Master & Commander - Bis ans Ende der Welt
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Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 12. März 2010
"Master And Commander" ist ein wirklich außergewöhnlich starkes Historien-Drama geworden, das vor allem optisch und soundtechnisch neue Maßstäbe setzen kann! Die Geschichte selbst wird von Regisseur Peter Weir extrem kurz eingeführt und beschränkt sich danach komplett auf das Leben an Bord des Schiffes. Dadurch baut Weir eine äußerst intensive wie auch authentische Atmosphäre auf, die der Zuschauer wahrhaftig fühlen kann. Optisch ist "Master And Commander" besonders gelungen, die Bilder auf hoher See, der Galapagos-Inseln oder der Seeschlachten sind sensationell. Auch die Soundabstimmung ist überragend, so rumpelt und donnert es ganz schön gewaltig, wenn Kanonenkugeln oder Wellen das Schiff zermürben. Die Leistungen der Darsteller sind ebenfalls allesamt sehr überzeugend, allen voran das Zusammenspiel von Russell Crowe und Paul Bettany. Die Dialoge und die unterschiedlichen Meinungen und Ansichten des pflichtbewussten und kriegerischen Kapitäns und seines wissenschaftlichen Freundes und Schiffarztes sind einfach großartig geworden und verleihen dem Film besonderen Tiefgang. Einzig zu bemängeln wären hier die teils auftretenden längeren Pausen, in denen der Film etwas an Tempo verliert.

Fazit: "Master And Commander" ist hervorragendes Abenteuer-Kino geworden, das sowohl historische wie auch unterhaltsame Komponenten geschickt zu vermischen weiß. Wer einen spannenden und aufregenden Filmabend verbringen möchte, ist mit "Master And Commander" mit Sicherheit exzellent beraten!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 18. März 2010
bin auch sehr begeistert von diesem film. er ist ja quasi das realistische gegenstück zu den fluch der karibik filmen. insofern ist es kaum zu glauben das produzenten in hollywood so viel geld für dieses historische werk zu verfügung stellten.

davon abgesehn gefällt mir aber auch die innere haltung des films. das erkennt man in dem verhältnis zwischen dem kapitän und seinem freund, dem gebildeten arzt. auf der einen seite ein held des krieges, der ehre und pflicht schätzt. dem gegenüber verkörpert der arzt die aufklärerischen werte der wissenschaft und des humanismus. dieser konflikt tritt im film immer wieder zu tage, ohne all zu sehr aufzufallen. z.b. auch darin das der film nie vergisst die konsequenzen des duells der beiden schiffe darzustellen. wenn etwa ein überbordgegangener seemann zurückgelassen werden muss, oder wenn am ende die opfer der enteraktion bestattet werden. was ich damit sagen will: der film stellt gewalt nie als dramaturgischen selbstzweck dar, sondern als ein bestandteil der menschen dieser zeit(oder jeder zeit?!?) dar. Super intelligent!
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