Elvis
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vodkamartini
vodkamartini

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4,0
Veröffentlicht am 16. Juli 2022
All shook up! - or Baz having a buzz

Ein Leben wie im Rausch verdient einen rauschhaften Film und wer wäre da besser geeignet als Baz Luhrmann? Der exaltierte Popart-Stil des Australiers, geprägt von schnellen Schnitten, knalligen Farben, großen Gesten und einem dauerdröhnenden Score, der sämtliche Musikstile in einem Art Jukebox-Thermomix ordentlich durchschüttelt, ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Aber auch kaum jemand wird bestreiten, dass er so angestaubten Sujets wie Shakespeares „Romeo and Juliet“ oder Scotts Fitzgeralds „The Great Gatsby“ mit elektrisierender Verve die Patina weg geblasen hat. Nein, ein Mann der kleinen Gesten oder gar der subtilen Inszenierung ist Luhrmann ganz sicher nicht. Selbst der große Pinsel wird überflüssig, wenn die Farbeimer im Stakkato-Stil auf die Leinwand geklatscht werden.

Im Glamour-Olymp der Rock- und Popmusik herrschen ganz ähnliche Gesetze und wirken ganz ähnliche Mechanismen, aber ihre schillerndsten Ikonen von Queen, über Michael Jackson, Madonna bis zu Lady Gaga oder jüngst The Weeknd setzten sich gewissermaßen ins schon gemachte Nest. Denn das von Prüderie, Konservativismus und Bigotterie bestellte Feld hatte bereits ein anderer durchgepflügt und gleich auch noch das Saatgut der modernen Popmusik mit einem Füllhorn ausgeschüttet. Elvis Aaron Presley ist nichts weniger als der Begründer der modernen Pop- und Rockmusik wie wir sie kennen und seither zelebrieren.

Kreischende Teenager und hysterisch dagegen haltende Erwachsene trafen erstmals Mitte der 1950er Jahre aufeinander und Luhrman inszeniert diese ersten Jahre des King of Rock´n´Roll als fiebrige, dröhnende und permanent im oberen Drehbereich pulsierende Achterbahnfahrt. Die Nähe zur Zirkuswelt ist offensichtlich und gewollt, nicht nur weil Elvis Manager „Colonel“ Tom Parker hier sein Wurzeln hatte, sondern weil Elvis Zeit seines Lebens wie eine Zirkusattraktion präsentiert und wahrgenommen wurde. Dass der schüchterne Junge aus Tupelo, Mississippi so nie die Chance hatte ein ernst zu nehmender Künstler zu sein und letztlich daran zerbrach ist eine gern genommene Lesart dieser in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Vita.
Aber Luhrmann streift diese Thematik nur am Rande, an der Tragik um das Seelenleben und den frühen Tod des ersten Superstars der Musikgeschichte ist er nur am Rande interessiert. Das hat einige Elvis-Fans, aber auch einige Filmkritiker vor den Kopf gestoßen oder mindestens enttäuscht. Der Fokus des Films liegt auf dem Rausch, der Magie, der elektrischen Energie, die zwischen Künstler rund Publikum entstand. Hier ist Luhrmann in seinem Element, hier kann er seinen inszenatorischen Zauberkasten rausholen, hier zündet er sein Feuerwerk.

Zu Beginn ist das fast ein wenig anstrengend, wie bei einem fahrenden Zug, auf den ,am gerade noch aufspringen kann. Aber ist man mal an Bord, wird es ein Reise, bei der man aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt. Wie bei einer Luxuskreuzfahrt wird man an den absoluten Hotspots - erster Liveauftritt, erste TV-Show, Graceland, Hollywoodkarriere, TV-Comeback und Vegas-Showrunner - rausgeworfen und mit Eindrücken bombardiert. Vieles bleibt schlaglichtartig, aber dennoch entsteht ein stimmiges Gesamtbild der Starpersona, das sich regelrecht einbrennt. Das mag widersprüchlich klingen, aber es gibt einen leuchtend roten Faden, der alles zusammen hält und der heißt Austin Butler.

Wie sich der bis dato eher weniger bekannte TV-Darsteller in einen, wenn nicht den charismatischten Sänger der Musikgeschichte verwandelt ist selbst eine Attraktion. Obwohl die äußere Ähnlichkeit zum junge Elvis gar nicht mal so frappierend ist, gelingt es Butler dessen Körpersprache und Ausstrahlung so exakt zu treffen, dass man beinahe an eine Wiedergeburt glaubt. Als der Film dann in die letzte Lebensphase Presleys eintritt, ist die Metamorphose auch optisch perfekt. Ds ist umso verblüffender, da es von Elvis berühmten TV-Comeback 1968 und der darauffolgenden Vegas-Festanstellung massenhaft authentisches Filmmaterial gibt.

Man kann dem Film sicherlich vorwerfen, dass er die vorherrschende Lesart vom manipulierten Künstler und dessen profitgierigen Manager nicht nur bedient, sondern relativ ambitionslos übernimmt. Colonel Tom Parker ist auch bei Fuhrmann ein manipulativer, schmieriger und selbstsüchtiger Tyrann, der sich trotz gegenteiliger Aussagen ganz offenkundig nicht für den Menschen Elvis, sondern nur für die Bühnen- und Starfigur seines Schützlings interessiert und diese maximal vermarktet. Das ist hart an der Grenze zur Karikatur, zumal Tom Hanks eine recht schwache Vorstellung abgibt und es nie schafft, seine diabolische Figur in irgendeiner Weise interessant anzulegen. Da aber auch das Innenleben und die Gefühlswelt des von ihm Ausgebeuteten nur angerissen wird, fällt der schwache Antagonist kaum ins Gewicht. Immerhin fungiert er zusätzlich als Erzähler, der die vielen Ereignisse und Handlungsssprünge aus dem Off kommentiert und so für die nötige inhaltliche Orientierung sorgt.

Ob Luhrmann die toxische Beziehung der beiden Geschäftspartner mit mehr Gewicht und mehr Tiefgang präsentieren wollte, ist letztlich eine eher rhetorische oder akademische Frage, in jedem Falle sekundär. Sein Elvis-Film ist sicherlich kein klassisches Biopic, sondern der Versuch einem Superstar-Phänomen und seiner ganz besonderen Aura auf die Spur zu kommen, beziehungsweise beides greifbar, erfühlbar, erlebbar zu machen. Elvis Presley war auch schon zu Lebzeiten ein Rätsel, der Mensch hinter dem Star bestenfalls schemenhaft zu erahnen. Auch wenn sein tragisches Ende vermutlich zu großen Teilen genau darauf fußt, so ist aber auch sein bis heute anhaltender Legendenstatus ein unmittelbares Resultat. Baz Lurhmanns Elvis fokussiert ganz klar auf Letzteres, aber dank einer audiovisuellen Wundertüte sowie eines famosen Hauptdarstellers verlässt man das Kino dennoch glücklich und zufrieden. All shook up!
Sarah
Sarah

1 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 5. Juli 2022
Es ist ein sehr interessanter und auch lehrreicher Film. Ich finde die Schauspieler sind gut gewählt und allgemein ist alles sehr gut und wahrheitsgemäß dargestellt. Sehr empfehlenswert.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 1. Juli 2022
Ein Elvis-Film der jede Minute wert ist zu Sehen. Eine sehr ungewöhnliche Schnitttechnik, überragende Hauptdarsteller.
Die Maske sollte einen Oskar bekommen. Und natürlich die überragende Musik. Das alles lohnt sich den Film anzuschauen.
Christoph K.
Christoph K.

172 Follower 322 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 1. Juli 2022
Aufgepasst! "Elvis" will durch extrem viele Schnitte und hetzende Kamerafahrten Spannung erzeugen. Dies ist leider extrem anstrengend und hinterlässt beim Zuschauer das Gefühl, dass die Story an sich nichts hergibt. Auch hat diese wilde Szenensetzung die Folge, dass man dem Film die Realität hinter der Filmstory einfach nicht ernst nimmt. Und genau das ist etwas, was bei einer Real-Verfilmung zu einem totalen Fiasko wird. Der Film wirkt nirgends glaubwürdig. Die Figuren dadurch nur plakativ und eindimensional. Ein wirklich mies gemachter Film.
Petra Schönberger
Petra Schönberger

31 Follower 195 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 29. Juni 2022
Elvis ist ein episches Leinwandspektakel mit hervorragender Besetzung. Sowohl Austin Butler als Elvis, als auch Tom Hanks als dessen Manager lifern beeindruckende und großartige Leistungen.
Eine ehrliche Geschichte über das Leben von Elvis Presley mit seinen musikalischen Anfängen als er mit Countrymusik angefangen hat, bis hin zum Rock´n´Roll.
Die Geschichte erzählt von seiner Kindheit, über die Zeit seiner ganz großen Erfolge bis hin zu den Niederlagen. Alles wird in dieser wundervollen, berührenden und vor allem lebhaften Biografie über einen der größten Entertainer festgehalten.
In der Geschichte wird auch die Zeit gezeigt, zu der seine zahlreichen Fans vollkommen ausgeflippt sind und in Ohnmacht fielen.
Songs wie „Blue Suede Shoes“ „Heartbreak Hotel“, „Viva Las Vegas“, aber auch viele nicht so bekannte Songs dürfen in der musikalischen Biografie nicht fehlen.
Die Karriere des Superstars brachte aber auch Neid, Intrigen und Konkurrenzkampf mit sich, was in der Verfilmung auch sehr gut dargestellt wird.
Es ist die Zeit, in der die „Schmalzlocke“ erfunden wurde, aber auch die Zeit, in der der Rock´n´Roll berühmt gemacht wurde.
Außerdem musste sich Elvis auch mit Mobbing, Ausgrenzung und Integration auseinandersetzen, da er nicht von allen so akzeptiert wurde, wie man es eigentlich erwarten sollte.
Der Song „Jailhouse Rock“ darf in der berührenden Dokumentation genauso wenig fehlen, wie „That´s All Right“ und „Can´t Help Falling in Love“.
Alles in allem eine wundervolle lebhaft erzählte Biografie als Spielfilm erzählt, die garantiert keine Minute langweilig wird und allen Fans von Elvis Presley etwas bieten kann, die aber auch sicherlich manch einen Fan zum Weinen bringen wird, wenn es zu sentimental wird.
Ein Film, der garantiert jeden Zuschauer in Extase versetzt!!!
Der Film hat eine Länge von genau 2 Stunden und 39 Minuten, aber keine Minute zu lang, denn die Biografie über den größten Superstar im Musikhimmel wird keine Minute langweilig und ist sehr interessant und informativ erzählt!
Der Film ist rührend und informativ zugleich und nicht zuletzt rührt er auch zu Tränen!
Durch die Geschichte wird auch mal wieder gezeigt, wie schnell es gehen kann, sein Leben mit Alkohol und Drogen zu ruinieren.
Alles in allem aber eine absolut würdevolle Erinnerung mit tollen Aufnahmen über das Leben von Elvis Presley, der im Abspann noch einmal mit Songs wie „In the Ghetto“ an die gute alte Zeit erinnert!!!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 26. Juni 2022
Schauspieler: top.
Musik: super
Geschichte: top
Kein Hollywood kitsch!
Werde ihn nochmals schauen gehen.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Juni 2022
Nur zu Empfehlen!
Meiner Meinung nach, ist es ein sehr stimmiger und gelungener Film der anderen Biopics wie Walk the Line oder Bohemian Rhapsody nicht hinterher hinkt.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Juni 2022
Ein sehr schöner Film, der die Herzen von Elvis Fans höher schlagen lässt. Nicht nur schauspielerisch sondern auch in allen anderen Punkten ein sehr schöner Film. Gerne gucke ich Ihn mir ein zweites und drittes mal an!
FILMGENUSS
FILMGENUSS

998 Follower 942 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 25. Juni 2022
DER KÖNIG KOMMT BIS VEGAS
von Michael Grünwald / filmgenuss.com

Der Zeitpunkt scheint gekommen, an dem alle Elvis-Imitatoren rund um den Globus ihre Fake-Koteletten abziehen und ihre Glockenhosenoutfits zusammenpacken können – denn jetzt gibt es einen, der schlägt sie alle. Da gibt es nichts mehr über ihm, außer Elvis selbst, doch der ist leider schon seit 45 Jahren tot, wobei er sein eigenes Alter bereits um 3 Jahre überschritten hat. Elvis ist also länger schon Geschichte, als er überhaupt gelebt hat. Das Gerücht, das Elvis noch lebt, könnte mit Baz Luhrmanns tiefer Verbeugung vor einem Musik- und Showgenie neue Nahrung erhalten.

Denn Austin Butler, bislang vorwiegend in Nebenrollen und in einzelnen Fernsehserien zu sehen, schenkt dem King of Rock ’n‘ Roll ein neues, doch vertrautes Antlitz – er macht ihn nicht nur insofern lebendig, weil er dem Mann aus Memphis, Tennessee, so verblüffend ähnlich sieht. Sondern weil er weiß, wie er geht, steht, sich bewegt und vor allem – wie er lächelt. Sein charmantes Kokettieren mit dem weiblichen Publikum hat nebst den markanten Hüftbewegungen, die später Michael Jackson uminterpretieren wird, die eigentliche Hysterie ausgelöst und eine fast schon beängstigende Fankultur begründet. Austin Butler bekommt das genauso hin – vereint mit Outfit, Frisur und den richtigen Rhythmen wird eine Ikone lebendig, die man maximal in stadthallenfüllenden Tributshows aus sicherer Entfernung bewundern konnte – mit Lookalikes, Evergreens und einer damit einhergehenden Reisebegleitung in die Jugendjahre der Elterngeneration.

In Elvis wird nämliche Person hautnah erlebbar und somit zu einem Erlebnis, das in seiner kultischen Verehrung sogar jene Performance, die Rami Malek als Freddy Mercury hingelegt hat, in den Schatten stellt. Natürlich, auch er hat den Preis für die Rückholung des Queen-Leaders verdient, wenngleich die optischen Anpassungen manchmal etwas überzeichnet wirken. Butler hingegen spielt Elvis so, als wäre er niemals jemand anderer gewesen. Er muss sich mit der Biografie dieses Mannes akribisch auseinandergesetzt haben. Und nicht nur er. Auch Baz Luhrmann, dem der Stoff sicher schon lange in den Fingern gejuckt haben muss, erweist sich als profunder Kenner eines Teils der modernen Musikgeschichte. Natürlich, wie von Luhrmann zu erwarten, errichtet dieser seinen sakralen Triptychon-Altar aus funkelnden Devotionalien, manchmal zu braver biographischer Chronik und dem Blick hinter dem Bühnenvorhang, wo Drogen, Intrigen und Panik herrschen. Luhrmann feiert dabei das Zeitkolorit der Nachkriegsdekaden bis ins kleinste Detail und liebt das Konterfei seines Stars, weil er selbst kaum glauben kann, wen er da gecastet hat. Andererseits aber nimmt dieser seine Aufgabe ernst genug, nicht nur eine Elvis-Tribute-Show zu liefern, sondern auch den Menschen und sein Umfeld ganz ohne Getöse zu analysieren.

Diese Dreifaltigkeit gereicht dem Film zum Erfolg. Denn es bleibt nicht nur beim routinierten Abbild der Lebensgeschichte einer Kultfigur. Das mächtige Mittelstück von Luhrmanns Altar ist der Versuch einer Reise in eine gebrochene, gegängelte und verschreckte Seele. In die finsteren Winkel des Showbiz, das den Goldesel so oft bemüht, bis dieser zusammenbricht. Die Gier ist hierbei der Hounddog, die Bereicherung anderer am zum Objekt verkommenen Rampensau erweckt Suspicious Minds. Diese verdächtigen zu Recht einen gewissen Colonel Parker – Elvis Mentor, Mutterersatz und Mädchen für alles. Sein Marketing-Genie, sein Manager. Einer, der mit freier Hand über den „King“ verfügen wird. Plötzlich wird die Bühne zum Thronsaal, und der Monarch zur Marionette, die nach der Pfeife des Kanzlers tanzt. Tom Hanks hat sich hierfür eine Latex-Wamme sowie Wampe anlegen lassen, die ein bisschen aufgesetzt wirkt und den guten Mann von Hollywood in seinen schauspielerischen Möglichkeiten bremst, da man stets darauf konzentriert ist, nicht Hanks selbst, sondern einen alten, geldgeilen „Felix Krull“ darin zu entdecken, der gar nicht ist, wer er zu sein scheint. Diesem Löwen hat sich Elvis zum Fraß vorgeworfen, nichtsahnend und darauf vertrauend, dass es andere gut meinen könnten.

In diesem Gefüge aus Macht und Missbrauch, erinnernd an Pinocchios Schicksal unter den Fängen von Kater und Fuchs, erscheint Elvis‘ Lebens- und Erfolgsgeschichte wie eine Passion, wie ein Lehr- und Mahnbeispiel über Ausbeutung und Manipulation talentierter Geister. Damit verknüpft, überzeugen Butler und Luhrmann auch damit, Elvis als einen ehrgeizigen, wenngleich auch naiven Perfektionisten darzustellen, der außer dem Besten sonst nichts geben will. Am Ende bleiben Wehmut und Mitgefühl für einen Pionier. Erscheinen Bilder vom echten Elvis, die von den inszenierten kaum mehr zu unterscheiden sind. Elvis Erfolgsgeschichte ist eine, die niemand jemals haben will. Und Vegas? Wird zum Vorhof der Hölle, aus dem es kein Entkommen gibt.
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Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 25. Juni 2022
Leider schwach.

Nach Bohemian Rhapsodie und Rocket Man jatte ich mich auf einen neuen Musikfilm gefreut. Elvis bleibt leider hinter den Vorgängern vor allen natürlich dem Queen Film meilenweit zurück. Der Film konzentriert sich stark auf den Manager von Elvis Col. Parker, dieser ist meiner Meinung nach mit Tom Hanks völlig fehlbesetzt. Bis zu Unkenntlichkeit per Fatsuit verfremdet spielt Hanks hier wie eine Gummipuppe. Den eigentlich knallharten und gerissenen Manager verwandelt er in eine Witzfigur. Die unnötige Rückblenden und seine Off Kommentare sind überflüssig und stören nur den Erzählfluss.

Der Elvis Darsteller müht sich zwar ab, aber kann gegen das schwache Drehbuch nicht anspielen. Sowohl die Person Elvis als auch der geniale Musiker bleiben an der Oberfläche. Nichts über seine Arbeitsweise, wenig über sein Privatleben wird gezeigt. So redet er im ganzen Film glaube ich nur einen einzigen Satz mit seiner Tochter und vielleicht 3 mit seiner Frau. Über seine Arbeitsweise im Studio oder mit seinen Musikerkollegen B.B. King wird so gut wie nichts gezeigt. Im Grunde ist der ganze Film nur eine aneinander Reihung seiner bekannten Auftritte, wenigstens die sind einigermaßen gut in Szene gesetzt.. Hintergrundinfos sucht man vergebens. Ich bin nun wirklich kein echter Elvis Fan und nach dem Film weiß ich leider nicht mehr als vorher über ihn.

3 Sterne für Austin Butler.
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