Meg 2: Ein Unfall in Zeitlupe (und absoluter Dunkelheit)
0,5 Sterne: Für Menschen, die ihren IQ gerne beim Atmen spüren.
3 Sterne: Für Amöben und Leute, die im Kino hoffen, dass die Leinwand einfach schwarz bleibt.
Die Handlung: Ein Gerücht, das sich nicht bestätigt hat
Wer hier eine Story erwartet, glaubt auch, dass Fast & Furious ein Dokumentarfilm über StVO-konformes Parken ist. Dieser Film ist keine Fortsetzung, sondern eine filmgewordene Identitätskrise. Er versucht gleichzeitig The Abyss, Stirb Langsam, Star Trek, Das Boot und Sharknado zu sein – herausgekommen ist aber eher eine Fischsuppe, die drei Wochen in der Sonne stand.
Es passiert ständig irgendwas, aber nichts davon ergibt Sinn. Man wartet 60 Minuten lang darauf, dass der titelgebende Hai endlich mal „Hallo“ sagt, stattdessen bekommt man eine Unterwasser-Station, die so spannend ist wie eine Betriebskostenabrechnung.
Das visuelle „Highlight“: Sparen im Dunkeln
Ein genialer Trick der Produzenten: Die erste Hälfte des Films spielt in kompletter Finsternis. Warum? Weil Pixel im Dunkeln nichts kosten! Keine Schärfe, keine Farben, kein Problem. Wenn man sich den Kopf fest genug gegen die Sitzlehne schlägt, merkt man gar nicht, dass man eigentlich nur 40 Minuten lang gegen eine ausgeschaltete Taschenlampe starrt. Ich nenne das nicht „Atmosphäre“, ich nenne das „Kundenverarschung für Fortgeschrittene“.
Und dann ist da noch die obligatorische 14-jährige Tochter, die rein zufällig chinesischer Herkunft ist. Ihre einzige Superkraft: Sie existiert, damit der Film in China die Kassen klingeln lässt. Für die Handlung ist sie so relevant wie ein Kaugummi unter dem Kinositz, aber hey, Hauptsache der Marktanteil stimmt!
Das LSD-Finale: Wenn Absurdität keine Steigerung mehr hat
In den letzten 40 Minuten scheint der Drehbuchautor seine Medikamente gegen bunte Pillen getauscht zu haben. Plötzlich ist es hell und wir bekommen:
Drei Riesenhaie (MEGs).
Einen Riesen-Oktopus (weil Haie allein wohl zu langweilig waren).
Hungrige Land-Echsen (warum auch nicht?!).
Alle kämpfen gegen alle. Es ist ein visuelles Tourette-Syndrom. Ich saß da mit meinem Bier und habe mich ernsthaft gefragt: Hat mir jemand LSD reingemischt oder ist das wirklich deren Ernst? Da ich nicht weiß, wie man Drogen kauft, muss der Film die Droge gewesen sein.
Fazit: Ein Film wie ein Autounfall – nur ohne Versicherungsschutz für die verlorene Lebenszeit. Wer hier mitdenkt, hat schon verloren.