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    Einer flog über das Kuckucksnest
    Durchschnitts-Wertung
    4,6
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    7 User-Kritiken

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    Telefonmann
    Telefonmann

    User folgen 56 Follower Lies die 231 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 3. August 2010
    Schon sehr lange wollte ich mir diesen Film mal ansehen, bin aber nie dazu gekommen. Jetzt war es mal soweit, und es ist eigentlich eine Schande, dass ich diesen Klassiker zuvor noch nie gesehen habe. Zwar finde ich persönlich "Einer flog über das Kuckucksnest" nicht perfekt, aber dennoch ist dieser sehr anspruchsvolle Film toll und nebenbei sehr unterhaltsam.
    Die Story handelt von einem Mann, der in eine Psychiatrie eingewiesen wird, in welcher er vorerst nur beobachtet werden soll. Hinterher muss er dort allerdings bleiben. Die Geschichte ist simpel aber sehr gut. Sie zeigt nicht nur einfach die Verrückten, sondern stellt darüberhinaus die Frage, wer berechtigt ist über andere zu bestimmen. Es geht nicht einfach nur um eine Psychiatrie und deren Insassen, sondern um Freiheit, Demokratie und Diktatur. Ein sehr interessantes Thema also, welches nahezu perfekt umgesetzt wurde.
    Was "Einer flog über das Kuckucksnest" neben seiner tollen Story vor allen Dingen ausmacht, sind seine Schauspieler. An erster Stelle muss hier natürlich Jack Nicholson genannt werden. Er ist ein genialer Charakterdarsteller und auch hier spielt er wahnsinnig gut. Dieser Film hat bestimmt nicht unerheblich zu seiner Karriere beigetragen. Nicholson spielt seine Rolle mit Herz und sehr glaubwürdig. Daneben gibt es aber noch einige Darsteller mehr, welche hier sogar alle ihre Debüt hatten. Da wäre Christopher Lloyd, der später mit dem verrückten Professor in "Zurück in die Zukunft" die Rolle seines Lebens hatte. Auch Brad Dourif, der Originalstimme aus "Chucky" gibt hier sein Debüt und überzeugt vollkommen. Danny DeVito hätte ich kaum erkannt und er spielt auch sehr gut. Ebenfalls sehr gefallen hat mir Will Sampson. Auch der Rest der Darsteller spielt gut und glaubwürdig.
    Die Charaktersierung der Figuren hat mir sehr gefallen, obwohl diese bei vielen gar nicht so ausgeprägt ist. Über McMurphy erfährt der Zuschauer nicht sonderlich viel. Seine Figur ist aber durchaus interessant. Man weiß nicht ob er den Verrückten nur vortäuscht oder wirklich einer ist. So hat er oft die Chance auszubrechen, tut dies aber nie und gegen Ende geht es mit ihm durch. Dabei ist er eigentlich eine sehr fürsorgliche und freundliche Figur, die anscheinend einfach Spaß haben will und dies gerade in einem System, wo dies nicht möglich ist. Dabei ist er aber nicht der Held in dem Sinne, sondern ziemlich einzigartig. Auch die anderen Figuren haben so gesehen nicht viel Tiefe, aber man kann viel hineininterpretieren.
    Bei "Einer flog über das Kuckucksnest" handelt es sich um eine waschechte Tragikomödie. Das ist nicht so mein Genre, doch ab und zu sehe ich sowas sehr gern. Die Komödie und die Tragik halten sich in etwa die Waage, obwohl es gegen Ende hin doch eher ernster wird und dann auch sehr traurig zugeht. Oft ist das Geschehen aber auch sehr amüsant und witzig. Gerade die Figur von Jack Nicholson trägt, nicht zuletzt wegen Nicholsons genialer Leistung, viel zum Witz bei.
    Der Unterhaltungsfaktor ist sehr hoch und das bei einer Laufzeit von über zwei Stunden. Das Ganze fängt sofort an und es gibt kaum eine Einleitung. Gerade durch den Wechsel von lockeren und ernsteren Szenen, bleibt es immer interessant und somit unterhaltsam. Sowieso ist das Thema Psychiatrie sehr interessant. Die Methoden die damals angewandt wurden, werden hier zwar noch recht freundlich gezeigt, doch gerade das Ende, ist nicht ohne und ziemlich tragisch.
    Die Inszenierung ist sehr gut. "Einer flog über das Kuckucksnest" ist sehr ruhig inszeniert und manchmal braut sich eine enorme Spannung an. Diese bricht selten richtig aus, nur gegen Ende und gerade das macht diesen Film teilweise etwas beklemmend. Dadurch ist auch die Atmosphäre sehr gelungen. Die ernste Thematik wurde mit Humor umgesetzt. Ab und zu macht ein dieser Film wirklich fröhlich, doch dann gibt es auch wieder den Schlag in die Magengrube. Begleitet wird das alles von einem passenden Score, der recht spärlich eingesetzt wird oder mir einfach nicht weiter aufgefallen ist, weil andere Dinge ausschlaggebender waren.
    Fazit: "Einer flog über das Kuckucksnest" ist sicherlich zurecht zu einem Klassiker geworden. Es gibt einen tollen Jack Nicholson und weitere klasse Darsteller zu sehen. Darüberhinaus ist auch die Story sehr interessant, die Inszenierung stimmt und der Unterhaltungsfaktor ist sehr hoch. Fans von Tragikomödien sollten "Einer flog über das Kuckucksnest" auf jeden Fall mal gesehen haben!
    Kino:
    Anonymer User
    4,0
    Veröffentlicht am 15. April 2011
    ''Einer flog übers Kuckucksnest'' ist ein tragisches Drama, welches zu einem angemessenen Umgang mit psychisch Kranken anhält und zugleich Kritik am Alltag in der Psychiatrie übt. Beruhend auf einer hervorragenden Darstellung des jungen Jack Nicholson, verfügt dieser Film über ein besonderes Flair. Eine bedrückende Enge, die dem Zuschauer nicht auf direkter Ebene auf die Fresse haut, sondern stattdessen besondere Szenen kreiert, die in ihrer Intensität lange nachwirken.
    Thomas Z.
    Thomas Z.

    User folgen 35 Follower Lies die 281 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 29. April 2018
    Rückblickend betrachtet, muss wohl jegliche Form von Humor in den 70ern zwangsläufig wie überdrehter Klamauk anmuten. Völlig unangebracht empfinde ich diesen Umstand bei Milos Forman's oscarprämierten Meisterwerk, ein cineastischer Zwitter zwischen albernem Trash und tief bewegendem Drama. Overacting im Minutentakt, wobei sich Nicholson erfreulicherweise deutlich zurücknimmt und eine beeindruckende Performance abliefert. Die uneingeschränkte Begeisterung für "Einer flog übers Kuckucksnest" konnte ich nie teilen, halte ihn aber auch nach über 40 Jahren für durchaus sehenswert. Insbesondere atmosphärisch wirkt das immer noch recht beklemmend und verstörend.
    Cursha
    Cursha

    User folgen 3.668 Follower Lies die 999 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 27. Juni 2015
    Eine urkomische Geschichte mit einem fantastischen Jack Nicolson ! Der Film fesselt und unterhält bis zur letzten Minute !
    Neverman
    Neverman

    User folgen 1 Follower Lies die 13 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Ich hatte schon von dem Film gehört und habe mir diese Woche mehrere Filme von Jack Nicholsen angesehen. Heute stand "Einer flog über das Kuckucksnest" auf meinem Plan.



    Zum Inhalt:

    Der gerissene Murphey möchte dem Gefängnis entkommen, indem er wahnsinnig spielt (zum Teil Spiel, zum Teil sein extrovertierter Charakter).

    Die Klinik behält ihn dort, um ihn zu beobachten und einzuschätzen.

    Er kommt in eine "Gruppe" von "Irren" und deren Betreuerin.

    In den 2 Stunden Film geht es um Wahnsinn, Freiheit, Lebenslust und Ignoranz.



    Die Schauspieler sind durch die Bank weg einfach super passend besetzt. Aber zuallererst steht in meinen Augen Fletcher, die Schauspielerin der Oberschwester. Erst dann kommt Jack.

    Wie Fletcher die Aufseherin spielt ist einfach genial. In ihren stahlgrauen Augen konnte man Härte und Durchsetzungsvermögen sehen, man konnte sehen, wie abgestumpft sie gegenüber all den in ihren Augen irren Tätigkeiten und seltsamen Reaktionen der Patienten war. Eine seltsame Kälte und Leere, als würde sie das Ganze gar nicht mehr wahrnehmen, sondern es geht nur noch um den Plan. Auch ein bisschen Resignation, vielleicht sogar Trauer glaube ich in ihren Augen gesehen zu haben. Eine Frau, die die eigentliche Kranke ist. Zu früh erwachsen geworden, ein Drang anderen Menschen zu helfen, ohne sich selbst helfen zu wollen und der absolute Verlust des Denkens und Lebens.

    Jack dagegen ist ein Schlitzohr. Er ist ein Weiberheld, Draufgänger und Zocker; intelligent und gewitzt. Er lebt sein Leben in vollen Zügen und möchte diese Art gerne den Insassen des Krankenhauses zeigen, erst recht, nachdem er erfährt, dass viele von ihnen freiwillig das Joch genommen haben.



    Es ist schrecklich mit anzusehen, wie die Ärzte und deren Assistenten und Helfer sich als Götter aufspielen und über Leben und Tod, Freiheit und Gefangenschaft, Denken und Nicht-Denken entscheiden. Da gewinnt der Begriff: "Götter in Weiß" eine schrecklich neue Bedeutung. Jack versucht den anderen beizubringen, dass sie nicht anders sind, dass sie nicht krank sind, sondern einfach nur individuell und besonders. Erst am Ende gelingt es ihm, was eine tragische Tat nach sich zieht.



    der Film war wundervoll und schrecklich, komisch und todernst zu gleich. Das lag wohl auch daran, dass die Schauspieler geistige Kinder spielen mussten und in manchen Szenen wirken die Schauspieler wie Kleinkinder, die sich gegenseitig triezen und sich kabbeln.

    Einer der besten Filme, die ich je gesehen habe und jeder Oskar ist gerechtfertigt!
    Kino:
    Anonymer User
    5,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Ja, einfach ein unübertrefflicher Film.



    Was and dem Film genau, so genial und Meisterhaft ist, würde den Rahmen jeder Kritik sprengen.

    Diesen Film MUSS mann einfach gesehen haben.
    Kino:
    Anonymer User
    5,0
    Veröffentlicht am 18. März 2010
    Vielleicht mag man Polanski wegen seinen angeblich etwas seltsamen Neigungen nicht mögen, aber dieser Film ist schlicht phänomenal! Über die Besetzung braucht man gar nicht mehr zu diskutieren, da sind sich sowohl die härtesten Kritiker im Reinen, dass diese besser kaum hätte sein konnen, allen voran meiner Meinung nach Jack Nicholson, Louise Fletcher und Brad Dourif. Einfach weltklasse Schauspielkunst!

    Der Film bietet jedoch noch sehr viel moralisches uns gesellschaftskritisches. Ein paar werden mit mancher Chaostheorie (die jedoch immer noch hervorragend und auch explitit dargestellt werden) ein Problem haben, meines Erachtens putschte dieser Film aber genau medizinische Fragezeichen über den menschlichen Geist und seine Seele einen revolutionären Schritt nach vorne, indem dieser Film Berühmtheit erlangte. Mc Murphey mag zwar ein zeitlos durchgeknallter Gangster sein, trotzdem vollbringt kein anderer echte Nächstenliebe und Lebensfreude im Sanatorium, ausser er! Vielleicht mittlerweile nostalgisch, aber eine überaus wichtige Erkenntnis. Vor Allem weil das in den 60er und 70er Jahren wirklich teilweise so abging...! Nur schon deshalb hat dieser Film 10 Sterne verdient! Auch der Schluss ist absolut bahnbrechend und trifft den menschlichen Sachverstand tief auf dem Holzweg und das Herz in die Mitte!!!

    Kennt jemand das Lied "Welcome Home (Sanitarium)" von Metallica. Geniales Lied! "Build my fear of what's out there

    And cannot breathe the open air

    Whisper things into my brain

    Assuring me that I'm insane

    They think our heads are in their hands

    But violent use brings violent plans

    Keep him tied, it makes him well

    He's getting better, can't you tell?" Die letzte Strophe fragte sich dazumal wohl niemand so richtig...
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