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Lemmiblog
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3,5
Veröffentlicht am 30. September 2026
KARTOFFELBREI UND ES GEHT LOS
Jimmy Logan verliert seinen Job, verpasst das Vortanzen seiner Tochter beim Schönheitswettbewerb und sieht sich irgendwann gezwungen, einen Raub durchzuziehen. Ob der gelingt, hängt nicht nur von ihm ab, sondern vor allem davon, wie gut er seine Mitstreiter auswählt.
Logan Lucky von 2017 geht ca. 120 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Heist-Movie mit unter anderem Channing Tatum, Adam Driver und Daniel Craig. Auf den ersten Blick wirken alle wie dezente Eier vom Land und keiner scheint so wirklich Ahnung von irgendwas zu haben. Doch in den vermeintlichen Hinterwäldlern steckt mehr, als uns die Story glauben lässt. Da haben wir den typischen Versagervater, der von seiner Tochter abgöttisch geliebt wird, seinen Bruder, der im Krieg einen Arm verloren hat und mit Joe Bang einen Safeknacker, der darauf besteht, seine beiden nicht vom Intellekt verfolgten Brüder mitzubringen. Je länger die Geschichte läuft, desto mehr erkennt man vom Plan. Anfangs wirkt vieles willkürlich und wie das reinste Chaos, später greifen immer mehr Zahnräder ineinander. Dass dafür jede Menge Glück nötig ist und wirklich alles exakt so passieren muss, wie es passiert, sei dem Drehbuchautor mal gegönnt. Ohne glückliche Zufälle wäre vermutlich jeder zweite Heist-Film nach 25 Minuten vorbei. Der Humor wird dezent eingestreut und einige Gags werden mehrfach aufgegriffen, funktionieren für mich aber trotzdem. Einen überraschend herzlichen Moment bekommt Jimmys Tochter beim Schönheitswettbewerb. Keine flammende Rede darüber, wie fragwürdig solche Veranstaltungen sind, sondern etwas wesentlich Einfacheres und dadurch auch Wirkungsvolleres. Unterm Strich bleibt eine Komödie, die für mich einen Ticken zu lang geraten ist, aber durchgehend unterhält. Die Story besitzt einige schöne Spitzfindigkeiten, der Plan wird immer cleverer und vor allem die Figuren bleiben im Kopf.
7/10 Punkten. Daniel Craig bekam von Steven Soderbergh freie Hand bei Joe Bang und bleichte sich kurzerhand selbst die Haare.
Keine Profigangster, keine Anzüge, keine Hightech-Hilfsmittel: *Logan Lucky* ist, wenn man so will, das genaue Gegenteil von Steven Soderberghs *Ocean's*-Filmen - aber nicht minder unterhaltsam.
"Das Gesetz kannste nicht brechen, wenn Du nicht einen guten Grund hast. Wir brauchen einen Grund mit Moral."
Logan Lucky ist eine saftig komische Fingerübung von Multitalent Steven Sonderbergh. Sein herrlich ironisch aufspielendes Staraufgebot angeführt von einem grandiosen Daniel Craig macht einfach sehr viel Spaß. Die eigentliche ist gegen Ende undurchsichtiger wie es erst den Anschein hat und auch für ein paar emotionale Einschübe bleibt genung Zeit. Echt Empfehlswert.
Nach langer Abwesenheit meldet sich Kultregisseur Steven Soderbergh (Ocean's 11,12.13) wieder zurück und zwar mit einem sehr schrägen Heist-Film namens "Logan Lucky". Zwei Brüder versuchen ein Ding zu drehen. Absolut gut geschriebenes Drehbuch tolle Schauspieler allen voran natürlich Daniel Craig als Sträfling Joe Bang. Ausserdem im Cast Channing Tatum und Adam Driver. Der Streifen hat eine gewisse Coolness und ein sehr packendes Finale. Soderberghs Rückkehr ist mehr als gelungen.
So richtig überzeugt hat mich der Film nicht, ohne ihm allerdings eine gewisse Coolness nicht absprechen zu wollen. Heißt aber nicht, dass der Film großartig lustig ist. Abgesehen davon ist die Story ziemlich oberflächlich zusammengeschustert und im Detail mehr als Hanebüchen. Schauspielerisch durchschnittlich solide. Bin kein großer Fan von Daniel Craig, und Channing Tatum hat in seiner Film-Vita nun nicht gerade hochwertige Filmkunst manifestiert, zusammen mit Adam Driver kriegen sie das aber irgendwie hin, so dass man doch einigermaßen locker bis zum Ende kommt. 10 Jahre nach der „Ocean-Triologie“ bringt Steven Soderbergh leider nur einen lauwarmen Abklatsch auf die Leinwand. Finde die Filmstarts-Kritik mehr als leicht überzogen, kann dem Begriff der "Arbeiterklassen-Version..." allerdings mehr als zustimmen.
Abgrundtiefe Langeweile über die gesamte erste Stunde. Es passieren genau 2 erwähnenswerte Dinge. Eins davon brennt und das Andere sitzt mit onelinern am Gefängnistisch und isst ein Ei.
Ich habe es nicht geschafft zum Raub zum zu kommen. Habe das Elend der amerikanischen Landeier vorher beendet.
Ich habe noch geschaut ob die Coenbrüder damit was zu tun haben. Die muss man mögen um das zu ertragen!
Steven Soderbergh hat in der Qualität seiner Filme eine gewisse Bandbreite entwickelt. Mit „Logan Lucky“ liefert er erneut eine Komödie um das Thema Raubüberfall ab.
Der arbeitslose Jimmy Logan (Channing Tatum) und sein Bruder Clyde (Adam Driver) möchten mit Hilfe des einsitzenden Joe Bang (Daniel Craig) und einigen weiteren Ganoven den Tresor des Veranstalters eines NASCAR-Rennens ausrauben.
Der US-amerikanische Regisseur, zuletzt mit „Side Effects“ (2013) und „Liberace“ (2013) sehr erfolgreich, baut als Macher der Ocean’s-Reihe seinen neuesten Streich behutsam auf. Hauptcharakter Jimmy wird mit seinen sozialen Problemen ausgiebig vorgestellt, auch das Dasein von Clyde als Barkeeper, der im Irak-Krieg den linken Unterarm verlor, wird betrachtet. So obercool wie die Ocean's können die beiden somit nicht daherkommen. Umso einträglicher werden sie mit ihren Macken als Sympathieträger an das Publikum übergeben.
Den ruhigen Erzählrhythmus der einfallsreichen und originellen Geschichte zieht der versierte Soderbergh bis zum Ende stotterfrei durch. Der Witz nährt sich nicht aus Albernheiten, Slapstick oder Turbulenzen, sondern aus den Eigenschaften und Dialogen der Beteiligten, die beim Zuschauer immer mehr gewinnen. Wer die Originalvertonung wählt, hat etwas mehr von der unterhaltsamen Schnodderigkeit des erfahrenen Casts. Wer eine Gag-Parade erwartet, sitzt im falschen Kino.
Geschmeidig laufen Raub und Film ab. Selbstverständlich ist es dem Spaßfaktor geschuldet, dass von dem komplexen Plan inklusive fingierter Knast-Revolte fast alles klappt und die Gesetzeshüter das Nachsehen haben. Selbst dieses „fast“ ist geplant und führt zu einem verwunderlichen Ende.
Steven Soderbergh beweist mit „Logan Lucky“ einmal mehr, dass er eine komplexe und dennoch unverschnörkelte, geradeaus erzählte Komödie aufbauen kann.
"Logan Lucky" von Steven Soderbergh ist ein strunzsympathischer Film mit skurrilem Humor und liebenswerten Figuren. Man sollte sich allerdings vom Trailer nicht zu sehr in die Irre führen lassen. Er gaukelt ein flotteres Erzähltempo vor, als es tatsächlich im Film der Fall ist. Der Rhythmus im Film ist eher gemütlich, entspannt und spiegelt damit die Mentalität seiner Figuren wider. Wer eine steile Spannungskurve erwartet oder ein rasantes Tempo, wird womöglich etwas ungeduldig werden. Mir hat's aber gefallen.
Unterhaltsam - das hat durchaus Spaß gemacht. Der Trailer erweckt aber den Eindruck einer Gagdichte und Geschwindigkeit, die der Film nicht halten kann, zumal manche Szenen hauptsächlich aus Leerlauf bestehen.
Die einzelnen Szenen wirkten zusammengewürfelt und so fehlte dem Film jede Struktur. Wir konnten die Aufmerksamkeit nicht wirklich auf den Film richten, da er nicht sehr durchdacht wirkte und keine Spannung aufgebaut wurde. Auf lustige Witze wartet man ebenfalls vergeblich - es reichte nicht mal zu einem Schmunzeln.