Joe - Die Rache ist sein
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No Use For A Name
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4,0
Veröffentlicht am 7. Februar 2026
Starkes Milieu-Drama mit einem großartigen Nicolas Cage und einem sogar noch besseren Tye Sheridan. Der Film folgt eigentlich keiner dramaturgischen Story im engeren Sinne, sondern wirkt eher wie eine etwas ziellose Aneinanderreihung einzelner Szenen. Erst im Verlauf und am Ende rückblickend wird klar, auf was all diese Szenen zugesteuert haben. Es kommt zum unvermeidlichen Finale, das in seiner Konsequenz auch ziemlich überraschend kommt.

Alle Figuren in “Joe” (vergesst den bekloppten deutschen Untertitel!) sind irgendwie krank, gewaltbereit, dem Alkohol verfallen oder sonst irgendwie kaputt. Der Regisseur hat neben den wenigen professionellen Schauspielern auch zahlreiche Laien-Darsteller für die Nebenrollen engagiert, das merkt man dem Film auch deutlich an, es wirkt alles sehr authentisch und realitätsnah. Manchmal fühlt es sich gar wie eine Dokumentation an, die Atmosphäre ist trist, nihilistisch und dunkel.

FAZIT: Sehr sehenswertes Drama, das einen finsteren Blick in ein tristes Milieu in Texas wirft. Aus der Beziehung zwischen einem Ex-Sträfling und einem Jungen entwickelt sich dramatisch eine Spirale der Gewalt, aus der es kein Zurück gibt. Stark!
Josi1957
Josi1957

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4,0
Veröffentlicht am 7. Mai 2023
US-Regisseur David Gordon Green (*Halloween*) zeichnet in seinem atmosphärisch bestechenden und teils mit Laien besetzten Drama ein düster-desillusionierendes Bild der USA. Kein Wohlfühl-Film, aber eine Intensiv dargebotene Milieu- und Charakterstudie.
Thomas Z.
Thomas Z.

139 Follower 653 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 6. November 2022
Zunächst einmal: Der Zusatztitel der deutschsprachigen Version "Die Rache ist sein" ist nicht nur völlig überflüssig, sondern auch extrem ärgerlich. "Joe" ist kein klassischer Rachefilm, wie "Ein Mann sieht Rot" oder tausend andere, er ist nicht mal ein Thriller!
Die hauchdünne Story ist kaum sichtbar aber trotzdem ist "Joe" ein beeindruckender Film, ein Drama mit tiefen Einblicken in eine toxische Welt, eine Milieustudie, geprägt von Ungerechtigkeit, Alkohol, Verwahrlosung, Sex und Gewalt. Das funktioniert in erster Linie aufgrund der beeindruckenden schauspielerischen Leistungen aller Akteure. Das kommt extrem authentisch rüber und es macht Spaß, das natürlich immer noch vorhandene, aber schmerzlich vermisste Talent von Nicolas Cage zu würdigen. Mich hat "Joe" bestens unterhalten und ich kann ihn nur empfehlen, wenn man mit der richtigen Erwartungshaltung ausgestattet ist.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 9. September 2017
Filme wie dieser werden Nicolas Cage's ramponierte Karriere nicht mehr vollends flicken, sind aber schonmal ein sehr guter Schritt in die richtige Richtung. Leider ist Cage Darstellung auch das Einzige was mir an dem Film wirklich zugesagt hat, bei dem Rest kann ich die zumeist doch sehr wohlwollenden Kritiken eigentlich kein Stück verstehen. Der Film demonstriert eine Geschichte aus der recht mittelosen Arbeiterklasse und hat im Zentrum den Crash eines vernünftigen Mannes mit schlimmer Vergangenheit der Zuneigung zu einem Jungen entwickelt und versucht diesem in seinem furchtbaren familiären Umfeld beizustehen. Irgendwie war man aber wohl bemüht und darauf aus die Nummer ebenso als Actionfilm zu vermarkten, was mir der reißerische und plumpe deutsche Untertitel „Die Rache ist sein“ suggeriert. Ändert aber wenig: der Film erzählt ruhig und langsam seine minimale Story, vertraut voll auf Cage, baut aber eigentlich keinen ordentlichen Spannungbogen auf oder nimmt einen als Zuschauer völlig gefangen, driftet letztlich aber dann doch in ein ziemlich heftiges Finale daß nicht unbedingt zum Ton und zum „Aufbau“ des Films bis dahin paßt. Ich denke mal eh daß die Zuschauer dieses Films überschaubar sind – aber trotzdem legt er nochmal fest daß Cage mit dem richtigen Skript nochmal zu absoluter Höchstform auflaufen könnte.

Fazit: Unausgewogene Mischung zwischen Drama und Thriller, darstellerisch top, aber insgesamt ins Nichts führend.
schonwer
schonwer

1.387 Follower 728 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 30. März 2016
"Nicolas Cages beste Leistung seit vielen Jahren", sagt die New York Times. Da muss ich zustimmen, dass es eine seiner besten Leistungen ist, jedoch nicht sein bester Film seit vielen Jahren. Nicolas Cage kommt bei den Kritiken meist nicht so gut an, was ich jedoch nicht ganz nachvollziehen kann. So sind für mich seine Filme wie "Next", "Knowing" oder "Duell der Magier" keine schlechten Filme, sondern sehr unterhaltsame Filme, die man sich mehrmals anschauen kann. Auch "Trespass" fand ich nicht katastrophal schlecht, wie viele Kritiken behaupten. Jedoch bin ich nicht ganz damit einverstanden, dass dieser Film "stark" ist. Nicolas Cage machte in letzter Zeit, fast nur direct to DVD Veröffentlichungen, die zum Teil auch gut wurden, wie zum Beispiel "Tokarev" oder "Stolen". Bei "Joe - die Rache ist sein" gehen wir nun der Reihe nach durch.

Fangen wir mit der Story an. Diese entwickelt sich in der ersten Stunde ziemlich langsam und kommt erst in den letzten 40 Minuten richtig in Fahrt. Es gibt par starke Szenen, in vielen wird jedoch relativ viel und unnötig geschrien, insbesondere bei den Arbeiten im Wald. Dabei ist noch zu erwähnen, falls jemand damit ein Problem hat, dass an Schimpfwörtern nicht gespart wird. Es wird viel geraucht und getrunken, was aber zum Stil und Atmosphäre des Filmes dazu beiträgt. Viele Szenen spielen im Dunkeln, die Blu-Ray-Qualität ist jedovh sehr gut und es gibt in den dunklen Szenen schöne Kontraste, so dass man etwas erkennen kann.

Die schauspielerischen Leistungen sind sehr gut, insbesondere, wie in vielen Kritiken genannt, die von Cage und Sheridan.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 10. August 2015
''Joe'' erzählt in einer angenehm simplen Handlung, birgt allerdings in jedem Charakter und jeder Wendung eine intensive Motivik. Ein Junge, der seinem Alkoholikervater entflieht, aufkeimende Vatergefühle, ein Mann, der die Fehler der Vergangenheit nicht erneut begehen will - all dies sind zwar bereits gesehene Konstruktionen, doch ''Joe'' ordnet dies so zurückhaltend und kreativ an, dass der Film einen schönen archaischen Einschlag bekommt. Anders als bei dem reißerischen Trailer zu erwarten wäre, zeigt der Film auch weniger Begeistung für die vorhandene, durchaus harte Gewalt, sondern inszeniert sie ebenso distanziert wie jedes andere Verhalten der Figuren. Aufzuhalten ist die Zuspitzung dennoch nicht: Joe ist betont pessimistisch, nimmt sich aber auch eine versöhnliche Töne heraus, ohne melodramatisch zu werden. Möglicherweise wäre der Film noch besser geworden, wenn er seine Nebenhandlungen noch etwas mehr ausgeführt hätte, anstatt sie in wenigen Szenen zu zeigen. So bleiben der Vaters des Jungen und der streitsuchende Willie etwas blass, wenngleich sie hochinteressante Figuren sind.
papa
papa

182 Follower 319 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 7. November 2014
Authentisch und Überzeugend. Endlich, möchte man sagen, mal wieder eine starke Leistung von Nicolas Cage der diesen Film trägt. Tye Sheridan auch gut, genauso wie bei "Mud - Kein Ausweg". Ein Südstaaten-Film der glaubhaft und realistisch wirkt, ab und zu leider mal einen "durchhänger" hat und es etwas Leerlauf gibt weil einige Szenen etwas behäbig wirken. Warum als deutscher Titel jedoch noch der Zusatz "Die Rache ist sein" gewählt wurde erklärt sich mir nicht ganz. Alles in allem aber ein guter Film.
IamYourFather
IamYourFather

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4,5
Veröffentlicht am 6. November 2014
"Joe - Die Rache ist sein" ist endlich mal wieder ein Film, in dem Nic Cage beweist, warum er ein solch gefeierter Megastar ist. In diesem eindrücklich inszenierten Streifen ruft er sein gesamtes schauspielerisches Potential ab und kommt so zynisch und verbittert wie selten daher. Auch der restliche Film zeichnet sich durch eine schonungslose Atmosphäre aus, auch wenn der Plot an sich keinen Oscar gewinnen wird. Insgesamt aber ein sehr sehenswerter Streifen, ohne Frage.
Frank B.
Frank B.

71 Follower 198 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 5. November 2014
Omg, ein Fim mit Cage ...

Juchuuu, ein Film mit Cage, dachte ich dann, als ich ihn geschaut hatte. Endlich mal wieder ein Cage wie wir ihn schätzen und lieben, in einer guten Rolle, in einem guten Film, überzeugend und stark.
Mich hat dieser Film wider Erwarten direkt gefangen und in einer Form in den Bann gezogen, die ich vorher nicht erwartet hätte.
Wir haben ein Südstaaten-Sozial-Drama, gut in Szene gesetzt, authentisch erzählt ohne das übliche auf die Tränendrüse drücken. Wir haben einen Film voller Emotionen, die mitreißen und eine spannende Geschichte erzählen und wir haben endlich wieder großes Kino mit Cage!
MarquisDePosa
MarquisDePosa

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4,0
Veröffentlicht am 31. Oktober 2014
Es ist eine Weile her, dass ich mir Filme mit Nicolas Cage angesehen habe. Die letzten waren Next und Ghostrider, der Rest seiner Arbeit schien die letzten Jahre besser in Youtube "Nic Cage Freakout" Zusammenschnitten aufgehoben zu sein.

In Joe hingegen bietet Cage jedoch eine schauspielerische Leistung wie schon seit Jahren nicht mehr und zeigt, was er wirklich kann: Ernsthaft, nuanciert und mit viel Feingefühl spielt er Hauptfigur Joe, einen Waldarbeiter im texanischen Hinterland, der sehr darauf bedacht ist, nicht wieder ins Gefängnis zu müssen, dank einem Hang dazu, sich in Schwierigkeiten zu bringen. Doch die Probleme finden ihn trotzdem, als der 15-Jährige Gary bei ihm auftaucht und nach Arbeit fragt, um seine kleine Schwester und seine Mutter zu unterstützen, denn sein Vater ist ein gewalttätiger Alkoholiker.

Zwischen Joe und Gary entwicklet sich eine starke Freundschaft und in Joe erwacht bis dahin nicht erwarteter Beschützerinstinkt als er die Situation zwischen Gary und seinem Vater miterlebt.

Regisseur David Gordon Green zeigt hier ein solides Drama, das mit einer starken Story, kontemporärer Südstaaten-Atmosphäre und mit tollen Schauspielern punktet.
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