9. April - Angriff auf Dänemark
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3,5
Veröffentlicht am 19. Dezember 2025
Was in den meisten Geschichtsbüchern in einem Absatz abgehandelt wird, ist für die Dänen selbst eine schwere traumatische Erfahrung. Am 9. April 1940 überfällt Deutschland den souveränen Staat Dänemark und kommt mit einer derartigen Übermacht daher, dass das kleine Land noch am selben Tag, nur wenige Stunden nach dem Angriff kapituliert. Wir sehen in diesem Film einen kleinen Ausschnitt der Kampfhandlungen und folgen einer Gruppe dänischer Soldaten, wie sie sich dem übermächtigen Gegner stellen.

Selbst für die Nicht-Dänen ist der Film sehenswert, zeigt er doch an diesem konkreten Beispiel ziemlich authentisch die Sinnlosigkeit eines jeden Krieges. Junge Männer werden gezwungen, einen eh schon aussichtlosen Kampf weiterzuführen, eine sinnlose Stellung nach der anderen zu halten und wieder aufzugeben, während sie sich immer weiter zurückziehen. Als sich der Truppführer dann endlich entscheidet, die Befehle zu missachten und zu kapitulieren, erfahren die Männer, dass die dänische Armee schon vor Stunden kapituliert hatte. Einer der Soldaten stellt die Frage “Unsere Freunde sind also für nichts gestorben?” – und erhält keine Antwort.

Am Ende kommen dann noch einmal echte Zeitzeugen zu Wort, das wirkt durch die vollständige lippensynchrone Übersetzung zunächst etwas seltsam, trägt aber noch einmal zur Intensivierung der emotionalen Wucht bei, immerhin sehen wir Menschen die damals tatsächlich dabei waren. Einer von ihnen sagt mit abgewandtem Blick: “Ich wollte das nicht, aber es musste getan werden.” Alles in allem setzt der Film ein starkes Statement gegen den Krieg.

Der Film hält beim Anschauen gleich mehrere Kuriositäten bereit, die zunächst etwas befremdlich wirken. Da ist zum einen die Tatsache, dass die Soldaten mit Fahrrädern unterwegs sind. Beim näheren Nachdenken macht das aber in einem so kleinen Land wie Dänemark durchaus Sinn. Dann sind die Helme ziemlich seltsam geformt und hängen zudem zu tief ins Gesicht, man fragt sich, wie konnten die damit überhaupt sehen. Das sind aber tatsächlich die originalen Helme der dänischen Armee 1940, also komisch, aber authentisch. Weiterhin fand ich es merkwürdig, dass der Truppführer teilweise seine Männer mit Nummern (“Zwo-vierzehn darüber, Zwo-dreiunddreißig hier her!”) anspricht, das habe ich nicht so richtig verstanden, da er sie auch zwischendrin immer mal wieder beim Namen nennt. Vielleicht so eine dänische Marotte? Wie auch immer, der Film legt schon viel wert auf Authentizität und Plausibilität, was ihm auch gut gelingt. Das Schauspiel ist stabil, die (wenigen) Kampfszenen sehen ordentlich aus und sind aufregend inszeniert.

FAZIT: Ein starker, kleiner Film aus Dänemark, der uns auf eine Geschichtsstunde mitnimmt in ein Kapitel, das oft vergessen wird. Ein starkes Statement gegen den Krieg, sehenswert!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 4. Januar 2018
Das kommt dabei raus wenn keine Amerikaner einen Film über den zweiten Weltkrieg drehen. Keine übertriebenen, unrealistischen Heldentaten bei denen die deutschen Soldaten sterben wie Fallobst. Ich hab ihn sehr genossen weil er ziemlich realistisch gemacht ist und man denkt tlw. man ist mittendrin. Bei Filmen wie Herz aus Stahl, James Ryan etc kann ich nur die Nase rümpfen. Die sind wie Call of Duty gemacht: Tolle Effekte und eine Handlung bei der einem Herr der Ringe noch realistischer vorkommt. Dieser Film macht es definitiv anders. Klare Empfehlung !!!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 18. August 2016
Ich fande den Film spannend, da ich einen Film über den Angriff auf Dänemark bisher noch nicht gesehen habe. Natürlich kann man diesen Film nicht mit Blockbustern wie "Der Soldat James Ryan" gleichsetzen, trotzdem finde ich den Film sehr gelungen.
spoiler: Zu meinem erstaunen kamen seitens der Wehrmacht Fahrzeuge (Panzerkampfwagen II, Panzerspähwagen Sd.Kfz. 221 usw.) zum Einsatz, die man so noch nicht in Filmen gesehen hat! (siehe Vorschaubilder). Der Film zeigt auf, wie die jungen und unerfahrenen dänischen Wehrdienstleistenden, mit ihren geringen Mitteln, einen erbitterten Kampf gegen die deutschen Invasoren führen.
Michael S.
Michael S.

301 Follower 415 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 18. August 2016
Akribisch und ohne großartige Rechtfertigungsparolen inszeniert Regisseur Roni Ezra sein schnörkelloses Kriegsdrama, das eine bisher wenig bekannte Seite des Zweiten Weltkriegs zeigt. Nazis in Norwegen hat man dank Geschichtsunterricht und Widerstandsfilmen wie "Max Manus" vielleicht noch auf dem Schirm, doch der Weg dahin führte mitten durch das kleine Königreich Dänemark, das dem Gegner nichts entgegenzusetzen hatte. Dass die im Mittelpunkt der Handlung stehende Truppe hauptsächlich auf Fahrrädern (!) zu den Gefechten unterwegs ist, während die Deutschen mit Panzern anrücken, spricht also für sich.
Die Manöver und Vorbereitungen in den ungewöhnlich ruhigen ersten zwanzig Minuten des Films lassen auch den Zuschauer schnell daran zweifeln, ob hier wirklich eine reale Gefahr besteht oder nur übervorsichtig reagiert wird. An den kargen jütländischen Landschaften und den üblichen Kabbeleien unterbeschäftigter Soldaten hat man sich schnell sattgesehen. Dafür geht es danach umso mehr zur Sache. Schon das erste kleinere Scharmützel macht das Ungleichgewicht der beiden Parteien deutlich, bei den anschließenden blutigen Rückzugsgefechten wird die Lage zunehmend aussichtsloser. Ein abschließender Häuserkampf in den Straßen der Kleinstadt Haderslev nimmt ein tragisches Ende, obwohl ein Großteil der Truppe überlebt.
Spannend ist hier neben dem gut beobachteten Porträt einer verzweifelten Schar Soldaten auch die Reaktion der dänischen Bevölkerung. An die Gefahr glauben Stadt- und Dorfbewohner erst mit dem Auftauchen der Wehrmacht auf ihren Straßen, die zuvor von deutschen Flugzeugen abgeworfenen (und ironischerweise auf Norwegisch verfassten) Flugblätter sorgen unter anderem dafür, dass man die Besatzer stellenweise mit Blumen und Handschlag willkommen heißt. Ein unangenehmes Stück Geschichte, über das am Ende des Films diverse Zeitzeugen sprechen, deren Erlebnisse die Handlung inspirierten.
Alles in allem trotz des aufregenden Themas ein unaufgeregter Film, der weder an einer Neuschreibung der Geschichte noch an nachträglicher Rechtfertigung interessiert zu sein scheint. Filmisch bodenständig, frei von Kitsch und trotz aller aufwändiger Rekonstruktion kein Fetischisieren von Panzerkämpfen oder Heldentoden.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 17. August 2016
Also wenn du einen Kriegsfilm erwartest- biste falsch! So was hab ich noch nie gesehen, einfach billig, schlecht und Zeitverschwendung...Dummes Gefasel, dumme Sprüche und völlig daneben. Das einzige gute war : Warum haben Sie so lange gekämpft. Deutscher Offizier fragte dies. Gesamtwertung : Katastrophal schlechter Film
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