Red Sniper - Die Todesschützin
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3,0
Veröffentlicht am 1. Juni 2026
Die Geschichte ist sicherlich sehr interessant, es handelt sich immerhin um eine wahre Geschichte. Etwas verwirrend sind jedoch die Zeitsprünge, es gibt im Wesentlichen zwei Handlungsstränge: Zum einen die Zeit vor und im zweiten Weltkrieg, hier werden wichtige Stationen in ihrem Leben vorgestellt, die Erzählung beginnt jedoch erst im Jugendlichenalter, als Lyudmilas Talent als Scharfschützin entdeckt wird. Über ihre Kindheit erfahren wir nichts. Der zweite Erzählstrang spielt später, 1943, als sie ins Weiße Haus eingeladen wird und gewissermaßen auf Promo-Tour unterwegs ist. Zwischen diesen beiden Geschichten wird immer wieder wild hin und hergesprungen, lediglich verraten kurze Texteinblendungen, wann grad welche Episode spielt. Jedenfalls sind diese vielen Unterbrechungen für die Dramatik eher kontraproduktiv und nerven eigentlich nur.

Ansonsten trieft die Geschichte natürlich von Pathos und Patriotismus, immerhin handelt es sich hier um eine große Heldin der Sowjetunion. Und so ist eben auch der ganze Film konstruiert, es gibt eigentlich keine wirklichen kritischen Zwischentöne, auch wird das Handeln von Lyudmila wenig reflektiert, sondern alles wird teilweise auch sehr unangenehm glorifiziert. US-amerikanische Kriegsfilme haben das auch, so ungewöhnlich ist es also nicht, dass auch die (ehemalige) Sowjetunion ihre Heldinnen feiert, dennoch ist dieser pathetische Unterton auf die Dauer ganz schön anstrengend und man kann sich auch fragen, inwieweit diese Helden-Verherrlichung Einfluss auf die Darstellung tatsächlicher Fakten hat. Am Ende bietet der Film immerhin ganz ordentliche Actionszenen.

FAZIT: Interessante Geschichte einer sicherlich interessanten Persönlichkeit, jedoch zu sehr von Patriotismus und Pathos eingefärbt, als dass man das wirklich ernst nehmen kann. Die Inszenierung ist jedoch ziemlich langweilig und langatmig, spannend ist die Geschichte zu keinem Zeitpunkt, durch die vielen unnötigen Zeitsprünge wird die Dramatik auch immer wieder unterbrochen. Dennoch kann man den Film gut anschauen, wirklich emotional involviert wird man jedoch nicht, so ist er dann auch schnell wieder vergessen.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 11. April 2023
Eine wahre Geschichte, gut und glaubhaft gespielt. Nichts beschönigt, gnadenlos ehrlich. Was will man mehr. Und ja, Krieg ist dreckig.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 11. März 2019
Das ist schwer den Film dem Menschen, die nicht aus Soviet Union sind, richtig zu bewerten. Ja, es würde nichts gesagt, dass spoiler: SovietUnion mit Deutschland im 1939 Poland angegriffen haben. Es wurde gezeigt, dass es viel Ammunition in SovietUnion waren, dass Protagonist einfach im ärger schießt.

Ich habe viel Mal meine Tränen in den Augen gehabt, wenn spoiler: Frau Rusvelt Protagonistin zeigen wollte, dass sie Frau ist. Wenn Pavlitchenko Angst hatte, wenn einfach die Pfanne auf dem Boden gefallen ist.
meine Oma lebt nicht schon, aber sie hat gesehen, wie Nazi ihre Familie getötet haben. Jeden Tag, wenn sie geschlafen hat, hat sie geschrien! Ganzes Leben! Meines Opas Vater war im Krieg auch. Er war auch von Nazis getötet. Einfach gab es sehr schlechte Bedienungen in Sovietische Army.
Sovietische Soldaten haben meines Opas Vaters Bruder getötet, weil er die Witze über die Regierung geschrieben hatte.
Es war kein Frei Meinung in Soviet Union.
Ich bin 28 Jahre alt.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 21. Februar 2017
Dieser Film ist das, was ich als wirklich gelungen bezeichne.
Die Geschichte, der dieser Film erzählt, ist so unglaublich ernst, doch trotzdem zeigt er uns alles. Die ganze Grausamkeit des (Deutsch- Sowjetischen) Krieges lässt keinen Platz für dick aufgetragenen Patriotismus, wie man es aus den amerikanischen Filmen gewohnt ist.
Stattdessen wird eine junge Dame in den Mittelpunkt gestellt und - was man nicht gerade aus Kriegsfilmen gewohnt ist - die Liebe.
Man könnte also sagen, dass dieser Film ein Kriegsfilm ist, wie man ihn nur selten zu Gesicht bekommt und wenn - dann bei weitem nicht so gut!
ToKn
ToKn

2.006 Follower 964 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 25. Mai 2016
Ein Kriegsfilm der etwas anderen Art..., besser gesagt, anders als man es aus Amerika kennt . Durchaus interessante Story die sich nah an der vorhandenen historischen Vorlage orientiert. Nicht desto Trotz werden auch hier reihenweise Klischees bedient. Durchaus gekonnt zwei (eigentlich drei) parallel laufende Handlungen so zu koordinieren, dass man nicht den Faden verliert, wobei eine der drei Handlungen (1957 in Jalta) ja nur den Filmrahmen (Anfang und Ende) darstellt. "Red Sniper" könnte man durchaus als Pendant zu "American Sniper" verstehen, was aber fatal wäre, da es sich um vollkommen unterschiedliche Kriege handelt. Ungeachtet dessen, glaube ich aber schon, dass die Macher das durchaus im Hinterkopf hatten, auch wenn es unter dem Deckmantel des 70jährigen Sieges über Hitlerdeutschland propagandiert wird. Der Film ist ein wenig langatmig, schauspielerisch jetzt nicht so spektakulär, aber wie oben schon erwähnt, durchaus interessant. Wie in so ziemlich jeden Kriegsfilm, gehen auch hier einige Stellen richtig unter die Haut (z. Bsp. die Bilder der Evakuierung von Sewastopol). Wer Ähnliches wie aus den Hollywoodstudios erwartet, wird enttäuscht sein. Für Genre-Fans aber durchaus sehenswert.
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