Systemsprenger
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BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 13. Mai 2020
Dies ist natürlich kein Film den man zum „Spaß“ schaut, sondern ein furchtbarer, harter und krasser Steifen. Er begleitet ein kleines Mädchen daß von psychischen Störungen und unkontrollierbaren Wutattacken gepeinigt wird, wie diese mit ihrer Art ihr Umfeld terrorisiert und wie sie durch das System fällt – alles, was es an Möglichkeiten gibt um einem solchen Kind zu helfen wird probiert und scheitert. Das funktioniert durch das eindringliche Spiel von Helena Zengel unangenehm gut, aber ebenso hat der Film einen durchgehend lebensnahen und realistischen Look. Das wird durch ein ständiges Wexchselbad der Gefühle verstärkt, auf glückliche Momente folgen wieder entsetzliche und ängstliche Szenen und so hilflos viele Personen an manchen Stellen erscheinen so glaubhaft sind sie auch. So verlässt man den Film, insbesondere durch das ungreifbare Ende, mit sehr ramponierter Emotionslage, aber ebenso it dem begeisternden Gefühl was der deutsche Film vermag.
 
Fazit: Realistisches Bild eines Problemkindes das restlos in den magen schlägt!
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 7. April 2020
Richtig scheiße kriegt man Aggressionen bei dem scheiß Mädchen hab gehofft das sie im film ehlendig verreckt
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 24. Februar 2020
Erst einmal möchte ich mich vielen vorher gegangen kritiken anschließen.

Hier noch einmal die Leistungen der Schauspieler, und allen mitwirkenden hervorzuheben ist bereits im vollen Umfang geschehen.

Da ich (53) selbst betroffener eines solchen Systems gewesen bin, hatte mich der Film besonders bewegt. Vieles verdrängtes, vieles erlittennes wurde wieder durchlebt. Das ich mich diesem erneut gestellt habe, ist auch vielleicht der Vergangenheitsbewältigung und der immer noch nicht abgeschlossenen Aufarbeitung zu Schulden.

Streckenweise wollte ich Benni einfach an ihre Hand nehmen (nicht als Erwachsener, sondern als damals acht jähriger) und weg rennen. Weit weg! In eine Welt, wo alles besser ist! Dies waren natürlich nur Kindergedanken und empfindungen. Streckenweise ist mir die Luft weg geblieben und ich wollte das Kino verlassen. Da es so realistisch gewesen ist.

Ich kann nur hoffen, dass der Film auch die Menschen erreicht, die dieses System vertreten und gesetzlich geschaffen haben. Das hier einmal eine Kugel des nachdenkens angestoßen wird.

Es heißt immer zu wohle des Kindes. Hier wird wieder einmal deutlich, dass hier nichts zum wohle des Kindes entschieden wird.

Warum hört man nicht auch die Stimme betroffener Kinder? Und wenn sich, wie in diesem Film eine Beziehung anbahnt. Dieses nicht unterstützt? Nein!!!! Das kann und darf natürlich nicht.

Ich kann nur allen danken und hoffen, dass sich hier wirklich mal etwas ändert.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 23. Februar 2020
Sehr erschreckend der Film und bis zum Schluss spannend. Das Ende ist ein wenig fraglich. Man möchte gerne wissen was aus Benni wird.
Marco S.
Marco S.

10 Follower 35 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 21. Februar 2020
Ein unfassbar beeindruckender Film: Die Schauspieler, Der Realismus, Das Mädchen, Die Hilflosigkeit
Ich habe nichts gefunden, dass irgendwie negativ ist oder mir missfällt. Ein Wahnsinn, dass der Film nicht für den Oscar nominiert war. Von Helena Zengel werden wir noch viel sehen.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 21. Dezember 2019
Ich war und bin tief beeindruckt - "Hammer" - Film und ein Spiegelbild unserer Gesellschaft - Systemfragen...
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 8. Dezember 2019
Systemsprenger - Ein Film, wie ein Schlag in die Magengrube.

Die 9-Jährige Benni wird von Pflegefamilie zu Pflegefamilie geschickt. Aus jeder Schule fliegt sie raus. Die Medikamente, die ihr verschrieben werden nimmt sie nicht, oder sie helfen ihr nicht.
Und eigentlich will sie auch nur eines: Zurück zur Mutter oder zumindest einen liebevollen Ort, an dem sie bleiben kann.

Dieser Film ist auf so viele verschiedene Weisen etwas ganz besonderes.
Zunächst einmal wären da die Schauspieler, denen man ihre Emotionen und ihre Verzweiflung, ihren Schmerz; aber auch ihre Freude zu 100% abnimmt.
Besonders zu erwähnen, die 11-jährige Helena Zengel, die eine oscarreife Leistung bietet.

Dann die Geschichte, die so wunderbar zeigt, wie sich das System selbst im Weg steht.
Menschen, die mit diesem Kind arbeiten, dürfen die professionelle Distanz nicht verlieren. Plätze in Unterbringungen sind knapp bemessen, die Verantwortung diesem Kind zu helfen wird von Instanz zu Instanz geschoben.
Anstatt nach Ursachen für Bennis Verhalten zu suchen und Traumata aufzuarbeiten, wird nur darauf hingearbeitet, dass sie sich "verträglich benimmt".

Und schließlich die Inszenierung.
Die Art, wie dir Macher einen leiden lassen, wenn sie dem Zuschauer minutenlang zumuten in Bennis traurige Augen zu blicken oder ihr zuzuhören, wie sie verzweifelt nach ihrer Mutter schreit.
Es gibt Momente, in denen man als Zuschauer durch die Leinwand greifen und dieses Kind einfach nur umarmen. Und in anderen Situationen möchte man sie einfach nur schütteln und fragen, warum sie sich alles kaputt macht. Bis man merkt, dass sie gar nicht anders kann.

Für mich der beste Film, den ich jemals gesehen habe und zu Recht der deutsche Oscar-Anwärter in diesem Jahr.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 10. November 2019
Ja, dieser Film ist schwer zu verarbeiten. Er zeigt die pure Wahrheit. Anstatt der Familie mit Beistand zu helfen wird das Kind herum geschoben und bekommt alles Andere als die Liebe und die Zuwendung nach der es sich so sehr sehnt und braucht. Viel zu wenig honoriert wird die Arbeit der Menschen die versuchen zu helfen und täglich diesen Frust ausgeliefert sind nicht das tun zu können was zu tun wäre. Der Film zeigt dass es uns nicht wert ist soziale Arbeit zu fördern.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 27. Oktober 2019
Ich war heute morgen in diesem Film. Wenn ich den Film zuhause angeschaut hätte, wäre ich wahrscheinlich irgendwann ausgestiegen, da ich die Momente oft gefühlt habe, diese Hilflosigkeit und diese Wut und völlig überfordert war. Nora Fingscheidt hat ein ganz sensibles Thema in diesem Film verarbeitet. Kinder, die nicht in das System passen. Die uns Erwachsene überfordern und die uns hilflos werden lassen. Das Gefühl des Kindes, dass sich nirgendwo zugehörig fühlt, eine Mutter, die völlig überfordert ist und ein System, dass am Schluss keinen richtigen Ausweg mehr sieht. Dieser Film ist, meiner Meinung nach, ein echtes Meisterwerk. Die Balance zu halten, um nicht in die eine oder andere Richtung zu gehen, was der Zuschauer immer wieder erwartet und das Ende offen zu lassen, besser geht es nicht. Dieser Film wird mich noch länger beschäftigen, denn selten hat mich ein Film so sehr mitgenommen wie dieser.
FILMGENUSS
FILMGENUSS

998 Follower 942 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 6. Oktober 2019
WENN NICHT MAMA, WER DANN?

„Mir ist das Mädchen richtig ans Herz gewachsen“, sagt an einer Stelle des Films die temporäre Pflegemutter, die das neunjährige Mädchen Benni in ihrer Obhut hat. Nora Fingscheidt, Regisseurin ihres Spielfilmerstlings, geht es da ganz ähnlich. Die kleine Benni kann einem einfach nicht egal sein, das Kind lässt verzweifeln und am liebsten will Fingscheidt ihr alle Liebe angedeihen, die es nur gibt. Nur: Da System sieht sowas nicht vor. Das klingt jetzt krass, das klingt wie dystopische Science-Fiction, in der Emotionen am Index stehen. In Systemsprenger allerdings sind Emotionen die Ruler überhaupt, ungefiltert führen sie zum Chaos. Gut das die meisten von uns ihre Impulse kontrollieren können. Die kleine Benni kann das nicht. Die Wut im Bauch wird zur Wut auf die Welt – entfesselt, ohrenbetäubend laut, brutal. Ein Kind muss sowieso erst lernen, Gefühle zu kontrollieren und sich ihnen nicht gleich hinzugeben, da spielt natürlich auch Gewalt eine große Rolle. Bennis Verhalten ist dahingehend gestört. Aber auch ihr Verhältnis zur Familie. Keine Ahnung, was da passiert ist, welchen Ursprung diese Störung erst auf Schiene gebracht hat, nur einmal wird am Rande erwähnt, warum man Benni um alles in der Welt nicht ins Gesicht greifen soll. Da müssen schlimme Dinge vorgefallen sein. Der Vater ist verschwunden und die arbeitslose Mutter sitzt sowieso schon mit zwei Kindern daheim – klarer Fall von sozialem Notstand. Eine nähere Analyse der Ursachen lässt Fingscheidt aber außen vor. Denn worum es geht, das sind die Symptome eines gewaltigen Defizits. Und die sind schwer auszugleichen.

Weiterlesen auf FILMGENUSS unter https://filmgenuss.com/2019/10/06/systemsprenger/
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