Herz aus Stahl
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Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 3. Januar 2015
Der Film "Herz aus Stahl" hat mich mehr als enttäuscht.
Der von David Ayer produzierte Film gleicht einem gut inszenierten "Rambo" Teil.
Die deutschen Soldaten werden zu Schießbudenfiguren degradiert, welche nicht einen Hauch von Intelligenz besitzen. Das ganze wird dann in die typisch amerikanische Patrioten-Watte gebettet, um den Zuschauern in der Welt ein möglichst effektvolles und blutiges Spektakel zu liefern, in denen die vereinigten Staaten als Helden hervorgehen bzw. ausschließlich den Heldentod sterben.
Dabei werden Gräultaten legitimiert, wie man sie aus dem Irak der letzten zehn Jahre kennt.
Hierbei wird auf jegliche Moral verzichtet und der deutsche Soldat als Schlachtvieh in den Vordergrund gerückt. Das ganze wird mit dem Hinweis "...er gehört zur SS..." als moralisch richtig verkauft.
Der Charakter "Norman Ellison", welcher zu beginn ein Knabe ohne Kriegserfahrung darstellt mutiert so innerhalb von knapp 70min. zur gefühlslosen Kampfmaschine, welche sich durch Gegnermassen a la "Herr der Ringe" metzelt. Dies geschieht natürlich ohne mit der Wimper zu zucken, jedoch nicht ohne den Gebrauch von jeglichen Beleidigungen.
Kleines Beispiel für meine berechtigte Kritik:

spoiler: Brad Pitt steht in den letzten Minuten, bereits verwundet auf dem fahruntüchtigen Panzer und ballert in bester Sylvester Stallone Manier zu Hauf deutsche Soldaten nieder. (Der Vergleich hierbei ist nicht einfach willkürlich gewählt, sondern erinnert den Zuschauer wirklich an eine Szene aus Rambo IV, wo mit Hilfe einer Flak diverse Gegner nieder gemäht werden.) Dabei ist er natürlich von keiner Kugel zu treffen, wobei das Verhältnis der Männer mindestens 1:50 beträgt. Ein Scharfschütze erlöst den Zuschauer dann endlich von dieser mehr als schwachen Nummer. Brad Pitt jedoch sackt nur zurück in das innere des Panzers, durchsiebt von 3 Kugeln an Brust und Kopf, um dann noch weitere x Minuten zu leben und diverse Floskeln abzusondern und dann endlich seinen Heldentod spendiert zu bekommen.


Der Film ist in keinster Weise mit Größen wie "Full Metal Jacket" oder "Der Soldat James Ryan" zu vergleichen. Hier wurde ein gut inszenierter Action Film produziert, welcher keinen Bezug zur Realität aufbaut und dabei noch moralisch fragwürdige Handlungen legitimiert. Der Film wird leider zu sehr aufgebauscht bzw. will so viel mehr sein, als das man ihn als von Beginn an als gewollten Action Film annimmt. Gerade als deutscher Zuschauer wurde hier ein Film eindeutig in den Sand gesetzt.

Den meisten Zuschauern auf der Welt wird dieses Spektakel gefallen, ist man es ja inzwischen gewohnt
amerikanische Soldaten in gewohnter patriotischer Höchstform zu sehen, in denen alles Recht ist was dazu beiträgt das Ziel zu erreichen.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 2. Januar 2015
Fury - Herz aus Stahl

Ein US-Amerikanischer Trupp und sein Panzer vom Typ Sherman, bahnen sich ihren Weg durch den zweiten Weltkrieg. Auf deutschem Boden gerät die Besatzung dabei immer wieder in schwere Kampfeshandlungen. Jedes einzelne Dorf muss erst in erbitterten Kämpfen eingenommen werden, obwohl die deutsche Wehrmacht im Grunde schon am Boden liegt.

In „Fury“ kämpft nun eine namenhafte Panzercrew durch die Wirren des zweiten Weltkriegs. Brad Pitt als „Wardaddy“ und die „Bible“ Shia LaBeouf, machen dabei die Prominenz aus.

Obwohl die Vorlage in einem Panzer kämpfen und überleben zu müssen an sich viel Stoff bietet, gelingen „Fury“ daraus leider nur wenige sehenswerte Szenen.
Dem Aspekt zweiter Weltkrieg wird inhaltlich kaum etwas Neues abgewonnen. Auch der Crew wird kaum Raum gegeben, den ekelhaften und furchtbaren Seiten des Krieges etwas entgegenzuhalten. So schafft es der Film nie aus den Männern differenzierte Charaktere zu zeichnen. Von allen Darstellern vermag einzig Brad Pitt aus seiner Rolle etwas zu entwickeln. Ganz fair ist aber auch das nicht, denn seiner Figur, als harter Kommandant, gebühren die meisten und fast einzigen dramatischen Filmminuten. Der Rest? Der ist grob formuliert austauschbar.

Am gelungensten sind definitiv die (kleinen) Schlachten. Die sind intensiv umgesetzt und visuell ansprechend gelungen. Das gilt übrigens auch für Kamera und Schnitt. Wo noch bei vielen anderen Kriegsthemen das Bild hektisch wackelt und flott gewechselt wird, bleibt es selbst beim Kampf eines Tigerpanzers gegen eine Gruppe Shermans erstaunlich ruhig. Und das funktioniert gut!
Aber das mitunter größte Problem von Fury ist, sobald es um sein Standing zum Thema Krieg geht.

Die deutschen Soldaten sind der anonyme Feind, während der Trupp amerikanischer Soldaten seinen Hinterhalten entgegenwirken muss. Dem Deutschen obliegt es demnach, artig in seiner Rolle, in typisch zackiger und rabiater Ausdrucksweise Paroli zu bieten, solange bis der dann getötet ist.

Der Film macht kaum Anstalten über den Tellerrand zu blicken und verkommt dabei viel zu oft zu einer Art Egoshooter: Knall mit deinem US-Tank schneller Nazis ab, als sie dich! Erst in der Mitte der Geschichte gibt es diesbezüglich die stärksten Szenen. In einer gerade eingenommenen Kleinstadt müssen eine deutsche Tante und ihre Cousine in ihrer Wohnung die Besatzer hinnehmen. In diesen leisesten Szenen ist „Fury“ schlicht am spannendsten.
Leider bleibt es bei diesem intimen Kontakt zum Thema Krieg auch beim einzigen.

Im Finale geraten die inhaltlichen Makel völlig aus den Fugen. spoiler: Gefühlt werden ganze Hundertschaften an Nazisoldaten (die in ihrem Verhalten sogar dämlich dargestellt werden) über den Haufen geschossen. Sich auszumalen wie das amerikanische Kinopublikum darauf wohl reagiert ist recht einfach: >>Yeah, fuck that Nazis fuckers!!<<.

Insofern bietet „Fury“ eine ziemlich maue Form der Vergangenheitsbewältigung und geht mit seinen Schwerpunkten ziemlich sträflich um. Nachdenklich wird hier niemand. Die Action hingegen überzeugt. Oder um es auf andere Weise zu bewerten: Würde einer von Hollywoods größten Stars Brad Pit nicht mitspielen, man würde von „Fury“ kaum eine Notiz nehmen.

Aus deutscher Zuschauersicht bietet Brad Pitt sogar den größten Unterhaltungsfaktor – vorausgesetzt man schaut sich „Fury“ im Originalton an. Da darf er nämlich immer wieder mal deutsch sprechen, während dies in der Synchronisation logischerweise verloren geht. Aber auch durch diesen illustren Umstand bleibt „Fury“ von einem Antikriegsfilm viele amerikanische Meilen weit, weit entfernt.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 2. Januar 2015
Ich möchte einen Herr Petersen der diesen Film mit 4 Sternen bewertet sämtliche
Kompetenz entziehen.

Wer dieses Pro Amerikanische Machwerk gut findet der hat die Zeichen der Zeit nicht
mehr erkannt.Man kann auch heute noch gute "Anti" Kriegsfilme drehen.
Lone Survivor ist einer der in dieser Katerogie hineinfallen würde.
Herz aus Stahl ist wie ein Hochglanz Propaganda Film der ach so Heldenhaften
US Panzerbesatzungen spoiler: .Schon allein der erste Angriff über komplett freien Feld, auf dem sich die vier Sherman Panzer ohne jegliche Deckung bewegen ist Haarsträubend,sie werden in aller Ruhe von einem 8,8cm Geschütz und einen Jagdpanzer der deutschen anvisiert,nun kommt was kommen muss. Obwohl die US Soldaten in ihren Panzern komplett ungeschützt sind und auch lediglich Schritttempo fahren schiessen die deutschen mehrmals komplett daneben.Von anderer Seite ist beinahe jeder Treffer der US Streitkräfte voll im Ziel.Doch es geht noch schlechter,im Anschluss daran wird ein unbewaffneter Wehrmacht Soldat kaltblütig von herrn Pitt erschossen,damit der neue Schütze mal sieht wie hart der Krieg ist.Absoluter Nonsens und ja Herr Pitt sie sind als Schauspieler für mich gestorben.


Es geht munter so weiter mit Szenen in Denen die guten Amerikanern den ach so
schlechten deutschen zeigen wo der Hammer hängt.Zum Kotz.. das es solsche
Filme auch noch heute gibt.

Noch schlimmer finde ich das ein eigentlich Fachlich gut Orientiertes Filmblatt
wie filmstarts solche Kritiker hat.Beschämend zu sehen welch ein Loblied
dieser auf den mit Abstand schlechtesten Kriegsfilm seid Jahren singt.

Er wollte bestimmt mal Panzerfahrer werden.
Michael K.
Michael K.

60 Follower 295 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 2. Januar 2015
Interessanterweise sind es ja meist gerade diejenigen Kriegsfilme, die auf jede ausgleichende Untermauerung verzichten, die bei mir die am stärksten kriegskritische Wirkung haben. So auch hier. Für mich ist dieser Film, egal ob vom Regisseur beabsichtigt oder nicht, eine einzige Warnung vor Krieg überhaupt. Scheinbar paradox: David Ayer macht sich nicht einmal die Mühe, die Situation irgendwie betont differenziert darzustellen, sondern zeigt alles konsequent und parteiisch aus der Perspektive der US-amerikanischen Soldaten, die ihre grausame und aus heutiger Sicht absolut grundrechtswidrige Abkommandierung in das Inferno des 2. Weltkriegs durchfechten. Aber man sieht gerade dadurch auch ganz klar, wie schwierig es auch für echte Führungspersönlichkeiten wie 'Wardaddy' ist, im Krieg irgendwelche halbwegs normalen moralischen Maßstäbe stringent beizubehalten spoiler: (die Szene, in der er Norman zwingt, den deutschen Soldaten (der ja kein SS-Mann und somit ggf. gar kein Nazi war!), unnötigerweise zu erschießen, ist für 'Wardaddys' Moral ein absoluter Tiefpunkt, aber er hat auch diesbezüglich starke Momente)
oder auch nur einen gesunden Pragmatismus zu erhalten spoiler: (die Schlacht am Ende bricht 'Wardaddys' meines Erachtens wichtgstes Versprechen, seine Leute heil durchzubringen - und ist auch so gesehen ein großes Scheitern)
. Dabei stechen hervorragende Schauspielerleistungen und eine düstere, aber passende Inszenierung hervor.
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 2. Januar 2015
"Fury" ist wieder einmal einer dieser Filme, zu denen sich die kriegsgeilen Amis aufgeilen....

Ich habe nichts überraschendes von dem Film erwartet, da der Trailer bereits zuviel verraten hat...

Das was mich an meisten an dem Film gestört hat, war die Tatsache, dass die Deutschen Soldaten immer noch wie ein Haufen kreischender Weiber dargestellt werden, welche sich wie Moorhühner freiwillig vor feindliche Flinten stellen und "Jetzt schießen" rufen....

Bei einer Szene schießen die Deutschen Geschütze ungefähr 5 mal an den Amerikanischen Panzern vorbei, obwohl sich diese auf einem offenen Feld, also auf dem Präsentierteller, befinden, während die Panzer die Deutschen Stellungen, während voller Fahrt, so genau treffen, wie eine Fliege zwischen die Augen.

Bei der Schlacht zum Ende hin, füllt sich das Bullshit-Glas bis zum Überlaufen.
spoiler: Eine SS-Division marschiert auf offener Straße und singt, wie ein Chor Pfadfinder, Wehrmachtslieder. Diese wird dann, von der 5 Mann Armee, welche in dem zerstörten Panzer sitzt, komplett zerflückt. Wieder einmal versuchen alle Soldaten am besten direkt durch das Panzerrohr zu kriechen oder hüpfen auf offener Straße herum. Die Amis werfen eine Granate nach der anderen BLIND!!! aus dem Panzer und treffen damit auf's Genaueste 5 Soldaten, welche immer noch nicht in Deckung gehen können.


Diesen Fehler hat bereits "Band of Brothers" gemacht und mir somit die eigentlich recht spannende Serie vermiest....

Die Stelle, wo der Film am meisten bei mir Punkten konnte, spoiler: war die, wo Brad Pitt und Norman auf die beiden Deutschen Frauen treffen. Die anschließende Unterhaltung, mit den anderen Soldaten, über die Pferde, rundet die Szene noch ab und verleiht der vorher doch recht ruhigen und entspannenden Atmosphäre, einen unheimlichen Unterton. Hier zeigt besonders Jon Bernthal eine ekelhafte Seite, die ich nicht von einem Amerikanischen WWII Kriegsfilm erwartet hätte.


Ansonsten ist Fury ein Film, den man sich mal anschauen kann.
Am besten ausleihen, jedoch nicht wert in's Kino zu gehen oder auf Bluray zu kaufen.
chagall1985
chagall1985

28 Follower 113 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 2. Januar 2015
Wenn die letzten 20 Minuten des Films nicht gewesen wären hätte es von mir 4-4,5 Sterne gegeben.
Denn selbst wenn das Finale im Sinne des Films dreckig und illusionslos bleibt verfällt er doch wieder dem klassischem Fehler der meisten Antikriegsfilme.....
Dem Opfern für die Sache, dem verteidigen bis zum letzten Mann und dem heroischen todesverachtenden Tatendrang im dahinraffen der sinnlos anstürmenden Gegner......
Und genau diese 20 Minuten sind auch wieder für die "Krieg sieht geil aus" Fraktion der Vorspuler und Botschaftsignoranten ein gefundenes Fressen. Ähnlich der letzten 20 Minuten von Platoon.

Aber selbst mit diesem Makel für den es von mir einen Stern Abzug gibt bleibt Fury ein dreckiges, desillusioniertes und sehr hartes Stück sinnloser Krieg der eine sehr bittere Zeit des Endkampfes in Deutschland einfängt. Auch wenn er emotional nicht an die Brücke heran kommt gleicht er das durch exzellentes Set Design und realistische Kampfsequenzen wieder aus.

Auf jeden Fall ein Tipp fürs Kino! Erst da wirkt der Sound und die Botschaft des Films wirklich.
DrDane
DrDane

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4,0
Veröffentlicht am 2. Januar 2015
David Ayer ist mit Herz aus Stahl ein gewalltiger Kriegsfilm aus einer etwas anderen Perspektive gelungen....aus der einer 5-köpfigen Panzer-Crew!!! Ein IMAX Augen und Ohrenschmaus ,jedes mal wenn ein Panzergeschoss oder eine Granate detoniert , vibriert einem die Brust und verstärkt so noch mehr den Gānsehauteffekt.
Surround Top man hat das gefühl die Schrapnellen und Kugeln fliegen einen selbst um die Ohren...!!!
Das ganze Spektakel wird mit einem tollen heroischen Sountrack begleitet .
Wie zu erwarten tolle schauspielerische Leistung ,besonders von LaBeouf und Pitt...

Mir persönlich fehlt die Tiefe der einzelnen Charaktere, man erfährt so gut wie garnichts über deren Leben vor dem Krieg..... Hätte ruhig länger dauern können
Aber alles in allem ein geiler und brutaler Kriegsfilm.....!!!!!

unbeding im IMAX oder iSens reinziehn....!!
Filmekenner1
Filmekenner1

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4,0
Veröffentlicht am 26. Dezember 2014
Ein toller Trailer und ein noch besserer Cast verleiteten mich dazu mir "Fury- Herz aus Stahl" anzusehen- und ich wurde nicht enttäuscht.
Fury hat genau zwei Aspekte dich mich absolut überzeugt haben, weshalb ich ihn auch ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen würde.

Punkt 1 wäre die generelle Prämisse des Films: der Krieg aus der Sicht einer Truppe in einem Panzer. Man bekommt unfassbar spannende Kriegssequenzen geliefert, die ich so noch nicht gesehen hab. Das ist zum Zunge schlecken, wenn man sieht wie sich zwei Panzer gegenseitig bekriegen. Obendrein ist jedes Aufeinandertreffen der "Amis" und der "Krauts" so spannend, dass es einen nur so in den Sessel drückt. Zudem ist der Film keinesfalls mit sinnlosem patriotischen USA-Flaggen vollgestopft, sondern bleibt immer sachlich. Man bekommt immer wieder auf gnadenlose Weise die Folgen eines Krieges aufgezeigt, was einem nicht selten das Herz zerreist und klar macht wer die wirklichen Leidtragenden eines Krieges sind, und wie sinnlos ein Solcher sein kann.

Auf eine super Spannung baut man mit einem wahnsinnigen Cast auf. Shia LeBeouf, Michael Pena, Jon Bernthal und natürlich der Superstar des Films, Brad Pitt. Jeder von ihnen präsentiert seinen Charakter wunderbar, womit das Zusehen zu einem Genuss wird. Aber einer hat mich vollkommen unvorhergesehen, bis aufs Mark überrascht und beeindruckt, Logan Lerman. Seine Rolle des jungen, komplett unerfahrenen und in den Krieg hinein gezwungen Soldaten, spielt er so wahnsinnig gut und ergreifend, das mir fast die Worte fehlen. Eine unglaubliche Leistung die, wenn ich mich spontan Entscheiden müsste, zusammen mit Jake Gyllenhaal in Nightcrawler, schauspielerisch das Beste ist was ich dieses Jahr gesehen habe. Er stellt die komplette Riege an Schauspielern in den Schatten und ist für mich das Herz des Films und keineswegs wegzudenken.

Weiterhin ist die Optik des Films ohne Makel. Sollte man sich entscheiden den Film anzusehen, wäre hier auf jeden Fall dazu geraten dies auf der großen Kinoleinwand zu machen, das sieht wirklich klasse aus.

Wirklich vorwerfen kann man dem Film lediglich Kleinigkeiten. Die Story ist überschaubar, weshalb sich die ein, oder andere Länge in den Film schleicht. Was aber dann doch etwas nervig ist(jedenfalls hat mich das etwas genervt, kann aber auch für jemanden anderes eine Nichtigkeit sein), ist die permanent perfekt sitzende Frisur von Brad Pitt, aber wie gesagt, Kleinigkeiten.

Dadurch das im Film oft Deutsch und Englisch gleichzeitig gesprochen wird, würde ich nach Möglichkeit auch auf jeden Fall dazu raten sich den Film im O-Ton anzusehen. Dieses Problem wurde in der deutschen Synchro schlecht, bis gar nicht gelöst.

Fazit: Ein toller Film, weshalb ich bei Interesse auf jeden Fall zu einem Kinobesuch raten würde. Man kann eine solide Story, eine super Spannung und einen überragenden Cast erwarten, mit einem alles übertreffenden Logan Lerman.
horrispeemactitty
horrispeemactitty

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3,5
Veröffentlicht am 14. Dezember 2014
In Fury geht es um eine Einheit, welche im zweiten Weltkrieg kurz vor dem Ende Deutschlands durch Deutschland zieht und die restlichen Stellungen der Deutschen vernichtet. Fragwürdig warum der Film im Deutschen "Herz aus Stahl heißt", Fury ist nunmal der Name der Einheit, bzw. der des Sherman-Panzers.

David Ayer ist ein relativ unbekannter Regisseur, man dürfte in nur aus Training Day und Street Kings kennen. Somit ist das hier schon ein Sprung, denn der Film ist wirklich nicht schlecht. Als Anti-Kriegsfilm würde ich ihn aber nicht bezeichnen. Der Film ist schon ziemlich pro-amerikanisch und hat viele Klischees. Es gibt z.B. die typischen Stereotypen des Krieges, den "Newbie", den Gläubigen, den moralfreien Haudrauftypen und natürlich den helden- und tugendhaften Krieger. Der Film beschränkt sich auf recht wenige Schauplätze, was aber nicht schadet. Die Gefechte mit den Deutschen sind ziemlich spannend und vor allem sehr gut in Szene gesetzt. (Über die Farbeffekte von Schüssen und Explosionen lässt sich hier streiten, aber ich finde es sah ziemlich schön aus) Leider werden hier Storys von Nebencharakteren oder sich entwickelnde Beziehungen zu anderen Charakteren ziemlich schnell abgehandelt. Es bleibt alles meist an der Oberfläche, ein bisschen mehr Tiefe hätte nicht geschadet, obwohl der Film schon ziemlich lange geht. Im Kino zu gucken ist kein muss, aber der Film ist auf jeden Fall empfehlenswert!
7/10
niman7
niman7

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4,0
Veröffentlicht am 5. Januar 2015
Mit "Herz aus Stahl" bringt Regisseur David Ayer einen weiteren Film über den 2. Weltkrieg. Davon gibt es zwar unzählige, aber über jeden einzelnen wird reichlich diskutiert. Ayer konzentriert sich hierbei auf 5 Soldaten und einen Panzer namens "Fury". Anführer ist WarDaddy (Brad Pitt) und er ist kampferprobt und möchte nur noch seine Leute heil aus dem Krieg holen. Doch in einem Lager schließt sich der unerfahrener Norman (Logan Lerman) an und WarDaddy muss plötzlich wirklich zum Daddy für Norman werden...
Filme über den 2. Weltkrieg sind sehr schwer zu schauen und zu bewerten. Vor allem für uns deutsche. Oft wird man mit extrem blutigen Bildern konfrontiert man fühlt sich automatisch schlecht. Obwohl man bereits in der 3. Generation nach dem Krieg ist. Hinzu kommt, dass Kriegsfilme fast immer zu patriotisch seitens der Amerikaner dargestellt werden. Überall sind Flaggen und sie werden als strahlender Ritter in Uniform gefeiert. Herz aus Stahl hebt sich jedoch überraschend extrem davon ab. Ayer malt nicht schwarz und weiß. Es heißt nicht "Amis gegen Deutsche/Nazis" sondern Mensch gegen Mensch. Dabei fällt mir ein Zitat aus dem Film ein: "Komm, steig in den Panzer ein und ich zeige dir was ein Mensch einen anderen antun kann". Dieses Zitat beschreibt für mich den Film in einem Satz. Es werden nicht nur die "bösen deutschen" gezeigt sondern auch die Verbrechen der Amerikaner. Beispielweise werden deutsche Soldaten in einem Käfig wie Tiere gehalten oder müssen ängstlich mit dem Kopf zur Wand stehen während sie von einem Amerikaner belächelt werden. Oder auch die Fäkalsprache. Dass die deutschen schlimme Dinge getan haben, wird natürlich auch gezeigt. Zum Beispiel werden Menschen aus Dörfern erhängt weil sie nicht kämpfen wollen oder Kinder werden in den Krieg geschickt. Flaggen haben ebenfalls nichts im Film zu sehen. Keine Hakenkreuzflagge, keine der Amis. Was mich extrem erfreut hat, denn oft sieht man den Schauplatz vor lauter Fahnen nicht. Das sind aber alles Nebensache. Ayers Film konzentriert sich auf den Panzer Fury und seine Besatzung. Den Zusammenhalt all dieser unterschiedlichen Menschen, die in schwierigen Situationen immer zusammenhalten obwohl sie sich vorher wüst beschimpft haben. Die Actionszenen sind reichlich und mehr als atemberaubend. Man kommt sich zwar teilweise wie bei Starwars (aufgrund der grünen und roten Schüsse) vor, aber im Nachhinein stimmt es und man kann somit genau erkennen in welche Richtung die Kugeln fliegen. Üblicherweise sieht man als Zuschauer ja nur ein kurzes flackern. Diese Kampfszenen finden fast immer im Panzer statt und sind extrem packend dargestellt. Dabei ist der Sound unvorstellbar gut gelaufen und man denkt teilweise, selbst im Gefecht zu sein. Ich war da wirklich schwer beeindruckt. Es ist aber kein reiner Actionfilm. Zwischendurch gibt es sehr interessante und anregende Dialoge. Für mich ist das Treffen mit Emma der Höhepunkt des Films. Eine wundervolle Szene zwischen all dem Schlachten die uns zeigt, dass es zwischen all dem, doch noch was Gutes in uns steckt. Darstellerisch gesehen, ist der Film hervorragend gespielt. Ich war von Shia LaBeouf als Bibeltreuer und ruhiger Soldat schwer beeindruckt. Hätte der Nervensäge aus Transformers das nicht zugetraut! An zweiter Stelle kann man da getrost den jungen Logan Lerman erwähnen. Unglaubliche Leistung. Vor allem seine Wandlung von Milchbubi (übergibt sich nach dem ersten Blut) in einer Killermaschine (wird später Machine getauft) gefiel mir äußerst gut. Brad Pitt ist eben Brad Pitt. Unheimlich charismatisch und es macht einfach Spaß ihm zu zuschauen. Nur seine perfekt gestylten Haare nerven etwas. Überhaupt kann man absolut nichts negatives über die Besatzung der Fury schreiben. Andere dagegen haben einfach zu wenig Leinwandzeit um sie gesondert zu erwähnen.
FAZIT: Herz aus Stahl ist ein beeindruckender Film. Er sticht mit fantastischen Bilden, Kämpfen und Szenen hervor. Man fühlt sich einfach mittendrin und dafür ist das Kino gemacht. Perfekt dargestellt und mit spritzigen und zugleich tiefsinnigen Dialogen. Besonders gut gefiel mir, dass Ayer keine Partei ergreift und beide Seiten gleichermaßen schlecht und gut darstellt. Für meinen Geschmack könnte der Film an manchen Szenen ruhig etwas kürzer sein und dafür andere Dinge etwas näher beleuchten.
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