Meg 2: Die Tiefe
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FILMGENUSS
FILMGENUSS

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3,0
Veröffentlicht am 5. August 2023
FUSSTRITTE FÜR DIE FRESSMASCHINE

Bevor man in einen Film wie diesen geht, sollte gewiss sein, dass so gut wie alles, was in den nächsten zwei Stunden zu sehen sein wird, eigentlich absolut unmöglich ist. Nein, ein Mensch kann nicht in einer Tiefe von 25.000 Fuß eine beträchtliche Strecke ohne Schutzanzug zurücklegen. Und das auch nicht, wenn er seine Nebenhöhlen entlüftet, wie Jason Statham es tut. Nein, ein Megalodon rudert nicht bis ins seichte Gewässer, um kreidezeitliche Amphibienwesen zu jagen, während diese dann kurze Zeit später in besagter Tiefe von 25.000 Fuß auf menschliche Beute spitzen. In Meg 2: Die Tiefe stimmt so einiges nicht, ist die Physik nur eine Frage künstlerischer Freiheit und Ben Wheatley einer, der eine diebische Freude daran hat, endlich machen zu dürfen, was ohnehin kaum jemand anpacken würde. Vielleicht, weil das Skript so sehr das Mögliche verbiegt, dass es andere beschämen könnte, zu einem Tierterror-Reißer wie diesen Journalisten Rede und Antwort stehen zu müssen.

Die Welt des Films aber bietet genau solche Freiheiten und die Möglichkeit für ausreichend Chuzpe, mit der niemand auch nur im Traum daran denkt, sich für so viel unwahrscheinlichen Murks zu rechtfertigen. Im Film ist alles möglich. Und je unmöglicher und unlogischer, umso neugieriger wird man auch als prinzipieller Monster-Action-Fan, der die französische Comicbuchreihe Carthago von Christophe Bec verschlungen und Megalodons seit jeher bewundert hat. Auch in Carthago erblicken Riesenhaie das Licht der Gegenwart, und nicht nur diese. Allerdings versuchen in dieser Geschichte, deren Heldinnen und Helden den Naturgesetzen zu folgen, auch wenn so einiges im Reich der Fantasie zu verorten ist. Ernsthafter als Meg 2 ist es allemal. Und Meg 2 – den sollte man ohnehin keine Sekunde lang ernst nehmen. Obwohl es niemals so hanebüchen wird wie zum Beispiel im Asylum-Kultstreifen Sharknado – ein Guilty Pleasure mit Fangemeinde und für alle, die mit permanenter Hai-Angst leben.

Es ist kurios genug, dass Ben Wheatley, Autorenfilmer und Kino-Exzentriker (u. a. High-Rise, Rebecca), einen Film wie diesen wählt. Der Grund dafür ist verständlich: Warum denn nicht mal dürfen, was man sonst nie darf. Übertreiben, wo andere die Augen verdrehen. Reuelos einfach draufklotzen und Jason Statham zum neuen Chuck Norris ausrufen, unter dessen Füßen sich die Erde womöglich wegdreht und der Haie zum Frühstück verspeist. Der auch unter gnadenlosem Druck und eisiger Kälte immer noch geistesgegenwärtig potenzielle Prädatoren abwehren kann und gar keine Dekompression braucht, um sekundenschnell wieder auf die Beine zu kommen. Statham ist momentan die coolste Socke des Actionkinos, da fehlt einem wie Chris Hemsworth noch einiges an Gelassenheit. Und da Statham in seinem Kampf gegen Ungetüme ganz bewusst und rotzfrech über die Stränge schlägt, um ein parodistisches Jurassic Park unter Wasser abzufeiern, ist Meg 2: Die Tiefe unter diesen Konditionen erstens besser als das relativ handzahme Original Meg, und zweitens tatsächlich (un)freiwillig spaßig.

Inhaltlich gibt’s kaum etwas zu berichten. Kenner des Originals wissen: es gibt dieses isolierte Ökosystem irgendwo nahe den Philippinen, dort kreucht und fleucht es wie vor 65 Millionen Jahren. Klar bleibt dieser ökologische Schatz nicht unbemerkt, und während Jason Statham als Jonas Taylor samt seinem Team auf Erkundung geht, stoßen diese auf eine illegale Bergbaustation, die wertvolle Erze schürft. Zwischen beiden Parteien gibt’s bald Clinch, und zum fröhlichen Hickhack gesellen sich bald eine Handvoll Haie, die als lachende Dritte aufs Frühstück spechteln. Das ganze bizarre Szenario verlagert sich aus der Tiefe bald an die Oberfläche, und das Chaos ist perfekt. Humoristische Einlagen wechseln mit brachialer Monster-Action, Kreischalarm ist garantiert. Da es diesmal nicht nur Haie sind, die den Menschen das Leben schwer machen, darf man sich auf allerlei gefräßiges Zeugs freuen. Der Trash-Platte ist serviert, samt offensichtlich ignorierten Continuity-Fehlern, die trotz oder wegen ihrer Auffälligkeit gleich im Film behalten wurden, denn auch das macht einen trivialen Reißer wie diesen noch trivialer. Spätestens wenn Statham den Monsterhai mit seinen Füßen abwehrt, gibt’s kein Halten mehr.

Natürlich ist, wenn man das Meg-Franchise in dieser Genre-Nische auch weiterhin verorten will, noch Luft nach oben vorhanden. Will heißen: da lässt sich noch einiges draufsetzen an kuriosen Eskapaden, die gerne noch grotesker ausfallen könnten, frei nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert: Vielleicht erreicht Meg 3 dann jene Sphäre, in der sich satirische Kasperein wie Iron Sky sichten lassen. Wichtig dabei wäre aber nach wie vor, eine gewisse dramaturgische Spannung zu garantieren. Denn die sitzt im Schlauchboot ohne Ruder, den spitzen Zahnreihen der Knorpler widerstandslos ausgesetzt. Spannung entsteht dann, wenn dem Film inhärente Naturgesetze den Plan durchkreuzen. Bei Meg 2: Die Tiefe gibt’s diese fast gar nicht mehr, dafür aber den Spaß an der Freude, prähistorisch baden zu gehen.
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Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 5. August 2023
Eine halbwegs kurzweilige sowie entbehrliche Actionfilm-Fortsetzung, die nicht Direkt-to-Streaming gelandet ist, sondern erst mal teurer Schrott im Kino ist.
Als Film mit Hai ist das Gebotene nach dem ersten MEG - und mit ein paar andern gesehen - nur unterdurchschnittlich. Horror kann man total vergessen; der Film ist ab 12 und dementsprechend - wer in dem Punkt einen FSK-Ausreißer mit Hai sehen möchte, sieht The Shallows. Meg 2 ist dagegen harmlos hoch zwei und sieht dabei stellenweise auch noch wie geschnitten und nicht uncut aus. Einmal wird sogar das eine Sekunde vorher gerade nicht Gesehene sinngemäß erzählt: Er hat sie gefressen, mit Boot. Spannend könnte es trotzdem manchmal sein, war es aber eindeutig nicht. Die Personenseite ist auf B- bis C- Movie-Niveau und zudem ohne ein Plus. Schauspieler werden dafür keine benötigt, und selbst Stratham (für mich mit der entbehrlichste Expendable, der noch dazu nie ein Actionfilmstar war;) ist hier offensichtlich unterfordert. Die Leute im Film reden geschätzt die Hälfte der Texte für das Publikum daher. Der Ton des Films pendelt durchgehend zwischen die Lage ist ernst und Klamauk, und das wirkt oft unecht und unnatürlich sowie flapsig und unlustig. Die Zeit Unterwasser in der ersten Hälfte ist beinah öde, und die „Haiaction“ tendiert dabei zu übel, weil in Kombination verschnitten und zu dunkel im Bild. Die zweite Hälfte hat kaum mehr Biss, und der Ablauf ist auf unglaubliche Art comicmäßig in Bild und Ton. Sogar die allerletzte Minute ist danebengeraten. Das Machwerk dürfte auf Papier genauso bruchstückhaft wirr bis irrsinnig ausgesehen haben. Das Ergebnis ist ein Möchtegern-Geldmachfilm und kostspieliger Trash und No-Brainer in so einer Reinform, dass die Leere ziemlich einfach auf der Seite des Publikums ankommen und wirken kann. Ich kann den Inhalt nicht ernst nehmen, hatte keinen Spaß damit und war nicht mal mittelmäßig und schon gar nicht gut unterhalten. Das war nahezu ungenießbar und schon nach etwa zwanzig Minuten klar, dass das nichts groß wird, mit dem, was es bis dahin wie zu sehen und zu hören gab. Trotzdem hätte natürlich wenigstens eine Szene drinstecken können, die - höchstpersönlich gesehen - das Geld oder die Zeit für alles insgesamt wert ist. Bloß schlecht, dass ich nicht mal so einen Moment sah. Gut möglich, dass der Film also nichts wirklich Sehenswertes bietet, evtl. abhängig davon, was man sonst alles bereits kennt. Hätte das Geld jedenfalls lieber für Fischstäbchen ausgegeben und von Meg 2 im Leben nichts gesehen.
Stephan Bönig
Stephan Bönig

3 Follower 30 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 4. August 2023
Der Film sollte eigentlich gut funktionieren und Spaß machen. Mitreißende Action mit großem Budget gut umgesetzt und getragen von guten Darstellern (und damit meine ich nicht nur "TheStath" sondern auch seine Mitstreiter). Leider klappt das dann doch nicht so ganz, denn der Film hat ein paar grundlegende Probleme:

1. Man versucht (wie schon beim ersten Teil) einen Spagat zwischen amerikanischem und chinesischem Actionkino. Mit beiden Varianten hätte ich an sich kein Problem aber mit der Mischung kann ich mich irgendwie nicht anfreunden. Auf der einen Seite wird teilweise versucht eine ernsthafte Story mit Umweltzerstörung und Raubbau zu erzählen, mit den MEGs und einigen anderen "Monstern" wird eine bedrohliche Atmosphäre aufgebaut aber dann kommt plötzlich jemand in Jacky-Chan-Manier um die Ecke und wirft mit Albernheiten umher. Was denn nun? Ernsthaft, Komödie, ernsthafte Komödie oder doch Slapstick? Für mich entstand sich kein wirklicher Fluss des Geschehens der mich die ganze Zeit getragen hat.

2. Ein ähnliches Problem ergibt sich beim Tempo. Das Tempo macht auf der einen Seite richtig Spaß und man fühlt sich an Stathams Kultfilm "Crank" erinnert, wenn es in der zweiten Hälfte an die MEG-Jagd geht aber gerade in der ersten Hälfte des Films wird auf der einen Seite die Bremse etwas angezogen aber es bleibt trotzdem kein Platz mehr für die Story.

3. Die Story! Eigentlich im Hinblick auf die Buchvorlage kein Problem. Eine Story gibt es - aber im Grunde spielt sie für den Film keine Rolle und hat auch eigentlich zwischen der ganzen Action gar keinen Platz. Trotzdem versucht man sie zu erzählen und scheitert dementsprechend. Das faszinierende Ökosystem auf dem Meeresgrund, die dort lebenden Tiere, die Umweltzerstörung aus Profitgier, Intrigen und Machtspiele in großen Konzernen, die Motivationen der menschlichen Gegenspieler und die Forschung an den MEGs. Alles bleibt irgendwie blass, bruchstückhaft und fühlt sich unwichtig an, denn eigentlich geht es um MEG-Action. Sobald diese fehlt wartet man darauf und wünscht sich eine Taste für den Schnellvorlauf. Gerade auch die menschlichen Intrigen und das Auseinandersetzen mit bösen Menschen! Wer will Statham gegen Menschen kämpfen sehen? Statham soll gegen MEGs kämpfen! Wenn ich menschliche Intrigen will, dann schaue ich "Der Pate" oder etwas in der Richtung! Im Hinblick auf das Potential MEG vs. Mensch hätte man sich Mensch vs. Mensch Komponente also sparen können!

Fazit: Gutes Popcornkino mit einigen dramaturgischen Schwächen. Habe ich gerne geschaut, muss ich aber nicht gleich noch einmal sehen.
papierfliegerworte
papierfliegerworte

5 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 4. August 2023
Tatsächlich gefällt mir der 2. Teil noch besser als der 1.! Die Handlung ist viel spannender und vielseitiger, es gibt Non-Stop Action und die neuen Schauspieler gefallen mir auch gut.
Ist der Film realistisch? Absolut nicht. Hat er Tiefe & Bedeutung? Nein. Ist er trotzdem unterhaltsam? Ja!
Natürlich ist der Film kein Oppenheimer Niveau, aber was erwartet man sonst auch von einem Film mit einem prähistorischen Riesenhai und Dinosauriern? Der einzige Zweck den Meg 2 erfüllen soll ist Action pur, Spannung bis zur letzten Sekunde und einfach totale Unterhaltung. Und genau das schafft Meg 2. Einfach ein sau starker Film für ein richtig geiles Kinoerlebnis.
Frank Imenkamp
Frank Imenkamp

1 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 2. August 2023
Im Vergleich zu Meg 1 enttäuscht dieses Remake auf der ganzen Linie. Eine an den Haaren herbei gezogene Story kann auch nicht durch den Hauptdarsteller gerettet werden.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 2. August 2023
Hier verleitet der Trailer in die falsche Richtung: es sieht aus wie ein Film, in dem Jason Statham drei Riesenhaie jagt. Das ist natürlich auch drin, nimmt aber nur einen ganz kleinen Teil ein. Vorher mu man leider durch eine lange, quälende Stunde gehen, in der Statham und sein Team einen folgenreichen Tauchgang machen. Eine lange Stunde lang geht es ums Überleben auf dem Meeresgrund, von dem man durch das schwarze Bild kaum etwas sieht. Wenn man dann schon bereit ist, den langweiligen Film abzuschreiben dreht er wieder auf: es wird zum absurden Monster Mega Trash, der eine Spaßsalve nach der anderen abfeuert, hat ein kurzes Stirb langsam Szenario und orentlich sitzende Monsterszenen. Statham macht was er am besten kann und das Team um ihn rum ist ein sympathisches Heldentrüppchen, was richtig Spaß macht. Schade, daß die menschlichen Antagonisten drumherum so bleich bleiben.

Fazit: Als würde man einen Sharknado Film sehen,d er mit richtigem Budget entstanden ist!
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