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No Use For A Name
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4,0
Veröffentlicht am 12. März 2026
Mir hat der Film unheimlich viel Spaß gemacht!
Der Gewalt-und-Gore-Level wird gleich zu Beginn voll hochgeschraubt und auch so gehalten. Klar, die Geschichten an sich sind irgendwie total bekloppt. ich finde aber jede einzelne hat so ihren eigenen Style und eigenen Flavor. Insgesamt sind die einzelnen Geschichten auch recht unterhaltsam. Dabei sind die Geschichten auch ziemlich geschickt verwoben, so dass das Ende der Einen gleich der Beginn der Neuen ist. Inhaltlich sind die Geschichten aber ziemlich unterschiedlich, auch in der Inszenierung, so dass man den Film auch als Anthologie sehen kann. Tatsächlich hat der Film aber auch eine tiefere Bedeutung, und die Dinge sind nicht so random, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Dabei muss man sich den Sinn aber selbst zusammensuchen, wirklich konkrete Hinweise gibt der Film selbst nicht.
((ACHTUNG! SPOILER)) Alle Menschen, um die es hier geht, haben etwas gemeinsam, sie alle haben irgendetwas Schlimmes getan, wofür sie jetzt in einer Art Vorhölle gelandet sind, wo sie bereuen oder büßen können. Die beiden Typen am Anfang . haben die Familie ermordet, offenbar war der Vater irgendwie am Verschwinden oder am Tod des kleinen Mädchens beteiligt. Dennoch haben sie einen Mord begangen und sind nun hier gelandet. Diese Skelettviecher sind die Wächter, die dafür sorgen, dass niemand entkommen kann, bevor er nicht seine Strafe oder Erlösung erhalten hat. Deswegen landen sie auch immer wieder bei dieser Tankstelle, ohne vom Fleck zu kommen. Die Frau aus der Band war offenbar irgendwie am Tod des vierten Bandmitglieds beteiligt, vielleicht sogar schuld daran. Daher wird sie besonders bestraft, ihre beiden Freundinnen nicht. Als sie versucht zu entkommen, muss sie dennoch sterben und wird überfahren. Und der Mann, der sie überfährt wird gewissermaßen auf die Probe gestellt. Wie weit ist er bereit zu gehen, um das Leben der Frau zu retten. Und er macht dann ja alles mit, er geht bis zum Äußersten. Dadurch wird er von seiner Schuld erlöst und darf von diesem Ort entkommen.
((SPOILER ENDE)) So gelesen, ist der Film in seiner Gesamtheit eigentlich ziemlich cool. Mir gefällt das Setting und die Idee dahinter. Und so passen die einzelnen Geschichten – so unterschiedlich sie auch sind – insgesamt dann doch gut zusammen.
FAZIT: Vier verschiedene Geschichten, die vordergründig nichts miteinander zu tun haben, aber auch als aufregend zusammenhängend und intelligent konstruiert gelesen werden können. Die Stories sind sehr unterschiedlich, von krass Gore bis verstörend schräg, ist eigentlich alles dabei. Die FSK18 ist auf alle Fälle gerechtfertigt. Von mir gibt’s hier eine klare Empfehlung!
[...] Von den Machern von V/H/S, wie es so schön heißt, bekommen wir nun eine neue Horror-Anthologie präsentiert mit dem großen Vorteil: kein Found Footage, keine Wackelkamera!
Ansonsten gilt natürlich der Anthologie-Standard-Satz: die Qualität schwankt je nach Episode beträchtlich. Southbound kommt allerdings wie aus einem Guss daher. Dies liegt einerseits daran, dass die Episoden fließend ineinander übergehen und andererseits sind sie sich auch stilistisch sehr ähnlich – und das staubtrockene Flair der Mojave-Wüste, der alle Episoden durchzieht, hat durchaus ihren Reiz. Der Film könnte genauso gut von einem einzigen Regisseur stammen und nicht von drei verschiedenen RegisseurInnen und einem ganzen Regie-Kollektiv. Der Reiz eines Episodenfilms unterschiedliche Stile in einem Film zu haben, geht dadurch natürlich leider verloren.
Inhaltlich geht es im Gegensatz dazu sehr divers zu und her. Hier bekommen wir das volle Programm von Home Invasion über Body Horror bis hin zu Backwood-Okkult-Horror.
Unterm Strich ergibt das vier vergnügliche Horror-Kurzgeschichten, die definitiv zu unterhalten wissen. Das nächste Mal noch ein bisschen mehr Mut zum eigenen Stil und das Ergebnis bleibt auch noch etwas länger haften.
Erneut haben sich mehrere Regisseure zusammengefunden und mehrere narrativ verwobene Horrorkurzfilme zu einem großen Ganzen zusammengefügt. „Southbound“ heißt das Ergebnis, dass bereits auf diversen Festivals lief und mit seinen Produzenten, die bereits hinter „Hatchet“, „Deathgasm“ und dem obergeilen „We are still here“ steckten, gute Genrekompetenzen vorweisen kann. Das Ergebnis kann man tatsächlich als Mischung der drei oben genannten Filme vorweisen, auch wenn sich besonders eine Episode von allen anderen abhebt. Dabei ist es schön, dass anders bei den „VHS“ Filmen oder der „ABC of Death“ Reihe die Segmente ohne Schwarzblenden oder Titelankündigen kombiniert, sondern jenes in der Narration passiert. Dabei werden Splatter mit etwas Terror, Horror und billigen Jump-Scares vermischt und fertig ist die Suppe für den geselligen Partyabend. Southbound ist hanebüchener Schwachsinn, der so von seiner Substanz und seiner Kurzweiligkeit lebt, dass er abseits davon weder interessiert seine Charaktere einzuführen, geschweige denn die Dinge zu erklären. Oftmals verwirrt „Southbound“ den Zuschauer indem er beispielsweise nicht erklärt woher die skelettierten Wesen kommen, nur dass sie in Wirten sitzen und bei deren Vernichtung aus der Erde brechen. Am Auftreten der geflügelten Toten macht sich allerdings das limitierte Budget bemerkbar, was dem Ganzen einen unfreiwillig komischen Touch abseits des Partyspaßes injiziert. Abgesehen davon eignet sich „Southbound“ allerdings als unterhaltsames Partyspäßchen, bei dem jede Episode einen gewissen Charme vorweisen kann. Sei es eine unbeabsichtigte Erführung, eine misslungener Rachefeldzug, eine irrwitzige „Wiederbelebung“ oder handfeste Home Invasion.
Die Regisseure wissen ihre Fähigkeiten einzusetzen und generieren konstant sehenswerte Episoden, bei der eben nur gelegentlich die Zusammengehörigkeit zu pentrant in Szene gesetzt ist. Kurz: Southbound bringt alles mit, was man für einen runden Abend unter Freunden braucht. Handgemachten Splatter, der keinesfalls zu kurz kommt, billige Jump-Scares, nach deren Auftreten man sich aufgregen kann aufgrund der Vorhersehbarkeit und besonders jede Menge Spaß, zumal aufgrund des Alkoholkonsums sowieso nicht mehr hinterfragt, was man sieht. Das haben sich die Macher sicherlich auch gedacht.
[...]Gleich von vornherein: Ja, die unterschiedlichen Regisseure bedeuten, dass es sich hier um einen Episodenfilm handelt, der (angeblich) von einer Rahmenhandlung zusammengehalten wird. Mag sein, allerdings habe ich genau die bei meiner Sichtung des Titels überhaupt nicht finden können. Ein paar krude Versatzstücke eines gemeinsamen Nenners vielleicht, mehr ist da allerdings nicht. So kommt es dann auch, dass kein durchgehender Spannungsbogen entsteht. Vielmehr finden sich in den unterschiedlichen Episoden einige Höhepunkte – wenn man es denn so nennen will, denn im Prinzip ist ein Großteil des gezeigten absolut vorhersehbar und langweilig. Zudem wird es irgendwann absolut unübersichtlich und viele angerissene Themen bleiben nach Abschluss der jeweiligen Episode im Raum stehen. Die Atmosphäre stimmt hingegen weitestgehend. Das Setting, so wenig innovativ es auch sein mag, wird gut in Szene gesetzt. Der verlassene Highwaystreifen mitten in der Einöde schafft ein Gefühl von Einsamkeit und Hilflosigkeit, was natürlich sehr gut zum Grundtenor des Films passt. Ein richtiges Ende gibt es allerdings nicht, es wird eine Brücke zum Anfang des Films geschlagen, was zumindest aber gut in den Kontext der entsprechenden Episode passt. Die restlichen Geschichten sind weitestgehend in sich abgeschlossen, sodass zumindest hier keine offenen Enden zu bemängeln wären.[...]
[ Rabenschwarz, abwechslungsreich und ganz schön blutig.... Wer eine Vorliebe für fiese Scherze hat, ist mit SOUTHBOUND gut beraten. Wie in den vielen Folgen der beliebten GESCHICHTEN AUS DER GRUFT-Reihe mündet jede Story in einem fiesen Finale. Umso trauriger, dass der spannende wie zynische SOUTHBOUND bereits nach 90 Minuten zu Ende ist. Aber kein Grund zur Panik. Man darf davon ausgehen, dass eine teuflische Fortsetzung folgen wird...]
Eine ausführliche Kritik gibt es auf dem Horrorblog FILMCHECKER zu lesen.