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Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 2. Januar 2023
Ich bin Elvis Fan seit Kindheitstagen. Für mich, die bisher beste Mowie Version, die es über Elvis gibt. Es ist ganz sicher fast die Quadratur des Kreises, Elvis gerecht zu werden. Er war und ist, für unzählige Menschen auf der ganzen Welt, die schönste Stimme, die charismatischste Bühnenpräsenz, die überwiegende Zeit seines kurzen Lebens einer er schönsten Männer, als Künstler hat er einen unerreichter Nimbus. Viele grossartige und weltberühmte Künstler der damaligen und der heutigen Zeit, egal welcher Ethnie, verehren Elvis ebenso, wie ich es oben, nur ansatzweise, beschrieben habe.
Baz Luhrmann macht keine Filme, Baz Luhr macht Events. Und das auch hier, zwei einhalb rauschafte Stunden. Ich habe dabei Elvis in zahlreichen Auftritten und Bühnenmomenten erlebt und einige Schlüsselmomente seinens Lebens. Allerdings habe ich hinterher wenig über ihn erfahren. Luhrmann konzentriert sich auf Elvis Beziehung zu seinem Manager, von einem schön schmierigen Tom Hanks erzählt und gespielt und erliegt der Versuch, die Faszination Presleys auf die Leinwand zu bringen. Den Menschen Elvis beleuchtet er weniger und wenn, dann am ehesten die helleren Phasen. Unangenehmes wird icht ausgespart, aber deutlich weniger hervorgetan. Trotzdem lohnt der Film schon alleine für die Musik.
Fazit: Ein langes Musikvidfeo mit Spracheinheiten – optisch und akkustisch ein Event! 3 Punkte
Ich bin recht zwiegespalten was diesen Film angeht. Als bekennender Elvis Fan mit jahrzehnte langer Hör- und Seherfahrung erwarte ich von einem Elvis Biopic keine neuen Erkenntnisse über den King, sondern eine filmisch meisterhafte Inszenierung seines musikalischen Schaffens. Zugegebenermaßen macht der Hauptdarsteller seine Sache ziemlich gut. Es gibt allerdings so einige Dinge, die mir zeitweise die Freude beim Sehen und hören genommen haben. Dieses weibische Make-up wie es Col.Parker im Film selbst genannt hat, wirkt völlig übertrieben und historisch ganz klar daneben. Einige Stücke von Elvis in den 50er mit drums zu unterlegen, die dermaßen nach billiger moderner Popmusik klingen und als Filmmusik zwischen den Titel von Elvis ebenfalls in den 50er Jahren spielend Rapmusik und sogar Gesang mit Autotune bearbeitet zu benutzen zeigt eigentlich nur, dass der Regisseur vom Rock and Roll überhaupt keine Ahnung hat, oder sich mit aller musikalischer Gewalt der Millenialgeneration anbiedern will. Auch finde ich die Person des Managers nicht interessant genug, um den Film aus seiner Sicht zu erzählen. Darüber hinaus sind viele der Bühnenshows von Elvis sehr gekonnt in Szene gesetzt worden. Austin Butler hat sich auf jeden Fall sehr viel Mühe gegeben dem King was Bewegung , Mimik und Gestik aber auch Gesang angeht sehr nahe zu kommen. Ich fand den Film unterhaltend und streckenweise auch richtig gut, aber eben nur streckenweise.
Was soll denn Elvis letztlich überhaupt sein? Ein BioPic über den King? Oder ein Drama über die komplizierte und fast schon tragische Beziehung zwischen Elvis Presley und seinem legendären Manager Colonel Tom Parker? Oder einfach nur ein kunterbunter Revue-Film ohne Happy-End über das Leben einer Rock‘n‘Roll Legende? Ich weiß es tatsächlich nicht.
Der Film startet als Revue. Ein flotter Mix aus Sprech - Tanz - und Gesangseinlagen begleitet den frühen musikalischen und menschlichen Werdegang des späteren Superstars. Mehr und mehr wird der Film dann zum BioPic, der viele wichtige Stationen im Leben des King in Lichtgeschwindigkeit abhakt. Die vielen Star Trek Poster im Hintergrund der 70er Jahre Shows in Las Vegas lassen keinen Zweifel. Das muss alles mit Warp 9,5 gehen, sonst bekommt man nicht alles in den Film gequetscht. Besonderes Gewicht legt Regisseur Baz Luhrmann (Moulin Rouge, Romeo und Julia) auf die komplizierte Beziehung zwischen Elvis und seinem Manager Colonol Tom Parker. Im Grunde genommen wird sogar alles aus Parkers Sicht erzählt. Er ist der Erzähler der Geschichte des King of Rock‘n‘Roll, die so ruhmreich war und so früh und so tragisch endete. Ausgerechnet Parker erzählt die Geschichte seines berühmten Schützlings? Parker, dem immer nachgesagt wurde aus rein egoistischen Gründen - er musste seine Spielsucht finanzieren - die Karriere des King negativ beeinflusst zu haben. Merkwürdiger Schachzug.
Elvis-Imitatoren gibt es wie Sand am Meer. Austin Butler, der die Rolle für den Film ergattert hat, macht seine Sache wie alle ernstzunehmenden Elvis-Imitatoren ganz gut. Für einen Oscar wird es nicht reichen. Tom Hanks als weitestgehend unsympathischer Fettsack Colonel Tom Parker finde ich irgendwie deplatziert. Warum muss ausgerechnet Tom Hanks im Fat-Suit einen unsympathischen, schwitzenden, dicken Mann spielen? Brauchte es vielleicht an den Kinokassen noch ein paar schlagende Argumente für das Kinovolk, um die Geldbörse zu zücken? Das hätte doch Russel Crowe machen können. Der ist schon von Haus aus dick. Und unsympathisch kann er auch bestens. Und ein begnadeter Schauspieler ist er auch noch. Also warum nur Tom Hanks? Alle anderen schauspielerischen Leistungen in Elvis sind zu vernachlässigen. Die Figuren bekommen sowieso keinerlei Gewicht, geschweige denn Tiefe, die größeres schauspielerisches Talent voraussetzen würde.
Am Ende entsteht ein bombastisch ausgestattetes Film-Epos über den King, dem es trotz aller Kosten und Anstrengungen irgendwie an Klasse und Magie fehlt. Man nimmt den Film wohlwollend zur Kenntnis aber mehr auch nicht. Es will einfach keine Bindung und schon gar keine Liebe und Hochachtung vor dem Mann aufkommen, der schon Zeit seines Lebens zur Legende wurde. Und gerade diese Liebe seines Publikums war Elvis‘ Lebenselexier. Das hätte er sich auch posthum in ‚seinem‘ Film gewünscht. Und dann sowas. Schade.
Ich bin leider enttäuscht worden, da ich nur wenig Biographie erkennen konnte, tolle und bekannte Songs wurden verstümmelt oder nicht zeitgerecht dargestellt. Sein Leben, seine Einsamkeit und seine Krankheit verschwinden im Hintergrund wie auch sein Familienleben. Nicht zu vergleichen mit Queen-Film, der dagegen genial war. Schade
"Elvis" von Baz Luhrmann ist ein gelungener Musikfilm mit einem bestens aufgelegten Tom Hanks als Elvis' Manager und Austin Butler, der dem echten Elvis Presley richtig ähnlich sieht. Wie von Baz Luhrmann gewohnt, wird dem Publikum ein fulminantes Schauspiel mit opulenten Farben, mitreißender Musik und rasanten Schnitten. Für meinen Geschmack waren die Schnitte aber teilweise zu rasant und sorgten zusammen mit den etwas erratisch anmutenden Zeitsprüngen dafür, dass man mit der Handlung nicht immer ganz hinterher kam. Das ist jetzt Nörgeln auf hohem Niveau, aber aus meiner Sicht hätten eine etwas klarere Chronologie oder zumindest zeitliche Markierung sowie hier und da Momente der Ruhe dem Film gut getan.
Fazit: Vor allem für Fans des Kings of Rock'n'Roll und von Baz Luhrmann sehenswert!
Super Film über den King. Der Mann starb jung und man könnte 100 mal sein Leben verfimen, ohne dass es sich groß wiederholt. Jetzt also die Beziehung zw ihm und seinem Manager. Wie es real ausgimg, wissen wir. Jetzt konnten wir es auch visuell nachverfolgen. Absolut sehenswert. Rollen sind super besetzt,
Brillant gefilmte Musikszenen, zwei starke Hauptdarsteller, daneben aber auch reichlich kitschige Szenen um Mutter, Vater, Priscilla. In Erinnerung bleibt vor allem die mit rasanter Dynamik umgesetzte Initiationsszene zu Beginn, auch das Rebellische von Elvis und der böse Handel auf seinem Rücken. Die Kombination des Soundtracks von Elvis-Songs u schwarzem Rap hinterlässt ein unangenehmes Gefühl der so nicht stattgefundenen Versöhnung, die sich als kitschiger Firnis über das Thema Rassentrennung legt.
Leider mit zu hohen Erwartungen in den Film hinein gegangen. Wer einen Film über Elvis und sein Leben bzw. auch seine Musik sehen möchte, ist hier falsch. Dieser Film thematisiert eher die Art und Weise wie sein Manager ihn ausgebeutet hat. Dies wird auch deutlich, indem es rein aus seiner (Manager) Perspektive erzählt wird. Lieder von Elvis werden nur angeschnitten, wie er zum Erfolg gekommen wird nur kurz erzählt und sein Leben vorher gar nicht erwähnt. Im Gegensatz zu dem ,,Elvis“ Film aus dem Jahr 2005, super undetalliert. Die zwei Sterne gibt es für die super Schauspielleistung von Austin Butler als Elvis.