Der rote Kreis
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Maddin
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4,0
Veröffentlicht am 9. August 2026
Der rote Kreis ist ein atmosphärischer und spannender Kriminalfilm und gehört zu den bekanntesten frühen Verfilmungen der Edgar-Wallace-Reihe. Regisseur Jürgen Roland setzt die Geschichte mit viel Spannung, geheimnisvollen Figuren und einer ordentlichen Portion klassischem Krimiflair in Szene. Der Film lebt dabei weniger von spektakulärer Action als von mysteriösen Ereignissen, falschen Fährten und der Frage, wer sich hinter dem geheimnisvollen „roten Kreis“ verbirgt.

Im Mittelpunkt steht eine geheimnisvolle Verbrecherorganisation, die unter dem Namen „Der rote Kreis“ ihr Unwesen treibt. Scotland Yard versucht, die Identität des Drahtziehers aufzudecken. Inspektor Parr und seine Kollegen stehen dabei vor einem schwierigen Rätsel, denn der Täter agiert äußerst geschickt und scheint seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus zu sein.

Die Handlung bietet genau das, was man von einem klassischen Edgar-Wallace-Krimi erwartet: rätselhafte Verbrechen, verdächtige Personen, verschlossene Häuser, zwielichtige Gestalten und immer wieder neue Hinweise, die den Zuschauer auf eine falsche Spur führen. Dadurch bleibt die Geschichte über weite Strecken spannend und lädt dazu ein, selbst über die Identität des Täters zu spekulieren.

Auch die Besetzung überzeugt. Karl-Georg Saebisch gibt einen souveränen Ermittler ab, während Klaus Kinski mit seiner markanten Präsenz erneut für eine unheimliche Atmosphäre sorgt. Auch die übrigen Darsteller fügen sich gut in das typische Wallace-Ensemble ein. Besonders die zahlreichen verdächtigen Figuren sorgen dafür, dass lange Zeit unklar bleibt, wem man eigentlich trauen kann.

Ein großer Pluspunkt ist die Atmosphäre. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die düsteren Schauplätze und die klassische Filmmusik erzeugen eine geheimnisvolle Stimmung. Dunkle Straßen, alte Villen und nächtliche Szenen verleihen dem Film genau jene Mischung aus Krimi und Grusel, die später zum Markenzeichen der Edgar-Wallace-Reihe wurde.

Im Vergleich zu späteren Wallace-Filmen ist Der rote Kreis noch etwas stärker auf den klassischen Kriminalfilm konzentriert. Humor und schräge Nebenfiguren treten etwas stärker in den Hintergrund, während die Ermittlungsarbeit und das Rätsel um die Verbrecherorganisation im Mittelpunkt stehen. Gerade dadurch wirkt der Film angenehm konzentriert.

Natürlich wirkt die Inszenierung aus heutiger Sicht stellenweise etwas gemächlich und die eine oder andere Wendung lässt sich bereits erahnen. Dennoch besitzt der Film einen zeitlosen Charme und zeigt eindrucksvoll, warum die Edgar-Wallace-Verfilmungen beim deutschen Publikum so erfolgreich wurden.

Fazit:
Der rote Kreis ist ein sehenswerter Klassiker des deutschen Kriminalfilms und ein gelungenes Beispiel für die frühe Edgar-Wallace-Reihe. Die spannende Geschichte, die düstere Schwarz-Weiß-Atmosphäre und die geheimnisvolle Verbrecherorganisation sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Wer klassische Krimis und die Wallace-Filme liebt, sollte sich diesen Klassiker nicht entgehen lassen.
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