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    James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben
    Durchschnitts-Wertung
    3,7
    185 Wertungen - 49 Kritiken
    Verteilung von 49 Kritiken per note
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    Deine Meinung zu James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben ?

    49 User-Kritiken

    beco
    beco

    User folgen 17 Follower Lies die 171 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 7. Oktober 2021
    Solides Drehbuch, spannungsreicher Handlungsverlauf und ein würdiges Ende.
    Ein sehenswertes James Bond Erlebnis.
    ermluc
    ermluc

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    1,5
    Veröffentlicht am 3. Oktober 2021
    Das sind beinahe 3 Stunden meines Lebens die ich nicht wieder bekomme.
    Der Film ist gerade erst rausgekommen und ich möchte nichts spoilern, weswegen eine Bewertung nicht wirklich einfach ist.

    Das ist kein Bond Film! Der Film versucht krampfhaft mit der Zeit zu gehen und vergisst dabei komplett, was den Mythos um den Doppel Null Agenten eigentlich ausmacht. Der Film wechselt beinahe sprungartig zwischen unrealistischen Actionszenen (Verfolgungsjagden wie in Alarm für Cobra 11 und Schießereien in denen Bösewichte weniger Zielgenauigkeit haben als imperiale Sturmtruppen) und langatmigen Romantiksequenzen. Einen nachvollziehbaren Rhythmus sucht man dabei verzweifelt.

    Die Story lässt notwendige Informationen aus, was einige Logiklücken zur Folge hat. Darunter leidet primär die Rolle des Bösewichts und das ist sehr schade, denn Rami Malek zeigt (rein schauspielerisch) eine gute Leistung. Die neue 007 Agentin ist für die Story komplett irrelevant und könnte rein theoretisch aus dem Film gestrichen werden. Ich vermute aber, dass sie in zukünftigen Bond Filmen noch relevant wird (vielleicht sogar als neuer Hauptcharakter) und deswegen langsam an die Fans herangeführt wird. Leider kommen dadurch andere Charaktere zu kurz, obwohl diese mehr Screentime verdient hätten. Q wird viel zu wenig in Szene gesetzt und anstatt neue Gadgets vorzustellen, muss lieber klargestellt werden, dass Q homosexuell ist. Diese Information ist sehr unglücklich platziert und wirkt mehr wie ein Image-Schachzug, als eine ernst gemeinte politische Botschaft. Schade denn das Thema ist eigentlich sehr wichtig, aber man kauft es den Produzenten nicht ab. Ana de Armas' Rolle ist ein Highlight des Films. Das haben die Produzenten wohl nicht so gesehen, denn wir sehen sie nur für ca. 15 Minuten.

    Zu guter Letzt spreche ich über James Bond selbst. Die Jenigen die Ian Flemmings Bücher gelesen haben, werden sich Fragen wer dieses emotionale Wrack ist, das wir in "Keine Zeit zu sterben" zu Gesicht bekommen. Bond wirkt nachdenklich und gefühlsduselig. Seine Leichtigkeit und Unbekümmertheit bekommen wir in diesem Film nicht zu sehen. Das liegt bestimmt auch daran, dass die Craig Bonds eine zusammenhängende Story haben und folglich zwangsläufig ein Charakterdevelopment nötig ist. Deswegen ist Bond in "Casino Royale" noch so unbekümmert wie in vergangenen Klassikern (Goldfinger, Feuerball, usw.) und in "Keine Zeit zu sterben" ist er schlimmer als Timothy Dalton in seinen beiden Teilen. Und wie diese Filme angekommen sind muss ich wohl keinem Fan sagen.
    Ich habe nichts dagegen, wenn ein Film mehr auf Romantik und emotionale Tiefe setzen will, aber vielleicht sollte man sich trotzdem überlegen, ob man den Titel "James Bond" drüber schreibt. Schließlich ist James Bond nicht nur irgendein Name, sondern ein, von Ian Flemming, ausgeklügelter Charakter.

    Ja dieser Fil wird sich einreihen hinter anderen zeitlosen Klassikern wie "die dunkle Bedrohung" und "Rocky 5"

    Abschließend möchte ich noch sagen, dass es in Bond Filmen Tabus gibt, die nicht gebrochen werden sollten. Raten die mal was dieser Film macht ;)
    das Odeon
    das Odeon

    User folgen 1 Follower Lies die 15 Kritiken

    1,0
    Veröffentlicht am 6. Oktober 2021
    filmkritik nummer eins: für alle bond-fans könnte man hier ohne probleme fünf sterne vergeben. es ist eigentlich alles vorhanden, was man in einem bond film erwartet. wer einen langweiligen arbeitstag hinter sich hat und sich zum feierabend mal was gönnen möchte mit richtig action und allem drum und dran, ist hier absolut richtig. james bond ist da und er muss irgendwas machen und einen bösewicht aufhalten, so kennt man das und das wird hier auch geliefert. für bond-fans jedenfalls. die machen hier nix verkehrt. kino, einfach mal den alltag vergessen und im kino abschalten, das klappt hier auf jeden fall!

    filmkritik nummer zwei: oh mein gott, was für ´ne scheisse!?! worum geht es in dem film überhaupt? ich habe gar nichts verstanden. vielleicht bin ich zu blöd. oder auch nicht, ja da gibt es diese nano-roboter, die bei jedem menschen durch die haut eindringen können und den schurken, der diese dann global einsetzen will. das zieht aber irgendwie nicht. dem film fehlt der enthusiasmus, die begeisterung, die kreativität und der spirit.und als zuschauer: man sieht ja nix. ein dna-programmiertes giftgas und die nano-roboter. die sieht man aber nicht. also gibt es viele szenen, in denen kaum etwas nennenswertes passiert. was der bösewicht von rami malek gespielt jetzt will, habe ich nicht verstanden. und es scheint für den film auch keine rolle zu spielen. der film ist zu lang und beschäftigt sich zwischendurch mit unwichtigen dingen. das kind am ende des films macht es nicht besser. das stört eigentlich eher. irgendjemand hier im internet hat den vergleich zu fast&furious gezogen. das kann ich voll unterschreiben. es gibt gute action und die handlung ist... ... ... ja. wo ist die handlung? die handlung hätte man auch in einen 30minuten kurzfilm einpacken können. wenn man einfach nur irgendwie unterhalten werden möchte, und sich ´nen scheiss darum schert, worum es eigentlich geht, dann ist man hier richtig. wenn man irgendwas zum wenigstens irgendwie mitdenken haben möchte, dann ist man hier falsch. mit james bond hat dieser film nix mehr zu tun. es ist leider nur ein blöder abklatsch von fast&furious. viel action und null handlung. hat eigentlich nur gefehlt, dass am ende jemand ein corona bier in der hand hält und "familie" sagt. (YT behaind)
    TorMarci
    TorMarci

    User folgen 15 Follower Lies die 134 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 1. Oktober 2021
    Da ist er nun endlich, nach dem der letzte Bond Film mit Daniel Craig nun 1,5 Jahre verschoben wurde und auch ich wollte mir den Film nicht entgehen lassen. Vorne weg habe ich natürlich alle vorherigen Bond Filme mit Daniel Craig gesehen, wobei ich sagen muss, dass Skyfall und Casion Royale meine liebsten sind und auch nach dem Film bleiben werden. Es ist der letzte Bond Film mit Daniel Craig und ich kann vorne weg sagen, dass war für mich kein würdiger Abschied, aber dazu im Fazit noch etwas mehr.
    Story: Eigentlich wollte James Bond seinen Ruhestand genießen und ein normales Leben führen. Doch Bonds alter Kumpel, CIA-Agent Felix Leiter, holt ihn zurück in sein altes Leben. Leiter braucht Bonds Hilfe, um den entführten Wissenschaftler Valdo Obruchev zu retten. Die Mission erweist sich als heimtückisch und Bond muss bald erfahren, dass der so gefährliche wie mysteriöse Safin im Hintergrund die Strippen zieht. Safin verfügt über gefährliche neue Technologie. Ein letztes Mal muss Bond sich auch seinen Widersachern von Spectre stellen und dabei erkennen, dass Ernst Stavro Blofeld selbst aus dem Gefängnis heraus noch über Einfluss verfügt. Den neuen Gegner kann Bond nicht alleine besiegen und so braucht er unter anderem die Hilfe der neuen Doppel-Null-Agentin Nomi, der CIA-Agentin Paloma und seiner großen Liebe Madeleine Swann, die er vor fünf Jahren verlassen hat, weil er ihr nicht mehr vertraute. Soweit erstmal zur Story. Die Story baut sich soweit und verfolgt den ganzen Film über einen roten Faden, von welche er nie wirklich abweicht. Das Erzähltempo ist den ganzen Film über relativ langsam, wo wir meiner Meinung nach schon bei dem ersten negativen Punkt angekommen sind. Daniel Craig wollte eigentlich nach Spectre keinen weiteren Bond Film mehr machen und als der damalige Drehbuch Autor auch noch ausgewechselt wurde, war ich mir fast sicher, dass dieser Bond Film, von der Story, nicht wirklich was werden kann und leider habe ich meiner Meinung nach recht behalten. Die Story braucht meiner Meinung nach extrem lange um so richtig in die Gänge zu kommen. Das liegt in erster Linie an dem unglaublich langsamen Erzähltempo, als auch an der Story selber. Der Film geht über 2,5 Stunden und schafft es nie so richtig eine Zusammenhänge Geschichte zu erzählen, bei der man als Zuschauer im Kino sitzt und sich denkt, dass habe ich so aber noch nie gesehen. Immer wieder kommt es zur großen Plotholes, wo man als Zuschauer oft da sitzt und sich denkt: Hä, wie kann das denn gehen, oder wieso ist das gerade passiert, wie es passiert ist. An vielen Ecken und Kanten fehlen die Erklärungen und auch die Sinnhaftigkeit, sodass ich mich oft gefragt habe, wieso hat man da nicht mehr herausgeholt. Zur Mitte hin wird der Film schon ziemlich zäh und hat seine Längen, wodurch ich zwischendurch sogar etwas gelangweilt war und versteht mich jetzt nicht falsch, aber das ist wirklich gar nichts. Die starken Momente, die man sich immer wieder aufbaut, zerstört man sich selber, entweder durch Plotholes, oder Storyhandlungen, die kaum etwas zur Story beitragen. Oft gibt es Szenen bei denen man sich denkt, okay die habe ich jetzt gesehen, aber hat die mich Story technisch weiter gebracht und da ist oft die Antwort eher nein. Das meiste was einem in der Story erzählt wird, habe ich so schon oft vorher in Bond Filmen gesehen, dass hätte ich so hier nicht gebraucht. Dazu hat man noch einen Antagonisten, welcher überragend gespielt wird, welcher zwar etwas Hintergrund bekommt, dieser aber nur Mittel zum Zweck ist und sogar kaum benutzt wird und das ist wirklich ärgerlich, da man hier deutlich mehr hätte herausholen können. Die ganze erste Sequenz macht im Nachhinein kaum bis gar keinen Sinn, wodurch man hier auch etwas anderes hätte erzählen, oder aufbauen können. Schade hier hat man viel Potential liegen gelassen. Die meisten Charaktere, neben Bond selber, hätte man austauschen, oder weg lassen können und wenn man bedenkt, dass alle Daniel Craig Bond Filme zusammenhängen ist das hier wirklich schade und genau hier liegt für mich auch ein weiteres Problem, nämlich der krampfhafte Versuch alle Filme miteinander zu verknüpfen, obwohl jeder Film auch gut und gerne für sich alleine hätte stehen können. Diesen hier hätte ich storytechnisch einfach nicht gebraucht, da Spectre meiner Meinung nach schon ein gutes Finale für die Daniel Craig Ära geschaffen hat. Um auch mal einen positiven Aspekt der Story zu nennen sind die Intro Sequenzen mit dem Soundtrack immer wieder beeindruckend und ein Gänsehautfaktor und auch, wenn es mal zwischen Bond und dem Antagonisten zu emotionalen und guten Dialogen kommt, funktioniert das so gut, dass ich es richtig schade finde, dass es davon so wenig gibt. Das Ende, und da möchte ich nicht spoilern, macht soweit Sinn und ist zwar ziemlich abrupt, aber mit das Beste am Film. Schade hier von hätte ich mir während des Films mehr gewünscht. Es fehlt zu oft der Hintergrund und viele Charaktere handeln auch immer wieder merkwürdig, sodass man sich als Zuschauer oft denkt was das Ganze eigentlich soll und ich ärgere mich wirklich, da ich echt Lust auf den Film hatte. Zusammengefasst kann man sagen, der Story fehlt es an allen Ecken und Kanten. Der Hintergrund fehlt leider zu oft, wodurch es unglaublich viele Plotholes gibt. Es fehlt der Story an Tiefe und wenn man etwas tiefer geht ist es leider schon zu spät. Dazu ist die Story dann auch etwas vorausschaubar und nur das Ende und die Momente zwischen Protagonist und Antagonist funktionieren richtig gut, wodurch ich mir noch mehr ärgere, dass sie davon nicht mehr benutzt haben, weil genau das funktioniert der Film, nämlich dann wenn er emotionaler wird und sich etwas traut, was die anderen Bonds vllt. vermissen lassen haben. Hätte man hier ne gute halbe Stunde weg gelassen, das Erzähltempo etwas mehr angehoben und dem Antagonisten mehr Screentime und einen besser Hintergrund gegeben, damit wir als Zuschauer das Handeln noch ein wenig besser verstanden hätte, wäre hier um einiges mehr drin gewesen. So ist die Story wirklich nicht gut und ich muss hier leider eine Note geben, welche ich nie gedacht hätte, die ich mal einen James Bond Filme gebe. Note: 4-
    Schauspieler: Hier fange ich mal mit Daniel Craig an. Im letzten Bond Film hatte eher mehr Oneliner als wirklich Text, doch hier ist das anders und das ist auch gut so. Ich würde sagen so einen guten Daniel Craig hatten wir lange nicht mehr. Entweder er ist froh, dass er das letzte Mal James Bond spielen sollte, oder er wollte nochmal alles herausholen was er so kann. Die Dialoge zwischen ihm und Rami Malek sind richtig stark und machen richtig Spaß beim Anschauen, davon hätte ich mir deutlich mehr gewünscht. Die Präsenz von Daniel Craig auf der Leinwand ist immer wieder stark und es macht einfach Spaß ihm dabei zu zuschauen, wodurch es umso schade ist, dass die Story leider nicht abgeliefert hat. Rami Malek ist einfach nur grandios und immer wenn auf der Leinwand ist, stiehlt er den anderen die Show und das ist auch gut so. Hier wäre noch viel mehr drin gewesen und genau das ärgert mich. Hätte man ihn als großen Strippenzieher hinter allem in den letzten Filme aufgebaut, wäre das ganze nochmal eine ganz andere Nummer geworden. Christoph Waltz spielt eine eher kleiner Rolle, aber wenn er zu sehen macht es einfach nur Spaß ihn anzuschauen. Alle anderen sind soweit völlig in Ordnung und machen ihre Sache gut. Alles in einem kann man sagen, dass vor allem Daniel Craig, Rami Malek und Christoph Walz alleine den Film tragen können und mit das Beste am ganzen Film sind. Hier wäre noch mehr drin gewesen. Note: 1-
    Action/Spannung: Ich fange mal mit der Spannung an. Die baut sich am Anfang des Films noch ganz gut auf, fällt dann zur Mitte leider komplett und verschwindet zweitweise meiner Meinung nach komplett. Das ist wirklich schade, da man es hier und da immer mal wieder schafft etwas Spannung aufzubauen. Zum Finale hin kommt sie nochmal etwas wieder, da aber schon etwas zu spät. Dazu kommen noch die Längen zur Mitte hin und vor allem, dass die Story dann doch etwas zu vorausschaubar ist, wodurch die Spannung in der Mitte kaum eine Chance hat wieder zu kommen. Kommen wir zum Schluss noch zur Action. Diese sieht wie in den meisten Bond Filmen auch hier wieder sehr wertig aus. Klar sieht man an der ein oder anderen Stelle dann doch schon das CGI, aber das stört nicht wirklich. Insbesondere die Kämpfe sehen richtig gut aus und machen auch Spaß beim Anschauen. Davon hätte ich mir tatsächlich auch noch ein paar mehr Szenen gewünscht. Note: 3+
    Gesamtnote: 3
    Gesamtpunktzahl: 5,5 / 10 P
    Oh man das war Story technisch wirklich schwach und es ärgert mich wirklich. Nach dem Film habe ich mich immer wieder gefragt, warum man unbedingt noch einen Bond Film mit Daniel Craig herausbringen wollte und man es nicht bei Spectre belassen lassen konnte. Auch der Streit hinter den Kulissen hat dem Film nicht wirklich geholfen und am Ende hat mein Drehbuch was viel will, aber leider zu wenig kann. Nur alleine die Schauspieler und die gut aussehende Action können den Film meiner Meinung nach vor einem Flop retten und ich bin mir sicher das das viele anders sehen werden, was auch völlig in Ordnung ist. Meiner Meinung nach können die, welche den Film richtig gut finden, meiner Meinung nach, aber nicht über die Plotholes und das teilweise schon wirklich sinnlose Handeln mancher Figuren nicht hinwegsehen. Es wäre so viel mehr drin gewesen, vor allem mit den Möglichkeiten, die man zur Verfügung hatte. Ich habe mich auch immer wieder gefragt, ob meine Erwartungen vllt. auch zu hoch waren, aber ich denke, dass sie für ein Finale auch angebracht waren. Wenn ich es zum Beispiel mit dem Planet der Affen Finale vergleiche, ja mir ist bewusst, dass das zwei völlig verschiedene Genres sind, dann hat man es dort geschafft mit einem langsamen Erzähltempo und wenig Action ein richtig guten Abschluss zu schaffen, nämlich genau das, was man hier vergeigt hat. Hier wäre weniger mehr gewesen. Bleibt am Ende die Frage wem ich den Film empfehlen kann. Empfehlen kann ich den Film trotzdem jedem, die auch die anderen Bond Teile geschaut haben, aber auch denen die vllt. gutes, einfaches Popcorn Kino suchen. Allen anderen würde ich dann doch eher Skyfall, oder Casino Royale ans Herz legen.
    Robert Z
    Robert Z

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    1,0
    Veröffentlicht am 2. Oktober 2021
    Es war leider irgendwie vorhersehbar, der Ärger und die Enttäuschung über einen der schlechtesten Bond Filme aller Zeiten ist trotzdem sehr groß. Wahrscheinlich nahezu jeder, der wie ich mit Bond Filmen groß wurde und auch die alten Klassiker sehr gut kennt, kann diese merkwürdige Verwandlung des 007 nicht verstehen und schon gar nicht gutheißen. No Time To Die ist ein überlanges und für die Filmgeschichte völlig irrelevantes Beziehungsdrama, aber sicher kein Bond Film. Wo sind die Zeiten, als 007 smart, lässig, cool, schick und mit Stil die Welt vor guten und authentischen Bösewichten retten musste? Der Bond der letzten Filme und insbesondere in diesem Film muss sich vor allem mal vor sich selber retten: ein wortkarger, verbissener, verkrampfter und weinerlicher Bond ist sicher nicht das, was sich Fans der Reihe von einem Bond erwarten. Casino Royal war bis auf den sentimentalen Quatsch zum Ende des Films ein toller Einstand von Daniel Craig, Quantum Trost war ein solider Bond Film, aber seit Skyfall geht es hauptsächlich nur um die Schwächen und Tiefpunkte aus der Vergangenheit von Bond. Das ist nicht das, was echte Fans wirklich sehen wollen. Das ist vielleicht für den breiten Massenmarkt interessant, aber die können sich ja die xte Version der aktuellen Blockbuster ansehen. Es gibt gewisse Dinge auf dieser Welt, die sind so wie sie immer waren, weil das gut war bzw. ist. Warum muss man aus dem lässigen Helden einen 08/15 Normalo machen?? Mit dem Bond vor Daniel Craig wollte man immer gern tauschen, den jetzigen Bond kann man nur bemitleiden und man ist heilfroh, nicht in seiner Haut zu stecken!

    Zum Film an sich: fast drei Stunden waren eine richtige Qual. Der Film hatte zwar die eine oder andere gute Szene, besticht aber vor allem durch viele viele Minuten mit quälend langweiligen Dialogen, die einzig und allein das Ziel hatten, Bond als übertrieben emotionalen Softie darzustellen. Auf der anderen Seite gibt es viele Brachial-Actionszenen, die meistens auch viel zu lange sind und man beim Zuschauen oft gar nicht wusste, wo man genau auf die große Leinwand schauen soll, weil so viel los war. Das ist sowohl in die eine, als auch die andere Richtung völlig übertrieben.

    Das Fazit von No Time To Die als auch der Zeit mit Daniel Craig lautet: Gott sei Dank vorbei! Man kann nur hoffen, dass sich die Bond Macher auf die Wurzeln der Reihe zurückbesinnen, denn diese haben Bond groß gemacht. Wenn nicht, dann wird es Zeit, die Reihe komplett einzustellen!!
    Martin Betzwieser
    Martin Betzwieser

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    1,5
    Veröffentlicht am 2. Oktober 2021
    Die Autoren und auch Daniel Craig verrieten die Marke James Bond 007 schon sehr früh in CASINO ROYAL. Sie machten aus dem charmanten Actionhelden und Salonlöwen mit dem lockeren Spruch auf den Lippen einen unzivilisierten Banausen und humorlosen Proleten. Auch Daniel Craig ist hier in die Verantwortung zu nehmen. Die Bond-Darsteller waren immer intensiv an der Entwicklung des Charakters beteiligt und Craig war Jahre lang Co-Produzent.

    Der Film ist leider eine gute halbe Stunde zu lange, hat teilweise ein misslungenes Tempo und kommt schwer in die Gänge. Bond-Gegner Lyutsifer kommt nach der Rückblende vor dem Vorspann erst nach einer guten Stunde zurück. Dabei ist dieser Bond-Gegner Lyutsifer (Rami Malek, BHEMIAN RAPSODY) einer der uninteressantesten und schwächsten Bond-Gegner aller Zeiten. Als Sohn einer von SPECTRE ermordeten Familie nimmt er Rache an SPECTRE und hätte eigentlich Bond´s Verbündeter werden können. Seine Motivation wird überhaupt nicht klar. Er ist schlecht geschrieben und lahm gespielt. Auch Lyutsifer´s Scherge mit dem Computer-Auge ist verschenktes Potential.

    Dieser Craig-Bond hat bei Handlung, Schauspielern und Spannung durchaus seine Momente. Die Nano-Roboter als gezieltes Tötungswerkzeug sind eine infame und originelle Idee. Diese Idee wirkt im Verlauf dieser Pandemie, in der merkwürdige Leute denken, Bill Gates und alle möglichen Regierungen wollen sie mit Mikrochips impfen, kontrollieren und töten, unabsichtlich sehr makaber.

    Die anderen Geheimdienst-Leute bleiben weit unter ihren Möglichkeiten. Anstatt mal wieder einen Blick ins Waffenlabor zu werfen, sehen wir „Q“ fast nur am Bildschirm sitzen, Festplatten analysieren und Beobachtungskameras auswerten.

    Seine Lebensgefährtin Madeleine Swann, Tochter des SPECTRE-Agenten Mr. White, verdächtigt Bond am Anfang des Verrats und verlässt sie auf hässliche Weise; das hätte es früher nie gegeben. Über die weitere private Beziehung und das Finale spoilere ich nicht, keine Sorge. Aber ich mache mir doch Gedanken, wie sie James Bond in der Zukunft glaubwürdig am Leben erhalten wollen.

    Zahlreiche Modernisierungen waren sinnvoll und richtig. Bond-Girls zu Bond-Ladies und zu starken Frauenfiguren zu machen, war richtig und diese Entwicklung begann bereits bei Pierce Brosnan, den die neue Geheimdienstchefin „M“ als „anachronistischen frauenfeindlichen Dinosaurier“ titulierte. Die Entfernung sehenswerter Randfiguren wie Miss Moneypenny und „Q“ war damals ein Fehler und ihre Rückkehr und Modernisierung war gelungen.
    Einige nostalgische Zitate aus früheren Bond-Zeiten waren ein bischen wenig, um den Mythos Bond zu erhalten – wenn sie überhaupt erkannt wurden. Dafür wurden zu viele James-Bond-Traditionen verraten. Und so war der Höhepunkt dieses James-Bond-Films für mich der Abspann mit dem unvergesslichen Bond-Song „We have all the time in the world“ von John Barry und Louis Armstrong aus „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ von 1969. Übrigens ist der Qualitätsabfall der Bond-Filme auch sehr gut bei der Filmmusik zu erkennen: Nachdem der langjährige Stammkomponist John Barry in den späten 80er Jahren abgelöst wurde und keine Bond-Aufträge mehr bekommen hatte, entwickelte sich die Filmmusik später in Richtung akkustische Körperverletzung – teilweise leider auch hier.
    Michael Hoffmann
    Michael Hoffmann

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    1,0
    Veröffentlicht am 1. Oktober 2021
    Keine Zeit zum Sterben? Es wurde langsam Zeit…
    Meiner Meinung nach der schlechteste James Bond ever. Ich war gestern, 30.09.21, mit großer Vorfreude in meinem Lieblingskino, für die allererste Aufführung des Films dort. Ich bin gelinde enttäuscht.
    Ich habe noch nie einen J.B. gesehen, der so unlogisch war, bei dem so große Sprünge in Zeit und Logik stattfanden. Bei 163min Länge hätte man das besser machen können. Dafür sehr, sehr viele Action- und Baller-Szenen, okay, das mag heute gewünscht sein, aber wenn, dann bitte mit Niveau. Es ist einfach unwahrscheinlich, dass ein J.B. In einer Tour Dutzende von Gegnern erschießt und dabei kaum getroffen wird. Vor allem, wenn um ein Eck herum eine Tür aufgeht und, obwohl er gar nicht hingesehen hat, den Gegner schon trifft. Das passt einfach nicht.
    Oder, bald am Anfang, sitzt er in einer kleinen Rettungsinsel, die es schon zu „Spielzeiten“ des Films gar nicht mehr gab, im nächsten Moment ist er schon in London. Allein durch das Tuten eines Schiffes transportiert? Da braucht ja StarTrek noch länger.
    Oder auch diese mysteriösen Becken auf der Insel – keine Erklärung, Information, was die sollen und auch, warum diese Leute in den Schutzanzügen ständig darin herumwischen oder dann fliehen. Außer (computererzeugtem?) Lichteffekt bringt das gar nichts.
    Apropos Computer: Es ist toll, was man am Rechner so alles machen kann. Doch ich hatte J.B. nie als ein Science-Fiction-Epos gesehen – hier wurde es teilweise dazu.
    Früher gab es mal ein J.B.-Girl, das den Helden durch den Film begleitete. Die Aufteilung auf vier Frauen bekommt der Handlung nicht.
    Die viele Psychologie fand ich, sicher im Gegensatz zu anderen Zuschauern, noch akzeptabel, dafür fehlt mit Craig aber schon von Anfang an fast jeder Humor, jeder Sarkasmus, jede Ironie. In diesem Film ist davon gar nichts mehr vorhanden.

    Ganz allgemein „freue“ ich mich darüber, mit welch schlechten Lichtverhältnissen modere Kameratechnik heute klarkommt. Und ich bedauere es zutiefst, dass das auch ausgenutzt wird. Wenn ein Film selbst auf der Kinoleinwand so düster, dunkel, unklar daherkommt? Und nein, am Projektor kann es nicht gelegen haben, wie die hellen Szenen zeigen.

    Keine Zeit zum Sterben? Es wurde langsam Zeit…
    Hoffentlich wird die Nachfolge besser.
    Im TV hätte ich so einen Film schon abgeschaltet. Sorry.
    MichaelTheDragon
    Katja Berker
    Katja Berker

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    1,0
    Veröffentlicht am 2. Oktober 2021
    Das hat Daniel Graig eigentlich nicht für seinen letzten Bond Film nicht verdient. Völlig untealistischer Film, teils chaotischer Handlungsstrang, lieblose Dialoge, zwar gute Aktion, aber teils unnötige Szenen, was bittes schön sollte das mit Blohfeld? Leider kaum eine überzeugende Erklärung zu den wichtigsten Geschehnissen, wie dieses Gen Zeugs. Der Wissenschaftler weder intelligent noch eine interessante Schlüsselfigur. Die Russen mal wieder die Bösen und die Engländer die vermeintlich guten. Kaum zu ertragen. Gefühls Dusselei war teils zu heftig. insgesamt echt der schlechteste Bond Film aller Zeiten. Aktion ist halt nicht alles. Wir Zuschauer mögen halt auch gute Dialoge und sinnvolle Handlungsideen. Der Schluss wirft viele Fragen auf wie man das Format James Bond 007 noch weiterführen möchte. Die Leute die mit uns aus dem Film rauskamen fragten sich teils "was war das denn gerade?" Ich fand es wirklich sehr schade, da wir alle auf den Film so lange gewartet haben.
    Michel M.
    Michel M.

    User folgen 4 Follower Lies die 82 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 1. Oktober 2021
    Dieser Bond ist anders als die anderen Bond-Filme und einer der menschlichsten überhaupt. Bond war noch nie so verletzlich und der Charakter bekommt emotionale Tiefe wie ich es nicht für mich möglich gehalten hätte. Ich sehe das als absoluten Pluspunkt. Kann mir aber auch vorstellen, dass einigen Bond Fans die emotionale Tragweite des Films zu viel ist.

    Die Handlung ist etwas in die Länge gezogen, was aber nicht weiter stört, da der Film durchgängig unterhält. Generell habe ich gemerkt, dass es auf einen Abschluss der Craig-Reihe zusteuert, was den Spannungsgrad erhöht. Natürlich wollte ich wissen wie alles endet.

    Das Ende ist für mich persönlich der größte Pluspunkt des Films. Aber schaut selbst.

    Punktabzug gibt es wegen der Aktion, die durchaus ein gutes Tempo hat. Aber es fehlt der Wow-Moment und gerade im Mittelteil hätte die ein oder andere Aktion-Szene den Film gut getan.

    Insgesamt ein mehr als würdiger Abschluss.
    Sabrina Z.
    Sabrina Z.

    User folgen 2 Follower Lies die 8 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 11. Oktober 2021
    Mir hat der letzte Bond mit Craig sehr gut gefallen. Im Kino kam mir keine Minute des Films verschwendet vor, sondern es war eine runde Sache mit einem überraschenden Ende. Über eine gewisse Logik denke ich bei solchen Filmen nicht nach, es gibt tolle Actionszenen, eine interessante Hintergrundgeschichte, wo man fast nicht glauben kann, dass dies vor Corona gedreht wurde. So gut passt das Thema in die heutige Pandemie. Ein tolles Finale der Craig Ära, gemacht für die große Leinwand.
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