Story wie diese benötigt deutlich mehr Mut und kreative Ideen!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 16. Mai 2024
Ein ungewöhnlich langer Titel, der fast zum Zungenbrecher gerät, für einen niveauvollen Plot. Auf der Kanalinsel Guernsey besteht ein Kreis von literarisch interessierten Insulanern, die sich regelmäßig treffen. Und das während des zweiten Weltkrieges, als die Insel von der deutschen Wehrmacht besetzt war. So musste man es heimlich tun. Vor allem, weil es immer etwas zu essen und zu trinken gab und Nahrungsmittel waren streng rationiert, wie man dem Titel entnehmen kann (Kartoffelschalenauflauf! Nur Reste und Abfälle!).
Die Journalistin Juliet (Lily James) reist nach dem Krieg nach Guernsey, um über den sonderbaren Club (Titel!) zu berichten. Jetzt teilt sich die Handlung in drei Richtungen, die Regisseur Mike Newell gut portioniert hat: es geht zunächst um Literatur (1). Hier sei nur das Buch des Ehepaares Charles und Mary Lamb erwähnt, das die Dramen von Shakespeare für Kinder nacherzählt hat. Ein echter Klassiker, den es wirklich gibt. Immer wieder eingeblendet historische Dokumentationen über die bösen Nazi-Besatzer sowie die Résistance gegen sie (2). Und als emotionalem Überbau – (3) eine Love-Story. Drei Männer streifen Juliets Weg: Sidney (Matthew-Brideshead-Goode), ihr Verleger; Mark (Glenn Powell), mit dem sie sich sogar verlobt und der Farmer Dawsey (Michiel Huisman), der die ältesten Rechte hat. Aber auch in den Nebenrollen glänzen Könner/innen Penelope-CalenderGirl-Wilton, sowie Bronagh-TheCommitments-Gallagher als Edelzicke und Nazi Verteidigerin. Auch Eben (Tom Courtenay) geistert als so eine Art Ortvorsteher genial hilflos durchs Bild. So wird das Ensemble amüsant eingerahmt Und alle Zuschauer wissen lange bevor es spruchreif ist, wer Juliet als seine Juliet (Titel) bezeichnen darf. Spannendes Feel Good Movie mit viel Gefühl am Ende.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 11. März 2019
Ein süßer historischer romantischer Film für Sonntagsabende. Ein bisschen Drama ist auch dabei und natürlich Herzschmerz und viele witzige Szenen.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 12. Januar 2019
Eine Buchverfilmung deren Vorlage ich nicht kenne; deren Cover jedoch die Erwartungen etwas anders lenkt: das sieht alles nach einer Romanze aus. Wenn man den Film aber schaut merkt man daß es um andere Dinge geht: der Zauber des Lesens kommt beiläufig vor, vorrangig ist es aber das Aufarbeiten von schmerzlichen Erlebnissen und Erfahrungen rund um den zweiten Weltkrieg. Eine Schriftstellerin besucht ein Dorf und erfährt welche tragischen Ereignisse dort vorgefallen sind und nebenbei greift sie in die Folgen ein uns es bahnt sich am Rande eine kleine Love an. Das ist kleines, ruhiges und emotionales Kino das sich wohl nur einem entsprechenden Zielpublikum voll erschließt; andere dürften das recht langweilig finden. Für Freunde von solchen Filmen sollte er aber defintiv lohnend sein.

Fazit: Weniger die Romanze nach der er aussieht, mehr ein bitteres und ruhiges Drama!
Oli-N
Oli-N

19 Follower 109 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 9. August 2018
Für mich ein wirklich gelungener Film um Liebe und Nachkriegserfahrungen mit einer bezaubernden Hauptdarstellerin die mich von Anfang bis Ende mitgenommen hat.
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