The Northman
Durchschnitts-Wertung
3,0
251 Wertungen

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No Use For A Name
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4,5
Veröffentlicht am 11. Mai 2026
Ich mag die Filme von Robert Eggers und ich mag die Art, wie er seine Vision umsetzt. Bei „The Northman“ geht es ihm nicht um historische Korrektheit, sondern vor allem zum Ende hin wird es nochmal sehr mythisch und mystisch. Dieses etwas abgedreht Wilde muss man natürlich mitmachen können, ansonsten könnte man schnell genervt sein, ich glaube, das erklärt die schlechten Bewertungen hier. Robert Eggers provoziert und spaltet halt.

„The Northman“ lebt von seiner visuellen Intensität, die Bilder die Robert Eggers mit seinem Kameramann Jarin Blaschke hier auf den Bildschirm bringt, sind wahrlich episch und manchmal gar von poetischer Schönheit. Gleichzeitig geht es bei ihm aber auch dreckig und wild zu. Eine der besten Szenen im Film ist eine lange Plansequenz am Anfang, wenn die Wikinger das osteuropäische Dorf überfallen. Wie Alexander Skarsgård da durch die Szenerie schreitet, ein Körper wie ein Bär, um ihn rum brennt die Hölle, es wird gekämpft, geschrien und gestorben, und er schreitet da einfach so durch, das ist schlichtweg meisterhaft und ist einfach nur geil. Und so zieht sich das durch den ganzen Film und wird zum Ende hin immer dramatischer und tragischer.

Der Film ist gespickt mit zahlreichen Stars: Alexander Skarsgård hat eine unfassbar starke körperliche Präsenz, mit seinem muskelgestärkten Körper (er hat für den Film 6 Monate trainiert und 9 Kilo Muskelmasse zugenommen!) ist er einfach ein Tier! Die Rolle passt zu ihm wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Claes Bang als der Antagonist spielt ebenfalls großartig und ist ein richtig fieses Arschloch. Nicole Kidman macht auch eine ziemlich krasse Wandlung durch, die jetzt hier aber nicht verraten werden soll. Ethan Hawke als Amleths Vater Aurvandil hat nur recht wenig Screentime, holt da aber alles raus was geht. Willem Dafoe ist genau der richtige Mann für schräger Pyschopathen, hier spielt er einen Schamanen, ziemlich irre und komplett drüber – toll! Björk hat nur einen einzige, aber sehr eindringlichen Auftritt als Seherin, unheimlich und märchenhaft zugleich. Ja, und dann ist da natürlich noch Anya Taylor-Joy. Sie ist mir in „The Witch“ schon sehr positiv aufgefallen, hier spielt sie eine sonderbare und irgendwie mystische Hexe, die auch später noch eine große Bedeutung bekommt. Durch ihre hellen Haare und auch eine etwas hellere Kleidung fällt sie in der dreckig-dunklen Wikinger-Szenerie immer sofort auf, manchmal wirkt es gerade so, als würde sie leuchten.

FAZIT: Brachial-episches Wikingerdrama, das vor allem durch seine visuelle Inszenierung auffällt. Die Szenerie ist toll umgesetzt, die Action ist intensiv und eindringlich. Ein fantastischer Cast – allen voran Alexander Skarsgård und Anya Taylor-Joy – trägt den Film bis zum dramatischen Ende. Historisch interessierte müssen ein oder zwei Augen zudrücken, man muss sich auch auf die etwas wirre Mythologie von Robert Eggers einlassen können, aber wenn man das kann, erwartet einen ein maximal intensives Erlebnis, das dauerhaft im Gedächtnis bleibt.
Lemmiblog
Lemmiblog

2 Follower 203 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 23. April 2026
MÄNNER OHNE BART SIND IMMER VERDÄCHTIG

Amleth ein Mann, dessen Geist geschmiedet wurde in eiserner Entschlossenheit und gnadenlosen Überlebenswillen hat nur ein Ziel und zwar Rache. Vor Jahren wurde direkt vor seinen Augen sein Vater getötet und seine Mutter entführt. Alles getan vom selben Mann, seinem Onkel Fjölnier. Als er herausfindet wo er sich aufhält macht sich Amleth auf endlich Genugtuung zu finden. Unterwegs lernt er die Sklavin Olga kennen und schnell fühlen sich die beiden verbunden. Amleth gibt sich ebenfalls als Sklave aus um so in das Dorf von Fjölnier gebracht zu werden. Dort wird er auf den richtigen Zeitpunkt warten um seinen Plan umzusetzen. Allerdings kann ein Plan noch so gut sein, daß Schicksal bestimmt deinen Weg und den musst du beschreiten.

Dieser Film geht ca. 140 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier Alexander Skarsgard in der Hauptrolle eines bildgewaltigen und blutigem Abenteuers. Positiv fand ich Skarsgard selbst, der bringt hier eine Physis mit die passt nur auf eine Kinoleinwand nicht auf einen Fernseher. Jede Szene mit ihn ist klasse, allgemein die Kamaraführung ist perfekt da sie vieles am stück zeigt. Es geht schonungslos zur Sache und dennoch wirkt es nie übertrieben. Die Schauspieler sind durch weg Spitze, Nicole Kidman haut ihr wirklich einen raus das man staunen kann. Man spürt die Länge hier überhaupt nicht, jede Szene hat seine Wichtigkeit die in einem perfekten Ende mündet. Negativ fand ich leider Willem Defoe, sein gestöhne nervte mich leider. Am Ende bleibt aber ein Film der absolut zu empfehlen ist da er super Schauspieler zeigt, beeindruckende Action bringt und dennoch die Luft hat uns eine Geschichte zu erzählen.

Von mir bekommt der Film 9/10 Punkten. Wer auf Rache aus ist, gräbt immer zwei Gräber. Eins für sein Opfer und eins für sich selbst.
King17
King17

24 Follower 564 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 1. Februar 2026
Leider ein sehr lauer Film, der größtenteils nur wirr, langweilig und unlogisch war. Viele Szenarien waren einfach extrem wirr und der Logik des Films nicht passend. Das Ende war nicht so gut. Die Handlung war eigentlich richtig spannend, doch die Umsetzung dieser Handlung war einfach die reinste Katastrophe. Bei so einer guten Besetzung so einen schlechten Film zu machen, das muss man erstmal schaffen. Insgesamt ist der Film lau.
Cherry Dream
Cherry Dream

2 Follower 69 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 23. August 2025
Drehbücher als seien sie von Shakespeare geschrieben, viel HokusPokus mit Hundegebell auf vier Beinen und langgezogene unnötige Szenen mit fehlender Spannung. Selbst eine Portion Starbesetzungen kann diesen sogenannten Wikingerfilm nicht retten.
- DxathBlxss -
- DxathBlxss -

31 Kritiken User folgen

1,5
Veröffentlicht am 21. Mai 2025
Der Film ist absolut nicht sehenswert. Die Szenerie hat für mich wenig mit Wikinger-Kultur zu tun (abgesehen von den wenigen Runen die zu sehen sind). Die Handlung, eine simple Rachegeschichte, ist irrelevant und schlecht umgesetzt. Es geht nur um Gewalt und Hirngespinste. Zugegeben, die Brutalität und düstere Atmosphäre können einen schon etwas in ihren Bann ziehen, weshalb ich einen Stern mehr vergebe. Allerdings denke ich, dass die meisten Zuschauer sich nach dem Film fragen werden, warum sie ihre Zeit darauf verschwendet haben.
Hardwick Sender
Hardwick Sender

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3,0
Veröffentlicht am 8. Januar 2025
The Northman ist ein brutaler, kraftvoller Fiebertraum und erzählt die Rachesage einer Kultur nach, die sich in nahezu jeder Hinsicht dem Kampf verschrieben hat. Er versucht nicht eine Sekunde moderne Bedürfnisse nach Lockerheit, Humor oder „Menschlichkeit“ zu befriedigen und humanistische Moralvorstellungen kennt er nicht. Wer sich darauf einlassen kann, bekommt ein intensives, fast rauschartiges Erlebnis, das seinen Eindruck hinterlässt. Wer sich einfach unterhalten lassen will, guckt lieber was anderes.

Dass The Northman spaltet, überrascht also nicht. Auffällig ist aber, dass der Film im englischsprachigen Raum deutlich besser wegkommt als hier und das dürfte an dem Grund liegen, aus dem auch ich Punkte abziehen muss: Die deutsche Synchronisation ist fürchterlich. Der verantwortliche Dialogregisseur hat zuvor ausschließlich an leichter Kost wie American Pie 3 oder Jackass The Movie gearbeitet und war offensichtlich die denkbar unpassendste Wahl, um einen düsteren Film, der von Immersion lebt, zu lokalisieren. Fast jedem gesprochenen Wort mangelt es an Glaubwürdigkeit, die Audio klingt dünn und hat nicht ansatzweise den Wumms, den der O-Ton hat, kurz: Sie ist einfach unpassend und hat es mir im Kino fast verunmöglicht, mich auf den Film einzulassen.

Natürlich hat der Film auch andere Schwächen. Er könnte etwas gestraffter sein, der CGI-Einsatz im Finale hat mich nicht überzeugt und das Botoxgesicht von Nicole Kidman passt trotz schauspielerischen Bemühungen einfach nicht in das Wikingesetting. Im O-Ton kriegt der Film trotzdem 4,5 Sterne von mir und ist eine Empfehlung für alle, für die „brutaler Fiebertraum“ eigentlich ganz reinzvoll klingt.
Casey 08
Casey 08

14 Follower 997 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 5. Januar 2025
Das war der erste Robert Eggers Film den ich gesehen habe. Er machte einen tollen ersten Eindruck. Für mich war es ein Top 10 Film des Jahres 2022 und ich kann ihn nur Empfehlen. Man hat rauhe Action, Spannung, einen tollen Cast und der Film ist atmosphärisch dicht. Der Plot ist leider sehr dünn aber sonst kann der Film überzeugen. Aber man hätte den Film auch eine FSK:18 geben können den manchmal wird es schon sehr heftig. Auch Alexander Skarsgard war ganz gut und auch die Optik war super.

Insgesamt ist es ein sehr guter Film der atmosphärisch dicht ist, rauhe Action und eine tolle Optik bietet.
Moralowski
Moralowski

4 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 17. Dezember 2024
Ein gewaltiger Film. Die Vorstellung, wie es wohl gewesen sein muss zu Nordmanns Zeiten ist beeindruckend dargestellt.
Athmosphärisch, wunderschöne Bilder, gut komponiert. Sehr physisch gespielt.
Und das finale Setting nenne ich mal ungewöhnlich. Allerdings sieht Nicole Kidman mittlerweile wirklich ziemlich verbastelt aus. Wenigstens sorgt Anya Taylor-Joy für etwas Ästhetik.
Thomas Z.
Thomas Z.

139 Follower 653 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 19. November 2024
Wer Filme von Robert Eggers kennt, durfte etwas Außergewöhnliches erwarten, in jedem Fall kein mainstream-tauglichens Wikinger-Epos. Viele User waren sich dessen wohl nicht bewusst, und vergaben 0-1-☆- Rezensionen, was völlig unangebracht ist, weil es den vielen erstklassigen Filmattributen keinerlei Rechnung trägt.

Atmosphärische Dichte 10/10
Visuelle Umsetzung 8/10
Szenenbild 10/10
Maske 10/10
Score 9/10
Set-Design/Kulisse 9/10

Sieht also nach Meisterwerk aus? Nein, mitnichten.
Schauspielerisch hat mich das überhaupt nicht getoucht. Trotz tollem Cast blieben die meisten Akteure erstaunlich blass. Vielleicht darf man von Wikingern keine tiefschürfenden Dialoge erwarten, aber das waren (meistens) auch Menschen mit Gefühlen, jenseits von Rache, Hass, Lust.... das wurde allenfalls rudimentär transportiert.
Für eine Spielzeit von 2 h 17 min. entstehen im überschaubaren Rache-Plot doch einige recht zähe Längen. Nordische Mythologie muss natürlich in einem Wikinger-Film zum Tragen kommen, aber was bitte soll diese esoterische Verquastung? Das Finale am Tor zur Hölle fand ich zudem prätentiös überfrachtet, was noch einen leicht bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Eggers wird sich wohl etwas dabei gedacht haben, seiner Walküre eine Zahnspange zu verpassen. Leider fehlt mir offenbar die Phantasie, diesen Kunstgriff sinnvoll zu interpretieren.
Wenn es dann Wikinger-goes-Arthouse sein soll, gehe ich doch lieber mit One-Eye und Nicolas Winding Refn's "Valhalla Rising".
Insgesamt also nicht mehr als drei ☆.


 
Paet
Paet

1 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 10. September 2024
Alle Aspekte, die einen wenigstens halbwegs fesselnden Film ausmachen, waren für mich bei diesem Streifen ein Reinfall.
Die tägliche Mythologie beschränkt sich auf Odin, Freya und die Schicksalsfäden der Nornen, au backe - das ist alles? Der germanische Götterhimmel ist voll von bunten Charakteren, auf die sogar Tolkien mit beiden Händen zurückgegriffen hat. Wo sind die alle hin?
Der Plot ist simpel. Die Dramaturgie ebenfalls extrem schmal. Null Tiefgang. An keiner einzigen Stelle auch nur die Idee eines Mitfieberns.
Was für ein mieser Film. Bitter für alle, die es besser können.
An immerhin zwei Stellen musste ich wenigstens an "Die Abenteuer des Röde Orm", von Frans G. Bengtsson denken (sehr gutes Wikingerbuch). Zwei Stunden da drin zu lesen, egal welche Kapitel, hätte der vergeudeten Zeit unendlich mehr Fülle verpasst.
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