The Northman
Durchschnitts-Wertung
3,0
247 Wertungen

64 User-Kritiken

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DHR
DHR

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0,5
Veröffentlicht am 8. August 2022
Spannungsloser ohne jede Logik erzählte Story über Rache, Verrat und die (vergebene) Chance auf Liebe im Reich der Wikinger
Viele Gewaltszenen, seltsame Priester aber leider kein Thrill.

Sorry, nicht sehenswert!
Cursha
Cursha

7.500 Follower 1.067 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 6. Mai 2022
Ich liebe Robert Eggers und die Filme, die er uns in den vergangenen Jahren geschenkt hat. Während "The Witch" und "Der Leuchtturm" noch ganz klar kleine Indie-Filme waren, so ist "The Northman" nun sein erster Film von dem man behaupten kann, dass er einem Blockbuster am nächsten kommt. Und davon will ich definitiv mehr sehen!
"The Northman" besticht weniger durch seine Handlung, die im Grunde eine ganz klassische Rachegeschichte ist im Stil von "Hamlet", sondern viel mehr durch sein Handwerk und seine Atmosphäre die er versprüht.
Ähnlich zu seinen ersten beiden Filmen ist der Grad an Realismus und Detailverliebtheit wieder immens, den Eggers an den Tag legt. Sofort mit den ersten Bildern, den Dialogen und der Atmosphäre, die sich aufbaut, zieht er uns in seinen Bann. Die Sprache wurde wieder dem jeweiligen Zeitalter angepasst, der Soundtrack bläst einen zudem zusätzlich weg. Mit Trommeln und Paucken werden die Nordmänner inszeniert und tragen eine immense Schwere auf den Film. Die Kameraarbeit von Jarin Blaschke ist wieder herausragend. In einem stets kalten Look fängt er uns atemberaubende Bilder ein, die die Natur wie eine Urgewalt darstellt und der Mensch so winzig wirkt. Aber auch in grandiosen Plansequenzen kann er die Bestien von Wikinger eindrucksvoll einfangen. Auch die übernatürlichen Momente werden geschickt in den Film eingebaut und sorgen für zusätzliche Highlights.
Darstellerisch ist der Film absolut in Ordnung. Während Alexander Skarsgårds Figur recht Eindimensional wirkt, so hat sie doch die nötige Kraft um den Film zu tragen. Anya Taylor-Joy ist wieder gewohnt stark, ebenso Nicole Kidman. Ethan Hawke und Willem Dafoe können in ihren eher kleinen Rollen ebenfalls überzeugen. Die großen Stars des Filmes sind Cleas Bang als Antagonist Fjölnir und die isländische Ikone Björk in ihrem (leider sehr kurzen) Auftritt als Hexe.
Einziges Manko am Film ist ein wenig die Länge. Man hätte durchaus ein paar Szenen schneiden können und kürzen können. Dennoch kommen alle die auf Wikinger stehen, auf brutale Filme, auf optisch opulente Werke und die wert auf Detailverliebtheit legen, auf ihre Kosten.
Kurz: Robert Eggers hat sich nun, für mich, endgültig in die oberste Liga katapultiert und könnte ein Wegweiser auf eine neue Form des Kinos legen. Ich persönlich möchte mehr von diesem Kino sehen, da es sich wahrhaft vom bisherigen Mainstreamklamauk abhebt!
CineMoenti
CineMoenti

21 Follower 200 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 17. April 2022
Mit einer noch so ausführlichen Inhaltsangabe ließen sich die Komplexität und atmosphärische Dichte, auch nicht die faszinierende Stilistik dieses Films annähernd vermitteln. In epischer Breite, dabei gewissermaßen entrückt, werden wir in eine Zeit geworfen, die uns heute völlig fremd ist und bei manchen womöglich Sehnsüchte nach etwas Ursprünglichem weckt. Deutlicher: es wird viel geschrien und gegrölt, beinahe Affen gleich, die Bilder triefen vor Dreck und Blut, die Sprache ist weit weg von der unseren, viele Szenen wirken wie geträumt. Das ist groß, das ist ungewöhnlich, das ist mutig. Erstaunlich, dass die Kamera bei all dem Chaos und der Urgewalt immer statisch bzw. von ruhiger Schiene kommt, nie von der Schulter. Gerade bei völlig chaotischen Schlachtszenen gibt es gerne minutenlang keinen sichtbaren Schnitt. Das ist ebenso eine respektable (choreografische) Leistung wie der kriegerisch dräuende, meist von Trommeln und alten Streichinstrumenten dominierte Score.

Am Rande möchte ich erwähnen: mich persönlich hat dieser Film, der über zwei Stunden lang ist, deutlich überfordert und angestrengt. M.E. ist es viel zu viel des immer Gleichen, und die epische Breite schafft keinen besseren dramaturgischen Bogen, sondern laugt einfach nur aus. - Ich könnte mir gut vorstellen, dass ein solcher Film trotz hoher Budgetierung und Staraufgebot doch eher einem Nischenpublikum gefällt. Die Götter mögen mich Lügen strafen!

Trotz der ausgezeichneten Machart des Films lockt mich die Vorstellung von Männern, die "noch echte Männer" sind, nicht wirklich hinter'm Ofen vor. Beachte: The Northman erhielt das "Prädikat besonders wertvoll".
Riecks-Filmkritiken
Riecks-Filmkritiken

34 Follower 212 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 16. April 2022
Ist Robert Eggers der neue Ridley Scott? Mit THE NORTHMAN bekommen wir von dem gefeierten DER LEUCHTTURM – Regisseur endlich einen neuen Spielfilm präsentiert, der diesmal auf völlig andere Art und Weise atemberaubend ist. Statt beklemmenden kleinen Settings, die mittels der Naturgewalten eine langanhaltende Klaustrophobie erzeugen, fokussiert sich Eggers nun auf weitere und hüglige Landschaften der großartigen isländischen Natur und weiß diese auch bestens in Szene zu setzen. Kombiniert mit einer mittelalterlichen Heldengeschichte begibt sich der Regisseur damit auf die Fährten von David Lowery und präsentiert uns ein mythologisches Szenario, versetzt mit shakespearscher Dramaturgie. In all dieser spektakulären Art und Weise des Storytellings, welche geprägt ist von erdrückender Kälte und brutaler Skrupellosigkeit, werden allerdings die leichten und sanften Töne vergessen und zudem eine vom Zuschauenden distanzierte Erzählung geschaffen, die sich weit ab der eigentlichen Intention bewegt, die das Wikingerleben in all seiner Vielfalt und Genauigkeit zeigen sollte.

Da ich persönlich sowieso meine Schwierigkeiten habe, mit Wikinger-Geschichten zu connecten, mag meine Perspektive etwas getrübt sein, doch ist es schade, dass ich aufgrund von stupiden abgelesenen Textzeilen in ein und demselben Tempo nur wenig mitreißende Ansätze gefunden habe. Eins sei jedoch erwähnt: Wer THE GREEN KNIGHT mochte, wird auch hier viel Gutes drin finden und seine Freude haben, und wir bekommen zudem einen hervorragenden Payoff.

Die gesamte Kritik gibt es auf riecks-filmkritiken.de/the-northman
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