I, Tonya
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Bruce W.
Bruce W.

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3,5
Veröffentlicht am 9. April 2018
Ein wirklich nett-erfrischender Award-Contender! Obwohl er nichts wirklich Innovatives bietet, ist "I, Tonya" ein unterhaltsames Biopic mit wirklich tollen Darsteller-Leistungen. Obwohl sich Craig Gillespie an einer Art Scorsese-esquen Herangehensweise versucht, bleibt die Qualität der Dialoge alles in allem, auf einem eher durchschnittlichen Level. Auch die anfangs eingeführte Metaebene per "Mockumentary"-Szenen, klingt im Laufe des Filmes ab und wird nur noch für einige kleinere Gags genutzt. Schade, eigentlich - damit hätte man eine wirklich ehrliche Kommunikation mit dem Zuschauer aufbauen können (bzw. tut man das in einer einzigen Szene sogar). Das Compositing um Robbies Gesicht auf die Stuntskater draufzukopieren ist ab und an, ebenfalls etwas auffällig. Ansonsten bietet "I, Tonya" allerdings gute Unterhaltung. Zwar ist die Plotstruktur sehr formelhaft abgearbeitet worden, aber durch die immer wieder wechselnde Erzählperspektive und die tolle Chemie zwischen den Schauspielern, kann man sich damit abfinden. Auch der Soundtrack wurde passend zusammengestellt und effektiv eingesetzt. Zusammen mit der kinetischen Kameraarbeit bei den Skate-Szenen, stellt das die qualitativ-hochwertigste technische Arbeit am Film dar.
Isabelle D.
Isabelle D.

330 Follower 512 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 8. April 2018
"I, Tonya" von Craig Gillespie ist kein nüchternes Biopic, sondern erzählt die Geschichte der Eiskunstläuferin Tonya Harding auf humorvolle (fast schon sarkastische) und trotzdem berührende Art und Weise. Obwohl eigentlich alle Beteiligten an der Affäre rund um die Attacke auf Hardings Konkurrentin Nancy Kerrigan sowie auch Kerrigan selbst mehr oder weniger ziemliche Arschlöcher sind, wirken alle Figuren irgendwie sympathisch. Sogar die fürchterliche Mutter, die ihre Tochter wie eine Sklaventreiberin drillt und ihr jedes Selbstwertgefühl zerschmettert, kann den Zuschauer davon überzeugen, es gut gemeint zu haben.

Das ist nicht nur dem tollen Drehbuch und der großartigen Regie zu verdanken, sondern vor allem den grandiosen Schauspielern, die diese Figuren mit Leib, Seele und Leben füllen. Margot Robbie spielt einfach zum Niederknien und man vergisst völlig, dass man es nicht mit der echten Tonya Harding zu tun hat. Mal wirkt sie trotzig und pampig und ungerecht, dann wieder fiebert man mit ihr mit und wünscht sich nur das Beste für sie, mal rührt sie einen zu Tränen. Allison Janney, die Mutter, hat den Oscar völlig zu Recht als beste Nebendarstellerin bekommen. Wie es ihr gelingt, durch diese harte, sadistische, völlig verkorkste Schale doch noch hin und wieder einen winzigen Funken Mitgefühl für ihre Tochter aufblitzen zu lassen, ist einfach toll.

Doch auch die Männer in der Geschichte - allesamt absolute Volltrottel und Totalversager - scheinen es nie böse zu meinen, obwohl sie wirklich schreckliche Dinge tun. Selbst der prügelnde Ehemann schafft es, dass man zwischendurch fast ein bisschen Mitleid mit ihm hat.

Ganz nebenbei ist "I, Tonya" aber auch eine Kritik an den elitären Strukturen hinter den Kulissen des Eiskunstlaufsports sowie an den elitären Strukturen in der Gesellschaft überhaupt. Es klingt zwar etwas patzig und kindisch, wenn Tonya sich beklagt, sie würde von der Jury schlechter bewertet als ihre Mitstreiterinnen, weil ihre White-Trash-Herkunft nicht in das schicke, tadellose All-American-Family-Image passt, das die Verantwortlichen gern transportieren müssen. Doch ein kurzes Gespräch mit einem Jurymitglied offenbart: sie hat völlig recht.

Ich kann mich sogar noch ein wenig an die Geschichte damals 1994 erinnern. Meine Eltern waren Team Nancy und konnten Tonya Harding nicht ausstehen. Jetzt in dem Film quasi ihre Seite der Geschichte zu sehen, war spannend, denn auch ich hatte mich von den Vorurteilen beeinflussen lassen.

Fazit: Sehenswert! Nicht verpassen!
NightWatch
NightWatch

12 Follower 53 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 5. April 2018
Es passt. Es passt einfach alles! Die Konzeption, der Cast, das Skript. Die Schauspieler, angeführt von Tonyas Mutter Allison Janney, changieren fließend von Kinofilm zur Dokumentary zur Metalepse und geben dem Plot damit einen überdimensionierten Raum, sich in alle Richtungen zu entwickeln. Und wenn man am Ende mit dem realen Footage konfrontiert wird... Fazit: ...bitterböse und kackdumme Menschen!
Marco S.
Marco S.

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5,0
Veröffentlicht am 27. März 2018
Witzig, tragisch, toll geschauspielert. Super Soundtrack. 10 von 10. Auch Margot Robbie hätte den Oscar verdient gehabt. Bin begeistert.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 22. März 2018
Das Vollführen einer Sportart mit der Aufführung auf einer Bühne zu vergleichen, hat sich in das Vokabular der zeitgenössischen Berichterstattung eingebürgert. Die Konstellationen in großen Stadien mit heller Beleuchtung und regem Zuschauerinteresse, das in Vergöttlichung der Athleten ausartet, kommt einem Personenkult gleich, wie ihn in längst vergangenen Tagen Performer in edlen Theaterhäusern aufzubauen wussten. Als Eiskunstlaufen, bei der es sich um eine Sportart handelt, welche wirklich fruchtbaren Boden ohne künstlich hinzugefügte Elemente, die von der eigentlichen sportlichen Ausführung ablenken, für die oben angesprochene Assoziation bietet, sein lautestes Medienecho zelebrierte, stand dies jedoch nicht mit den Akten der Körperbeherrschung auf gefrorenem Grund in Zusammenhang. Das Bühnenlicht von der Eisfläche wurde auf den auf sie zulaufenden Gang, wo Nancy Kerrigan bitterlich weinte, gerichtet. Die Favoritin auf eine Medaille bei den anstehenden olympischen Spielen 1994 in Lillehammer war Opfer einer Attacke geworden. Mit einem Schlag auf das Knie sollte den Ambitionen ein medizinisch unausweichliches Ende gesetzt werden. Der Fall erreichte Seifenoper-Charakter als bald Tonya Harding mit ihrer Entourage, die sich aus ihrem Ehemann, der zeitgleich auch als Manager agierte, und ihrem Leibwächter zusammensetzte, in den Blickpunkt des ermittelnden FBIs geriet. Die Medien stürzten sich auf die Story, sodass der olympische Wettbewerb in den Mittelpunkt des kollektiven Interesses an der Olympiade rückte. Nancy Kerrigan triumphierte mit einer Silbermedaille, während Tonya Harding lediglich eine Platzierung in der zweiten Hälfte der Liste der führenden zehn Teilnehmerrinnen erreichte.
Rund um dieses Kapitel der Sportgeschichte liefert Regisseur Craig Gillespie ein Biopic ab, das in seiner Struktur sowie den schauspielerischen Komponenten erfrischende Akzente bietet und Margot Robbie nebenbei hilft sich von dem Image der Baseballschläger schwingenden Femme Fatale und Frau an der Seite des Jokers, Harley Quinn, in der ersten mit einem Oscar prämierten Comicverfilmung Suicide Squad zu befreien. Einen kleinen Hinweis auf die Rollenbiographie ihres Stars kann sich der Film nicht verkneifen und das ist ehrlich gesagt auch gut so! Momente, wie eine wahnsinnige Variante von Tonya Harding in die Kamera lächelt sind Momente, die dem Zuschauer Orientierungspunkte zur Bewertung der Geschichte bieten. Jede Figur liefert ein Puzzleteil in Form von Interviews im Mockumentarystil, in denen Tonya, ihr Ehemann, Leibwächter und schließlich LaVona, großartig verkörpert von Allison Janney, die mit ihrer Figur eine Verachtung auslösende Filmmutter an der Grenze der Erträglichkeit zum Leben erweckt. Tonya durchläuft zuerst die von Drill geprägte Kindheit im Redneckhaushalt, eine Liebe mit Hieben zu dem Taugenichts von Ehemann und einen Strang mit hohem Identifikationspotential. Andersartigkeit in einem genormten System lässt die eigentlich brillante Ausführung des Performers in den Hintergrund treten. Die verdiente Anerkennung blieb Tonya verwehrt, sodass selbst die perfekte Ausführung eines „dreifachen Axels“ den sie als erste Frau makellos vollführte in den Augen der Kampfrichter nicht das Laufen zu Rockmusik und selbstgeschneiderter Amateurgarderobe als Wettkampfkleidung wettmachte. Nein, eine Prinzessin war Tonya Harding nicht. Eher ein von den falschen Umständen gebeuteltes Jahrhunderttalent, dass wir zumindest auf der Kinoleinwand in dem Licht erstrahlen sehen, wie es ihr zu aktiven Zeit nie vergönnt war. Während der ausschließlich von Tonya dargebotenen Performances scheinen die Farben der Kostüme, die noch in der Umkleide befremdlich matt in Szene gesetzt sind, heller, wobei die Kameraführung den eigenen Reigen vollführt. In diesen Momenten wähnt man sich einer polarisierenden Gestalt am nächsten. Einer entscheidenden Antwort über den Wissensstand der lebenslang gesperrten Eiskunstläuferin entzieht sich die Erzählung aufgrund ihrer Vielzahl an Aussagen und Perspektivierungen frei der bereits im Trailer getätigten Aussage „Sowas wie die Wahrheit gibt es nicht“ innerhalb des Figurenensembles geschickt. Ein Stilmittel, das vermehrt zum Einsatz kommt und den nicht vorhandenen Anspruch auf eine lückenlose Dokumentation des Geschehens mit Nachdruck herausstellt, sind die Momente, in denen Tonya das Publikum direkt mit schnippischen Kommentaren anspricht. Gemessen an der öffentlichen Wahrnehmung der Protagonistin eine richtige Entscheidung, da so in Verknüpfung mit der kriminalistischen Brisanz der Ereignisse die Relevanz von Entfremdung unterschwellig in die Ästhetik miteinbezogen wird. Was bleibt ist die Einsamkeit einer polarisierenden Sportlerin, die verzweifelt vor dem Rande eines Nervenzusammenbruchs im Schein der Spiegellampen versucht, ungelenk geschminkt ein Lächeln zu finden, damit die Leute sie endlich lieben…
Dem Film sollte diese Zuwendung zuteilwerden. Mit der Leinwand als Bühne.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 21. Februar 2018
Sehr cooler Film, habe ihn in einer SneakPreview gesehen. Überraschend gut gemacht und sehr lustig. Die eine oder andere kleine Länge, dennoch sehr cool. Wer ein humoristisches Portrait von Tonya sehen möchte, kommt auf seine Kosten. Der Saal ist voll geblieben!!!!
Oli-N
Oli-N

19 Follower 109 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 31. Januar 2018
Hab die sneack nach einer halben Stunde verlassen, bis dahin primitiv und einfach schlecht. Warscheinlich ein Film für Kritiker und nicht für das echte Publikum.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 30. Januar 2018
Ein grandioser Film mit schauspielerischen Leistungen! Ein Muss für jeden, der eine neue Art von "nach einer wahren Begebenheit" sehen möchte.
Christoph K.
Christoph K.

172 Follower 322 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 27. Januar 2018
Ein fantastischer Film über das verkorkste frühe Leben von Tonya Harding. Margot Robbie spielt fantastisch.Ebenso grandios (und für mich Oscar-würdig) war Allison Janney als bitterböse Mutter von Tonya. Das Leben von Tonya wird als einziges Drama beschrieben. Als Zuschauer leidet man mit Tonya mit. Dabei wird nicht auf die Tränendrüse gedrückt, sondern man versteht die extremen Bedingungen, zu denen die "Stars" von morgen geprügelt werden. Auch deshalb finde ich den Film so gut. Es bildet eine große Ungerechtigkeit ab, zu welchen Eltern ihre Kinder misshandeln. Ein durch und durch guter Film.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

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3,5
Veröffentlicht am 23. Januar 2018
Eikunstlauf ist nicht wirklich ein Thema das mich interessiert, und die Biographie einer Läuferin deren Schwerpunkt in den 80er Jahren liegt ist erst recht nicht fpr mich. Der Fall von Tonya Harding ist dann aber doch etwas spezieller wegen eben einer Sache die im Film den Titel „Der Vorfall“ erhält: kurz vor einem Wettkampf wurde ihrer Kontrahentin das Knie zertrümmert und vermutlich wurde der Täter von Hardings Mann bezahlt und das mit ihrem Wissen. Um eben jenes, ob die Frau den Titel „Die Eishexe“ zu Recht bekam und wer sie eigentlich ist geht der Film und geht dabei merkwürdig vor. Hauptsächlich wird anhand von nachgespielten Interviews alles gezeigt und dann eben zwei Drittel lang gezeigt wer Tonya war und wie sie zum Eisläuferstar wurde bevor es im letzten Drittel dann eben um den „Vorfall“ geht und wer dort wie mit drin verheddert war. Leider kann der Film die Energie die er am Anfang aufgebaut hat nicht weiter transportieren, interessant bleibt der Film dennoch. Insbesondere ist es ein Darstellerfilm bei dem die Mitwirkenden auf Oscarkurs sind und der einen merkwürdig witzigen und humorigen Grundton bei allem anschlägt. Kann man mal versuchen, muß man aber nicht …

Fazit: Verliert im letzten Drittel leider an Drive, kann sich soweit aber denoch sehen lassen!
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