WIE GEWONNEN, SO ZERRONNEN
4 Millionen Dollar liegen in einem Zollgebäude in Montreal und warten darauf, abgeholt zu werden. Max Baron bietet dem erfahrenen Safeknacker Nick den Deal seines Lebens an. Ein Mann ist bereits seit Wochen vor Ort eingeschleust, Jack. Eigentlich perfekte Voraussetzungen wären da nicht Misstrauen, Egos und die leise Ahnung, dass hier irgendwer garantiert nicht mit offenen Karten spielt.
The Score (2001) geht ca. 120 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. In den Hauptrollen Robert De Niro, Edward Norton und Marlon Brando und allein diese drei zusammen vor der Kamera sind schon ein kleines Schauspieler-Event. Da reicht teilweise ein Blick und du weißt, hier wird nicht nur gespielt, hier wird geliefert.
Die Story ist klassischer Heist,
wertvoller Gegenstand + zwielichtige Typen = jemand wird am Ende garantiert dumm aus der Wäsche schauen.
Was den Film stark macht, ist die Planung. Alles wird sauber aufgebaut, Schritt für Schritt, sodass man genau versteht, was passieren soll und sich gleichzeitig denkt, das kann doch niemals so glatt laufen. Dann kommt das letzte Drittel, der Coup und plötzlich zieht der Film das Tempo an, als hätte jemand gesagt, „So, jetzt zeigen wir euch mal, warum ihr überhaupt eingeschaltet habt.“ Das ist durchgehend spannend, clever inszeniert und so dicht erzählt, dass selbst die härtesten TikTok Jüngelchen mal kurz Pause machen.
Improvisation, Stress, kleine Fehler und ein paar richtig fiese Twists greifen hier perfekt ineinander.
Natürlich läuft nicht alles rund. Der Mittelteil zieht sich ein bisschen und der Mini-Romantikpart mit Angela Bassett wirkt wie ein Pflichtprogramm, damit De Niro noch ein paar Zweifel bekommt.
Unterm Strich ein Heistfilm, der vor allem im Finale richtig aufdreht. Starke Darsteller, ein solider Aufbau und ein Schlussakt, der zeigt, wie gut so ein Ding funktionieren kann, wenn Timing und Spannung sitzen.
7/10 Punkten. Treffen sich drei Ganoven zum großen Coup, ist einer überrascht, dass der andere falsch spielt. Blöd nur, dass immer noch jemand im Raum ist, der noch falscher spielt.