Gone Girl - Das perfekte Opfer
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Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 9. Oktober 2014
--Achtung Kritik nur an jene gerichtet, die den Film schon gesehen haben. Ansonsten Spoilergefahr--

Gone Girl mag ja ein PsychoThriller oder, wie andere auch meinen, Melodrama sein, für mich ist der Film aber eine witzige Satire über die vermeintlich perfekte Ehe und des allbekannten ,,American Dreams''. (Bin dennoch verwirrt.

Am 5. Hochzeitstag verschwindet Nick Dunnes Ehefrau Amy plötzlich - die Haustür ist sperrangelweit offen und im Wohnzimmer sind Möbelstücke umgeworfen, die auf einen bitteren und verlorenen Kampf zwischen Amy und ihrem Entführer hindeuten. Die Entführung Amys entwickelt sich jedoch zunehmend zu Nicks Schlagpunkt, denn während der Ermittlungen werden immer mehr dreckige Details von Amys und Nicks vermeintlich perfekter Ehe enthüllt. Bis sogar Nick selbst als Mörder angeschuldigt wird. Doch nach wochenlanger Nachforschungen fehlt immer noch Amys Leiche, die Medien und das ganze amerikanische Volk sind sich aber einig - Nick Dunne ist der Mörder...

Die Ehe ist bitter - so Gillian Flynns indirekte Aussage. Vor allem Frauen haben es schwerer als die Männer, da sie diejenigen sind, die alles dafür tun, um die Ehe aufrechtzuerhalten. Männer sind dagegen nur die medienverblendeten Schweine, die durch ihr selektives Frauenschönheitsmodell Frauen regelrecht dazu zwingen, dämliche Maßnahmen zu treffen, wie gesundheitsschädliche Diäten zu machen oder ihre ganze Persönlichkeit sowie Interessen zu verstellen. Frauen sind nur leere Hüllen, die Etiketten männlicher Vorstellungen einer perfekten Frau sowie Etiketten der Medien in sich tragen und demnach sich so verhalten wollen = müssen.
Amy steht hier als Feministin, die sich aus dieser nun bereits in der Gesellschaft verankerten Norm emanzipiert und ihren freien Willen sowie eine Hülle mit ihren eigenen Inhalten trägt. Doch warte mal, dies tut Amy jedoch in einer gravierend krankhaften Weise, also wo bleibt dann wiederum der positive Aspekt dieser These? Sind Frauen nun doch aggressive Wesen, die sich auf gewalttätiger Weise aus ihren gesellschaftlichen Etiketten herausreißen wollen? ....
Dann behandelt Flynn noch den Aspekt der Medien, wie einflussreich und manipulierend und pauschal sie auf uns dümmliche anderen Menschen wirken. Wie sie unsere Urteilsmeinung eigentlich penetrieren. Sind wir überhaupt noch Menschen, die denken oder geben wir eigentlich nur Werte und Inhalte wieder, die uns die Medien vorschreiben? .....
Dann ist da noch mal die Männerrolle, die erst böse ist, Symbolbild - Nick Dunne -, aber zum Ende hin als Opfer dargestellt wird? .... Nun vielleicht bin ich ein Mensch der zu viel denkt oder wiederum nicht, aber obwohl der Film vermeintlich so vielschichtig und komplex sein soll, weiß ich einfach nicht, was mir der Film sagen will. Um ehrlich zu sagen kommt mir die Geschichte eher wie ein Fantasierachefeldzug Flynns vor, die in der Realität vielleicht einmal ihren Mann bei einem heißen Flirt oder beim Rummachen mit einer anderen Frau erwischt hat und nur in ihrer Fantasie ihre wahren Gefühle bezüglich dieses Fehltrittes ihres Mannes zum Ausdruck bringen konnte. Dabei hat sie sich dann gleich noch das recht genommen, diesen ganzen Hype um die Ehe und ach so perfektes Leben zu satinieren und auch den ,,American Dream'' ironisch zu hinterfragen. Immerhin zeigt der Film oder eher die Geschichte, wie viele Facetten und Vorhänge wir Menschen in unserem Leben eigentlich haben: Amy, die eigentlich Amazing Amy ist und eigentlich wiederum eine emanzipiertere ist; Nick der anfangs der kluge witzige perfekte Mann ist, sich jedoch als Arschloch entpuppt und dann doch der Idealmensch und das Opfer ist; und dann die Medien, die Ursachen für diese Facetten und unterschiedlichen Verhaltungs-Einstellungsmustern.
Nun ich könnte noch Stunden über den Film schreiben und diskutieren. Eines oder auch zweites kann ich jedoch sagen: Am Ende hatte ich regelrecht einen Lachkrampf (Kinogänger dieses Filmes können es sich vielleicht selbst erklären) und wie man bereits merkt bietet diese Geschichte wahrhaftig genug Stoff, um mit seinem Ehepartner/in über Wochen zu reden.

So genug des Filmes Kerns! Obwohl die Aussage des Filmes oder besser gesagt die in der Geschichte aufeinanderprallenden Themen mich sichtlich verwirrt haben oder ich nicht wirklich die Verbindungen zwischen denen sehen kann, hat David Fincher einen stimmigen, atmosphärisch angespannten Film inszeniert, der zurecht als PsychoThriller betitelt ist. Er hat Rückblenden und die polizeilichen Ermittlungen sowie Nicks und Amys abwechselnde Sichten perfekt und gekonnt in Einklang gebracht, sodass das Interesse des Zuschauers stetig aufrechterhalten wurde. Vor allem die Übergänge durch Ausblenden haben durch diesen Film für mich eine ganz neu definierte Wirkung. Schade war es aber dennoch, dass der Zuschauer schon von vornherein den Eindruck hatte, dass Nick Dunne das Opfer ist. Ein Vergleich mit dem Buch zeigt, dass die Autorin da besseres zu bieten hat. spoiler: Denn in den ersten dreihundert Seiten, war ich verwirrt und dachte tatsächlich, dass Nick Dunne irgendwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun hat. Allgemein hat sie mehr mit der Psyche und der Erwartungshaltung der Leser gespielt, was man im Film leider nur mäßig spüren konnte.
Dabei hat natürlich die überaus stimmige sowie düster und dramatisierend klingende Musik von Trent Reznor und Atticus Ross zu tun. Und auch die Schauspieler, die einfach perfekt, und wie gemacht für diesen Film sind. Nick Dunne ist womöglich Ben Afflecks beste Rolle. Und das sage ich nicht nur, weil es die Medien sagen. Rosmund Pike hatte für mich schon immer Talent, das sie auch in diesem Film vollkommen ausschöpfen konnte. Sie hat Amy Dunne so vielschichtig und glaubwürdig gespielt wie die Rolle selbst. Was auf der Strecke bleibt sind letztendlich die verschiedenen Thematiken des Buches, die aus meiner Sicht an manchen Stellen im Film zu oberflächlich behandelt wurde oder kaum zu erkennen waren.
Dann möchte ich aber noch eines kritisieren, was wohl auch mein größter Kritikpunkt ist und der Grund ist wieso ich dem Film einfach sieben Sterne gebe. Das ist und bleibt dieser ,,Fincher-Perfektionismus'', er ja in Benjamin Button noch dem Film das nötige harmonische gab, in einem Thriller meiner Meinung nach doch unpassend ist. Alles in ,,Gone Girl'' sah einfach so perfekt aus und so unglaubwürdig inszeniert zum Teil. Ich hatte zwischendurch beim Schauen, langsam die Authentizität des Filmes hinterfragt und war dadurch total aus dem ganzen Filmgeschehen raus. Anfangs habe ich das ja noch mit der Thematik ,,alles-muss Perfekt-sein'' und der vermeintlich perfekten Figur Amy zu erklären versucht. Doch in der Rückschau zu anderen Filmen Finchers, vor allem Verblendung, ist mir diese zum Teil schon unauthentische Perfektion aufgefallen. Und ein Thriller darf in meinen Augen einfach nicht aalglatt perfekt aussehen. Er muss zum Teil verspielt und ranzig wie das Berghain sein, um sich wirklich als Thriller bezeichnen zu können.

Allgemein bietet der Film einiges von der Thematik und filmisch ist er natürlich auch ein Erlebnis, vor allem für die, die das Buch nicht kennen. Fincher weiß schon doch, wie er seine Zuschauer in den Bann zieht und zum Mitgrübeln sowie Mitfiebern bringt.
Zach Braff
Zach Braff

339 Follower 358 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 3. Oktober 2014
"Gone Girl" ist ein sehr guter Film, jedoch meiner Meinung nach nicht Finchers Bester. Der Anfang ist etwas langatmig, es dauert relativ lange bis es mal "zur Sache geht". Doch ab einem gewissen Zeitpunkt wird einem richtig gute Thriller-Unterhaltung geboten. Spannend bis zum Schluss und teilweise sehr intensiv kommt hier immer mehr die Klasse von David Fincher raus. Das Ende ist dann allerdings wieder so eine Sache. Zwar nicht vollkommen unpassend, aber auch nicht wirklich zufriedenstellend bleibt man als Zuschauer irgendwie unbefriedigt zurück, weshalb letztendlich "nur" 4 von 5 Sterne drin sind.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 3. Oktober 2014
Als Fan des Buches/der Bücher von Gyllian Flynn bin ich einfach nur begeistert. Selten habe ich erlebt, dass ein Film besser als die Buchvorlage war, aber wenn Fincher am Werk ist, kann eigentlich nichts schief gehen. Top Besetzung bis in die kleinsten Nebenrollen, ein genialer Score und tolle Bilder. Hervorzuheben ist, wie bereits in vielen Kritiken erwähnt, Rosamund Pike, die als das titelgebendes "Gone Girl" einfach perfekt war. Oscar, ich hör' dir trapsen! :)
Luke-Corvin H
Luke-Corvin H

405 Follower 474 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 29. September 2015
Fazit: Ein rasanter Thriller mit wunderbare Darstellern und verblüffende Twist.
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 6. Oktober 2014
Mir ist bewusst, dass Filme und deren Bewertung auch stets Geschmackssache sind, aber in diesem Fall haben sich die positiven Meinungen über einen Film derart überschlagen, dass ich am Ende kopfschüttelnd im Saal saß und mich fragte, ob ich tatsächlich denselben Film gesehen habe.

Denn "Gone Girl" ist ein wirklich unverfroren schlechter Film. Eine grausig zurechtkonstruierte Story, mit im Niveau ordentlich nach unten korrigierten Dialogen (Immer schön vulgär, damit alle merken, dass es ein Film für Erwachsene ist), unterstützen Ben Affleck und seine Kollegin darin, sagenhaft schlecht, unnatürlich und unauthentisch zu agieren. Und Dank eines Drehbuches, das zu 100 % ohne Überraschungen auskommt, zieht sich dieser lausige Streifen visuell flach und musikalisch völlig überzogen über gefühlt 40 Stunden. Ich habe keine Ahnung, warum dieses spannungsfreie Filmchen so gelobt wird. Die Reaktionen im Kino waren eine bunte Mischung aus: "Was für eine Sch****" oder "pffft... so ein Schrott" oder auch "Was für eine Zeitverschwendung" bis hin zu "Hätten wir lieber was anderes gesehen".

Ich hätte auch gern was anderes gesehen. Irgendwas, das richtig gut ist.
Jesspaces
Jesspaces

18 Follower 88 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 6. Oktober 2014
Wow! Heute endlich gesehen und ich bin immer noch begeistert. Das Drama nimmt seinen Lauf wird dann aufgedeckt und läuft weiter. Die Zeit vergeht wie im Flug und der Film ist spannend zwischendurch schockierend und irre.
Max H.
Max H.

97 Follower 153 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 26. Oktober 2014
Eine, der zahlreichen Weisheiten, die unser Erdenrund umkreisen, lautet: Ein Veriss ist immer einfacher als eine positive Kritik. Klare Sache, man hat da recht schnell die Fresse voll vom zahlreichen Absuchen der einschlägigen Internetseiten nach lobenden Synonymen oder zumindest gut gemeinten Euphemismen.
Da ist es dann nicht immer einfach nach einem Film von Fincher wieder "toll" in die Google – Suchmaschine zu tippen und mal zu sehen, was dabei witziges herauskommt. Wobei Frage: Bleibt bei ihm denn auch alles beim Alten? Diesmal zumindest schon, die großartige Vorlage von Autorin Gillian Flynn ist in der Hand des Regievirtuosen dankbare Kost und so wird sein "Gone Girl" in seinen besten Momenten erneut zu einem psychologisch spannend geführtem Plot, der an die ausgezeicheneten Figuren und Detailversessenheiten seines "Zodiac" erinnert. Eines seiner nachhaltigsten Werke wird der Film trotzdem nicht, dafür ist Autorin/Drehbuchautorin Flynn zu verliebt in ihren eigenen Stoff und kann es dabei nur schwerlich über's Herz bringen, Kürzungen vorzunehmen. Obwohl das gerade für Romankenner, die hier trotz Fincher logischerweise spannungstechnisch unterfordert sind, nicht das Schlechteste bedeuten muss.
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"Wenn ich an meine Frau denke..." So formuliert "Gone Girl", der Film, ganz getreu "Gone Girl", dem Buch. Es ist immer wahnsinnig kompliziert für Buchkenner die Qualität einer Buchverfilmung zu bemessen. Nicht zwingend, weil ohnehin nur Scheiße dabei herumkommt, das, sei mal gesagt, ist doch ziemlich engstirnig und additiv für die Motivation eines Kinobesuchs abträglich. Eher weil man um den Vergleich nicht herumkommt.
Flynn ist selbstverständlich direkt im Geschehen, das reflektiert ihr Drehbuch ganz gut und Fincher in den ersten fünfundvierzig Minuten eher darum bemüht, hinterherzukommen. Also reiht sich schonmal ein schneller Dialog oder Ortswechsel an den anderen, sowie eine im Vorhinein eigentlich reduziert, angekündigte Welle an Rückblenden durchbricht immer wieder die Geradlinigkeit. Sind wir ehrlich, unumgänglich, oder?
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Trotz der enormen Schwierigkeit lässt das Drehbuch dann doch Zweifel. Sind die in einer unnahbar wirkenden Utopie fast schmonzettenartigen Dialogfetzen des Paares Nick und Amy auch im Buch so dick gewesen. Und selbst wenn. Waren sie dann im Film auch nochmal notwendig. Hier geht gewollte Provokanz schon fast für .... Albernheit verloren. In der zerbrechlich anmutenden Romanze der beiden finden weder Flynn noch Fincher ihre Trümpfe, da ist es umso befriedigender ihnen bei der Zerstörung der opportunistischen Vorstandidylle zuzusehen und dem Zuschauer ein um's andere Mal den Boden unter den Füßen wegzuziehen.
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Fortan betritt Fincher voll und ganz die Bühne, in der das routiniert abgespulte, aber eben immer noch psychologisch interessante Drehbuch die Auf und Ab's oder gut gesetzten "WTF" – Momente portionsweise assestiert.
Etwas dezenter tritt der bekannte Regisseur dann aber doch auf, sein zum Markenzeichen gewordenenes CGI – Intro (fantastisch in "Fight Club" oder auch "Verblendung") lässt er aus und die Handlung nährt die Spannung hier, wie bereits erwähnt, über Detailiertheit und psychologische Kriminalprofile.
Da ist die Versessenheit Flynns für ihren Stoff eben einfach willkommen. Die Figuren erhalten nämlich innerhalb der Hauptdramturgie einen enormen Spielraum und bekommen dazu auch die erforderliche Spielzeit. Ob das absolut gegensätzliche Kommissargespann Boney und Gilpin, die leicht aufdringliche Führsorge von Amy's Eltern oder auch die zerfleischenden Handlungsträger der Massenmedien. Beleuchtet wird "Gone Girl" der Film mittels seiner romanischen Vorlage äußerst genau und man müsste schon mit der Lupe schauen, um zu erkennen, was unter den Tisch gefallen ist.
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Von Minute zu Minute begeistert "Gone Girl" dabei mehr und selbst dem Ungeduldigen eröffnen sich nach der sehr ausgedehnten Spielzeit interessante Kniffe und ransante Wendungen. Trotzdem, wie auch im Buch, polarisiert das dramaturgisch offene Ende den Zuschauer. Man erwischt sich dann eben doch dabei, im Schlussakt eine finale Einstellung zu suchen. Wird irgendwann weggeschwenkt, oder weggezoomt? Wenn dann Ende ist, kommt vielleicht noch etwas?
"Gone Girl" bricht hier brutal mit den Erwartungen des Zuschauers und auch wenn es Fincher's Idee der Inszenierung vielleicht ein Lächeln auf's Gesicht zaubert, rundum befriedigen wird der Film die breite Masse damit nicht.
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Dass Ben Affleck nicht zu Hollywoods A-Schauspielensemble gehört, kommt ihm hier ironischerweise entgegen. Denn Affleck's Charakter Nick Dunne ist schlichtweg der vielzitierte Schauspiellaie, dem man sofort ansehen kann, wann er lügt und wann er versucht(!), die Wahrheit zu sagen. Die ambivalentere Rolle hat eh Rosamunde Pike mit der undurchsichtigen Amy inne, die sie überraschend gelungen darstellt und sich damit aus ihrer bisherigen Vita an "blassen-Blondchen-Beiwerk" – Rollen herausspielt. Fincher's unorthodoxe Besetzung der Nebenrollen glückt dabei ebenso: Der wahre Gewinner unter den Darstellern ist dabei wohl die auch im Vorfeld kritiserte, oder zumindest wagemutig erscheinende Besetzung Tyler Perry's als Charmebolzen Tanner Bolt, der seinen Kritikern mit dieser Performance satt den Mittelfinger zeigt, schließlich trifft er mit seiner Darstellung den Nagel der Vorlage auf den Kopf. Ebenfalls bemerkenswert ist wohl Carrie Coon als vulgäre Margo, wohingegen Neil Patrick Harris' Desi Collings eher blass bleibt, allerdings ohne seinen Charakter jetzt wirklich zu verfehlen.
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Fazit: David Fincher's "Gone Girl" ist abermals packendes Thriller – Kino mit beschleichend psychologischer Wirkung und vollführt dabei einen ebenso dramatischen Impact wie die literarische Vorlage. Etwas zu viel Detailversessenheit und leichte dramaturgische Schnitzer verhindern hier trotz allem deutlich den Status eines Meisterwerks. Da wäre noch etwas gegangen.
Alek K.
Alek K.

19 Follower 43 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 6. Oktober 2014
Für mich entpuppt sich das Kinojahr 2014 als das Beste seit Langem und ''Gone Girl'' setzt noch einen drauf. David ­Fincher ist einfach einer der besten Regisseure unserer Zeit, das hat er schon mit Filmen wie ''Fight ­Club'' oder ''­The Social Network'' bewiesen.
''Gone Girl'' ist spannend bis zum Schluss und hervorragend gespielt. Rosamund Pike dürfte wohl eine Oscarnominierung bekommen genauso wie das tolle Drehbuch.
Wie es sich für David ­Fincher Filme so gehört sind natürlich auch hier einige Twists mit drin. Einer von ihnen hat mir ­erstmal nicht so gefallen und ich hielt ihn für übertrieben allerdings hat es sich aufgrund von toller Charakterentwicklung am Ende dann doch noch gefügt.
Kamera, Schnitt und Soundtrack in diesem Film sind jetzt nicht überragend aber definitiv gut genug.
Das Ende ist in meinen Augen perfekt.

Fazit: Fantastisch gespielter und hochspannender Thriller mit überraschenden Wendungen.
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