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Brodie1979 ..
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2,0
Veröffentlicht am 18. Oktober 2025
Manchmal werden Filme weniger fürs Publikum gemacht, sonder mehr für die Mitwirkenden. Ich denke, Henry Hübchen, Katharina Thalbach und all die anderen Altstars hatten eine Menge Spaß daran, hier nochmal zusammen zu agieren. Inhaltlich bleibts eine einfache Agentenstory mit ein paar dünnen Gags, die eben den Lacher hat, dass es in die Jahre gekommene Agenten sind. Action und sonstige Verwicklungen bleiben auf kleinem Niveau, aber das Zieplublikum für einen solchen Streifen sollte nicht klagen.
Fazit: Etwas altbacken wirkendes Sequel, dass aber seine Zielgruppe perfekt bedient!
Ich nehme mal ganz viel Bezug auf meine (2 Sterne) Kritik vom ersten Teil: Nein, diesmal habe ich mich nicht auf den Film gefreut. Wenn es 8 Jahre später einen zweiten Teil von einem schwachen ersten Teil gibt, dann kann man nicht viel erwarten, und zack, diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Der zweite Teil ist tatsächlich noch schlechter! Ich mag den Hübchen und den Thieme immer noch, und auch Frau Thalbach sehe ich gerne, die passt auch, aber welch „Glück“ hat Michael Gwisdek, dass er das nicht mehr mitmachen musste. Auch diesmal konnte die illustre Schauspielriege das noch grauenvollere Drehbuch nicht retten! Außer zahlreiche Klischees bleibt nur die Thematik „im Alter nicht mehr gebraucht zu werden“, und das, obwohl Spionage zwischen Ost und West aktuell wieder Hochkonjunktur hat. Der Film scheitert grandios in allen Belangen. Selbst der letzte Stubenhocker erkennt auch, das nicht auf Kuba, sondern in Spanien gedreht wurde. Vielleicht hatte die Crew ja wenigstens Zeit, ein paar Urlaubstage zu genießen, fürs warme Essen, sollte die Gage ja gereicht haben. Schauspielerisch, wie im ersten Teil, verschenktes Können. Corinna Harfouch blass, Glatzeder- einfach nur froh, dass er nicht nochmal ins „Dschungel-Camp“ musste, aber auch Henry Hübchen wirkt nicht besonders inspiriert. Thomas Thieme hat durchaus seine Momente und bei Katharina Thalbach ist die Diskrepanz zwischen Können und Rolle am größten! Schwerlich kommt man irgendwie bis zum Ende, aber dass auch nur aus Solidarität mit der eigenen Ost-Vergangenheit. Freilich gibt es den einen oder andern Lacher, eher Schmunzler, aber das reicht nicht um sich zu amüsieren. Die Titelmusik vom „unsichtbaren Visier“ kommt ganz gut, weckt halt Erinnerungen! Zuschauer unter 35 werden mit dem Film auch diesmal nicht viel anfangen können, Ostalgiker werden mit viel Mühe etwas Freude verspüren. Aber auch die werden zugeben müssen, dass der Film leider auch diesmal ein ziemlicher Reinfall ist. Bitte keinen dritten Teil.
Sie sind zurück – und besser denn je: In Kundschafter des Friedens 2 beweist Regisseur Robert Thalheim eindrucksvoll, dass gut gemachte deutsche Komödien nicht nur möglich, sondern auch äußerst unterhaltsam, klug und relevant sein können. Acht Jahre nach dem Überraschungserfolg des ersten Teils knüpft die Fortsetzung nahtlos an, legt in Tempo, Humor und Tiefgang sogar noch eine Schippe drauf – und liefert damit einen der besten deutschen Filme der letzten Jahre.
Was den Film so stark macht? Vor allem die Besetzung. Henry Hübchen, Michael Gwisdek (in einem seiner letzten großen Auftritte), Thomas Thieme, Winfried Glatzeder und Jürgen Prochnow sind ein echtes Dream-Team. Sie bringen nicht nur immense Schauspielkraft mit, sondern auch Charisma, Selbstironie und eine bewegte Lebensgeschichte, die man in jeder Szene spürt. Ihre Figuren sind alt – aber nie altbacken. Die Dialoge sind scharf, die Blicke vielsagend, und das Zusammenspiel der Generationen – besonders mit der souverän agierenden Antje Traue – sorgt für eine wunderbar dynamische Spannung.
Thalheim gelingt ein Kunststück: Er bringt Zeitgeschichte, Spionage-Thrill, Humor und Altersreflexion unter einen Hut – und das ohne Klamauk, ohne moralischen Zeigefinger, aber mit viel Feingefühl. Zwischen Vollpension und Cuba Libre, Stasi-Vergangenheit und Familienkonflikten entfaltet sich ein Film, der zum Lachen bringt, aber auch zum Nachdenken. Die politischen Spitzen sind klug gesetzt, nie plump – und aktueller denn je. Der Osten wird hier nicht verklärt, sondern differenziert dargestellt. Und genau deshalb funktioniert der Film – auch für Zuschauer, die keine Ost-Biografie mitbringen.
Höhepunkte? Viele. Die Szenen auf Kuba, die nostalgisch eingeflochtenen Musikstücke, die Hommagen an alte DEFA-Spionagefilme, die lakonischen Sprüche von Hübchen – und nicht zuletzt die grandiose Ensembleleistung.
Kundschafter des Friedens 2 ist mehr als eine Fortsetzung. Es ist eine kluge, witzige und tiefgründige Komödie über Freundschaft, Alter, Vergangenheit und Gegenwart. Ein Film, der zeigt, dass Geschichten aus Ost und West noch lange nicht auserzählt sind – vor allem, wenn man sie mit so viel Herz und Verstand erzählt.
Unbedingt anschauen – und feiern, dass deutsche Filme auch so sein können.
Eine gut gemachte Komödie, mit tollen Darstellern und dem schönen Kuba als Location. Ein Team, das - trotz aller historischen Entwicklungen - seine Ideale nicht ganz aufgegeben hat und zusammenhält. So lustig inszeniert, dass man auch als gelernter DDR-Bürger gut unterhalten wird. In unserem Kino war tolle Stimmung.
Ein Stern für die schönen Landschaftsaufnahmen auf Kuba, der Rest lohnt sich einfach nicht. Einschläfernde Geschichte mit wenig Witz und unmotivierten Schauspielern.
Absolute Katastrophe. Schauspielerisch schlecht. Szenen Bild schlecht. Dialoge unter aller Kanone und die Storyline ist schlechter als jeder Aufsatz von einem Zweitklässler. Selbst wenn man sich für Geschichte interessiert, bezweifle ich, dass man hier auf seine Kosten kommt. Hab echt schon viele schlechte Filme gesehen, aber das war die Krönung, würde gerne 0 Sterne geben, geht aber leider nicht.