Ach, was soll ich damit jetzt machen? Auf der einen Seite gibt es brachiale und furios gefilmte Schlachtenszenen, wie man sie selten gesehen hat. Auch wenn immer wieder CGI eingestreut ist (die zugegebenermaßen nicht immer wirklich überzeugt), so sind doch große Teile der Menschen in den Massenschlachten echt und nicht aus dem Computer. Und das sieht man auch, dadurch bekommt der Film eine krasse Unmittelbarkeit, die ihn von vielen anderen gleichartigen Filmen abhebt. Also die Schlachtenszenen sind schlichtweg grandios und könnten den Film alleine locker auf 9 Punkte hieven.
Doch leider, leider, leider unterbricht sich der Film immer wieder mit ewig langen, furchtbar langweiligen Dialogen, die von abartig ausschweifendem Pathos geradezu überlaufen. Da wird so viel geschwafelt und gefaselt, man seiert von Ehre und Vertrauen, dann auch von Missgunst und Verantwortung, das ist alles so unfassbar belanglos und völlig überflüssig. Da hätte sich der Film lieber auf seine krachigen Actionsequenzen berufen sollen, ein wenig Handlung und meinetwegen auch etwas koreanisches Pathos hätte man auch unterbringen können, aber doch nicht so! Zum Ende hin wurde es immer unerträglicher und ich habe das Gesülze vorgespult, um zur nächsten Actionszene zu kommen.
Somit landet “The Great Battle” trotz maximal eindrucksvoller Massenschlachten, die so manchen Hollywood-Blockbuster alt aussehen lassen, doch nur im Mittelfeld. Was für eine Verschwendung!