Herz aus Stahl
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3,7
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niman7
niman7

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4,0
Veröffentlicht am 5. Januar 2015
Mit "Herz aus Stahl" bringt Regisseur David Ayer einen weiteren Film über den 2. Weltkrieg. Davon gibt es zwar unzählige, aber über jeden einzelnen wird reichlich diskutiert. Ayer konzentriert sich hierbei auf 5 Soldaten und einen Panzer namens "Fury". Anführer ist WarDaddy (Brad Pitt) und er ist kampferprobt und möchte nur noch seine Leute heil aus dem Krieg holen. Doch in einem Lager schließt sich der unerfahrener Norman (Logan Lerman) an und WarDaddy muss plötzlich wirklich zum Daddy für Norman werden...
Filme über den 2. Weltkrieg sind sehr schwer zu schauen und zu bewerten. Vor allem für uns deutsche. Oft wird man mit extrem blutigen Bildern konfrontiert man fühlt sich automatisch schlecht. Obwohl man bereits in der 3. Generation nach dem Krieg ist. Hinzu kommt, dass Kriegsfilme fast immer zu patriotisch seitens der Amerikaner dargestellt werden. Überall sind Flaggen und sie werden als strahlender Ritter in Uniform gefeiert. Herz aus Stahl hebt sich jedoch überraschend extrem davon ab. Ayer malt nicht schwarz und weiß. Es heißt nicht "Amis gegen Deutsche/Nazis" sondern Mensch gegen Mensch. Dabei fällt mir ein Zitat aus dem Film ein: "Komm, steig in den Panzer ein und ich zeige dir was ein Mensch einen anderen antun kann". Dieses Zitat beschreibt für mich den Film in einem Satz. Es werden nicht nur die "bösen deutschen" gezeigt sondern auch die Verbrechen der Amerikaner. Beispielweise werden deutsche Soldaten in einem Käfig wie Tiere gehalten oder müssen ängstlich mit dem Kopf zur Wand stehen während sie von einem Amerikaner belächelt werden. Oder auch die Fäkalsprache. Dass die deutschen schlimme Dinge getan haben, wird natürlich auch gezeigt. Zum Beispiel werden Menschen aus Dörfern erhängt weil sie nicht kämpfen wollen oder Kinder werden in den Krieg geschickt. Flaggen haben ebenfalls nichts im Film zu sehen. Keine Hakenkreuzflagge, keine der Amis. Was mich extrem erfreut hat, denn oft sieht man den Schauplatz vor lauter Fahnen nicht. Das sind aber alles Nebensache. Ayers Film konzentriert sich auf den Panzer Fury und seine Besatzung. Den Zusammenhalt all dieser unterschiedlichen Menschen, die in schwierigen Situationen immer zusammenhalten obwohl sie sich vorher wüst beschimpft haben. Die Actionszenen sind reichlich und mehr als atemberaubend. Man kommt sich zwar teilweise wie bei Starwars (aufgrund der grünen und roten Schüsse) vor, aber im Nachhinein stimmt es und man kann somit genau erkennen in welche Richtung die Kugeln fliegen. Üblicherweise sieht man als Zuschauer ja nur ein kurzes flackern. Diese Kampfszenen finden fast immer im Panzer statt und sind extrem packend dargestellt. Dabei ist der Sound unvorstellbar gut gelaufen und man denkt teilweise, selbst im Gefecht zu sein. Ich war da wirklich schwer beeindruckt. Es ist aber kein reiner Actionfilm. Zwischendurch gibt es sehr interessante und anregende Dialoge. Für mich ist das Treffen mit Emma der Höhepunkt des Films. Eine wundervolle Szene zwischen all dem Schlachten die uns zeigt, dass es zwischen all dem, doch noch was Gutes in uns steckt. Darstellerisch gesehen, ist der Film hervorragend gespielt. Ich war von Shia LaBeouf als Bibeltreuer und ruhiger Soldat schwer beeindruckt. Hätte der Nervensäge aus Transformers das nicht zugetraut! An zweiter Stelle kann man da getrost den jungen Logan Lerman erwähnen. Unglaubliche Leistung. Vor allem seine Wandlung von Milchbubi (übergibt sich nach dem ersten Blut) in einer Killermaschine (wird später Machine getauft) gefiel mir äußerst gut. Brad Pitt ist eben Brad Pitt. Unheimlich charismatisch und es macht einfach Spaß ihm zu zuschauen. Nur seine perfekt gestylten Haare nerven etwas. Überhaupt kann man absolut nichts negatives über die Besatzung der Fury schreiben. Andere dagegen haben einfach zu wenig Leinwandzeit um sie gesondert zu erwähnen.
FAZIT: Herz aus Stahl ist ein beeindruckender Film. Er sticht mit fantastischen Bilden, Kämpfen und Szenen hervor. Man fühlt sich einfach mittendrin und dafür ist das Kino gemacht. Perfekt dargestellt und mit spritzigen und zugleich tiefsinnigen Dialogen. Besonders gut gefiel mir, dass Ayer keine Partei ergreift und beide Seiten gleichermaßen schlecht und gut darstellt. Für meinen Geschmack könnte der Film an manchen Szenen ruhig etwas kürzer sein und dafür andere Dinge etwas näher beleuchten.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 11. Januar 2015
Stark besetzter und solide Gespielter Kriegsfilm der sehr gut die Härte des Krieges widerspiegelt.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 29. Oktober 2014
Ich habe FURY (Herz aus Stahl) in der englischen Kinofassung sehen dürfen und kann daher hier kurz meinen Fazit zum Film zum Besten geben. Die folgenden Worte spiegeln nur meine persönliche Meinung.

Nach den 2 Stunden und c.a 10 Minuten Film war ich ziemlich baff, denn mir hat der Film doch sehr gut gefallen. Seien es die drastischen, groben Kamerafahrten oder die teils ziemlich ordentliche Gewaltdarstellung: für mich hat der Mix aus bedrückender Atmosphäre und harter Action gut funktioniert. Der Film hat trotz einiger Längen nicht gelangweilt und ich war erstaunt durch die schauspielerischen Leistungen, die hier abgeliefert wurden. Außerdem wurde an der Gewalt auch nicht gespart, was mich bei einer solchen Big Budget Produktion ziemlich überrascht.
Für mich ganz klar eine Empfehlung an Fans von Kriegsfilmen und David Ayer Produktionen (Training Day, End of Watch, Street Kings). Und eine klare Warnung an Zartbesaitete.
thunfish90
thunfish90

1 Follower 10 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 20. Dezember 2015
Entgegen einigen Beiträgen hier, zeigt der Film angenehm unpatriotisch die Grausamkeiten des Krieges. Mitreißende Inszenierung und grandiose Schauspielleistungen verdeutlichen den unmenschlichen Kriegsalltag, der auch die härtesten Kerle in ihre Schranken weißt und keinen Platz für Helden oder Gewinner lässt.
Für mich nur schwer zu beschreibende, große Filmkunst!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 4. Januar 2015
Ich habe das Gefühl, dass ich zwei Filme gesehen habe. Einen wirklich großartigen Anti-Kriegsfilm, der mir den krieg so dreckig und grausam präsentierte und teilweise eine 08/15 Krieg-Fuck YEAH!
Luke-Corvin H
Luke-Corvin H

405 Follower 474 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 15. November 2015
Wie üblich sind die Amerikaner die Helden die leiden mussten dabei wird auf billige Actin gesetzt. Aber die Schauspieler, Musik und Szenenbilder konnten punkten.
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