Ich bin dein Mensch
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14 Follower 1.209 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 29. Januar 2026
Ich kann die ganzen überschwänglichen positiven Bewertungen und Kritiken nicht nachvollziehen. Dieser Film ist wenig originell, ziemlich langweilig, selten komisch und auch nur wenig unterhaltsam. Das geht eigentlich schon mit der ebenso dämlichen wie unlogisch konstruierten Ausgangssituation los. Warum um Himmels Willen lässt sich diese Frau denn auf diese Testphase mit dem Roboter ein, wenn sie weder Bock auf ein Abenteuer noch auf überhaupt einen Menschen in ihrer Nähe hat???? Ja klar, das ist wichtig, weil das Drehbuch es verlangt, das aus dem grauen, stets analytisch denkenden Mauerblümchen die große Liebe entspringt. Aber die gesamte erste Hälfte des Films geht es doch nur darum, zu zeigen, dass sie überhaupt keinen Bock darauf hat, sich mit diesem Roboter auseinanderzusetzen, wie soll sie denn da ein Gutachten schreiben??? Und sie braucht erst einen anderen Roboter, um sie darauf hinzuweisen, dass sie Tom “wie eine Maschine” behandelt. Daraus entwickelt sich dann eine der wenigen wirklich komischen Szenen des Films, nämlich dann, wenn Tom ständig Side-Eyes gibt, während Alma verdutzt fragt, ob die andere (Sandra Hüller) auch ein Roboter sei. Das war schon echt cool.

Ansonsten aber langweilt uns der Film endlos, indem er sämtliche RomCom-Klischees dieser Welt abklappert und uns das unter dem Deckmantel einer philosophischen Auseinandersetzung mit KI und deren Konsequenzen als große Innovation verkaufen will. Tatsächlich aber wird in diesem Film gar nichts verhandelt und gar nichts diskutiert, sondern nur gezeigt – und das auf ziemlich einfallslose Art und Weise. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit der Thematik findet doch gar nicht statt, das wird als Eigenleistung vom Zuschauer gefordert, was an sich ja nicht schlimm ist – tatsächlich sind das ja die besseren Filme, die uns anregen, uns unsere eigenen Gedanken zu machen. Aber der Film tut so, als sei er mehr, er will so gerne mehr sein, ist am Ende aber doch nur eine ganz banale RomCom mit Roboter und einer unsympathischen Protagonistin mit Stock im Arsch. Ach, und dann dieser bescheuerte englische Akzent, der hat mich gleich von Anfang an tierisch genervt!

FAZIT: Bedeutungslose, langweilige RomCom, die so gerne ein Statement zur allgegenwärtigen KI-Diskussion abgeben möchte, am Ende aber am eigenen Anspruch zugrunde geht und dann außer billiger Dienstagsabend-Unterhaltung kaum etwas zu bieten hat. Nee, Leute, das war’s nicht.
Julia Schmied
Julia Schmied

41 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 17. April 2024
Diese Geschichte hatte ich mir wesentlich spannender und berührender vorgestellt.
Tatsächlich bleibt das Ganze jedoch bis zum Schluss recht spröde, was ich persönlich wirklich schade fand.
Die Idee klang also vielversprechend, wurde aber zumindest meinen Erwartungen nicht wirklich gerecht.
Fazit: Nicht schlecht, aber auch nicht so wirklich vom Hocker reissend.
Cursha
Cursha

7.500 Follower 1.067 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 5. Mai 2022
Interessante Thematik, die viele ethische Fragen aufwirft und während des gesamten Geschehens zum Denken anregt. Dabei ist der Roboter Tom ein durch und durch sympathischer, wie charmanter Charakter, der super gespielt wird von Dan Stevens (mit einem super Deutsch). Auch Maren Eggert überzeugt auf ganzer Linie. Am Ende entsteht ein witziger, wie auch cleverer Streifen, der noch nachhaltig zum Grübeln anregt.
Michael K.
Michael K.

60 Follower 295 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 24. Juli 2021
Eine sehr positive Überraschung - und das, obwohl meine Befürchtung, dass rein technisch die Roboter nicht ganz glaubhaft dargestellt werden, sich sogar bewahrheitete. Aber das spielt kaum eine Rolle, da der sehr originelle Humor und der gleichzeitig durchaus vorhandene Tiefgang im Vordergrund stehen. Es wird ja bisweilen kritisiert, dass die Perspektive von Frauen meistens sehr kurz kommt, gerade auch wenn es um Beziehungen in Filmen geht. Damit räumt dieser Film nun wirklich auf, allerdings auf sehr unterhaltsame Weise. Dabei ist "Ich bin dein Mensch" wirklich witzig, bisweilen auch mit recht schwarzen Humor, aber stets diesseits der Geschmacksgrenze. ein echter Tipp, und es ist kein Zufall, dass dieser Film schon lange in den Kinos ist.
Kinobengel
Kinobengel

506 Follower 607 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 21. Juli 2021
Die hauptsächlich als Schauspielerin bekannte Maria Schrader („Aimee & Jaguar“) hat zum wiederholten Mal die Hauptrolle hinter der Kamera eingenommen. „Ich bin dein Mensch“ nach der Erzählung von Emma Braslavsky ist gleichzeitig Science-Fiction, Drama und Komödie. Die Regisseurin möchte eine Geschichte erzählen sowie Beobachtungskino bieten, zudem politisch und ethisch Stellung beziehen.

Wissenschaftlerin Alma (Maren Eggert) ist gerade ohne Beziehung, somit bestens geeignet, von ihrem Chef (Falilou Seck) zu einer Expertise für einen als Lebenspartner programmierten Roboter (Dan Stevens) verdonnert zu werden, auch wenn ihr Fachgebiet weit in die Vergangenheit gerichtet ist. Sie verbreitet von vornherein Skepsis.

In dem Berlin der heutigen Zeit oder sehr nahen Zukunft ist offensichtlich nur die künstliche Intelligenz viel weiter vorangekommen. Das soll jedoch nicht zur Abwertung führen. Ganz im Gegenteil ist es amüsant, den aalglatten Maschinenmenschen namens Tom mit seinen stahlblauen Augen als Hightech-Produkt zwischen alten Autos und Gebäuden zu sehen.

Emotionen gegen Transistoren. Es ist natürlich der Komödie geschuldet, dass der angeblich nach Almas Vorgaben abgestimmte Maschinenmensch namens Tom nicht mal als Haushaltshilfe so richtig zu ihr passt. In Benimm und Optik ist er so ziemlich das Gegenteil von Ex Julian (Hans Löw). Welch ein Spaß für die Reihen im Saal. Schrader zielt deutlich mit aufwirbelnden Gefühlswelten auf lernfähige Algorithmen, indem sie Almas weitere Probleme in die Geschichte einpflegt: Familie, Fortpflanzung, Schwierigkeiten mit der Forschungsarbeit. Maren Eggert gibt ihrer Rolle eine beeindruckende Wärme mit.

Dass Alma im Kummer um ihre zusammenbrechende Welt die Meinung über Tom zu überdenken beginnt, wirkt dann eher wie mit der Walze aufgedrückt. Unterm Strich ist das Drama mit der Komödie nicht über die gesamte Spielzeit schlüssig verknüpft. Der moralische Ansatz steht nicht in Balance zu den anderen Komponenten dieses Werks. Dann lässt die Regisseurin noch etwas aufblitzen: Das angeblich starke Geschlecht zieht seine Macht aus einfacher Genügsamkeit.

„Ich bin dein Mensch“ bleibt dem Publikum die Richtung schuldig. Dadurch wird eine gewisse Seichtigkeit erzeugt. Ein unterhaltsamer Kinoabend ist aber gesichert.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 5. Juli 2021
Lustig, unterhaltsam , interessantes Thema, und auch Grund zum Nachdenken oder danach zum diskutieren.
Sehenswerter Film. Gut gespielt.
beco
beco

83 Follower 435 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 3. Juli 2021
Ein kluger Film, der über 1 1/2 Stunden gut unterhält und auf leichte Weise wichtige Probleme des menschlichen Miteinanders behandelt.
Alma, die einen Androiden auf seine Tauglichkeit testen soll, entdeckt den Mensch im Roboter und damit aber auch die Unmöglichkeit, mit ihm eine wirkliche Beziehung eingehen zu können.
Wenn der Android im Innersten Roboter bleibt, kann er den Menschen nicht ersetzen, wenn er aber zu einem wirklichen Menschenwesen wird, brauchen wir ihn nicht.
Auf der Suche nach Glück, gibt es die Erkenntnis, dass es wohl eine Suche bleiben muss.
In der Machart erinnert er mich an Toni Erdmann, der in ähnlicher Weise die Probleme seiner Mitmenschen zeigt.
Sehenswert +
FILMGENUSS
FILMGENUSS

998 Follower 942 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 5. Juni 2021
DIE SIMULATION DER ZWEISAMKEIT
von Michael Grünwald / filmgenuss.com

Es ist menschlich, sich was vorzumachen. Mit der eigenen zurechtverdrängte Realität lässt sich doch gut leben. Warum sollte man also da aufhören, wo es vielleicht am schönsten wäre? Bei der Partnerschaft. Manchmal reicht da einfach nur eine Stimme, um sich zu verlieben. Jean Cocteau hatte die Stimme am Telefon. Für Joaquin Phoenix in Spike Jonzes Her war Scarlett Johannsons Organ zu einer nicht körperlichen KI mehr als genug, um sich zu verlieben. Wenn dann aber ein attraktiver Mann mittleren Alters, augenscheinlich aus Fleisch und Blut, jeden Wunsch von den Augen abliest, kann das nur ein Erfolgsmodell werden. Damit nämlich rechnet eine in Berlin ansässige Robotik-Firma und hat bereits Eurozeichen in den Augen, als nur noch eine einzige Hürde überwunden werden muss, bevor die Innovation auf den Markt kommt: die Testung in privatem Haushalt. Für so etwas wird die Archäologin Alma mehr oder weniger zwangsverpflichtet. Sie muss den Partner-Androiden Tom für 3 Wochen mit zu sich nach Hause nehmen und auf die Frage Eignen sich Roboter als Partner-Ersatz? ein so gut es geht objektives Gutachten verfassen. Alma hat wenig Lust dazu, steckt sie doch bis über beide Ohren in einer Studienveröffentlichung zum Thema Keilschriften. Doch da muss sie durch – und nimmt den etwas hölzern wirkenden Charmebolzen mit in die eigenen vier Wände. Dieses Gekünstelte, so meint Tom, gibt sich bald – er muss seinen Algorithmus nur noch perfektionieren. Was aus diesen nächsten Wochen daraus entstehen mag – es ist nicht vorherzusehen. Und das ist schon mal eines der schönen Dinge, die diesen Film als etwas sehr Interessantes klassifizieren.

Ich bin dein Mensch ist ein Science-Fiction-Film, der noch weniger als Her visuellen Futurismus auch nur irgendwie nötig hat. Niemals blickt man in das Innere von Tom, niemals auch nur sind scheinbar schwebende Displays, Kabeln oder Knöpfe jemals relevant. Maria Schrader schlägt mit ihrem durchdachten Beitrag zum Informationszeitalter eine ganz andere Richtung ein. Dabei ist es, im Gegensatz zu ebenfalls recht durchdachten Filmen aus dem Roboter-Genre, auch nicht gerade die Frage der Ethik, die hier im Vordergrund steht. Für sie ist der Umstand, oder die Möglichkeit, alsbald einen Mensch-Ersatz menschlichem Willen zu unterwerfen, ein Umstand, der genauerer Betrachtung bedarf. Ein sozialpsychologisches Problem also. Eine ganz eigene Studie, die Maria Schrader hier betreibt, und für die sie mit Maren Eggert eine ebenso kritische wie leidenschaftliche Verfasserin gefunden hat. Vor ihr der charmante, ein bisschen als eine Mischung aus Anthony Perkins und James Stewart empfundene Gesellschafter – Dan Stevens (u. a. Die Schöne und das Biest, Downton Abbey) schafft als grüblerischer und gutmütiger Android mit britischem Akzent einen brillanten Balanceakt zwischen Star Trek´s Data und einem menschlichen Superhirn wie Sheldon Cooper, dazwischen aber gelingen ihm verblüffend menschliche Züge, bei welchen man als Zuseher fast schon selbst vergisst, dass dieser Tom eigentlich ein Roboter ist. Dabei zählen seine durchaus logisch nachvollziehbaren Handlungen, die enormes komödiantisches Potenzial entfalten, zu den wirklich witzigen Höhepunkten des Films.

Ich bin dein Mensch ist aber nur zum Teil Komödie. Im Grunde ist Schraders Film eine Gewissensfrage – an den Menschen im Zustand erdrückender Isolation und an ein künstliches Wesen, das vorgibt, alles zu verstehen. Die Simulation der Zweisamkeit allerdings kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein, ist sie doch darauf ausgerichtet, die Grundmotivation der Lebenden, nämlich das Streben nach unerfüllten Wünschen, vorwegzunehmen. Doch andererseits… was weiß man.

Diese nachdenkliche, spitzzüngige und enorm pointierte Komödie über ein gesellschaftliches Grundproblem unserer Zeit schlägt zwar klar einen Kurs ein, lässt aber trotzdem alle Fragen offen. Und das in einer Zeit der vermeintlichen Fortschritte und anmaßenden Gewissheiten.
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