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No Use For A Name
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3,0
Veröffentlicht am 22. April 2026
Die Eröffnungsszene hat zwar gar nichts mit dem Film an sich zu tun, ist für sich genommen aber schonmal unfassbar cool und würde sich perfekt als Meme eignen. Klaus Kinski setzt sich in einem Sarg auf und sagt mit starrem Blick in die Kamera: “Er passt, Sir.” – Hat wie gesagt nichts mit dem Film zu tun, man wollte aber wohl dem 1965er-Filmpublikum erstmal einen Schocker vor den Latz knallen... Herrlich skurril, sehr witzig und einfach nur total cool.
Naja, wie auch immer, der Film selbst bietet dann solide Wallace-Krimikost mit den üblichen 60er Jahre-Stars, ohne dass er aber auch irgendwelche besondere Akzente zu setzen vermag. Die Handlung ist leidlich spannend, wirklich neu ist das alles nicht. Witzig ist die Idee mit den Masken, das hat ein bisschen Mission Impossible-Flair. Heinz Drache ist souverän wie immer, Siegfried Schürenberg gibt seinen Sir John ebenfalls gewohnt an der Grenze zwischen trottelig und gutherzig, Barbara Rütting ist wieder dabei, gefällt mir hier aber nochmal besser als . in “Der Zinker”. Vor Brigitte Horney hatte ich als Kind immer angst, ich ahne heute ungefähr, woran das gelegen hat... Tja und dann noch die üblichen Verdächtigen: Klaus Kinski mit leider viel zu wenig Screentime und Eddi Arent in seiner unnachahmlichen Art ist sowieso immer toll.
FAZIT: Solide Edgar Wallace-Kost mit einem tollen Schauspieler-Ensemble und guter Sonntag-Nachmittagsunterhaltung, aber sicher kein Highlight der Reihe.
Neues vom Hexer ist eine unterhaltsame Fortsetzung des Edgar-Wallace-Klassikers Der Hexer und bringt die geheimnisvolle Figur des Arthur Milton erneut auf die Leinwand. Regisseur Alfred Vohrer setzt dabei wieder auf eine Mischung aus Kriminalfilm, Spannung, schwarzem Humor und skurrilen Figuren. Zwar erreicht die Fortsetzung nicht ganz die Klasse ihres Vorgängers, bietet aber dennoch kurzweilige Wallace-Unterhaltung.
Arthur Milton, besser bekannt als „Der Hexer“, ist wieder in London unterwegs. Scotland Yard steht erneut vor einem mysteriösen Fall, bei dem mehrere Personen in Gefahr geraten. Während die Ermittler versuchen, die Hintergründe aufzudecken, bleibt lange unklar, welche Rolle der Hexer diesmal tatsächlich spielt. Ist er Täter, Beschützer oder vielleicht sogar beides?
Genau diese Frage bildet den Reiz des Films. Arthur Milton ist keine gewöhnliche Verbrecherfigur. Er handelt nach seinen eigenen Regeln und verfolgt seine ganz persönliche Vorstellung von Gerechtigkeit. Dadurch entsteht ein interessantes Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem Hexer und Scotland Yard.
René Deltgen ist erneut hervorragend als Arthur Milton. Er verkörpert den Hexer mit einer Mischung aus Eleganz, Selbstsicherheit und geheimnisvoller Bedrohlichkeit. Seine Präsenz verleiht dem Film eine besondere Note und macht die titelgebende Figur erneut zum Mittelpunkt des Geschehens.
Auch Heinz Drache überzeugt als Inspektor Higgins. Seine Ermittlungen sorgen für die nötige Krimispannung, während er gleichzeitig versucht, dem Hexer auf die Spur zu kommen. Das Zusammenspiel zwischen den beiden Figuren gehört zu den interessantesten Elementen des Films.
Für die humorvolle Seite sorgt einmal mehr Eddi Arent. Seine trockenen Kommentare und sein komödiantisches Timing lockern die teilweise düstere Handlung immer wieder auf. Gerade diese Mischung aus Spannung und Humor ist typisch für die Wallace-Filme und funktioniert auch hier hervorragend.
Die Inszenierung bietet das vertraute Wallace-Flair: dunkle Straßen, geheimnisvolle Gebäude, zwielichtige Gestalten und eine stimmungsvolle Filmmusik. Auch die zahlreichen falschen Fährten tragen dazu bei, dass man als Zuschauer immer wieder versucht, die Hintergründe des Falls zu entschlüsseln.
Im Vergleich zu Der Hexer wirkt die Geschichte allerdings etwas weniger überraschend. Die Fortsetzung versucht zwar, die erfolgreiche Mischung des Vorgängers erneut einzufangen, erreicht dessen Spannung und Raffinesse aber nicht ganz. Einige Wendungen sind vorhersehbarer und die Handlung wirkt stellenweise etwas konstruiert.
Trotzdem macht Neues vom Hexer viel Spaß. Der Film nimmt sich selbst nicht zu ernst und lebt vor allem von seinen charismatischen Darstellern. Besonders die Rückkehr von Arthur Milton verleiht der Geschichte einen besonderen Reiz.
Fazit: Neues vom Hexer ist eine gelungene Fortsetzung mit einem starken René Deltgen, einem souveränen Heinz Drache und dem gewohnt humorvollen Eddi Arent. Die Mischung aus Krimi, Mystery, Spannung und schwarzem Humor funktioniert auch im zweiten Abenteuer des Hexers.
An den überragenden Vorgänger kommt der Film zwar nicht ganz heran, für Fans der Edgar-Wallace-Reihe ist er dennoch ein absolutes Muss. Wer wissen möchte, was der geheimnisvolle Arthur Milton diesmal ausheckt, bekommt einen unterhaltsamen Wallace-Klassiker geboten.