Neueste Kritiken: Master & Commander - Bis ans Ende der Welt
Master & Commander - Bis ans Ende der Welt
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Veröffentlicht am 4. Juli 2026
Wuchtig und beeindruckend gefilmtes Historien-Epos mit einem tollen Russel Crowe und einem fast noch besseren Paul Bettany. Die Story an sich ist kaum der Rede wert, der Film lebt von der fetten Soundkulisse sowie dem unfassbar starkem Setdesign. Man meint fast mit an Bord des Schiffes zu sein, man kann förmlich den Pulverdampf riechen. Die Welt dort ist rau, brutal und erbarmungslos, ein krasser Kontrast zu „Fluch der Karibik“, der ja ein ähnliches Setting bietet, aber von der Tonalität und Atmosphäre in eine komplett gegensätzliche Richtung läuft.
Russel Crowe spielt seinen Captain Jack Aubrey mit absoluter Autorität, aber auch mit Herzlichkeit im richtigen Moment, besonders interessant ist seine Freundschaft zu dem Bordarzt Stephen Maturin. Er ist ein Meister des taktischen Seekampfs, er ist listig und rücksichtlos, gleichzeitig aber auch ein Gentleman, gutes Essen und Musik zu schätzen weiß. Seine gemeinsamen Szenen mit Paul Bettany gehören zu den Höhepunkten des Films.
FAZIT: Wuchtig und imposantes Seeabenteuer, das zwar durchaus einige Längen hat, aber mit einem starken Cast und einer unfassbar immersiven Inszenierung aufwartet. Für die fantastische Kameraarbeit gab es seinerzeit auch einen Oscar, mehr als verdient. Spektakuläres Abenteuerkino, unbedingt sehenswert!
Ich finde den Film super. Man hatte eh 2003 eine Menge guter Filme. Aber es gab ja "Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" und da hat es halt für "Master& Commander" nur für 2 Oscars gereicht. Man hat hier ein rauen, interessanten, spannenden und sehr realistischen Film der schon manchmal ganz schön brutal für FSK: 12 ist. Russel Crowe ist super und auch die Nebencharaktere sind stark. Ich weiß manche vermissen die großen Seeschlachten aber ich finde zu viel Action hätte den Film zerstört aber wenn es mal kracht ist es wirklich super.
Insgesamt ist es ein hervorragender Film der extrem spanned, interessant und super gemacht ist.
Von Freunden der Seeschlachten vielfach hoch gelobt. Für alle übrigen Zuschauer lediglich ein feucht fröhlicher Männerabend. (Die Welt der Frauen bleibt außen vor.) Den Film trägt optisch fast allein der Hauptdarsteller Russell Crow, Kapitän Aubrey; und das geht auf die Dauer auf Kosten der Spannung. Die übrigen Mitglieder der Crew wurden von Regie und Drehbuch zur Bedeutungslosigkeit reduziert. Selbst die Seeschlacht kommt ohne Witz und Pfiff daher. So langweilig ist nun mal das Leben an Deck. Da mag der Ozean noch so hohe Wellen hereinbringen, wie er will. Die Jungs haben den Kopf immer wieder über Wasser. Sie singen und trinken und beobachten die Wellen. Außer einer OP, die der Schiffsarzt Dr. Maturin (Paul Bettany) mit Hilfe eines Spiegels selber an sich vornimmt, musizieren der Kapitän und er noch ein wenig zusammen. Ab und an widersprechen sie auch einander. Gottseidank erreichen sie die Galapagos Inseln und geben dem Plot eine wissenschaftlich-biologische Wende. Darwin lässt grüßen. Am Ende macht die Mannschaft der Surprise dem Namen ihres Schiffes alle Ehre und überrascht das Kaperschiff Acheron. Und erfüllt auch noch seinen Auftrag. Wer hätte das gedacht?! Der Titel des Films muss sich ja wohl auf Kapitän Aubrey beziehen. Kommandieren muss er aufgrund seines Postens. Den anderen Titel hat ihm wohl Regisseur Peter Weir verliehen, von dem es – außer dem hier - viele sehr gute Filme gibt. K.V.
Ich kann mich nicht anschließen, an die ganzen positiven Bewertungen. Für meinen Geschmack zu wenig Action und kaum Seekämpfe und zu viel Story, die nicht mal fesselnd oder mitreißend ist. Hat mir somit nicht gefallen, da Streckenweise zu langatmig.
Dieser Film zieht sich in die Länge wie ein Gummiband. Häufig entstand dadurch bei mir extreme Langeweile. Außerdem war ich (wie immer) von Russel Crowe ziemlich enttäuscht. Aber was soll man von einem so arroganten Schauspieler schon großartiges erwarten?
Die Schlachten auf hoher See waren dagegen spannend und realistisch in Szene gesetzt. Der Doktor, der alle anderen Charaktere gnadenlos an die Wand gespielt hat, ist eine Hommage an Charles Darwin. Am deutlichsten wird dies, als die Crew die Galapagosinseln erreicht. Da will er die dort lebenden Tiere in Käfigen mit an Bord nehmen, um sie später zu studieren.
Rückblickend war für mich der Gang ins Kino aber trotzdem überflüssig. Da hätte es (wenn überhaupt) die TV-Ausstrahlung auch getan.
Es ist schon genug positives über diesen Film geschrieben worden.
Ich möchte nur noch einmal auf den absolut referenzwürdigen Sound eingehen.
Bis heute noch immer meine Referenz in Punkto Dynamik, Klarheit und Differenzierbarkeit. Hier hat der "Tonmann" ganze Arbeit geleistet. Man ist mitten drin!
Der Anfang des Films war mir etwas zu "schnell". Es fehlte, von wenigen eingeblendeten Sätzen zur kriegerischen Situation zwischen Frankreich (Napoleon) und Großbritannien abgesehen, eine Einführung zur Lage der Mannschaft, über die im Film erzählt wird. Nicht falsch verstehen, es ist nicht so, dass die Szenen zu Beginn sehr kurz und hektisch wären, ganz im Gegenteil. Jedoch handelt der erste Teil des Films von einer möglichen Sichtung eines feindlichen Schiffes und eine nicht-kriegerische Sequenz, ein einfacher Dialog an Deck zum Beispiel oder sogar an Land, hätte mir besser gefallen. Hat man sich auf das Aufbereiten der Geschichte von Schiff, Käptn und Crew durch Gespräche, die über den Film verteilt sind, gewöhnt, kanns aber los gehen. Die Story ist gut, Charaktere und Kameraführung überzeugend. Auch der Soundtrack wirkt sehr stimmig und trägt zur Atmosphäre bei. 7/10
''Master & Commander'' verbindet Historienfilm mit einer kleinen Prise Psychodrama, weiß sich aber nicht genau zu entscheiden, was er nun am Ende sein will. So kann der film zwar handwerklich begeistern, inhaltlich sind die ebenfalls starken Ansätze aber nicht so fein ausgearbeitet, dass sie da mithalten können. Dennoch unterhält der Film gut, denn die Hauptdarsteller, der charismatische Russel Crowe und Paul Bettany, hauchen ihren Charakteren durch sorgsames Spiel Leben ein.