Black Adam
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2,8
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GamePrince
GamePrince

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4,0
Veröffentlicht am 20. Oktober 2022
Von mir gibt es eine klare Empfehlung.
Klar, der Film erfindet das Rad nicht neu und ist auch nicht sehr tiefgründig.
Aber trotzdem ist er sehr unterhaltsam gemacht und wir hatten eine Menge Spaß.

Einfach unkompliziertes Superhelden-Bombast mit viel Action und gutem Humor.
Michael K.
Michael K.

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4,0
Veröffentlicht am 26. Oktober 2022
Sicher ist die Story dieses Films ein wenig "abgefahren" - ich würde von einer "Marvelisierung" von DC sprechen - aber durchaus abwechslungsreich und inhaltsreich genug, um den ganzen Film hindurch unterhaltsam zu bleiben. Die Effekte sind mal wieder phänomenal, es ist mir ein Rätsel, wie solche Bilder überhaupt realisiert werden. Die Figur des "Black Adam" ist natürlich ein wenig grenzwertig, aber die Idee, spoiler: dass es manchmal auch einen "Nicht-Helden" braucht, um die richtigen Dinge zu schaffen
, finde ich erstaunlich interessant. Dwayne Johnson ist meines Erachtens eine 100prozentige Idealbesetzung für diese Figur des "Black Adam", so wie Gal Gadot für Wonderwoman - DC hat hier eine wirklich gute Auswahl bisher. Insgesamt ein gelungener Blockbuster, der hält, was er verspricht.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

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3,0
Veröffentlicht am 19. Oktober 2022
Hier ist wohl die Differenz: was es wirklich ist und als was es verkauft wird. Dwayne The Rock Johnson scheint hier wirklich der Meinung zu sein, das Comic Genre zu revolutionieren und eine frische, neue, nie dagewesene Story von gigantischem Ausmaß zu erzählen. Obendrein will er mit sich selbst in der Hauptrolle eine unglaubliche Heldenfigur etablieren. Die Wahrheit ist: schlecht ist dies alles nicht aber absolut generischer Standard dem viele Kanten und Ecken abgeschliffen wurden. Gegenüber Konkurrent Marvel liegt ein gigantisches Problem vor: „Black Adam“ führt eine Truppe Helden zusammen die im Hauruckverfahren schnell vorgeführt werden, dadurch aber nur notwendige Informationen und keine echte tiefe erhalten. Bei Marvel hätte jeder dieser Charaktere sicherlich erst mal einen Einzelfilm bekommen. Obendrein brüstet sich das Marketing damit dass der schwarze Adam eine unglaublich böse Figur ist. Das Böse besteht aber nur daraus dass er seine Gegner stetig tötet und dass ihm relativ leicht gemacht wird weil es eigentlich immer zur Verteidigung seiner Mitstreiter geschieht und die Opfer lediglich fiese Schergen sind um die kein Zuschauer etwas gibt. Letztlich läuft wohl alles auf die Abspannszene hin, die aber ja bereits gespoilert wurde und Lust auf einen weiteren Film in der Zukunft macht . Bis dahin ist dies ein großes, lautes Effekt Spektakel mit vielen Klischees und einigen funktionierenden Anteilen, aber eben nicht das als was es angekündigt und präsentiert wird. Dem Film wird der Überfluss der Comicverfilmungen zum Problem: denn gäbe es nicht gleiche Filme alle paar Monate oder noch knapper wäre dies hier wirklich ein tolles Event

Fazitin jeder Hinsicht solide aber eigentlich nie über dem Durchschnitt hinaus mit fehlender Figurentief e
Stephan Bönig
Stephan Bönig

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5,0
Veröffentlicht am 10. November 2022
Nachdem hier auf Filmstarts von Julius Vietzen eine vernichtende Kritik über Black Adam zu lesen war, habe ich tatsächlich überlegt, ob sich ein Kinobesuch überhaupt lohnt. Letztendlich habe ich mir dafür entschieden und wurde tatsächlich auf ganzer Linie enttäuscht - allerdings nicht von dem Film sondern Vietzens Einschätzung!

Der Film startet mit einer Rückblende, wo das versklavte Volk der Kahndaq von Ihrem Champion (Black Adam) befreit wird. Die Erzählung ist technisch gut umgesetzt und stimmig erzählt. Diese Erzählung ist auch absolut notwendig für das Verständnis der Story und bereitet noch dazu ganz subtil einen filmübergreifenden Storybogen vor, der erst fast am Ende überraschend zu Ende geführt wird und direkt mit Black Adam und seinen Motiven zu tun hat. Bis dahin 5 von 5 Sternen - wirklich gelungen mit guter Dramaturgie!
Wir springen in die Gegenwart und wieder leidet Kahndaq unter Unterdrückung, diesmal in Form von einem tyrannischen Verbrechersyndikat namens Intergang. Der Champion von damals ist verschwunden und nur noch eine Legende und die Welt kümmert sich nicht um das unterdrückte Volk. Der Ruf nach einem Helden wird immer lauter und so ist es fast schon eine Notwendigkeit, das Black Adam nach tausenden von Jahren erneut auf die Bühne tritt und die Sache in die Hand nimmt. Und genau das tut Dwayne Johnson auch. Ganze Armeen mit schweren Gerät werden in einem bombastischen CGI-Gewitter dahingemetzelt, wobei Johnson eine - seiner Filmfigur entsprechenden - verachtende Arroganz und Beiläufigkeit ausstrahlt. Besser geht es nicht! Auch sehr gefallen hat mir an dieser Stelle der Soundtrack, der stimmig von epischen Choralen zu den Rolling Stones wechselt. Dabei ist der Titel "Paint in black" fast schon Programm! Meiner Meinung nach immer noch 5 von 5 Sternen.
Da Black Adams Auftauchen nicht nur in Kahndaq Aufsehen erregt sondern - ähnlich wie damals Superman - international Besorgnis auslöst. Schickt man eine Heldentruppe los, um nach dem Rechten zu sehen. Hier kommt die Justice Society ins Spiel. Da der geneigte Zuschauer diese nicht aus anderen Filmen, Serien oder Comics kennt bzw. kennen muss, erfolgt eine kurze Vorstellung der Helden, die geschickt in die Handlung eingebunden wurde. An dieser Stelle hätte ich mir als Comicfan doch eine etwas bekanntere Truppe gewünscht - aber das ist nur ein persönlicher Wunsch. Die Truppe finde ich nur teilweise gelungen. Während Atom Smasher und Tornado etwas blass bleiben, punkten Pierce Brosnan als Dr. Fate und Hawkman. Wobei mir bei Hawkman im Design der Helm ein wenig zu aufdringlich war aber das ist Geschmacksache. 3/5 Sternen für die Justice Society.
Es kommt wie es kommen muss und die Helden prügeln aufeinander ein. Alles sehr gut gemacht, hier und da ein paar zündende Gags, bei denen man sich wirklich zusammenreißen musste, um nicht laut loszuprusten und technische sehr gute Umsetzung mit zeitgemäßen Special-Effects. Hier wieder 5/5 Sternen - hätte ich im Anschluss am liebsten noch einmal gesehen :-)
Neben der Heldenauseinandersetzung kommt noch ein weiterer übergeordneter Bösewicht ins Spiel, der auch schon in der Vergangenheit Kahndaqs eine Rolle spielte. Hier gibt es in der Storyline doch ein paar Längen und einige hölzerne Dialoge der Nebendarsteller. 3/5 Sternen für die Umsetzung, wobei die Story an sich gut ist (4/5 Sternen).
Über den ganzen Film hinweg dominiert Dwayne Johnson allein schon mit seiner körperlichen Präsenz und zeigt konsequent die schon beschriebene Arroganz eines überlegenen gottgleichen Wesens - und genau das erwarte ich bei einem Film, der immerhin Black Adam heißt. Teilweise kam ein wenig Terminatorfeeling auf, denn Johnson stolpert etwas unbeholfen durch die ihm unbekannte Welt und sorgt so für die eine oder andere komische Situation - ganz wie Schwarzenegger im "Tag der Abrechnung". Nur am Ende bröckelt diese Fassade und es kommt ein hinter der Arroganz versteckter vielschichtiger und vom Schicksal gezeichneter Charakter Black Adams zum Vorschein. Einen großen Beitrag leistet dazu eine schon ganz am Anfang vorbereitete Wendung (die ich hier aber nicht verraten möchte). Gute Idee, gut umgesetzt! Top! Letztendlich muss sich Black Adam entscheiden, ob ihm die Normalsterblichen wirklich egal sind oder er ein Held sein will - hört sich nach Klischee an, ist es auch aber braucht man bei einem Antihelden wahrscheinlich immer in irgendeiner Form.
Nachdem ich zwischenzeitlich schon Angst hatte, dass der Film zu Ende ist und mit einem Riesenspoiler eine Fortsetzung teasert, geht es aber doch weiter mit einer epischen Endschlacht. Hier geht dem Film dann leider etwas die Puste aus, denn das Finale kann die initiale Superheldenschlägerei zwischen Adam und der Justice Society nicht wirklich toppen und so geht der spoiler: tragische Tod eines der Protagonisten leider
etwas unter und der Oberbösewicht ist zu einfach besiegt. Das Finale bekommt daher nur 3,5/5 Sternen.

Fazit: Durchweg solide Superheldenaction, die sowohl unbedarfte Zuschauer als auch Comicfans auf ganzer Linie bedient. Die negative Kritik auf Filmstarts kann ich an keiner Stelle nachvollziehen und gebe deshalb gute 4 von 5 Sternen. Im direkten Vergleich zum letzten Thor-Film von Marvel um Längen besser - manchmal ist ein wenig Ernsthaftigkeit besser als Slapstick!
Norbert S
Norbert S

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2,0
Veröffentlicht am 27. Oktober 2022
wie gewöhnlich bei DC Filmen... viel Lärm um Nichts. 2 h CGI Geballer, Figuren ohne Geschichte, ohne Tiefe. Unterhaltung für schlichte Gemüter. Zur Figur Shazam/ Captain Marvel gibt es gar keinen Bezug. Stattdessen wieder 4 neue Superhelden, die einfach da sind. Wer ist diese neue Gruppe? Warum leitet sie Amanda Waller - ist die nicht für die Schurkentruppe zuständig? Wer ist diese Organsiation Intergang? Woher haben die ihre krassen Flugmopeds? Und Black Adam...ist zu keinem Zeitpunkt der Bösewicht aus den Comics. The Rock mit 3 Gesichtsausdrücken: Sauer, Neutral und zum Schluß ... eine Art Lächeln. Seine Figur war 5000 Jahre weg - hat aber 0 Probleme, sich in die neue Welt einzufügen. Und dieser Junge ... scheint auch unkaputtbar. und dazwischen ca 2 Seiten Dialoge bzw Aussagesätze. Ende. Billiges Kino in jeder Hinsicht.
Riecks-Filmkritiken
Riecks-Filmkritiken

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1,5
Veröffentlicht am 20. Oktober 2022
Die schier wichtigste Frage bei einem neuen DC-Film scheint mittlerweile zu sein: Bekommen wir erneut ein Trauerspiel liebloser Charaktere verpackt in ein Armutszeugnis, dass sich Drehbuch nennt? Um direkt die Kuh vom Eis zu schieben: BLACK ADAM enttäuscht auf mehreren Ebenen und das selbst, wenn man schon ohne große Erwartungen in den Film hinein geht. Das Trauerspiel ist genauso kreativ wie die Namensgebung, die uns im Film damit erläutert wird, dass der eigentlich „Teth-Adam“ heißende Protagonist endlich mal einen neuen frischen Namen bräuchte und deswegen künftig Black Adam heißen solle. Scheinbar hat man sich nicht nur um schlappe 400 Jahre im Storytelling verrechnet, sondern auch noch in der Gleichung vergessen, dass der immer selbe Einheitsbrei schon in der Vergangenheit mehrfach auf Gegenwehr gestoßen ist. Statt den Erfolg von Zack Snyder endlich anzuerkennen und ihm freie Hand beim Aufbau eines eigenen Universe zu lassen, imitiert man lieber seinen Stil, ohne dabei zu merken, dass es ein gewisses filmisches Feingefühl braucht. Manche wollen es halt einfach nicht lernen.

Die gesamte Kritik gibt es auf riecks-filmkritiken.de/black-adam
Cursha
Cursha

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0,5
Veröffentlicht am 28. Dezember 2022
Was eine Katastrophe von Film... Man sollte meinen DC hätte die Zeiten hässlicher CGI Orgien, ohne Hirn und Verstand hinter sich. Sowas bekommen wir nach Filmen wie "The Batman", "Joker" oder "The Suicide Squad" serviert. Und eine bestimmte Szene nach dem Abspann legitimiert diesen Film nicht oder macht ihn besser.
challengesbya.d.2k
challengesbya.d.2k

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5,0
Veröffentlicht am 23. April 2023
Ein sehr geiler Superheldenfilm, wobei Black Adam kein richtiger Superheld ist. Dwayne Johnson ist bombastisch in seiner Rolle als Black Adam!
FILMGENUSS
FILMGENUSS

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2,5
Veröffentlicht am 23. Oktober 2022
EIN FELS IN DER SCHWEBE
von Michael Grünwald / filmgenuss.com

Jetzt wird alles anders! So zumindest will es laut filmstarts der neue Warner-Chef David Zaslav. Und er macht Tabula Rasa. Er sperrt den bereits abgedrehten Film Batgirl in den Giftschrank und hofft, ihn zur Gänze von der Steuer absetzen zu können (was ihm womöglich auch gelingen wird). Er hält auch nicht viel von Solo-Gängen oder unterschiedlichen Herangehensweisen in der Tonalität eines DC Extended Universe. Vielmehr sollte man sich an Marvel wieder ein Beispiel nehmen. So, wie Kevin Feige es macht – und wir sehen ja, auf welcher Erfolgswelle er schwimmt – soll auch das DC-Universum seine Fangemeinde etablieren und zu regelmäßigen Kinoevents einladen, die das Blaue vom Himmel blitzgewittern und so richtig ohrenbetäubend die Motoren heulen lassen. Nicht alle wollen das, die breite Masse aber schon. Dabei gibt es Gerüchte, dass der vermeintlich neue DC-Chef Dan Lin, Executive Producer bei den Lego-Filmen oder Godzilla vs. Kong, Zac Snyder wohl nicht mehr im Regiestuhl sehen will. Die Art und Weise, wie er Filme mache, und insbesondere der Snyder Cut der Justice League (eine Sternstunde der DC-Filme), entspräche nun nicht mehr den Vibes, die Zaslav an seine Seher vermitteln will. Überraschenderweise aber haben die Verantwortlichen mit ihrem neuesten Knüller Black Adam genau das getan. Sie haben nicht nur anhand Marvel gelernt, wie man eingehend sympathische Figuren nah ans Publikum heranbringen und augenzwinkernde Ironie ausgeglichen verteilen kann – sie imitieren den Stil des 300-Schöpfers so sehr offensichtlich, dass es fast scheint, als würde sich Warner in die eigene Tasche lügen.

Unterm Strich heißt das: Mit Black Adam, der ja laut Lin sehr wohl dem neuen Trend der DC-Kinofilme entsprechen soll, erblickt eine eierlegende Wollmilchsau die Leinwand, die so pathetisch ins Feld zieht wie Leonidas und seine Spartaner, so schräg auftreten will wie James Gunns The Suicide Squad und so viel launiges Teamwork samt interner Diskrepanzen darüber pfeffern möchte wie in den Filmen der Avengers-Macher Anthony & Joe Russo. Ungefähr so wabert Black Adam auch daher und plustert sich zu einer gottgleichen Größe auf, in der ein Dwayne Johnson, dem man niemals auch nur ansatzweise böse sein kann, permanent über allen Dingen schwebt und genauso selten Bodenhaftung erreicht wie das Brachialabenteuer selbst.

In diesem erwacht im fiktiven Staat Kahndaq, der Ägypten mit seiner Küstenstadt Alexandrien zum Verwechseln ähnlich sieht, ein gottgleicher Shazam!-Champion aus einem 5000 Jahre andauernden Schlaf, um Rache zu üben. Befreit wird dieser von einer Polit-Aktivistin namens Isis (!), die eine von dämonischer Macht angereicherte Krone in Gewahrsam bringen will, bevor dies die Intergang tut, eine Militärdiktatur, deren Ziel es ist, die antike Monarchie von vor 5000 Jahren wieder weiterzuführen. Da steht – oder schwebt – nun natürlich der stiernackige Schrank von einem Halbgott ins Bild, der so unbesiegbar scheint wie Superman und alles kann, nur nicht in die Knie gezwungen werden. Das wiederum ruft die Justice Society of America auf den Plan und eben nicht die Justice League, um den neu erstarkten Schurken die Leviten zu lesen. Dabei wird klar, das die richtigen Fieslinge ganz andere Leute sind.

Mit dieser neuen Justice Society brechen diverseste Antworten auf Marvels Helden wie Ant Man, Falcon oder „X-Woman“ Storm durch die Schallmauer – deren Terminkalender scheinen wohl nicht so verbucht wie bei Batman, Wonder Woman und Co. Und auch ihr Gütesiegel liegt wohl noch eine Liga drunter, zumindest aber über jener der Suicide Squad, die alle aus demselben Universum kommen. Jaume Collet-Serra ( u. a. Jungle Cruise) schart um den distinguierten Dr. Strange-Verschnitt Dr. Fate so einige schräge Gestalten, die sich auf vergnügliche Art zusammenraufen, um Black Adam in Zaum zu halten. Der wiederum ist nur schwer ernst zu nehmen und hat auch stets – und dank Johnson ­­­– einen Hang zur unfreiwilligen Komik.

Unter dieser orientierungslosen und belächelten Stilsuche leidet auch der ganze Film. Am ehesten noch möge Zac Snyder darauf hinweisen mit den einleitenden Worten „Ich hab’s euch ja gesagt“, dass er seinen eigenen Stil wohl am besten beherrscht, und eben nicht andere Auftragsregisseure ohne eigener Vision wie Collet-Serra. Bei ihm gerät ein in triefendem Pathos ertrinkender 300-Stil mit CGI-Gewitterstimmung und inflationär eingesetzter Slow Motion inmitten donnernder Actionsequenzen zur Trittbrettfahrt neben der Spur eines geschmähten Kenners, der gewusst hätte, wie viel davon ein Film wie Black Adam vertragen könnte. Alle anderen wissen das scheinbar nicht – und kleistern genau dort alles zu, wo weniger mehr gewesen wäre. Ein Mehr hätte auch das schale Skript vertragen, und überhaupt das schauspielerische Engagement der Schauspieler. Das Konzept wirkt seltsam billig, gehetzt und gehudelt, selbst die Effekte sind nicht State of the Art, doch das merkt man anhand des kaschierenden Snyder-Stils nur manchmal.

Dwayne Johnson scheint sich inmitten seines pittoresken Superhelden-Trashs aber sichtlich wohlzufühlen, denn sowas wie Black Adam wollte er immer schon mal machen. Da der Ex-Wrestler einfach ein gewinnendes Wesen besitzt, sieht man ihm selbst dann gerne zu, wenn der Rest die ganze Zeit nur denen nacheifern will, die es besser gemacht hätten.
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vodkamartini
vodkamartini

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2,0
Veröffentlicht am 28. Oktober 2022
Ein Fels als Rammbock - DC wagt mal wieder den Frontalangriff

Irgendwie ist es fast schon drollig mit anzusehen, wie DC mit Innbrunst den Vorschlaghammer schwingt, um endlich die leidige Vormachtstellung des nervigen Konkurrenten Marvel zu zertrümmern. Was hat man nicht alles versucht. Aber weder der Comic-Schlachtplatten-Meister Zack, noch die fusionierte Power der zwei bekanntesten Superhelden des Globus konnten das gleißende Marvel-Camelot erstürmen. Dabei hatte man es doch wirklich nach allen Regeln der Kunst sturmreif geschossen. Fairerweise muss man sagen, dass zumindest die Lasso schwingende Amazone und ein Pennäler im Superheldenstrampler ein paar Achtungserfolge erzielt haben, aber mehr eben auch nicht. Ohnehin scheint man im Hause DC weit mehr Vertrauen in die Testosteron-geschwängerte Urgewalt Muskel bepackter Rammböcke zu haben.

Arnold und Sly dürften in diesem Zusammenhang ganz froh über die Gnade ihrer (zu) frühen Geburt sein. Immerhin scheut DC (bisher) vor der Verzweiflungstat der De-Aging-Technologie zurück und baut (noch) auf „unbehandelte“ Darsteller. Nur woher nehmen? Nun, wenn aktuell überhaupt ein legitimer Nachfolger der beiden Körperkult-Ikonen in Sicht ist, dann bestenfalls der emeritierte Wrestler Dwayne „The Rock“ Johnson. Gut, seine meist blödelnden und stets austauschbaren Disney-Blockbuster für die ganze Familie passen nicht so recht ins kultige Bild, aber was er über die Jahre im Fitnessstudio so modelliert hat, dürfte selbst den beiden grauen Action-Eminenzen imponieren. Zumal er auch bei einem potentiellen Charisma-Bankdrücken ein ernst zu nehmender Gegner wäre. Wie dem auch sein, Dwayne vor das dauerballernde DC-Sturmgeschütz zu spannen ist fast schon Pflicht, in jedem Falle aber unbedingt konsequent.

Das Ergebnis dieses strategischen Geistesblitzes ist aktuell im Kino zu bewundern und hört auf den strammen Namen „Black Adam“. Dwayne gibt hier einen 5000 Jahre alten Champion alias Theth-Adam, der dem bösen König der fiktiven Hochkultur Kahndaq sein schurkisches Lebenslicht ausgeblasen hatte, dann aber selbst in Ungnade fiel. Im Zuge eines brutalen Wettstreits um Verbleib und Besitz der alten magischen Königskrone wird Teth-Adam wieder zum Leben erweckt und greift mit brachialer Gewalt und allerlei Superkräften in den Kampf ein. Dies ruft wiederum die Justice Society of America auf den Plan, die alles daran setzt, den wüst um sich schlagenden Neuankömmling in die Schranken zu weisen …

Klingt bescheuert? Ist bescheuert, aber sind wir mal ehrlich, bei DC haben solch hanebüchene Plotfragmente - die gern auch noch wie irre Blitze durch die Gegend geschleudert werden - absolut Tradition und gehören einfach zum Menü. Dass einem die dann herum tollenden Figuren reichlich Wumpe sind, ist sicherlich eine unschöne Nebenerscheinung, aber dafür knallt, raucht, blitzt und donnert es an allen Ecken und Enden, vor allem aber alle fünf Sekunden. Garniert wird dieser dampfende Super-Muffin von einer Zucker speienden Schneekanone in Form eines dauerdröhnenden und fröhlich vor sich hin wummernden Score, der selbst in den wenigen Momenten in denen nichts los ist (also in denen nichts zu Bruch geht, niemand schießt, fliegt, oder zuschlägt), suggeriert dem wäre nicht so.

Natürlich gibt es obendrein ein paar beliebte Beilagen, schließlich steht das Gros des gewöhnlichen Superhelden-Publikum nicht allzu sehr auf wilde Experimente oder exotische Zutaten. Also gibt es auch hier eine Helden-Genese, den Opfertod eines lieb gewonnenen Weggefährten, eine Mentor- (nach Sean Connery hat nun auch Pierce Brosnan die grau melierte Mentoren-Reife) und eine Buddy-Figur, eine dubiose Organisation, die im Hintergrund die Fäden zieht und zu guter letzt einen jugendlichen Helfer zur Identifikation fürs Zielpublikum.
Für dieses sind - zumindest so die offensichtliche Überzeugung der Filmemacher - digitaler Look und vornehmlich durch Heerscharen von Programmierern generierte Action keinesfalls verhandelbar, also heißt es auch bei „Black Adam“ wieder voller Innbrunst: „Rechner Marsch!“. Womit wir wieder beim „Egal-Problem“ vieler moderner Blockbuster wären, denn wo künstliche Helden gegen künstliche Schurken in künstlichen Welten künstliche Kämpfe austragen, da haben Spannung, Empathie und Mitfiebern Kaffeepause. Aber irgendwie ist selbst das inzwischen schon egal.

Dennoch - und das mag jetzt überraschend klingen - kann man mit dem schwarzen Adam zumindest ein bißchen Spaß haben. Der wüste Ideenmix, das ständige tonale Sackhüpfen (mal lsutig, mal zynisch, mal episch, mal traurig, mal pathetisch, mal kindisch), das völlig unmotivierte Ausschlachten musikalischer (Rolling Stones "Paint it black“) und filmischer ("Zwei glorreiche Halunken“ sowie "Terminator 2“) Meilensteine ist in seiner kruden Mischung aus Unbeholfenheit und Chuzpe irgendwie witzig.
Dass Regisseur Jaume Collet-Serra - der immerhin vier vergleichsweise bodenständige Liam Neeson Action-Thriller dirigierte - in all dem Tohuwabohu offenbar irgendwann den Überblick verloren hat, sollte man ihm nicht zu hart ankreiden, schließlich war sein vorangegangener Film eine wilde Jungle Cruise mit demselben Hauptdarsteller. Wie eine Themenpark-Attraktion fühlt sich auch „Black Adam“ an und wie dort frägt man sich nach dem Aussteigen, warum man dafür jetzt 10 Euro bezahlt hat. Aber die Frage ist eine rhetorische und sie wird mit einem Lächeln vorgetragen, denn wer auf die Wiesn geht, der weiß was ihn erwartet und will es letztlich auch so. Mit dem DC-Roller Coaster verhält es sich ganz ähnlich. Er bietet ein sehr kurzlebiges und sehr oberflächliches Vergnügen, aber die Fahrt an sich ist rasant.

(zuerst veröffentlicht 24.10.22)
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