Doctor Strange In The Multiverse Of Madness
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Riecks-Filmkritiken
Riecks-Filmkritiken

34 Follower 212 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 4. Mai 2022
Schafft Dr. Strange mit einem Sprung durch die Universen, das Marvel-Franchise wiederzubeleben, oder bereitet der Magier dem elenden Leid endlich ein Ende? Die Erwartungen in Fankreisen sind mittlerweile unermesslich, und alle Hoffnungen liegen nach elendigen Pleiten wie ETERNALS und BLACK WIDOW nun auf dem neusten Werk von Masterhead Kevin Feige. Wer könnte das Franchise da besser retten als die Person, mit der alles angefangen hat? Sam Raimi, Regisseur der frühen Spider-Man-Trilogie, hat die Zügel in die Hand genommen und drückt Dr. Strange einen ganz klaren Stempel auf. Diverse Referenzen und Inszenierungen tragen ganz klar seinen Stempel, und der Film bricht aus aus dem stets überladenen und mittlerweile einschläfernden Trott der Marvelwerke. Raimi setzt wieder mehr auf Story und bietet uns einen umfassenden expositorischen Anteil, der gekrönt wird mit einigen massiven CGI-Schlachten, die visuell bei weitem nicht mit der jüngsten Serie MOON KNIGHT mithalten kann.

Dennoch schafft es Raimi, Marvel den ersehnten Neuanfang nach der Beendigung der Phase 3 zu verschaffen und frühere Katastrophen vergessen zu machen. Neben einem EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE sieht das Comic-Multiversum zwar äußerst schwach aus, doch zumindest entstehen viele spannende Storyansätze, die hoffentlich in kommenden Filmen aufgegriffen und vertieft werden. Strange ist somit nicht der große Wurf, gerade weil die Hauptdarstellenden oftmals sehr blass bleiben, doch eine totale Enttäuschung bleibt glücklicherweise aus.

Die gesamte Kritik gibt es auf riecks-filmkritiken.de/doctor-strange-in-the-multiverse-of-madness
CineMoenti
CineMoenti

21 Follower 200 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 4. Mai 2022
Da es mir eigentlich nie gelingt, solche Filme wirklich zu verstehen, möchte ich mich auf die Machart und Dramaturgie beschränken. Das Eine ist stark, das andere schwach. Abgesehen von Elfmans' völlig austauschbarer Musik (zweckdienlich, immerhin) glänzt DSITMOM durch Farbwelten, die harmonischer und faszinierender nicht sein könnten, durch starke Action in pompösen digitalen Kulissen und hervorragende Animationen (allein der Mantel mit Eigenleben des Magiers wäre einen ganzen Film wert).
Schauspielerisch gibt es nichts zu meckern: die wichtigste Achse (Cumberbatch - Olsen, beide auf ihre Art unter Verlust und Sehnsucht leidend) brilliert in jedem Augenblick aufs Eleganteste, auch jede Nebenrolle überzeugt.

Für mich ist der große Nachteil dieses Spektakels, dass es gleich einem Flickenteppich von Anfang bis Ende mit sich ähnelnden - wenn auch vornehmlich schrill-lauten - Szenen ausgekleidet ist. In verlässlicher Folge wird gekämpft, von Universum zu Universum gestoben, geliebt, gelitten, dann wieder gekämpft... und als ob man Angst gehabt hätte, dass das noch nicht genügt, kommt gegen Ende noch ein Pseudo-Horror ins Spiel, der a) gänzlich unnötig und b) leider unfreiwillig komisch ist. Dieses überbordende Konzept eines Multiversums, in dem jederzeit alles erlaubt ist, was gefällt, erzählt (mir) in erster Linie von einem Marketing-Karussell, aus dem es kein Entrinnen gibt. Die Dramatik im klassischen Sinne fällt dem beinahe gänzlich zum Opfer, denn in parallelen Zeit- und Raumgefügen ist ja jederzeit alles umkehr-, austausch- und wiederholbar.

Für Marvel-Fans ist Doctor Strange in the Multiverse of Madness selbstverständlich ein Muss und bedient höchstwahrscheinlich auch die meisten Erwartungen zur Genüge und auf hohem Niveau.

www.cinemoenti.blogspot.com
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