A Beautiful Day
Durchschnitts-Wertung
3,3
155 Wertungen

18 User-Kritiken

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Cursha
Cursha

7.500 Follower 1.067 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 16. Juni 2019
Nein, der Film erreicht weder die Klasse von "Taxi Driver", noch erreicht er die Klasse von "Drive", dennoch ist er ein guter kleiner Film geworden, der durchaus seine Schwächen hat, aber gerade durch einen so starken Mimen wie Joaquin Phoenix überzeugt. Wer eine kleine, in die tiefsten Abgründe des Menschen herabsteigende Charakterstudie sehen will, der ist mit diesem Film gut bedient und kommt voll auf seine Kosten, auch wenn er sich nicht mit den Filmen messen lässt, mit denen er oft verglichen wird.
mcRebe
mcRebe

6 Follower 25 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 11. Juli 2018
Anfangs recht konfus, sodass erst nach und nach ein Bild aus der Charaktere und dessen Story wird, aber gegen Ende unheimlich spannend. Ich finde es ist ein viel besser inszeniertes "96 Hours - Taken", da es ohne Actionszenen zurecht kommt. Zumindest sieht man meist nur das Ergebnis und muss sich die Tat denken. Der Hauptdarsteller ist unheimlich stark - das Thema erschreckend und packend.

Also für mich ein Superfilm, der nicht nach bewährter Hollywood-Manier auf Actionszenen und CGI-Blingbling setzt. Meinetwegen hätten manche Szenen etwas schneller erzählt werden können, sodass zum Ende hin ein befriedigenderer Filmabschluss möglich gewesen wäre... aber gut. So bleibt der Streifen halt "Happy End"-frei. ;)
Csöpi
Csöpi

14 Follower 48 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 7. Mai 2018
Die genretypische Handlung und auch Teile der Vermarktung ("Der Taxi Driver des 20. Jahrhundert") lassen bei dem Film einen starken, wenn auch handelsüblichen Thriller erwarten. Diese Erwartungen wurden während des Films im wahrsten Sinne des Wortes wie mit dem Hammer zerschlagen. Ramsay unterläuft alle Erwartungen des Zuschauers und liefert eine drastisch intensive Charakterstudie eines Mannes ab, der ständig zwischen Hingabe und absoluter Verzweiflung schwankt und psychisch enorm belastet ist. Nie tappt der Film in die Klischeefalle, alles wirkt nachvollziehbar, authentisch und dennoch sehr poetisch. Die größte Stärke dieses im besten Sinne ungewöhnlichen Thrillers/Dramas ist neben dem überragenden J. Phoenix sein visueller und auditiver Stil. Sehgewohnheiten werden durch markante Schnittsetzung hinterfragt und immer wieder werden durch kurze Rückblenden verschiedenste Handlungs- und Charakterelemente angedeutet, die jedoch nie erklärt werden und sich dennoch perfekt einfügen, da die Psyche von Joe dadurch visualisiert wird - das ist "Show, don't tell" von seiner besten Sorte. Auch der so viel bessere Originaltitel "You Were Never Really Here" macht das deutlich: Weder der psychisch angeschlagene Joe in seiner Parallelwelt noch der Zuschauer in der Parallelwelt des stets subjektiven Kinos waren nie wirklich da, als die Geschichte passierte. Wir sehen nur Andeutungen, Folgen und Ausschnitte der Geschehnisse und sind so auf magische Weise mit dem Hauptcharakter verbunden. Das ist Kino der allerbesten Sorte.

Fazit: Ungewöhnlich und einzigartig erzählt, poetisch und dennoch immer authentisch sowie voller Deutungsmöglichkeiten. Ein so eindringliches wie geniales und außergewöhnliches Filmerlebnis - jetzt schon ein moderner Klassiker.
chagall1985
chagall1985

28 Follower 113 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 6. Mai 2018
Mehr als solide Genrekost ist das nicht gewesen.
Der Film ist deprimierend, nihilistisch und zeigt seelische Verwüstung.
Das alleine macht aber keinen guten Film.
Negativität und Zerrüttung mag Kritikern gefallen, es stellt aber keinen filmischen Wert an sich da.
Selbst wenn dieser schauspielerisch gut dargestellt wird und bild- und tontechnisch solide unterstützt wird.
Der Film suhlt sich förmlich im angestrebten Anspruch.
Das Problem des Films bringt eine Szene und meine Reaktion darauf auf den Punkt:
spoiler: Der Antagonist schießt sich am Ende unvermittelt im Restaurant in den Kopf. Alle Beteiligten im Restaurant gehen ihrer Wege und reagieren Null darauf. Mit dieser geträumten Szene, will der Film sicher die Apathie der Gesellschaft anprangern und den Verlust von Nähe und Interesse an einander. Er erreicht aber genau das Gegenteil. Meine erste Reaktion war: OK, er ist von seinem Leid erlöst, was schaue ich als nächstes?

Sorry aber solch gekünstelte Hoffnungslosigkeit und Elend einer Figur, schafft bei mir keinerlei Möglichkeit der Anteilnahme oder des mitleidens. Emotionale Totgeburt.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 5. Mai 2018
Das war ein äußerst langweiliger Film. Ich habe selten einen aus meiner Sicht so einschläfernden und langatmigen Film gesehen. Die Szenen sind viel zu langgezogen, der Hauptdarsteller spielt schwach und bewegt sich in Zeitlupe. Keine Spannung, keine Höhenpunkte und nicht verständliches Ende. Absolut keine Empfehlung
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 2. Mai 2018
Enttäuschendes Experiment, der nie auch ein Stück an Reichweite von Léon oder Taxi Driver kommt.
So einen Plot, so verhunzen zu können.. das muss man erstmal schaffen.
Nachdem Film kann ich Cannes leider nicht mehr ernst nehmen.
Kinobengel
Kinobengel

506 Follower 607 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 2. Mai 2018
Die schottische Regisseurin Lynne Ramsay ist mit „A Beautiful Day“ in den deutschen Kinos.

USA, heute: Joe (Joaquin Phoenix) ist von schweren Kindheits- wie Kriegserlebnissen traumatisiert und kümmert sich um seine kranke Mutter (Judith Roberts). Er soll die junge Nina (Ekaterina Samsonov), Tochter von Senator Votto (Alex Manette), vor Kinderhändlern retten. Erst spät erkennt Joe, in welche Kreise er hineingeraten ist.

Ramsay nimmt sich von den 89 Minuten Spielzeit reichlich für die Einführung des ruhigen und skrupellosen Hauptcharakters Joe, jedoch nicht zu viel. Der Schottin - auch für das adaptierte Drehbuch verantwortlich - darf vorgeworfen werden, dass alle anderen Rollen flach bleiben. Trotzdem stimmt die Fokussierung auf Joe bis zur letzten Minute. Alle gezeigten Geschehnisse ereignen sich in Joe’s Umfeld, zeigen seine Aktionen und Reaktionen. Der Kinogänger wird zum Beobachter und erhält eine erschütternde wie eingehende Charakterstudie. Das hat zur Folge, dass Joe’s Mutter mehr Leinwandpräsenz bekommt als die anderen Figuren. Und das kann nur bedeuten, dass Ramsay genau weiß, was sie will, wenn sie einen Film kreiert.

Mit übersprudelndem Einfallsreichtum wechseln Perspektiven und Szenenbilder, die auch mal irrleitend sind, aber dadurch umso tiefer in Joe blicken lassen. Eine herrliche Spielwiese für Kameramann Thomas Townend, auf der er sich austobt. Der Brite ist nicht sehr kinofilmerfahren, dem ungeachtet wirkt das Ergebnis berauschend positiv. Er zeigt Flashbacks in die Kindheit und den Krieg, Bilder zu Hämmern, Plastiktüten, Überwachungskameras, Sensibilität und Geradlinigkeit mit ergreifender Nähe. Auslassungen geben dem von Joe Bini perfekt editierten Werk einen besonderen Pfiff, nicht nur bezüglich der expliziten Gewaltdarstellung.

Joe lebt erzwungenerweise inkognito mit seiner Mutter und pflegt ein seltsam ausgeprägtes Sozialverhalten, sogar gegenüber seinen Feinden. Ramsay hat sich dazu, bis hin zu einem Beerdigungsritual, einiges Begeisterndes einfallen lassen; sie entblättert den Unerbittlichen schlüssig weiter und weiter.

Für den Zuschauer wird die nicht sonderlich komplexe, aber fesselnde Story immer mehr zur Nebensache, weil Joe, meisterlich ausgefüllt durch den vielseitigen Joaquin Phoenix, eine ausnehmende Faszination auslöst.

Fans von Thrillern, die sich kinokulturell nicht nur von „Hitman“ und Konsorten ernähren wollen, sollten „A Beautiful Day“ auf keinen Fall verpassen.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 30. April 2018
Durchdacht fotografierter Thriller, der bewusst auf Nebenhandlungsstränge verzichtet und somit Zeit für die elegische Ausbreitung seiner Haupthandlung erhält. Leider ist die Stilisierung letztlich aber zu konventionell, um den Mangel an Story auszugleichen.
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