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Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 21. März 2018
Guter Film, sehenswert. Spannend, fassettenreich, nachdenklich... Für alle was dabei... Mich hat er gefesselt...
Manschy
Manschy

4 Kritiken User folgen

1,5
Veröffentlicht am 24. Juni 2025
Heute gestreamt und was soll ich sagen? Au weia....
Da der Film von 2018 ist, und die komplette Inhaltsangabe schon eingangs vermerkt, spare ich mir mal das Setzen von Spoilern...

Pros: Die Erzählsprünge sind für mich ein belebendes Element im Film. Im Gegensatz zu anderen Meinungen finde ich sie gut, da sie Emotionen und auch den Bezug zu den einzelnen Protagonisten herstellen. Imho bleiben sie allerdings auch der einzige Spannungsbogen.
Natalie Portman - für mich eigentlich immer ein "Guckmuss", da ich sie in so vielen (vor allem auch in den "Thor"-)Filmen schätzen gelernt habe.
Die eigentliche wirklich gute Idee, eine der Genveränderung mächtigen Spezies die Menschheit aufzumischen, wie es schon in so vielen epochalen Kult-Sci-Fis brillant funktionierte (Aliens, Die Körperfresser etc.) verreckt hier ärmlich.
Leider waren das schon meine 1,5 Sterne....
Die Cons:
Mein Gesamteindruck: Die ganze Handlung im "Schimmer" erscheint mir in einem solchen entstanden zu sein, denn kein Drehbuchautor oder Regisseur kann bei klarem Verstand gewesen sein, als das aus der Birne rann.
Kein normaler Produzent kann unter nüchternen Umständen das Risiko eingegangen sein, dieses Machwerk mit Hoffnung auf Gewinn in die Kinos zu bringen. Und sowohl die Zahlen dort als auch beim Streaming-Anbieter "Netflix" beweisen das in der Tat. Egal, auch "Der Fernsehgarten" hat Fans...was ich ebenfalls nicht verstehe.
Warum nörgele ich so?
Logik:
Was ist der "Schimmer"?
In einer kurzen Sequenz am Anfang aller Wahrscheinlichkeit fliegt irgendetwas aus dem All auf die Erde zu und schlägt genau in einen Leuchtturm ein. Zielwasser scheint das was auch immer jedenfalls gehabt zu haben....
Nun denn:
Warum ist das Gebiet nicht von Militäreinheiten zumindest umgeben, wenn schon keiner mehr rauskommt? Wie hoch ist der "Schimmer"? Warum gibt es nur eine kleine Forschungsstation am Rande des "Schimmers" und nur in rudimentären Einschüben den Verdacht auf Regierungseinheiten, die nur widerwillig Auskunft über Ursache und Ausbreitung geben? Unrealistisch.
Komplett auch an der Realität vorbei: Anscheinend scheiterten bisher Spezialeinheiten oder alle vorher in den "Schimmer" gelangten Einsatzkräfte an der Erkundung desselbigen. Fast schon dreist, uns glauben machen zu wollen, dass es nun gerade 5 Forscherinnen richten sollen.
Mit ganz viel Fantasie lässt man sich also darauf ein und erwartet zumindest, dass sie sich mit Mörder-Equipment zum Schutz und einer aufsehenerregenden Ausstattung an Mess- und Laborutensilien in das unbekannte Terrain aufmachen. Nö.
Fast schon wie 5 Alices im Wunderland staksen die Dilettantinnen - sorry, wollte schreiben Protagonistinnen dann mal kurz durch den farbigen Schleier - mit ein paar Rucksäcken und automatischen Waffen ins Abenteuerland. Wenn das eine Metapher war oder ich ein paar Minuten der Aufklärung verschlafen haben sollte, sorry. Dann gäbe es noch einen halben Stern on Top.
Unter ihnen die tapfere Lena (Portland), deren Motivation es ist, die Umstände aufzuklären, warum gerade ihr Freund Kane (Oscar Isaac) es als einziger Elitesoldat von seiner Truppe geschafft hat, aus dem "Schimmer" zu entkommen (und ich habe keinen solchen, warum....)
Und dann im "Schimmerland"? Oh mein Gott...
Überall neue Spezies von unterschiedlichen Pflanzen, das scheint der heiße Scheiß hier zu sein...
Alex Garland lässt seine Darstellerinnen wie in dem übergroßen Garten eines Escape-Rooms herumirren. Ist anfangs des Films Garland noch halbwegs bemüht, seinen Schauspielerinnen einen Charakter zu verpassen, scheint dieser mit dem Eintauchen in den "Schimmer" an eben solchem hängenzubleiben. Nur oberflächlich bleiben Portman und Jennifer Jason Leigh nach dem enttäuschten Abschalten in Erinnerung. Kein Wunder, sind sie doch die letzten Darstellerinnen, die den Film mühsam zu Ende bringen.
Ich frage mich wirklich: Wie kann man ernsthaft jemandem vermitteln, dass 5 Frauen in einer vollkommen unbekannten Umgebung, sich der Gefahr bewusst, minütlich mit irgendetwas konfrontiert zu werden, das Leib und Leben gefährdet, unterwegs sind, als wären sie auf dem Weg zum Angeln. Häh?
Sie laufen plaudernd herum, schlagen unbewacht Einfrau-Zelte auf, untersuchen mal kurz per Blick die Umgebung, als wären sie absolut sicher.
Ist ja auch so, denn nur zu bestimmten Höhepunkten kommt es zu überraschenden Unannehmlichkeiten wie der Begegnung mit einem mutierten mindestens 5 Meter langen und sicherlich mehrere Tonnen schweren Alligator. Der reisst mal eben eine der Forscherinnen ins und unter Wasser. Dass die zierliche Frau dann nur durch das beherzte Zurückziehen ihrer Kolleginnen dem Monster und dem sicheren Tot entgeht, wow...
Kurz danach kommt dann der Brocken noch einmal auf die Mädels zu, Gefahr droht... und wird damit begegnet, dass die im Umgang mit Schusswaffen anscheinend nicht ansatzweise vertrauten Darstellerinnen dann auch noch weit über den Alligator ballern. Und trotzdem sackt der Koloss zusammen - wohl eher aus Frust als von getroffenen Kugeln...Was zusätzlich sowohl Schnitt als auch Postproduction einen ordentlichen Wirkungstreffer verpasst....
Dass die Angegriffene dann aber kaum eine Schramme abbekommen hat... dazu fehlt mir nun doch die Fantasie. Oder ist da wieder etwas Metaphorisches im Spiel, das ich nicht verstanden habe? Sei's drum.
Denn auch die anderen Konfrontationen, mit denen sich die Darstellerinnen herumschlagen müssen, erinnern eher an ein billiges PC-Adventure-Game. Denn die 5 scheinen sich meist sicher, dass in einem bestimmten Bereich oder einem gewissen Zeitraum nix Böses auf sie wartet, bevor sie nicht das nächste Level erreichen - so latschen sie weiter augenscheinlich meist ziellos durch die Kulisse, in der immer mehr klar wird, dass die Pflanzen eine mutierende Gewalt über jedes irdische Lebewesen ergreifen. Da hofft man auf passende Tools in ihren Rucksäcken...
Desweiteren:
Warum bin ich nachts auf einem Wachposten, habe aber helles Licht an?
Und dann greift tatsächlich ein neues Monster an - ein mutierter Riesenbär und verschleppt dann mal wirklich energisch eine der Dilettantinnen. Okay, erwarteter Schrecken ohne Spannung. Aber dann:
Warum machen sich die restlichen Frauen bei Tageslicht auf den Weg, um ihre Kollegin zu suchen? Okay, weil es dann hell ist. Aber mal ehrlich: Nach Stunden dann tatsächlich doch noch die Frage: "Vielleicht lebt sie ja noch?" Und dann sagt im Angesicht des Horrors Lena (Portman) wirklich den Chuck-Norris-Gedächtnis-Satz: "Wartet, ich gehe alleine!" Alter....
Warum funktioniert keinerlei Technik, außer die Video-Kameras, die - um etwas Spannendes oder Ekliges abzuspielen - an mehreren Orten funktionsbereit auf ihren Stativen stehen?
Warum macht sich in einer Szene eine der Damen extra die Mühe, jede der von ihr verdächtigten Kolleginnen auf einen Stuhl zu setzen, zu knebeln und zu fesseln, um sie dann zu verhören? Wie anstrengend! Ich denke, in Anbetracht der Situation wäre jedes einfachere Außergefechtsetzen ihrer Gegenüberinnen glaubwürdiger gewesen. Vielleicht noch ein Kissen oder ein Tee? Puh...
Der Film findet dann - um einen halbwegs erklärbaren Plot auszuspucken - natürlich in einem Showdown ein Ende, das so dermaßen an den Haaren herbeigezogen wirkt, dass ich tatsächlich noch an dieser Stelle abschalten wollte.
Gemäß dem Motto: "Oh, böses Ührchen. Schon so lang? Wir brauchen ein Ende.
Mal in Kurzform:
- Lena (Portman) kommt zum Leuchtturm
- Lena findet ihre Anführerin Dr. Ventress (Leigh) in Ausübung deren vorauseilenden Gehorsams im Ziel iher aller Übungen: Dem Leuchtturm
- Ventress wurde von dem außerirdischen Etwas, oder dem Schimmer, auf jeden Fall vom dort wartenden Drehbuchinhalt
bereits infiltriert - Doc nun böse.
- Lena wird gerade passend Zeuge (oder Ventress hat sich wirklich Zeit gelassen, damit Lena auch dem Schauspiel beiwohnen kann...), wie Ventress quasi als Katalysator des schimmernden Etwas laut Drehbuch über die Gestalt als Feuersäule zu einer triebwerkartigen außerirdischen Zentrifuge wird, die es irgendwie schafft, aus dem Gesicht von Lena einen Blutstropfen herauszusaugen....komischerweise ohne dass diese gleich den Organismus verstopfend mitgeschreddert wird....Hach ja...
- Zentrifuge nimmt dadurch Lenas Gestalt an (jedenfalls in der Art von "Groot" aus "Guardians of the Galaxy", nur als Lurch)
- Lenas Kopie immitiert Bewegungen von Lena
- Lena zündet mit einer Phosphor-Granate Kopie an
- Alles beginnt zu brennen, außer Lena, die schafft es noch rechtzeitig ins Freie (Hach ja....)
- Leuchtturm brennt, Alien-Pflanzen brennen (btw: Warum hat nicht schon vorher, als die mächtige Feuersäule aus Dr. Ventress hervorschoss, alles gebrannt?)
- Kurz zu sehen, wie der "Schimmer" verschwindet
- Dann, im Labor: Lena's Freund Kane scheint wieder normal
- Lena fragt, ob Kane Kane ist
- Kane antwortet: Ich glaube nicht
- Beide umarmen sich und man erkennt an der Iris von beiden, dass es kein Happy End in diesem Film gibt.

FAZIT:
Uff - sorry, aber das ist KEIN Meisterwerk!
Ich finde keinerlei der so hochgelobten visuellen Gestaltung und schon gar nicht erzählerische Tiefe. Wer kommt auf so eine Vermutung?
Genauso kann man auch versuchen, in Songs von Dieter Bohlen nach lyrischer Tiefe oder Bruchteilen von kompositorischer Qualität zu suchen.

Sicherlich kommt diese Kritik zu spät, um noch von irgendjemandem gelesen zu werden, aber sei's drum: Es war ein Versuch, nach diesen 115 Minuten vergeudeter Lebenszeit meine Würde wieder etwas wiederherzustellen....
Adaum 77
Adaum 77

52 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 11. Juli 2025
Auf Tele 5 am 06-05-2025 schlecht geschnitten, nach jeder Werbung wird zusätzlich mit Wiederholungen genervt. Wirklich schade einen so schönen Film so zu verunstalten. Dann doch lieber über einen Streamingdienst anschauen wo es vernünftig bereitgestellt wird, eine derartige Respektlosigkeit haben weder die Filmemacher noch die Zuschauer verdient.
Timmmmeee
Timmmmeee

28 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 23. Oktober 2024
Vorneweg,dieser Film ist einfach nur langweilig und ein Produkt einer Zeit die wohl nicht mehr weiß was sie noch verfilmen können.
Vom Setting her eine Art billige Jurrasic Park Kopie.
Die Schauspielerinnen haben keine tiefe für mich,ich konnte mich mit niemanden identifizieren.
Die Effekte kommen beinahe B Movie mäßig rüber und ein großteil der gezeigten Tiere,tja,da hat Jurrasic Park schon vor 25 Jahren bessere Arbeit geleistet bezüglich CGI.
Das diverse Plattformen hier 4 oder gar 5 von 5 Sternen vergeben (Filmstarts 4,5/5) ist für mich völlig unverständlich und unverdient.
Es gibt sehr wenige Szenen die in Ordnung sind, die selbst wenn dieser Film ein 10 minütiger Kurzfilm wäre,wo man die besten Szenen reinschneidet nicht mehr als Mittelmaß währen.
Ohne zu viel zu spoilern,die ganze "Logik" auf der dieser Film im Laufe der Laufzeit aufbauen will ist so absurd, das man eigentlich darüber lachen muss wenn man nicht schon eingeschlagen ist oder am Handy anderweitig beschäftigt ist.
Macht einen großen Bogen um diesen Film,außer ihr seht euch gerne trashige B Movies an,dafür nimmt sich dieser Film zwar selber zu ernst,aber mehr ist er nicht.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 30. März 2019
Ich habe mich unfassbar gelangweilt bei diesem Film und suche bis heute das Meisterwerk. Selbst die dort auftauchenden Kreaturen bringen keinen Höhepunkt und keine Spannung. Schauspielerisch gleichfalls keinerlei Herausforderung.
Was soll mir dieser Film sagen, frage ich mich?
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 13. März 2020
Der mit Abstand schlechteste Film den ich jemals gesehen habe. Ungefähr 75% aller Dialoge sind entweder kompletter Müll, ergeben keinen Sinn, sind absolut unglaubwürdig oder versuchen schlecht tiefgründig zu sein. Jedem Charakter wird zwanghaft versucht Persönlichkeit einzuhauchen, was in einem riesigen Haufen sch**** endet.
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 5. April 2019
Mit den entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln, einer großen Leinwand und gutem Sound kann man in eine bunte Welt abtauchen. Frage mich nur, was der Horror mit dem Bären soll. Merkwürdige Kombi von relativ wenig Horror, ein bissel Army-Blabla und Psychodelic. Alles und nichts. Und clean eher langweilig. Wer Horror sehen will, sollte lieber einen Horrorfilm sehen, wer Pilze mag, soll lieber in den Wald gehen.

Das Geld war für mich zum Fenster rausgeschmissen.
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 29. Mai 2020
Echt schlechter Film. 4 Wissenschaftlerinnen und 1 Krankenschwester mit jeweils eigenen inneren psychischen Störungen werden vin Geheimbasis aus losgeschickt ohne erkennbaren Plan das Rätsel des "Schimmers" zu lösen. Alle 5 mit MG in den Wald , nur 1 mit militärischer Ausbildung, wo vorher Soldaten hineingegangen sind und keiner zurück kam. Genauso unlogisch der ganze Film. Der Zuschauer wird mit Bildern und Stimmungen allein gelassen, keiner der 5 tauscht sich mit den anderen aus, was das ganze soll, was er denkt und so stapfen sie einfach weiter. Keiner agiert als team. Wer schickt so etwas auf so eine Mission? Und so unlogisch ist der ganze Film. Die Bilder alles etwas psychedelic sind gut gemacht, optisch, musikalisch ungewöhnlich und von der Stimmung her einnehmend. ABER nur etwas für Zuschauer, welche die ersten 70 Minuten keinem der Auflösung dienenden Handlungsfaden und Ziel folgen wollen, um hoffentlich irgendeine Auflösung des Rätsels zu erhalten. Wie kann so ein Film solch hohe Bewertungen erhalten.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 10. Mai 2021
Wieder einmal zeigt sich, wenn Kritiker einen Film loben ist Skepsis angebracht. Es kommt keine Spannung auf, die Charaktere sind langweilig und es ist unmöglich eine Bindung zu auch nur einem der Charaktere aufzubauen. Die Handlung äußerst schwach, ein Mix aus SF und Fantasy, Effekte sind schlecht und unglaubwürdig. Man hat den Eindruck, dass den Machern nur wichtig war, dass die Frauenquote übererfüllt und political Correctness eingehalten werden, das Übrige scheint zweitrangig gewesen zu sein, und das Ergebnis ist einer der schlechtesten Filme, die jemals produziert wurden.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 18. März 2018
Wie sehr wollte ich diesen Film sehen und lieben, stehe ich doch genau auf diese Art von Science Fiction. Jedoch besticht Annihilation neben seiner grandiosen audiovisuellen Umsetzung und seinen tollen interpretatorischen Spielräumen auch durch dümmliche und vermeidbare Logiklücken und blöde Drehbuchideen. Das ist sehr ärgerlich, denn ansonsten ist es ein ansehnlicher und interessanter Film geworden.

Hier nun ein paar Beispiele für die erwähnten Ungereimtheiten:

spoiler: - Fast alle Menschen, die die Schimmer-Zone betreten haben, sind nicht zurückgekehrt. Der einzige der wieder aufgetaucht ist, liegt wegen multiplem Organversagen im Sterben. Hinter dem Schimmer könnte demnach alles Mögliche lauern, ob Strahlung, eine tödliche Atmosphäre, Viren, Bakterien, ... Dennoch begibt sich das Team ohne jegliche Schutzausrüstung hinein. - Nach Betreten der Zone wird eine Art Amnesie angedeutet, welche aber im weiteren Verlauf der Story nicht mehr vorhanden ist. Es wird außerdem erwähnt, dass die Crew viel zu wenig Essen dabei hatte. Dies spielt im Verlauf der Story auch keine Rolle mehr. Ernähren sie sich überhaupt? Ist es bloß ein Problem der Zeitwahrnehmung? Mit diesen beiden Andeutungen stellt sich das Drehbuch selbst ein Bein. - Das Team benutzt einen Wachturm als Unterkunft, positioniert aber seine Wache in einem beleuchteten (!) Häuschen am Boden. Das ist einfach dämlich. In die gleiche Kategorie fallen Alleingänge oder das Befahren eines Sees, obwohl man genau weiß, dass dort riesige mutierte Bestien lauern. - Wieso merken die Teammitglieder nicht, dass sie aufeinmal Symbole auf ihren Unterarmen haben. Das Ganze wird von ihnen nicht angesprochen. Man hat irgendwie das Gefühl, dass hier beim Dreh eine Seite des Drehbuchs vergessen wurde. - Es wird ein Team von Wissenschaftlerinnen in die Zone geschickt. Warum? Keine der Beteiligten untersucht ernsthaft irgendetwas. Natalie Portmans Charakter sieht sich mal interessenhalber ihr Blut unter dem Mikroskop an und die Physikerin bemerkt, dass der Kompass spinnt, das wars dann aber auch.


Die Liste kann man bestimmt noch fortsetzen. Umso länger ich über diesen Film nachdenke, desto mehr Logiklöcher fallen mir ein. Dabei wären einige davon durch einzelne Sätze oder Mut zur Lücke vermeidbar gewesen. Das ist das wahrlich Trauige daran. Der thematisch ähnliche "Stalker" oder auch "2001" erzeugen ihre mysteriöse Atmosphäre beispielsweise genau durch dieses Vorenthalten von Informationen bzw. die Unwissenheit des Zuschauers. Diese Herangehensweise hätte auch "Annihilation" gut getan und ihn eventuell zu einem Meisterwerk gemacht.

Fazit: Audiovisuell und atmosphärisch spitze! (Soundtrack-Fetischisten kann ich den Score von Ben Salisbury und Geoff Barrow wärmstens empfehlen.) Viele offene Fragen regen zum Nachdenken und interpretieren an. Allerdings weisen zahlreiche Ungereimtheiten, Logiklöcher und dümmliche Verhaltensweisen der Protagonisten darauf hin, dass es sich bei Garlands Film in keinsterweise um ein Meisterwerk handelt. Schade!
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