Neueste Kritiken: Ad Astra - Zu den Sternen - Seite 7
Ad Astra - Zu den Sternen
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Kinobengel
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Veröffentlicht am 24. September 2019
James Gray hat den Science-Fiction-Film „Ad Astra - Zu den Sternen“ geschaffen.
In naher Zukunft: Das am Neptun verortete und vom totgeglaubten Clifford McBride (Tommy Lee Jones) kommandierte Lima-Projekt ist zur Bedrohung für die Erde geworden. Ausgerechnet sein Sohn Roy (Brad Pitt), ein vielfach ausgezeichneter Astronaut, erhält den Auftrag, alle weiteren Gefahren abzuwenden. Aufgrund der besonderen Umstände wird die Mission von Colonel Tom Pruitt (Donald Sutherland) begleitet.
In epischer Breite erzählt James Gray die von ihm und Ethan Gross geschriebene Geschichte. Die wuchtigen Bilder des „Interstellar“-Kameramanns Hoyte van Hoytema reißen die Zuschauer mit in die unendlichen Weiten. Komponist Max Richter liefert einen passenden Score, der alles andere als beliebig klingt, jedoch nicht so stimmungsgeladen wie die eigentlich simpler arrangierte musikalische Begleitung der aktuellen „Apollo 11“-Doku von Todd Douglas Miller.
James Gray versteht es, eine stets kribbelige Atmosphäre aufzubauen, die sich im Verlauf der 124 Minuten Spielzeit immer mehr auf das Vater-Sohn-Verhältnis reduziert. Technisches wird mit wenig Detailverliebtheit gezeigt und nicht groß dramatisiert. Die Charakterisierung von Roy geht jeder Effekthascherei und Theatralik vor. Actionlastige Szenen werden dennoch geboten; sie beweisen die extrem hohe Belastbarkeit des Raumfahrers. Bestimmte innere Monologe sorgen für Tiefe, das Verhältnis zum Vater offenbart Schwäche. Der US-amerikanische Regisseur weiß genau, was Hauptsache und Beiwerk sein muss. Mit der Konzentration auf Roy ist Gray’s Film zudem alles andere als ein Stück US-Patriotismus. Allmählich wird „Ad Astra“ zur One-Man-Show für den mit reichhaltiger Mimik brillant aufspielenden Brad Pitt, eingefangen in vielen vortrefflichen Nahaufnahmen. Eindrucksvoll herausgearbeitet sind die vielen Parallelen zwischen Vater und Sohn, die im Ergebnis zu einem schlüssigen Ende führen.
James Gray verneigt sich vor „Interstellar“ (emotionaler, gewaltiger) und „Gravity“ (spannender, aber erheblich flacher) sowie „Apocalypse Now“ (gespenstischer) mit einer ganz eigenen, mehr als gelungenen Komposition.
Ich kann mich den meisten Usern hier nur anschließen: durschschnittlicher Film, teilweise sogar ziemlich langweilig. Für 2 Stunden fühlte er sich unglaublich lang an.
Es gibt Filme wie Stanley Kubricks 2001 – Odyssee im Weltraum oder Damien Chapelles Aufbruch zum Mond. Und es gibt Filme wie Ad Astra – Zu den Sternen. Wo genau liegt da jetzt der Unterschied? Dass sich meiner Meinung nach irgendetwas mit Kubricks Meisterwerk aus dem Jahre 1969 vergleichen lässt, halte ich für ein Gerücht. Filme wie diese, die ihrer Zeit Lichtjahre voraus waren, werden gut und gerne als Messlatte herangezogen, als Ideal, dem andere Filmemacher nacheifern möchten, die es bereits ins zeitlose Pantheon der Filmgeschichte geschafft haben. Das soll natürlich gerne so sein, und es gelingt auch tatsächlich das eine oder andere Mal. James Gray hat ähnliches versucht, und er ließ sich nicht nur von Stanley Kubrick inspirieren, der es wie kein anderer zustande gebracht hat, Spiegelungen auf Hemvisieren sphärisch einzufangen. Gray ließ sich auch von den bedeutungsschweren, verbalisierten Gedanken aus dem Off inspirieren, die Terrence Malick gerne nutzt, um die inneren Gefühlswelten seiner Figuren nicht nur im paraverbalen Spiel, sonder auch im gesprochenen Wort herauszuarbeiten. Das hat, klug eingesetzt, natürlich seine Wirkung. Das hat Malick in Der schmale Grat perfekt hingekriegt. In The New World geriet ihm dieser Stil bereits zu inflationär. Aufpassen, heißt es da. Und James Gray musste das auch. Doch so hypnotisch sich diese Multiplikation aus Weltraum, innerer Psyche und philosophischen Fragen auch anfühlt, so leicht kippt das ganze ins Pathetische. Und genau das ist Ad Astra leider passiert.
Weiterlesen auf FILMGENUSS unter https://filmgenuss.com/2019/09/23/ad-astra-zu-den-sternen/
Um es auf den Punkt zu bringen: Endlose von innerer Zerrissenheit geprägte Monologe, deren einzige Grundlage ein Vaterkomplex ist. Komplett vorhersehbarer Handlungsverlauf, dessen einzige Überraschung das komplette Fehlen jeglicher Überraschungmomente ist. Spannung: Fehlanzeige! Nette CGI Weltallanimationen bilden den Kontrapart zu sich wiederholenden Ubahnszenarien, ala 2045 trifft DDR Ostblock Charme. Nicht zu vergessen sind die 253 Nahaufnahmen des ganz gut agierenden Pitts. Selten so vollkommen perplex, aus Verlegenheit lachend, einen Film verlassen. Die zahllosen Logikfehler lassen wir am besten beiseite, dies würde die Grenzen des guten Geschmacks dann doch sprengen. Das Ende spiegelt den Film wider: Sinnlos,langweilig und komplett vorhersehbar. Eine Katastrophe.
Wir haben uns von den Namen der Hauptdarsteller in diesen Film ziehen lassen und fragen uns jetzt, wie sich solche Schauspieler wie Pitt, Sutherland and Jones sich für sowas hergeben. Wir hätten nach dem Notruf der wissenschaftlichen Raumstation das Kino verlassen sollen, dann wäre uns wenigstens eine Illusion erhalten geblieben! Wem Filme wie Avengers, Star Wars, Star Trek, X-Men, etc was geben, der sollte ad Astra meiden! Selbst die gute alte Raumpatroullie Orion war besser!
Zwischen „2001: Odyssee im Weltraum“ , "Apocalypse Now" und „Der Marsianer“ bewegt sich James Grays neuer Sciencefiction Film „Ad Astra“. Ein Film, der mich absolut positiv überrascht hat. Der Film handelt von Roy McBride, der zum Mars aufbrechen soll um dort den Kontakt zu seinem totgeglaubten Vater wiederherzustellen, da die Erde von elektromagnetischen Stürmen heimgesucht wird, um man in der Annahme ist, die Stürme hängen mit der Mission von Roys Vater zusammen. „Ad Astra“ ist ein unfassbar langsam erzählter Film und lässt sich in der Ausführung der einzelnen Prozesse unendlich viel Zeit, obwohl diese viel schneller hätten erzählt werden können. Dennoch tut diese Langsamkeit dem Film verdammt gut und bauen so auch eine gewisse Spannung auf, die den Film dann eben doch nicht lang wirken lässt, obwohl die Szenen es an sich sind. Der Film bedient sich ganz deutlich an anderen großen Sciencefictionfilmen und die Inspirationen sind klar zu erkennen. Besonders durch die Erzählweise und einer Einstellung zu Beginn sind parallelen zu Filmen wie „2001: Odyssee im Weltraum“ nicht abzuschlagen. Aber auch vor bildlichen her finden sich Anleihen an Filme wie „Blade Runner“, „Gravity“ oder auch „Interstellar“. Selbst Vergleiche mit dem Kriegsfilm "Apocalypse Now" lassen sich nicht abstreiten. Und dennoch ist der Film etwas komplett eigenes und wirkt nicht nur wie ein Zusammenschnitt dieser Filme. Er hat eine in sich wundervolle eigene Welt geschaffen, die schlüssig ist und sich deutlich von den genannten Werken abhebt. Mich persönlich hat der Film an manchen Stellen auch an den ebenfalls in diesem Jahr erschienen „High Life“ erinnert, den ich ebenfalls sehr überzeugend fand. Die Bilder, die Kameramann Hoyte Van Hoytema einfängt sind schlicht umwerfend und auch der Score von Max Richter und Lorne Balfe wissen zu überzeuge. Die Charaktere wirken oberflächlich kühl, doch tragen sie auch viel Schmerz und Trauer in sich, die „Ad Astra“ zu einem einerseits auch sehr kalt wirkenden Film machen, aber auch zu einem wirklich warmherzigen und wehleidigen, weil man die Figuren sehr gut nachempfinden kann. Dabei liegt der Fokus stark auf Brad Pitt, der seine Sache großartig macht. Alle Anderen Darsteller sind dabei nur Randfiguren, mit sehr geringen Auftritten. Auch die Aktion ist sehr dünn gesät, so gibt es eigentlich kaum nennenswerte Szenen, außer einer tollen Verfolgung auf dem Mond. Ansonsten ist der Film geebnet mit langen, langsamen Bildern, die aber verdammt fesselnd sind, aber eben auch nicht jedem Geschmack entsprechen. Auch was die Dialogführung angeht, so bekommen wir zwar die üblichen Dialoge geboten, doch auch sehr viel Monolog, die uns in die Gedankenwelt, des sehr ruhigen Brad Pitt entführt. Und auch auf der interpretatorischen Ebene bietet „Ad Astra“ viel Platz. Kurz: Ein herausragender Sciencefiction Film, der nicht nur durch seine atemberaubenden Bilder, der tollen Musik und einem verdammt starken Brad Pitt zu überzeugen weiß, sondern auch durch sein extrem langsames Erzähltempo, welches aber dem ein oder anderen Zuschauer extrem übel aufstoßen wird. So ist „Ad Astra“ aber für mich eine clevere, wundervolle und extrem Spannende Sciencefiction Geschichte, die wohl noch sehr nachhaltig sein wird.
ich bin ins Kino gegangen mit einigermaßen hohen Erwartungen, nachdem der Film doch in den Kritiken bei den meisten Seiten und Magazinen recht gut weg kam.
Was ich dann jedoch zu sehen bekam, war ein Schiri Katastrophe. Ein Science-Fiction-Film zeichnet sich in meiner persönlichen Empfindungen immer dann als sehr gut aus, wenn er es schafft eine tolle zukünftige Welt zu zeigen, die sowohl negativ, als ob positiv, als auch zum Nachdenken anregen sollte. Aabe ein gewisses Maß an Glaubwürdigkeit muss da halt auch immer vorliegen.
Und so macht dieser Film so ziemlich alles falsch. Das Sonnensystem, einschließlich Mars und Mond sind bereits dicht besiedelt. Der Mond ist Kriegsgebiet. Auf dem Mars gibt's bodenstation mit mehreren hundert Bewohnern. Der weiterflug in das Äußere sonnensystem zum Neptun, dauert auch nur etwa 100 Tage. unterwegs auf dem Weg zum Mars, muss man noch an ein norwegisches raumschiff andocken, was irgendwie in Not geraten ist.
Worauf ich hinaus will ist, dass es in diesem Film nichts besonderes mehr zu sein scheint, sich durchs sonnensystem zu bewegen. Und so ergibt die total verworrene Story überhaupt keinen Sinn, einen Mann in geheimer Mission an den Rand zuschicken, damit der dort die Lage peilt, und die ganze Menschheit vor irgendwelchen antimaterie wellen retten muss, die sein Vater dort erforscht oder für die er verantwortlich sein soll.
Wie dem auch sei, die konfuse Story und das dosige Ende woran den film für mich zu einer einzigen Enttäuschung, und ich sage daher spart euch den Besuch im Kino oder den Kauf der Blu-ray.