Neueste Kritiken: Ad Astra - Zu den Sternen - Seite 6
Ad Astra - Zu den Sternen
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Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 1. Oktober 2019
Also Freunde der Sonne dann muss ich euch mal ein wenig die Augen öffnen obwohl die Erfahrung viel schöner ist wenn ihr die selber macht. Zunächst einmal haben die lieben Kommentatoren recht, wenn Sie sich über unrealistische Aspekte des Film aufregen bzw. diese kritisieren. Mir ging es da nicht anders. Jetzt kommt aber das interessante; je mehr man über diese Ungereimtheiten nachdenkt umso mehr öffnet sich die zweite Ebene des Film. Mich hat es wie ein Blitz getroffen (ähnlich wie bei Fight Club). Die ganze Science-Fiction Fassade bröckelt einfach weg und ist lediglich ein Gerüst für eine psychische Leidensgeschichte. Das ganze Setting wurde nur gewählt weil es sich ganz passabel dafür eignet etwas unterzählbares auf die Leinwand zu binden. Ihr dürft die Orte und Figuren nicht als das betrachten was sie offensichtlich zu sein scheinen. Das sind lediglich Metaphern für verschiedene psychische Phänomene. Dinge die wir im Laufe einer Depression zurücklassen bzw. von uns stoßen (Personen z.T. stellvertretend für eigene innere Auseinandersetzungen , Gefühle), die zunehmende Isolierung (immer weniger Menschen spielen eine Rolle), Kriegstraumata (Mondszene), das überwinden der Angst vor dem Tod (der ängstliche Pilot der metaphorisch erstickt), das Trauma des verlassen Werdens (der Vater), bis hin zum nahenden Suizid (Warum weiter machen?), dem befreien aus der Depression (Flug durch den Gürtel) und dem überwinden des Traumas (Verzeihen und Emanzipation) zurück ins Leben (zurück zur Erde). Das ist schlichtweg genial. Der Titel des Films und die Story sind letztendlich ein red hering. Die Reise findet im Kopf statt und geht dort tief hinein in das zugrunde liegende Trauma. Ein paar Dinge sind nur für die Geschichte aber die meisten (Stahlen der Antimaterie (das Trauma stört das normale Leben, weil nicht verarbeitet)) sind Metaphern für diese Reise im Verstand eines depressiven Menschen. Wenn das erstmal klar ist sind alle Ungereimtheiten zum Großteil verziehen obwohl ich eingestehen muss, dass man das ein klein bisschen eleganter hätte lösen können. Dennoch solch ein Thema in einem sowie so schon nieschigen Setting zu erzählen und dann das dann auch noch zu demontieren ist einfach nur verrückt und gleichzeitig absolut genial. Liebe Freunde, dieser Film wird an der Kasse scheitern und die Kritiken werden mäßig sein ( weil viele nicht über die erste Ebene hinaus kommen und wir ihn mit der Hollywood-Brille betrachten) aber die Zeit wird ihn zu einem absoluten Geheimtipp machen. Ich war lange nicht mehr so begeistert von einem Film. So eine Reise auch ins eigene Bewusstsein ist beispiellos
Wenn auch inszenatorisch eigenwillig und thematisch nicht jedermanns Sache überzeugen Brad Pitt's herausragende Darstellung und die überwältigenden Kulissen in einem existenzialistisch angehauchten Weltraumdrama, auf das man sich einlassen sollte.
"Ad Astra" von James Gray habe ich größtenteils verschlafen, weil er sich im quälend langsamen Erzähltempo dahinschleppt, zäh und mühsam und anstrengend. Brad Pitt spielt toll und in den Momenten, in denen ich kurz aus meinem Schlummer aufgetaucht bin, konnte ich erkennen, dass der Film visuell stark geworden ist. Möglicherweise gibt's auch irgendeine Botschaft dahinter, die ich aber buchstäblich verpennt habe.
Aber im Wesentlichen zieht der Film einen einfach nur fürchterlich herunter. Die Hauptfigur ist so emotional verkorkst und abgestumpft, lebensmüde und weiß gar nicht, was sie will, laboriert da an ihrem Vaterkomplex herum und mäandert ohne konkreten Plan fatalistisch ihrem Schicksal entgegen ... Puh. Als Psychogramm eines depressiven Astronauten ist das ja sehr treffend, aber wenn die Filmhandlung quasi nur daraus besteht, ist es schwierig, Spannung aufzubauen.
Fazit: Och nö, den muss man nicht gucken. Dann lieber "Interstellar" noch mal anschauen und dort das Ende ignorieren.
Kein leicht zu bewertendes Werk: Die Technik ist brillant. Die Handlung hält mindestens eine Wendung bereit, die mich überrascht hat. Leider ist das Erzähltempo arg langsam, teils am Rande der Unerträglichkeit. Insbesondere die ersten 45 Minuten hätten in einer sehr kurzen Sequenz abgehandelt werden können. Und mindestens zwei Schlüsselszenen waren unglaubwürig und an den Haaren herbeigezogen. Empfehlung für SF-Fans. Alle anderen können diesen Film auslassen.
Solch eine strunzdumme Handlung habe ich auch schon längere Zeit nicht mehr im Kino erlebt. Hier passt irgendwie gar nichts zueinander. Das Geschehen ist völlig unlogisch. Spannung fehlt komplett. Einzig die tollen Weltraumbilder trösten über Einiges hinweg. Wer, zum Teufel, hat überhaupt diese strunzdummen Monologe von Roy (Brad Pitt) ausgedacht? War der/die besoffen beim Schreiben? Das ist/war Pseudo-Philosophie eines Grundschülers! Der Film war so langweilig, dass mir mehrmals die Augen zugefallen sind. Hab auch noch nie erlebt, dass außerhalb einer Überraschungspremiere, soviele Personen mitten im Film den Saal verlassen haben (was allerdings verständlich war). Und ich habe mich soo lange auf den Film gefreut. Was für eine Enttäuschung.
Sowas von enttäuscht! Ein ständig traurig dreinschauender Brad, eine Stimmung, wie in den alten französischen filmen, man geht gut gelaunt rein und kommt depressiv raus! Dieser Film hat mich zutiefst runtergezogen. Bitte erspart euch das Geld!!!
Ad Astra, genau dahin gehört der technisch gut gemachte Film. Leider nicht als Star, sondern einfach nur weit hinter den Mond. Wer glaubt eigentlich mit so einer dünnen Story einen unterhaltsamen Film machen zu können, der ein begeistertes Publikum finden kann? Storyspoiler: : Bau-Astronaut wird geheim (huhuuuh) auf die Mission geschickt den lange beim Neptun vermissten und totgeglaubten Vater anzurufen und ihm Einhalt zu gebieten. Dieser soll nämlich irgendwie überlebt haben und jetzt für künstlich erzeugte Strahlungstürme verantwortlich sein, die die Erde gefährden. Der Sohn bekommt aber gesteckt, dass ein Team (geheim) deshalb die Station des Vaters zerstören soll, aber nicht mitdarf, da er psychologisch kompromittiert sei ;-).
Wie geht‘s weiter? spoiler: Klaro, er schaft es trotzdem mitzufliegen. Er sagt dem Vater, „Komm mit zurück.“ Der Vater sagt „Nee, besser nicht hab viel Mist gebaut und wollte doch immer was ganz anderes“ und so richtet er sich selbst. Der Sohn jagt derweil die Station in die Luft. Unterwegs gab es zuvor schon viele Tote (außer Pitt natürlich, aber der war immer ganz nah dran). Auch der Sohn war daran beteiligt die Statistik zu treiben. Aber macht nichts. Schließlich zurück - es dauert halt die ganze Hin- und Herfliegerei - ist alles wieder gut.
Leider ist Pitt als Hauptdarsteller darüber hinaus auch nicht in der Lage wenigstens die gespielte Figur glaubwürdig darzustellen. Und nein, ich spare mir Zeit damit zu vergeuden, jemandem zu gestatten mir den Film schön- (nein, schön gedreht ist er ja) also gutreden zu lassen. Würde eh nicht funktionieren. Fazit: Definitiv einer der lausigsten Streifen für den ich jemals etwas gezahlt habe.
Wer keinen Weltall-Action-Reißer erwartet und auf ruhige, langsam erzählte Filme steht wird mit Ad Astra seinen Spaß haben. Die Animationen und Effekte sind 1a, es lohnt sich den Film auf einem möglich großen Bildschirm zu sehen, wenn man es nicht ins Kino schafft. Mir persönlich hat es gefallen, wie "realistisch" das Zukunftsszenario war, für das Genere war die Diegese ziemlich glaubhaft, vor allem die Art, in der die Welt und die Erschließung des Alls durch den Menschen funktioniert. spoiler: (Z.B. der Shuttle zum Mond, der Raumhafen dort, die unsicheren Zonen wegen dem Kampf um Rohstoffe, der Fakt, dass die Raumschiffe einem Zweck dienen, also z.B. Frachter sind etc.) Zu viel will ich hier aber nicht verraten. Wie gesagt, wer FIlme wie 2001: A Space Odyssey mochte, der kommt her auf siene Kosten.