Gone Girl - Das perfekte Opfer
Durchschnitts-Wertung
4,3
1734 Wertungen

78 User-Kritiken

5
18 Kritiken
4
38 Kritiken
3
8 Kritiken
2
5 Kritiken
1
6 Kritiken
0
3 Kritiken
Sortieren nach:
Die hilfreichsten Kritiken Neueste Kritiken User mit den meisten Kritiken User mit den meisten Followern
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 15. Oktober 2014
Ich hoffe inständig, dass Euch ein ähnliches Szenario niemals widerfahren wird! Hier ist meine Meinung zu "Gone Girl" ;)
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 14. Oktober 2014
Insgesamt fehlt mir in diesem Thriller ein gelungener Spannungsbogen. Während die entscheidende Enthüllung bereits nach kurzer Zeit zu erahnen ist, kommt sie dann im Film wenig überraschend daher. Den letzten Teil hätte man sich dann auch wieder sparen können, dieser ist nicht interessant genug. Darstellerisch nur durchschnittlich.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 13. Oktober 2014
Sehr gut gemachter Film. Von Anfang bis Ende spannend.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 12. Oktober 2014
Dieser Film hat mich zutiefst enttäuscht... Der war wirklich nicht Sehenswert!!!
ach-herr-je
ach-herr-je

22 Follower 91 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 23. Oktober 2014
david finchers neuer film, basiert auf dem thriller von gillian flynn kann leicht als langatmig abgetan werden. mit einer laufzeit von fast 2 1/2 stunden ist der streifen sehr lang geworden. vor allem die anfang zieht sich. so ist auch ohne wissen der buch vorlage, der erste plottwist sehr vorhersehbar. wozu also ihn so lange heraus zögern? was darauf folgt ist dafür umso spannender. fincher und flynn liefern dem zuschauer eine der interessantesten und fiesesten figuren des jahres. aus spoilergründen wird über die restliche story geschwiegen.
ben afflek und rosamund pike liefern beide klasse leistungen. während tyler perry den schmierigen anwalt gibt, ist neil patrick harris nicht viel mehr als eine creepy barney stinson kopie.
nach einem etwas schwachen beginn entwickelt die geschichte einen unglaublichen sog und lässt den zuschauer nicht mehr los, so lebt der film vor allem von der faszinierenden darstellung des/der gerissenen psychopath/in
Jimmy v
Jimmy v

519 Follower 506 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 11. Oktober 2014
David Fincher macht einen neuen Film und wieder einmal gibt es sehr gute Kritiken. In diesem Fall sind diese auch völlig gerechtfertigt. Nach dem meiner Meinung nach sehr enttäuschenden "Verblendung"-Remake, ist der Mann mit "Gone Girl" wieder in der Spur. Ein düsterer, grotesker Mix aus Thriller, Drama und Satire, wobei jede dieser Ebenen entsprechend gewürdigt wird. Überragende Schauspielleistungen, allen voran die weibliche Hauptdarstellerin Rosamund Pike. Die Geschichte entfaltet ziemliche Spielzeit, aber Längen gibt es nicht. Die Rückblenden sind wichtig, um die Charaktere zu verstehen. Allerdings wird eine Sache bei der Entwicklung der Handlung nötig: spoiler: Durch den Mord Amys wird sie wirklich zu einer Psychopathin. Konnte man sich vorher noch mit ihr ein wenig identifizieren, muss man sie ab hier kritisch sehen.
Interessant hätte ich deswegen auch folgende Handlungsentwicklung gefunden: spoiler: Desi Collings tötet sie - statt anders herum. Und dann geht alles zusammen.
- Dennoch ist auch das, was man geboten bekommt, ziemlich abgefahren und in keiner Sekunde unspannend. Verpackt in aufdringliche Bilder, scheint die Handlung eigentlich jede Entwicklung möglich zu machen - sogar das Schlimmste. Dass viel Schein im Spiel ist und Wahrheit und Wunsch ineinander übergehen mögen, macht eigentlich das Interessante an der Sache aus.
Ich könnte mir vorstellen, dass man "Gone Girl" beim zweiten Sehen ein wenig abwerten muss, weil einem dann manche Sonderbarkeiten, kleine Logiklöcher oder auch ein wenig Schauspielabfall auffallen werden. Gerade anfangs wirken die Hauptfiguren nicht sonderlich sympathisch. Bis dahin gibt es aber die Höchstwertung von mir.
P.S. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass einer der ersten Trailer oder Inhaltsangaben eine völlig falsche Spur gelegt hat, die im Film gar nicht so aufgegriffen wurde: spoiler: Hieß es nicht immer Nick wäre wirklich nicht sicher, ob er seine Frau nicht vielleicht DOCH umgebracht habe? Amnesie oder dergleichen? Davon war im Film überhaupt nichts zu hören, was absolut nicht wild ist, aber bei manchem vielleicht falsche Erwartungen weckt...
Marc-aus-Aachen
Marc-aus-Aachen

44 Follower 158 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 10. Oktober 2014
Spätestens seit "Zodiac" bewundere ich bei Fincher die Kunst, die Spannung eines Filmes aufrecht zu erhalten, ohne dass es zu Explosion kommt. Klar gibt es ein paar Höhepunkte und kühne Kehrtwendungen, die den Zuschauer staunend und baff zurücklassen. Die klassische Erzahlstruktur aus langsamer Steigerung bis zum großen Finale mit kurzen Nachspiel ist hier aber schwerlich auszumachen. Stattdessen haben wir es mit ca. 3 Abschnitten zu tun, die ihrer eigenen Dramaturgie folgen. Das erste, mich völlig faszinierende, Drittel verwebt die Ereignisse ab Amys Verschwinden mit ihren Tagebucheinträgen, die in sich auch linear sind, der aktuellen Handlung aber um Jahre vorgelagert. Schritt um Schritt wird Nicks Situation verfahrener und seine Rolle dem Zuschauer suspekter. Ist er der zwar wortgewandte, aber emotional doch zimlich ausgeglichene bis schlichte Typ, oder spielt er uns was vor? Amy verwandelt sich aus einem verzogenen Upper-Class-Girl zu einer gelangweilten, in die Pampa verschlagenen Großstädterin, um sich in einem überwältigenden Monolog dann als moderne Femme Fatale herauszustellen. Ab hier schlägt die Handlung Volten, Amys Charakter wird immer abgründiger, ihr aus der Not geborener Plan B mutiert zu einem bestialischen Plan C, der das Ende der Handlung schon beinhaltet, auch wenn man das erst spät versteht. Das ist alles bester Hitchcock, das blonde Gift hat (meist) alles im Griff, unser großer starker Held (James Stewart Charaktere hatte auch so etwas Geradliniges an sich, neigten aber deutlich stärker zum Grübeln als Afflecks Nick) kann sich zwar dagegen aufbäumen, letztlich trägt er nur Teilsiege davon und muss zum Schluss kapitulieren. Fincher hält wie schon gesagt die Spannung andauernd aufrecht, oft ohne musikalische Untermalung. Kamera, Licht, Schnitt, Dialoge sind genug, um den Zuschauer zu fesseln, ohne dass Explosionen stattfinden müssen.
Rüdiger Wolff
Rüdiger Wolff

14 Follower 62 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 10. Oktober 2014
Wer ist das perfekte Opfer?
Nick oder Amy? Auf jeden Fall ist dieser Film perfekt - spannend und insgesamt interessant, auch wenn man über den Schluß geteilter Meinung sein kann. Nun, das tut den 145 Minuten aber keinen Abbruch. Wer bereit und in der Lage ist, dem teilweise diffizilen Handlungsablauf inhaltlich zu folgen, erlebt ein kaum vorstellbares Auf und Ab der Handlungsstränge, wie man sie selten auf der Leinwand sieht. Fazit: Sehr interessant und sehenswert.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 10. Oktober 2014
Ein neuer David Fincher Film = Pflichttermin im Kino. Und auch dieses Mal wird man nicht enttäuscht. Die Geschichte eines Ehepaares, dass sich weit auseinandergelebt hat, ist so verworren wie einfallsreich zugleich. Die zweieinhalb Stunden, die dieser Thriller einnimmt, sind keinesfalls zu lange – gegen Ende wäre der geneigte Zuschauer einer Verlängerung sicher nicht abgeneigt, da der Film zu faszinieren und zu fesseln weiß.

Sicherlich gibt es einige Fragezeichen im Plot, es wurden z. T. zu viele Storylines eröffnet, die mehr Unklarheiten als logisches Übereinkommen hinterlassen. spoiler: An dieser Stelle seien beispielsweise die mehrmals im Film erwähnten Geheimagenten, welche sich angeblich auf der Suche nach Amy befinden, genannt. Auch wird nicht vollends deutlich, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt die handschriftlich vorgenommenen Einträge in Amy´s Tagebuch nicht der Realität entsprechen, sondern einzig dem Aufbau „ihrer Geschichte“ dienen
. Über all dem steht jedoch ein Kinoabend voller überraschender Wendungen, Intrigen und Tragiken einer gescheiterten Ehe, sensationell verpackt und packend zugleich.

4,5 Sterne gibt es für „Gone Girl“ von mir, der einen Branchenkrösus wie „Sieben“ nicht ganz das Wasser reichen kann, und oben erwähnte Schwächen im Plot enthält. Hinzu kommt ein gutes, aber eben ein Ende, das dem restlichen Streifen nicht vollständig gerecht wird. Unabhängig davon eine absolute Empfehlung meinerseits für „Gone Girl“ einen Kino- oder DVD-Abend einzuplanen, um sich von der geladenen Spannung des Filmes eigens überzeugen zu können. Aber konzentrieren Sie sich auf jede einzelne Szene, um möglichen Unklarheiten (die individuell sicher trotzdem erscheinen) zu entgehen und während des Abspanns noch einige Minuten über die Wirkung des gerade Gesehenen sinnieren zu können.
Kinobengel
Kinobengel

506 Follower 607 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 8. Oktober 2014
Nach dem Remake von „Verblendung“ (2011) und vor dem Remake von „Verdammnis“ schiebt David Fincher einen weiteren Thriller dazwischen: „Gone Girl - Das perfekte Opfer“ heißt der Film nach der 2012 erschienenen Romanvorlage von Gillian Flynn, die auch das Drehbuch schrieb.

Am 5. Hochzeitstag vermisst Nick Dunne (Ben Affleck) seine Amy (Rosamund Pike), eine erfolgreiche Kinderbuchautorin. Es sieht nach dem Verbrechen eines Dritten aus, doch die Polizei wird während der Ermittlungen misstrauisch und nimmt Nick immer genauer unter die Lupe. Um die Ehe der beiden war es offensichtlich schlechter bestellt als es nach außen den Anschein hatte.

David Fincher versteht es wieder einmal, die Zuschauer in den Bann zu ziehen. Der Kult-Regisseur von „Fight Club“ und „Sieben“ verwebt auf perfekte Weise die Handlungsstränge der Geschichte miteinander und erledigt durch geschicktes Umschalten mit Bravour die Aufgabe, die Vergangenheit des Ehepaars Dunne und mehrere Abläufe der Gegenwart sowie geplanter Zukunft auf die Leinwand zu bringen. An die Seite der Polizei und immer wieder an die Seite von Nick, der irgendwann eigene Spuren verfolgt, heftet sich das Publikum und weiß stets mehr als die Figuren, doch nie zu viel von der skurrilen Schnitzeljagd. Überraschend früh während der 150 Minuten Spielzeit setzt die Enthüllungsphase ein, doch das hat seinen Grund, denn die Gegenwart nimmt durch äußere Einflüsse und Entscheidungen eine andere Richtung als die vorgesehene. Auch hier halten Fincher und die Drehbuchautorin die immer vielschichtiger werdende Geschichte in einer außergewöhnlich guten Balance zwischen Offenbarung und Spannung bis zu einem blutüberströmten Vorfinale. Zu dem geübten Filmteam gehören Kameramann Jeff Cronenweth und Cutter Kirk Baxter, die schon öfter für Fincher arbeiteten und am fast perfekten Filmgenuss gehörig mitwirkten. Die wenig eingesetzte Musik ist einfallsreich und wuchtig.

Um den Lauf des Werks nicht aus der Spur zu bringen, müssen einige, gegenüber der sonst brillanten Inszenierung fast ärgerliche Logikfehler geschluckt werden; da sind Video- und Tagebuchaufzeichnungen in Kombination mit mageren Ermittlungsbemühungen des später eingeschalteten FBI zu beklagen. Zudem hätte der einsetzende Missklang in der Ehe Dunne eine Nuance mehr vertragen können.

Da die verschwundene Amy eine Person des öffentlichen Geschehens ist, dürfen die US-amerikanischen Klatschmedien nicht fehlen. Fincher hat offensichtlich besonderen Wert darauf gelegt, deren einschaltquotenorientiertes Bemühen ordentlich durch den Kakao zu ziehen. Da ist zum Beispiel TV-Tratsche Ellen Abbott. Diese konnte nicht besser besetzt werden als mit Missi Pyle („Galaxy Quest“, „Charlie und die Schokoladenfabrik“), die passend mit großem Mund und großen Augen agiert. Weil die anderen Figuren im Medienrummel mitspielen müssen, kommt eine humorig zynische Komponente ins Gepäck des Films, der das gut verträgt und die Charaktere der Hauptfiguren unterstreicht.

Fincher hat es eben drauf, seine Stars gut anzuleiten und im Bild zu positionieren. Bis in die kleinen Nebenrollen ist eine starke Besetzung zu bescheinigen. Insbesondere Kim Dickens sticht heraus, auch wenn sie als Polizistin Ronda Boney mit Detectiv Jim Gilpin (Patrick Fugit) ein etwas ungelenk zusammengestopseltes Ermittlerduo bildet. Doch das ist Masche, denn Partner kann man sich nicht immer aussuchen, was bei Ehegatten (meist) anders ist. Die Britin Rosamund Pike („Stirb an einem anderen Tag“) ist einfach überwältigend in Szene gesetzt und zieht Ben Affleck mit. Ihre Körpersprache ist zwischen liebend, kalt und panisch perfekt abgestimmt und füllt ihre intelligente Amy mit Leben. Auch Tyler Perry als Star-Anwalt Tanner Bolt und Carrie Coon als Zwillingsschwester von Nick sind sehr beeindruckend.

„Gone Girl - Das perfekte Opfer“ ist eine mit noch verzeihbarem Makel für das Kino fantastisch aufgebaute, komplexe Geschichte, weniger hart und real wie „Prisoners“ von Denis Villeneuve.
Das geklärte Ende von Finchers Thriller hat eine offene Nachzeit, deren Inhalt sich jeder vorstellen kann, vielleicht sogar die Ausmaße.
Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?
  • Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
  • Die besten Filme