Call Me By Your Name
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BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 24. August 2018
Urlaub im Film, zumindest von der Atmosphäre her: der Film spielt im Sommer des Jahres 1983 auf einem Anwesen auf dem eine Familie mehrere Wochen verbringt und diese sommerliche Atmosphäre atmet der Film in jeder Szene, vor allem durch das dauerhafte Zirpen der Grillen im Hintergrund. In dieser Umgebung wird dezent die Geschichte einer traurigen Liebesbeziehung  geschildert – eine die nicht sein kann und nicht sein darf, dabei mit allen Höhen und Tiefen geschildert wird und plausibel und ehrlich endet. Hoch anzurechnen ist daß es dabei eigentlich egal ist dass es eine homosexuelle Bezeihung ist – natürlich wird das so hervorgekehrt, aber ich sehe es als nicht so wichtig,. Zwei  kreisen umeinander, möchten zusammen sein, können es aber nicht und dürfen es auf eine gewisse Weise auch nicht.  In diesen Stimmungen schwelgt der Film und es passiert im Grunde nicht wahnsinnig viel – aber eben der geschilderte Alltag der Figuren reicht auch schon.
 
Fazit: Sensibel geschilderte Liebesgeschichte mit bitteren und süßen Momenten in hitziger Urlaubsatmosphäre!
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 354 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 27. Januar 2024
Eine bildstarke und ehrliche Liebesgeschichte!

Luca Guadagnino hat mich 2018 schon mit seinem Remake zu „Suspiria“ umgehauen, doch „Call Me by Your Name“ war einer dieser Filme, die mich von Anfang an gereizt haben, auch ohne, dass ich den Regisseur kannte. Nun endlich konnte ich das Werk von 2017 sehen und bin (fast schon unerwartet) hin und weg. Selten sieht man einen Film, der eine Geschichte erzählt, die völlig ohne Klischees und Kitsch daherkommt, besonders wenn es um eine Liebesgeschichte geht.

„Call Me by Your Name“ spielt im Jahre 1983: In einer norditalienischen Gegend verliebt sich der junge Elio und den reifen und erwachsenen Amerikaner Oliver, der bei Elios Familie für einige Wochen aufgenommen wird und dort mit Elios Vater an archäologischen Ausgrabungen arbeitet.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman (2007) von André Aciman und ist ohne Zweifel ein stilles, aber kraftvolles Kunstwerk in meinen Augen. Ein Film, der sich in keinster Weise damit rühmt, dass er eine Liebe zweier homosexueller Männer darstellt. Es geht einfach um eine Liebesgeschichte zweier Menschen und diese wird mit viel Ehrlichkeit, aber auch Schönheit erzählt. „Call Me by Your Name“ erschafft eine warme, beruhigende Atmosphäre inmitten des wunderschön, sonnigen Italiens und inmitten dieser friedlichen Welt entsteht etwas Beeindruckendes.

Ähnlich wie „Manchester by the Sea“ überzeugt dieser Film hier durch eine Ehrlichkeit, die man nur selten in Filmen findet. Der junge Elio zum Beispiel ist noch voll in seiner jugendlichen Findungsphase. Er weiß oftmals nicht wohin mit seinem Körper, was Guadagnino auch immer wieder zeigt. Die Kamera hält kleine, intime Momente fest, die anfangs vielleicht überflüssig wirken, aber in meinen Augen erzählen sie viel über Elio und seine Mitmenschen. Auch das Thema der Sexualität fängt der Film unfassbar schön, aber auch realistisch ein. Und das Beste: Es gibt keine unnötigen Dramen, die das Ganze zerstören, kein plötzlicher Zwischenfall oder irgendeine Lüge, die am Ende alles ruiniert. „Call Me by Your Name“ ist eine Geschichte aus dem Leben ohne Hollywood-Zuckerzusatz.

Getragen wird der Film neben dem tollen Drehbuch und der starken Regie von zwei grandiosen Hauptdarstellern: Timothée Chalamet und Armie Hammer. Chalamet ist in meinen Augen auf dem besten Weg ein grandioser Charakterdarsteller zu werden und zeigt mit seinen jungen Jahren unfassbar viel Talent! Er ist das ungestüme Herz des Films und lässt den Film leben. Armie Hammer hingegen ist der erwachsene Kontrast und überzeugt mit einer ebenso gefühlvollen Darstellung. Find ich klasse ihn in so einer Rolle zu sehen, nachdem ich ihn nur aus dem schwachen „Lone Ranger“ kannte.

Erwähnung sollten aber auch die Nebendarsteller finden. Michael Stuhlbarg und Amira Casar etwa sind wunderbare Eltern, und zwar auch im wörtlichen Sinne.

Der Film glänzt mit einer bildstarken Kameraarbeit von Sayombhu Mukdeeprom. Der Film wurde unter anderem auch in Italien gedreht und die sonnige Schönheit des Landes mit seinem blauen Wasser und den saftigen, grünen Wiesen wird bildschön eingefangen. Dazu schwebt ein interessanter Soundtrack von Sufjan Stevens über allem, der mit viel Bezug zur Story eingesetzt wird, was ich wirklich toll fand.

Fazit: „Call Me by Your Name“ ist ohne Zweifel einer der besten Filme 2017 in meinen Augen. Einer der ehrlichsten Liebesfilme der letzten Jahre, der vor allem jungen Menschen (nicht nur Männern!) viel über das Erwachsenwerden beibringen könnte. Absolut empfehlenswert!
Muskelmann[¥¿!
Muskelmann[¥¿!

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0,5
Veröffentlicht am 27. März 2023
Ekelhafter Pedophiler Film der zudem stinklangweilig ist. Am besten ist ja noch wenn im Film dauernd zwischen irgendwelchen Sprachen gewechselt wird, ohne Untertitel natürlich, sodass man garnichts versteht.
dm L
dm L

4 Follower 24 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 12. Juli 2018
- ein paar spoiler_ wobei ich finde, dass man diesen Film spoilern kann ohne ihm zu schaden.

Ich habe den Film jetzt zweimal in Vorpremieren (1 mal im Orig.) gesehen. Es ist ein Liebesfilm.....Punkt. Zwischen zwei Männern....Punkt. Es passiert sonst nichts, außer dass wir sehen, wie sich ein Sommer in Italien anfühlt und wie alle der Personen miteinander agieren und vor allem wie es ist, 17 und total verliebt zu sein. Kein Drama, keine unüberwindlichen Hindernisse außer dem eigenen Zögern und eben der begrenzten Zeit. Wir sehen, wie zwei Männer, die Äußerlich und vom Alter her erstmal sehr unterschiedlich sind, intellektuell aber ebenbürtig, umeinander herumschleichen. Flirten findet hier versteckt z.B. über Musik statt. Wäre einer eine Frau, würde das ganz anders ablaufen. Viel offener und mit anderen Regeln. So ist der erste Teil ein ewiges, kaum sichtbares Vorspiel, das sich anzuschauen wirklich Spaß macht. Sehr erotisch! Bis beide sich dann wirklich näher kommen bei einem ersten Kuss, ist der Film schon zur Hälfte vorbei. Was dann folgt, sind wohl mit die schönsten Momente zwischen zwei Männern, die ich (mit meinen 51 Jahren) auf einer Leinwand gesehen habe. Timothé Chalamet ist eine Offenbarung, wie er Gedanken und Gefühle ausdrücken kann ohne auch nur ein Wort zu sagen und Armie Hammer entwickelt sich im Laufe des Films von einer göttergleichen Statue zu einem verletzlichen Menschen.

Ich habe mich gefragt, warum der heterosexuelle Autor der gleichnamigen Buchvorlage (André Aciman) ausgerechnet zwei Männer als Hauptfiguren gewählt hat. Er sagt: «zwischen Mann und Frau geschieht alles so schnell. Doch wenn man einen unerfahrenen Jungen erfindet, der sich in einen Mann verliebt, dann gibt es da all diese Hemmungen, all die Ängste und Schuldgefühle. Und da wird es für einen Schriftsteller interessant.» Das Buch ist übrigens beeindruckend und in jedem Fall lesenswert, da es ganz aus der Ich-Perspektive von Elio erzählt ist und den Film perfekt ergänzt und abrundet. Beides gehört unbedingt zusammen.

Warum ein Meisterwerk? Ich habe selten einen Film gesehen, wo ich das Gefühl hatte, ich sei so mitten drin und dabei. Diese unglaubliche Atmosphäre! Wirklich alle Sinne werden angesprochen. Wir sehen, wir hören, wir fühlen, ja wir schmecken und riechen fast sogar. Blicke und Berührungen haben den gleichen Stellenwert wie die Sprache. Der Film schafft es, das wir das Zeitgefühl der Sommerwochen komplett verlieren. Mal geht alles ganz schnell, dann scheinbar wie in Zeitlupe. Musik ist sehr präsent und ist wie die Umgebung selbst ein eigenständiger Teil der Erzählung. Man ist als Zuschauer gefordert, wird aber trotzdem mit einer flirrenden, hypnotischen Leichtigkeit belohnt. CMBYN ist kein effektiver Film, der einfach eine Liebesgeschichte herunter erzählt. Vieles, was wir sehen, hat gar nichts damit zu tun, aber immer mit dem Leben. Er unterwirft sich nicht dem üblichen Hollywood-Drama-Schema: Einführung-Konflikt-Auflösung, was manche Zuschauer irritieren wird. Er ist wie ein Bild von Claude Monet: impressionistisch und damit einfach ganz speziell und besonders.

p.s: schön finde ich auch das Spiel mit den Namen, damit meinen ich nicht nur deren Tausch, sondern die Namen selbst: Wenn man das V und das R aus OLIVER entfernt, bleibt OLIE übrig, daraus kann man ELIO bilden.... Elio als die "unvollständige" kleine Version von Oliver.
Cherry Dream
Cherry Dream

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3,5
Veröffentlicht am 19. August 2022
Ein schöner Liebesfilm, der einen in den 80ern Italiens hineinträumen lässt. Eine Geschichte eines Jungen, über die erste große Liebe, der mit einem Touch geheimer und verbotener Liebe versehen ist und selbst eine Zuschauerin wie mich, in Elio's Gefühlswelt eintauchen lässt. Auch wenn ich den langsam steigenden Aufbau der Beziehung der beiden Hauptcharaktere mag, schien mir der Film doch etwas langwierig und leider wenig unterhaltsam. Ein paar dramatische oder humorvolle Szenen hätte man gut miteinbauen können.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 10. März 2018
Würde man mich fragen, welche Art Film ich gerade gesehen habe, würde ich antworten: in einem homo-erotischen Teenagerfilm in Überlänge!
Mir war das alles viel zu lang und vor allem viel zu aalglatt: tolle, tolerante Menschen in schöner Umgebung, warum zwingend jüdisch und in den 80er Jahren, erschließt sich mir jedoch nicht. Auch konnte ich die Protagonisten nur in ihrer sexuellen Entdeckerfreude verstehen, aber nicht wirklich in ihrer wahren Persönlichkeit. Vor allem Oliver habe ich gar nicht als authentisch erlebt, da sein Hauptpart daraus bestehen zu schien, wie ein Barbie- Man auszusehen.
Trotzdem war dem Film etwas abzuringen und wenn es nur die Erinnerungen an die eigene Teeniezeit, die Überwältigung der ersten Liebe damals und - speziell für mich- meine Liebe zu Italien anbelangt..
Sky-Guy
Sky-Guy

1 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 7. März 2018
Mich hat der Film positiv überrascht! Nach dem Trailer war ich auf einen seichten Indie-Film eingestellt, aber in meinen Augen ist CALL ME BY YOUR NAME ein Meisterwerk! Allem voran die schauspielerische Leistung. Ein sehr ruhige und kurzweilig erzählte Romanze zwischen den beiden Hauptfiguren. Die Dialoge haben mir sehr gefallen, allem voran spoiler: das Gespräch zwischen Vater und Sohn am Ende des Films
. Dazu kommt die Auswahl der Musik, die sehr präzise eingesetzt wurde. In allen belangen für mich aktuell der beste Film des Jahres 2018!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 8. Juni 2021
Dieser Film ist ein absolutes Meisterwerk.
Grandiose Bilder, die Annäherung zwischen Oliver und Elio verzaubert...man ist hautnah dabei und fühlt jeden Gedanken der beiden mit. Erstklassig
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 8. April 2020
Zum Film CALL ME BY YOUR NAME wurde schon vieles gesagt, aber ich kann mich den den durchweg positiven Kritiken nur anschließen. Die Geschichte um die beiden Hauptfiguren ist herzerwärmend und dramatisch zugleich. Die beiden Hauptdarsteller machen einen großartigen Job. Vor allem Timothée Chalamet sticht in seiner Rolle hervor. Aber auch Armie Hammer und Michael Stuhlbarg machen einen tollen Job.
Dazu kommen die wunderschönen und ästhetischen Aufnahmen von Norditalien der 80 Jahre und die musikalische Untermalung. Ein wahrer Feelgood-Movie, der den Zuschauer mit einem weinenden Auge zurücklässt.
Man kann sich auf die Fortsetzung CALL ME BY YOUR NAME 2 freuen.

Fazit: Ein Meisterwerk und mein persönlicher Lieblingsfilm.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 4. Februar 2020
Der Film hat mich wahnsinnig berührt, die Protagonisten waren extrem gut greifbar. Mit der Musik, den Hintergrundgeräuschen und generell der gesamten Akustik wurde ein Punk getroffen, mit dem viele andere Filme nicht mithalten können. Auch mit der Perspektive wurde treffend gespielt.

Mit einem Plot aus den 1980ern hat ein Film immer jenen Vorteil, dass das Leben damals einfach sehr entschleunigt verlief, die Menschen besuchten sich damals mit dem Fahrrad und telefonieren mit Wählscheiben und in Telefonzellen. Herrlich. Alleine deshalb beruhigt der Film schon einmal beim Zusehen. Auch die Offenheit und Intimität der Familie bezaubert den Zuseher. Ein Film den man sehen kann, ohne "Angst" haben zu müssen.

Die Affäre zwischen den beiden Männern streckt sich zwar eine Zeit lang hinaus, wird aber umso knisternder als sie endlich wirklich beginnt.

Der beste Film, den ich seit langem sah. Das Buch ist schon bestellt! Und für alle die es nicht wissen- es gibt eine Fortsetzung des ersten Teiles in Buchform.
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