Fast & Furious 10
Durchschnitts-Wertung
3,2
186 Wertungen

32 User-Kritiken

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BrodiesFilmkritiken
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11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 17. Mai 2023
Die Raser Saga hat sich schon länger zu einem verkappten Superhelden Epos weiterentwickelt, welches hier nun ein weiteres Kapitel bekommt. Immerhin versucht der Film in Sachen Aufwand nicht noch künstlich einen drauf zu legen - er bleibt in der übersteigerten Sphäre, die er schonmal für sich geschaffen hat, toppt die gegebenen Umstände aber nicht nochmal. Die ganze Sequenz in Rom zu Beginn mit dann auch ein launiger Auftakt, selbst wenn die Action dabei ärgerlich CGI lastig ist. Danach verfranst aber alles: Jason Momoa gibt einen Jack Sparrow Klon der wie ein Bond Bösewicht immer eine Nummer cleverer und schlauer ist, die Hauptfiguren splitten sich auf und reisen durch die Welt, ohne daß man in Gefahr kommt einen wirklichen Plot zu sehen - und irgendwie kann man man immr den entscheidenen Knopf drücken, etwa wenn Chalize Theron mit ihrer Krankenliege ein Labor umprogrammiert. Nach einem wuchtigen Showdown, einem Infinity War würdigen Ende und zwei derben Cameos bleibt man sprachlos zurück - wie konnte diese Reihe in diese Sphären vorgehen?

Fazit: Bombastisch wie erwartet, aber mit Jason Momoa aks Bösewicht in Jack Sparrow Manier übersteigert den Film ins Unerträgliche
Breite Masse im Hintergrund
Breite Masse im Hintergrund

12 Follower 87 Kritiken User folgen

1,5
Veröffentlicht am 11. Mai 2023
Nachdem Fast and Furious 9 selbst eingefleischte Fans dank seiner an Idiotie angrenzenden Action verdutzt aus dem Kinosaal entlassen hat, hat man meiner Meinung nach nun mit Fast X endgültig (Achtung, Autometapher) das Gaspedal zu sehr durchgedrückt. Hier gibt es wirklich (fast) nichts mehr schön zu reden. Das Franchise stand ursprünglich mal für die Tuningszene, sogar Rennsport und hat mit Need for Speed Underground mindestens zwei der besten Rennspiele mit sich gezogen. Die Sprüche waren auch damals schon bescheuert, aber die Action war handgemacht und zumindest die ersten drei Teile hatten ihren eigenen Stil.

Ab Teil 4 wurde dann ein neuer Weg eingeschlagen, und ja, auch dieser wäre, wenn er nicht mittlerweile komplett abgelatscht wäre, gar nicht so schlecht gewesen. Teil 7 hätte einen guten Abschluss gehabt und die Bluray-Box mit allen Filmen hätte einen schönen Platz im Regal gefunden. Aber Nein, wir reden hier schließlich von Hollywood, und da wird die Kuh so lange gemolken bis nur noch heiße Luft rauskommt.

So, Teil 10 also. Was haben wir bekommen: Mal wieder sitzt "La Familia" in L.A. beim Barbecue, mal wieder wird 100 Mal betont wie wichtig "La Familia" ist. Es gibt wieder einen neuen, noch härteren Bösewicht. Der/Die Bösewichtin aus dem letzten Teil wird unfreiwillig zur Verbündeten (das ist kein Spoiler, denn das ist in der Reihe so schon dreimal vorgekommen), es wird wieder auf der ganzen Welt operiert, wobei es völlig irrelevant ist, welche Entfernungen dabei zurück gelegt werden müssen. Von L.A. nach Rom Nachmittags los und noch am selben Tag in Rom ankommen? No Problemo für Dom und seine tollkühne Crew.

Logiklöcher wären nicht mal das Problem, wenn wenigstens das handwerkliche Stimmen würde. Dialoge? Katastrophal! Jeder, und wirklich jeder einzelne Satz wurde aus einem anderen Film übernommen. Stunts? Gibt es natürlich, nur ist kein einziger davon handgemacht. Selbst die Autos sind computeranimiert, und das macht den Sinn der Reihe für mich komplett obsolet. Man vergleiche bitte die Szene auf der spanischen Treppe mit einer ähnlichen Szene aus dem neuen Mission Impossible DR Part One, der eine ähnliche Idee hatte. Auch dort erkennt man zwar die Spezialeffekte, aber dafür muss man dort schon sehr genau hingucken. Fast and Furious 10 fällt hier leider komplett durch die Prüfung. Absolutes Negativbeispiel ist die Szene mit Brie Larsons Figur (komplett überflüssig nebenbei erwähnt) im Com-Room der Agency. Das ist fast schon Stoff für Schlefaz-Reihe.

Zugegeben gibt es auch einen Moment, wo man denkt "Moment...was ist das? Besinnt man sich jetzt doch auf die alten Werte zurück? Ich sehe getunte Autos, ich sehe hübsche Mädels in viel zu kurzen Hot Pants, ich sehe Startgeld, ich sehe eine Herausforderung zu einem Viertel-Meilen Rennen. Dazu laute Latino-Musik. ES IST ALLES DA!...aber naja, jetzt würde der Spoiler folgen. Das war in den 140 Minuten leider doch die größte Enttäuschung.

Die einzigen beiden Lichtblicke sind dann tatsächlich doch Jason Momoa und John Cena. Momoa spielt einen schönen wahnsinnigen Terroristen, der die Attitüde von Heath Ledgers Joker übernommen hat. Das macht aber Spaß, zuzuschauen, einfach weil die Figur auch noch unverbraucht ist. Und Cena kommt gut rüber, weil er aufgrund seiner Storyline ein wenig zur Zurückhaltung gezwungen wird, was aber positiv ist, da er so nicht nur wie ein prügelnder Proll rüber kommt.

Insgesamt macht Fast X also da weiter, wo der letzte aufgehört hat, nämlich ganz unten auf der Niveauskala. Wer einfach nur Action ohne Anspruch will, kann ihn sich angucken. Alle anderen, die sich noch an die alten Filme erinnern und drei Gehirnzellen besitzen...Schaut lieber was anderes.
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