Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden
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4,0
Veröffentlicht am 15. November 2025
Oha, was für ein Trip. Das Ganze geht recht harmlos los, man trifft sich im Zug und redet ein bisschen. Naja, eigentlich redet er nur, sie sagt ja kein Wort... Ach und dann geht es los, je länger der Film läuft, umso absurder und surrealer wird es. Von Kinderhandel, Pornos, Organhandel bis hin zu einer Frau, die sich in eine Hund verwandelt. Das ist schon alles recht skurril und auch irgendwo hart.

Vorgetragen wird das von einem stets sehr subtilen und intelligenten, sehr schwarzem Humor, den man natürlich mögen muss, sonst bekommt man erhebliche Probleme mit dem Film! Somit gebe ich auch keine allgemeine Empfehlung, sondern eingeschränkt vielleicht auf Menschen, die spanische Filme mit eigenartigem Humor mögen...
beco
beco

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2,0
Veröffentlicht am 8. September 2020
Ein ziemlich verstörender Film, der es dem Zuschauer nicht leicht macht. Die Geschichte entwickelt sich in verwirrenden Rückblicken und Verschachtelungen und lässt einen ziemlich ratlos mit den verschiedenen, skurrilen, aber teilweisen auch sehr unappetilichen Episoden zurück.
zwiespältig
FILMGENUSS
FILMGENUSS

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2,5
Veröffentlicht am 7. September 2020
NÄCHSTER HALT: IRRENANSTALT
von Michael Grünwald / filmgenuss.com

Vorsicht ist die Mutter der Eintrittskarten für diesen Film. Dessen Titel führt nämlich in die Irre, denn Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden könnten natürlich so etwas sein wie all die verschroben-phantasievollen Begebenheiten, die einer Amelie passiert sind. Oder er erinnert vielleicht an die poetischen Filme eines Veit Helmer, wie zum Beispiel an den Lokführer, der die liebe suchte. Dem Trailer nach ja, dem Trailer nach könnte der Film eine etwas deftigere Version, aber eine Version von so etwas sein, wenn schrullige Anekdoten von der Skurrilität des Lebens erzählen.

Dem ist nicht so. Regisseur Aritz Moreno führt sein Publikum in seinem spanischen Episodenfilm schlichtweg in menschliche Abgründe. Wer da nicht drauf vorbereitet ist, könnte schon in der ersten Episode, die da heißt „Eine trügerische Hochzeit“ (warum, weiß keiner) leicht verstört mit dem Gedanken spielen, das Kino zu verlassen.

Alles beginnt mit einer wie der Titel schon sagt Zugfahrt, während jener ein Psychiater seinem Vis a vis von unglaublichen Geschichten aus den Erinnerungen seiner Patienten berichtet. Die sind entweder schizophren oder paranoid oder haben sonst irgendeine schwerwiegende Psychose. Erzählt wird zum Beispiel von einem Soldaten im Kosovo (voller Spielfreude: Luis Tosar), der kriegsversehrt vom Einsatz heimkehrt, sichtlich gezeichnet, und wiederum von einem dubiosen Handel mit Waisenkindern beichtet, die für Schreckliches missbraucht werden. Das will natürlich niemand sehen, ich jedenfalls nicht, doch sobald einem klar wird, dass es die Treppen abwärts geht in die Finsternis, kommt man irgendwie nicht mehr aus. Zum Glück ist das nicht die einzige Geschichte. Da gibt’s noch die mit dem Hundebesitzer, dessen Freundin immer mehr zum Vierbeiner werden muss. Perverse sexuelle Abgründe? Jawohl – und um nichts bequemer! Und wie ist das mit der Müll-Verschwörung? Zeitgemäßer geht´s kaum. Angesichts dieser Geschichten ist der Mensch selbst die Wurzel allen Übels, dessen Überforderung den Geisteskranken ins Gesicht geschrieben steht.

Angekündigt und kommentiert wurden Die obskuren Geschichten des Zugreisenden damit, den Surrealismus im Kino wiederentdeckt zu haben. Luis Bunuel wurde erwähnt. Allerdings auch nur, weil der Meister des Surrealen selbst das Wort „obskur“ in einem seiner Filme hatte. Sonst ist an Morenos Reigen des Irrsinns nichts surreal, und das ist eigentlich das Erschreckende daran. Dem Menschen wäre all dies zuzutrauen, und tatsächlich passieren womöglich Dinge, die den Film geradezu alt aussehen lassen, obwohl mir das schon reicht. Den Inhalt aus Ulrich Seidls Hundstage wollte ich auch nicht kennenlernen, und tatsächlich haben beide Episodenfilme gewisse ähnliche Eigenschaften. Seidls wie auch Morenos Film schildern auf zynische Weise den Dreck unter den Fingernägeln menschlichen Überschnappens, und beide entwickeln eine Faszination für das Abnormale. Dabei sind Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden immerhin von einer farbsatten, üppigen Ästhetik, wie man es aus Filmen eines Jean-Pierre Jeunet gewohnt war, wie zum Beispiel aus Delicatessen oder Micmacs. Trotz dieser erlesenen Bildsprache ist dieser Film nichts für angenehme Kinostunden. Im Gegenteil: auch bei all dieser überzeichneten Lust am puppentheatralischen Wahnsinn einer Freakshow bleibt ein ganz mieses Gefühl.
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Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 15. August 2020
Schrecklicher Film versucht einen auf Kunstwerk zu machen, ist aber einfach nur schlecht und ecklig.
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