((ACHTUNG! SPOILER!!))
Okay, die Story kann man in einem Satz zusammenfassen: Mars-Mission stößt auf gefährliche Lebensform und muss sich dann dagegen erwehren. Das haben wir nun wirklich schon hundertfach gesehen, sowohl als Aliens als auch als Bakterien, die Idee ist also alles andere als originell. Hinzu kommt noch, dass diese Bakterien den befallenen Wirt in Zombies verwandeln, was aus vielerlei Hinsicht nicht wirklich viel Sinn macht. Aber okay, wir befinden uns im Grenzgebiet zwischen Science Fiction und Horror, da muss man solch abstruse Prämissen manchmal auch einfach hinnehmen ohne so viele Fragen zu stellen.
Hat man dies erst einmal akzeptiert, dann weiß der Film durchaus zu unterhalten, wobei das Ganze dann eher ein Zombie-Actioner wird als ein Suspense-Horror. Dafür ist die Inszenierung wirklich gut. Die Atmosphäre ist durchweg ziemlich unheimlich, die Bedrohung durch die Zombies und auch durch die Bakterien im Allgemeinen ist durchaus spürbar. Die Figuren sind – wie es für einen Horrorfilm so üblich ist – nicht besonders tief ausgearbeitet, es gibt die übliche Rollenverteilung (die Zicke, der Besonnene, der Zögerliche, der Wissenschaftler, usw.), all das findet ohne große Überraschungen statt, ist aber dennoch solide anzuschauen. Liev Schreiber mit gewohnt stoischem Blick dient als Link für uns Zuschauer und manövriert sich mal mehr, mal minder souverän durch die Szenerie.
Das Setdesign ist durchaus ansprechend, der Mars sieht im Vergleich zu manch billigen Genrevertreter mal wirklich aus wie der Mars und nicht nur wie eine irdische Wüste mit Rotlichtfilter. Das Raumschiff, die Rover, die Raumanzüge, das Inventar, all das sieht durchaus glaubhaft realistisch aus und passt zum gesamten Look des Films. Die übrigen Schauspieler neben Liev Schreiber machen ihre Arbeit gut, das Sounddesign ist stimmig.
FAZIT: Solider Science-Fiction-Horror-Film, der uns nicht wirklich etwas Neues anbietet, aber dennoch über die gesamte Laufzeit gut unterhält. Für Genrefans allemal eine klare Empfehlung!