Supergirl
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Jan
Jan

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3,0
Veröffentlicht am 26. Juli 2026
Nichts besonderes, aber besser, als der durchschnittliche Marvelfilm nach Endgame. Außerdem sehr kurzweilig und damit nicht langweilig.
FILMGENUSS
FILMGENUSS

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3,5
Veröffentlicht am 29. Juni 2026
IN DEN WELTRAUM HINEINSCHREIEN
von Michael Grünwald /

Thanos und eine Lanze für den Comicfilm

Ich weiß nicht, warum gerade im Genre des Superheldenfilms andauernd geunkt wird. Wenn schon, dann müsste sich den Vorwurf des sich wiederholenden Einheitsbreis fast schon jede Art von Film gefallen lassen. Dabei darf man nicht vergessen, dass alle Geschichten dieser Welt sowieso nur auf wenigen narrativen Mustern beruhen.

Dass nur in dieser Welt der Capes und Anzüge und Superkräfte mehr inhaltliche Variation eingefordert wird, und im Sektor des romantischen Films, des queeren Films oder des Actionfilms deutlich weniger, mag verwundern. Doch womöglich liegt die Provokation zum Spott gerade in der Haltung so mancher Übermenschen, wenn sie in falscher Bescheidenheit die Welt retten müssen – und der Antagonist selten reflektiert, warum er eigentlich alles unterjochen will.

Es mag dieser Mangel an Besinnung sein, der das Genre für manche so dumm erscheinen lässt. Nach dem nach wie vor für sich alleinstehenden Jahrhundertwurf eines Thanos und dem Aufbegehren ausgesuchter Avengers gegen ihn hat der Comicfilm dahingehend wirklich alles unternommen, um für voll genommen zu werden.

Superhelden und ihr Bewusstsein, Superheld zu sein

DC hat sich der Schwere eines Zac Snyder, dessen Interpretationen ich aber schätze, weile sie nahe an den Figuren der Heftvorlagen sind, entledigt. Weg mit den Ego-Trips und den Selbstgerechtigkeiten. Mit diesem Jammern auf hohem Niveau über verpasste Kindheiten, katastrophale Schicksale und sippenhaftende Widersacher.

Man muss zugeben, Henry Cavill und Ben Affleck waren sich zwischen gefälligem Gehabe eines Tech-Milliardärs und repräsentativer Eitelkeit wohl immer stets bewusst, wie toll sie nicht sind. Davon ist im neuen Tonfall von James Gunn kaum mehr etwas übrig. Sein Superman ist weitestgehend frei von Selbstüberschätzung.

Dieser Superman kann mit dem Begriff Superman wenig anfangen und wirkt eher so wie einer, der mal wieder Lust hat, etwas für die Allgemeinheit zu tun. Wie angenehm unprätentiös. Und wie ehrlich bescheiden. David Corenswet trifft den Charakter auf den Punkt. Sympathisch, nahbar, manchmal peinlich und sagenhaft freundlich. Seine Cousine macht es ihm gleich.

Ein Take-Away-Abenteuer, handlich und zeitgemäß

Bereits im neuen Superman von vor einem Jahren angeteasert, bekommt Ex-Targaryen-Mädchen Milly Alcock nun ihren Solo-Auftritt. In einem Abenteuer, das an Originalität jetzt nicht gerade ersäuft, dafür aber dazu steht, dass in diesem Genre wie in jedem anderen auch Geschichten nicht viel anders können als Vorhandenes zu variieren.

Da gibt es die finsteren Briganten mit Matthias Schoenaerts als gepiercter Sklavenhändler Krem, der junge Mädchen entführt, um den Fortbestand seiner Rotte zu sichern. Ganz schön düster für ein leichtfüßiges Abenteuer. Mädchenhandel, Missbrauch, Unterdrückung – schwere Themen, die Craig Gillespie (I, Tonya, Cruella) auf wundersame Weise zu einem Missstand macht, über den man nicht lamentiert oder in Schockstarre verharrt, sondern den es zu ändern gilt. Ärmel hoch, das Schwert fest im Griff – und die Rache wird zum süßen Wort.

Leg dich nicht mit Frauchen an!

Dieses Supergirl will genauso wenig super sein wie ihr Verwandter, der es sich auf Erden bereits gemütlich gemacht hat. Mit dem animierten Hund Krypto und verbeultem Raumschiff säuft sie sich durchs Universum, von Spelunke zu Spelunke, ohne Ziel und Aufgabe. Diese lasterhafte Fehleranfälligkeit ist die Augenhöhe, die es braucht.

Die kleine Ruthye läuft ihr über den Weg, die Rache nehmen will an Krem, hat der doch ihre ganze Familie auf dem Gewissen. Kara, so Supergirls eigentlicher Name, kann da nicht nur zusehen. Der Altruismus schlägt durch, und dann wird auch noch Krypto vergiftet, von eben diesem Nadelkissen an Unhold, dem beide nun hinterherjagen – für Rache und Gegengift.

Anders als John Wick, der den Tod seines Hundes einfach nur rächen will, ist Supergirl nicht nach Rache aus – wie wohltuend wenig selbstgerecht. Im Prinzip aber ist es eine ähnliche Geschichte, nur mit deutlich mehr Aliens, und zwar so vielen unterschiedlichen Arten, dass das Star Wars- Universum fast schon Sorge haben muss, das Zepter der Biodiversität zu verlieren.

Aliens wohin man blickt

Mit liebevoll analogem Monsterdesign, wie sowas eben zu sein hat, muss Craig Gillespie gar nicht mal große Einladungen aussprechen, damit man den beiden jungen Frauen ins Abenteuer folgt. Man hätte das auch so getan, weil man mit einer wie Kara auch befreundet wäre, hätte sie keine Superkräfte. Weil die Dame schlicht und ergreifend das Herz am rechten Fleck hat, ohne Mission, ohne hehrem Ziel, sondern einfach nur, weil manche Umstände es verlangen.

Wie normal sind Superhelden?

Dieses Herunterbrechen auf den Charakter gelingt. Milly Alcock ist neben David Corenswet eine Nachbarin von nebenan, eine geerdete Person. Mit sich selbst niemals ganz im reinen, aber auf eine Weise, die Identität einfach mit sich bringt.

Supergirl ist ein launiger, kompakter, unverkrampfter Ausflug, nimmt nebenher noch feministisch angehauchte Frauenpower mit, ohne penetrant zu wirken – und schenkt am Ende noch Jason Momoa, der seinen Aquaman verloren hat, ein neues Leben als Baumarkt-Version von Gene Simmons von den Kiss. Dieses bärige Raubein schaut nur zufällig vorbei und kreuzt den Weg der beiden tatkräftigen  Frauen, ohne sich gleich zu irgendeiner League zu bekennen.

Supergirl ist dabei ein Film ohne Zwang, aufgesetztem Idealismus oder einer ganze Epochen umspannenden Queste. Gillespies Film ist einfach nur ein Abenteuer. Wie herrlich simpel, geradeheraus. Zwar nicht erfrischend anders, dafür aber erfrischend normal.


Mehr Reviews und Analysen gibt's auf !
Isabelle D.
Isabelle D.

331 Follower 526 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 18. Juli 2026
"Supergirl" von Craig Gillespie ist ein solider Actionfilm geworden und stellt Supermans Cousine Kara als Gegenentwurf zu Clark Kent auf: emotional abgewrackt, traumatisiert, zynisch, abgeklärt. Ihr einziger Freund ist Hund Krypto (der übrigens vollständig animiert ist und verblüffend echt wirkt). Eigentlich lautet ihr Motto "Not my Circus, not my monkeys", sie will sich aus allem heraushalten und ihre Ruhe haben. Aber so ganz unähnlich ist sie ihrem Vetter dann doch nicht, und eh sie begreift, was los ist, hat sie sich auch schon in eine Angelegenheit eingemischt, die Krypto zum Verhängnis werden könnte ...

Zugegeben, die Handlung ist ziemlich dünn. Zwischen den beiden jungen Protagonistinnen könnte die Chemie noch etwas mehr sprühen. Und was genau Jason Momoas Figur in der Geschichte zu suchen hatte, habe ich auch nicht ganz verstanden. Vielleicht wollte man sich dann doch nicht auf die weiblichen Hauptrollen alleine verlassen. Gleichzeitig ist der Film kurzweilig, geradlinig erzählt und der Hund extrem niedlich.

Fazit: Kann man sich gut angucken, auch wenn's kein Meisterwerk ist.
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

170 Follower 621 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 24. Juni 2026
Nacg, Superman bekommt nun also das Supergirl, die wir aber schon am Ende des ersten Films kurz gesehen haben. Milly Alcock spielt eine versoffene, neben sich stehende junge Frau, die alles tut, um ihrer Verantwortung und ihren Fähigkeiten zu entfliehen.
Das bedeutet, dass wir hier einen Film haben, in den die Heldin eher widerwillig in eine Geschichte verwickelt wird und sich erst einmal ausnüchtern muss, bevor sie über sich selbst hinauswachsen kann. Dabei verzichtet der Film darauf, eine große übergeordnete Handlung zu erzählen, sondern reduziert das Ganze auf einen fast schon Roadmovie-artigen Plot, bei dem die Heldin versucht, ihren Hund zu retten.
Das führt einfach dazu, dass die Hauptfigur durch diverse Szenarien reist und in verschiedene Kampfmomente gerät. Dabei zeigt der Film durchaus eine gewisse Kreativität, wenn es darum geht, schräge Umgebungen zu erschaffen. Gleichzeitig springt er aber etwas zu rabiat zwischen den Stimmungen, wenn manche Szenen geradezu schreiend komisch sind und sich Rückblenden dann als extrem tragisch erweisen.
Aber man ist ja eben nicht darauf aus, einen riesigen Blockbuster daraus zu machen, sondern einen kleinen, kurzweiligen Film im Superhelden-Genre. Und dieser wird sicherlich eher unscheinbar an der Kinokasse durchrauschen. Trotzdem macht er im Kleinen recht viel Spaß, und insbesondere die Auftritte von Superman sowie die Chemie zwischen ihm und ihr bringen positive Aussichten für die Zukunft.
Jason Momoas Part als Lobo ist auch nicht verkehrt. Allerdings könnte ich mir nicht vorstellen, diese Figur in einem Film als Hauptprotagonist zu sehen, sondern eher so wie hier: Als Stichwortgeber ist er eigentlich ausreichend.
Fazit: Ein unscheinbarer Blockbuster, der auf kleinem Level eigentlich nichts entscheidend falsch macht.
Michael K.
Michael K.

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4,0
Veröffentlicht am 1. Juli 2026
Auch wenn ich bisher keinen anderen "Supergirl"-Film gesehen habe, kann ich sagen, dass mir diese Version recht gut gefällt. Milly Alcock ist eine gute Besetzung und trägt das unterhaltsame und mit vielen originellen Figuren wirklich hervorragend produzierte Spektakel, so dass es fast nicht auffällt, dass die Story spoiler: gar nicht sonderlich facettenreich
ist. Ein Blockbuster, der hält., was er verspricht und auch im Hinblick auf weitere Folgen mehr Zuschauer verdient hätte
challengesbya.d.2k
challengesbya.d.2k

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4,0
Veröffentlicht am 28. Juni 2026
Ein ganz starker DC Film. Der Film leitet eine neue Superheldin ein, die man schon in Superman gesehen hat. Der Film bietet Action, verschiedene Charaktere, gute Bösewichte, Emotionen, sowie explosive Szenarien und etwas Humor. Die Besetzung passt so. Im Gesamtpacket ist der Film stark abschneidend.
Lemmiblog
Lemmiblog

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2,5
Veröffentlicht am 28. Juni 2026
IM WELTALL GIBTS WHISKY UND ERDEN MUSIK

Kara liebt es zu saufen und mit einem Kater aufzuwachen, während Krypto aufs Bild von Superman pinkelt. Währenddessen wird ein junges Mädchen zur Waise, weil Bösis nun mal böse sind. Also bittet sie Kara um Hilfe bei ihrer Rache. Darauf hat Kara jedoch keine Lust. Erst als ein Piercingfetischist Krypto vergiftet, wirds persönlich.

Supergirl geht ca. 110 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier den zweiten Film des neuen DC-Universums von James Gunn und während ich Superman zumindest mochte, ist mir dieser Streifen maximal egal. Kara alias Supergirl wirkt wie ne schlechte Version von Hancock. Sie säuft, macht ihr Ding und hat wenig Lust auf Verantwortung. Allerdings liebt sie ihren Hund und wir wissen ja alle: Wer Tiere mag, kann kein schlechter Mensch sein. Stimmt's?
Der Plot ist so dünn, der könnte morgen bei Pro7 Topmodel gewinnen. Im Grunde dreht sichs darum, dass Kara ein Heilmittel will. Dazwischen stirbt sie zweimal, wird aber vom Plot gerettet, weil die gelbe Sonne um die Ecke biegt. Ihre Vergangenheit und ihr Trauma sind noch das Interessanteste.
Aber Jason Momoa als Lobo macht doch Spaß, oder? Joa, der Typ ist ne coole Socke, hat Präsenz und sorgt für bessere Momente des Films. Das Problem ist nur: Man braucht ihn eigentlich nicht. Zudem wird nie erklärt, wie er überhaupt aufs Schiff gelang. Da kannst gleich sagen "War nicht Leicht".
Auch das junge Mädchen, das Kara begleitet, bleibt blass. Sie könnte das emotionale Herz sein, stattdessen besteht ihr Charakter ausschließlich aus "Ich will Rache".
Das Finale liefert alles, was man aus Blockbustern kennt: einen obligatorischen Outfitwechsel trotz Zeitdruck und eine Motivationsrede Marke Glückskeks.
Unterm Strich bleibt ein Film, den man während des Schauens wieder vergisst. Die Figuren bleiben blass, die Handlung ist dünn und selbst die Action reißt nix. Es gibt vereinzelte unterhaltsame Momente, aber die reichen nicht aus. Immerhin sieht man eine vertrocknete Na'vi als Ärztin.

5/10 Punkten. "Wieso heißt du Supergirl und nicht Superwoman, wenn Superman Man heißt?" Man konnte man mein Augenrollen sicherlich im Kinosaal hören.
Levi fazbear
Levi fazbear

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3,5
Veröffentlicht am 26. Juni 2026
Gestern im Kino gesehen und der war ja mal sehr krass der Film bietet einiges an Action eine für mich sehr gelungene Geschichte und gute Schauspieler im gross und Ganzen ist der Film stark abschneidend
Karsten N.
Karsten N.

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3,5
Veröffentlicht am 26. Juni 2026
"Supergirl" ist eine Sammlung von Ideen, die von anderen Dingen inspiriert sind und zu einen neuen Abenteuer umgepackt werden. Mit James Gunn´s charakterlichen Schritten, jeder Menge stilisierten Kampfsequenzen, wird die gesamte Handlung mit spezieller Popmusik angeheizt. Milly Alcock lässt Supergirl jedes Mal knallen, wenn sie auf der Leinwand ist, und bringt Charisma, Herz und Persönlichkeit mit. Eine Superheldin, die keine Angst hat, mit Trauer, Erlösung und Realismus umzugehen. Craig Gillespie schafft es immer wieder, wie auch in seinen vorherigen Filmen, eine breite Palette von einem scharfen Witz, exotischen Welten, emotionale Leistung in dieser DC Welt zu integrieren. Der Kinobesucher bekommt eine durch geknallte Heldin zu sehen, was in den ganzen 108 min. Spaß macht.
Pandorion
Pandorion

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3,5
Veröffentlicht am 19. Juli 2026
Solide Superheldenfilm wenn man Ihn mit dem DC-Universum vergleicht, der punktuell noch etwas mehr Humor hätte vertragen können, wenn man Ihn so abgedreht darstellen will. Für mich etwas unbefriedigend, dass die Vorgeschichten Supermen und Supergirl nicht ausreichend abgestimmt waren. Effekte waren aber gut und Hauptdarstellerin war passend besetzt.

Den Fim mit Inhalt aka Supermen mal anderes anzugehen hatte Potetial, jedoch ist man auch hier darauf ausgewichen es massentauglich zu verpacken. Wenn Gewalt, dann entweder doch etwas blutiger oder wie bei Buds Spencer. Das lösst Marvel besser, wenn man den Gegner weniger Humanoid darstellt und dann auch was fachgerecht wegkloppen kann, frei nach den Kalandaha Chroniken "Jungchen, das muss weg".

Fazit: Etwas mehr Dark Adam hätte dem Film gut getan, als es -mit den punktuell vorhandenen Logikschwächen- zu einer Art Supermen Version werden zu lassen = Videoabend reicht also.
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