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Stephan Bönig
Stephan Bönig

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1,0
Veröffentlicht am 12. Juni 2022
Der 70er-Flair am Anfang war gelungen - wenn auch nicht überragend, wie z.B. bei Forest Gump. Leider wird es dann ganz schnell ganz schlecht. Keine Überraschungen, keine wirkliche Spannung und lauter Ideen, die aus allerlei Ecken zusammengeklaut wurden. Nichts wirklich Neues und das Alte war auch nicht überragend neu interpretiert oder inszeniert. Insgesamt leider ein Film, den man nicht schauen muss und wenn man ihn geschaut hat, schnell wieder vergessen kann.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 7. Juni 2022
Ich möchte mich echt kurz halten und es wird auch nicht konstruktiv, weil es dieser Film nicht hergibt darüber zu reden, am liebsten würde ich minus 20 Sterne geben, weil ich schon seit Jahren nicht so einen grottigen Film geschaut habe!
FILMGENUSS
FILMGENUSS

999 Follower 943 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 1. Juni 2022
DIE ALTEN ALS FEINDBILD
von Michael Grünwald / filmgenuss.com

Gegen diesen alten Griesgram ist Hogwarts Hausmeister Filch aus dem Harry Potter-Universum geradezu die Freundlichkeit in Person: Wie der knorrige Greis mit der Flinte auf den jungen Herren da zielt, die Mundwinkel gleich einer bissigen Karikatur böse heruntergezogen, und bei den wenigen Worten, die der Alte da von sich gibt, blitzt ein einzelner Zahn in einem Gebiss, das dringend Dritte benötigt – spätestens nach dieser Begegnung wird klar: Hier lässt sich wohl kaum etwas von der älteren Generation lernen, denn diese sinistre Gestalt führt sicher nichts Gutes im Schilde.

Wie jetzt? Vor den Alten braucht sich von den Jungen doch niemand zu fürchten, oder? Einfach den Sitzplatz in den Öffis überlassen, über die Straße geleiten oder die schweren Einkaufstaschen abnehmen – das ist schon die halbe Miete, um die Brücke zu schlagen zwischen Gestern und Heute. Falsch gedacht. Die Älteren werden oft unterschätzt, da sitzt der Griesgram, der Neid und die entbehrlichen Erfahrungen aus Kriegen und Notzeiten manchmal ganz tief. Die eigene Erziehung, die durchaus mit Gewalt und militanter Prüderie einhergegangen sein mag, prägt das Handeln. Und dann das: ein junges Filmteam macht sich auf dem Anwesen des zahnlosen Alten mitsamt seiner gespenstisch erscheinenden Gattin breit. Es will einen Film drehen, und zwar nicht irgendeinen, sondern den womöglich besten Pornofilm aller Zeiten. Zumindest ist die Begeisterung groß bei den jeweils drei Männern und Frauen, die sich auch nicht wirklich die Mühe geben, die Bauersleut‘ über die pikanten Umstände aufzuklären.

Da gehört schon ein ordentliches Quantum an Respektlosigkeit dazu, allerdings auch ein gesundes Revolutionsbewusstsein, das in heller Koitusfreude die katholizistische Prüderie der amerikanischen Predigergesellschaft aufzubrechen gedenkt. Nicht mit den Alten, lautet in Ti Wests blutigem Psychothriller die Devise. Denn die sind immer noch da und gefälligst ernst zu nehmen. Auch wenn sie den Eindruck vermitteln, längst im Morast der Demenz zu versinken.

Selten hat man die Generation der 80 plus so sehr der Hilfsbedürftigkeit entledigt gesehen wie in X, abgeleitet vom X-Faktor, dem gewissen Etwas. Altwerden geht hier einher mit Missgunst, Frust und Manie. Anders Houchang Allahyaris generationenübergreifender Liebesfilm Der letzte Tanz. Hier haben wir Erni Mangold als innerlich junggebliebene Tänzerin, die im Altersheim eine Beziehung mit einem Pfleger eingeht, der ihr Enkel hätte sein können. Auch so lassen sich die Bedürfnisse des Alters darstellen. In Don’t Breathe ist der mit Vorurteilen getarnte Mythos der Senilität das letzte Überbleibsel einer wehrhaften Elite, die der Ignoranz der heutigen Jugend effektiv die Stirn bietet. Anders bei Ti West: Dort ist das Alter das marode Ergebnis einer Gleichung aus Moraldiktatur und vorenthaltener Freiheiten. Da es sich bei X natürlich um Entertainment-Horror handelt, werden auch entsprechend und auf vielfältige Art und Weise brutal die Leviten gelesen. Dabei greift West in den stilistischen Zitatenschatz der italienischen Giallo aus den Siebzigern, verbunden mit Elementen des Haunted House-Horrors und amerikanischer Grindhouse-Slasher. Mittendrin Mia Goth als zukünftiges Porno-Starlet, die wohl mit Simon Rex aus Red Rocket eine Freude gehabt hätte, gefolgt von einer bestens auf Siebziger getrimmten Gefolgschaft, die nach und nach dezimiert wird.

Das beinhaltet nun nicht die große Palette an Überraschungen, die auf einen zukommt. Überraschend sind wohl eher einige Ungereimtheiten im Skript, die verhindern, dass der Film seine logischen Parameter hat. Oder wie lässt sich sonst erklären, dass ein seniles Ehepaar wie dieses einen ganzen Bauernhof führt? Plausibilitätsferne Symbolik ist in X vermehrt zu finden, darunter auch der ganz besonders inszenierte Ekel vor dem Altwerden, das mit dem Rühren an Tabuthemen auch sein Publikum verschrecken will. Ob das gelingt? Kommt ganz auf die Toleranz der Zuseher an.
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Norbert S
Norbert S

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2,0
Veröffentlicht am 23. Mai 2022
Das Kritikerlob ist unverständlich. Bis auf die letzten 30 ist kaum Grusel zu erleben. Und der kommt auch nur durch ein paar knallige Szenen zustande. Szenenbild und Look sind aber sehr schön - Sommer 79...ich fühlte es! Zum Thema Sex im Alter gab es vor ein paar Jahren im MDR eine Doku Reihe. Die ist spannender.
CineMoenti
CineMoenti

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1,5
Veröffentlicht am 15. Mai 2022
Der gesamte look des Films ist mehr als geglückt, die Farbwelt, die Kulissen und Kostüme, Lichtsetzung und die wirkungsvolle Musik - alles wirkt wie aus einer alten Holzkiste gefischt, die lange auf dem Dachboden stand. Selbst beim Schnitt hat West sich etwas einfallen lassen, was es so womöglich noch nie gegeben hat und den Film atmosphärisch bereichert.

Allein, das Drehbuch enttäuscht. Auch wenn alles Gemetzel stylisch und handwerklich rund umgesetzt wurde, folgt doch die Storyline dem üblichen Schema F. Hier gibt es keinerlei Überraschungen, keinen Twist, es wird lediglich das Erwartbare abgearbeitet. spoiler: Und wenn zwei ü-90-jährige Menschen Sex miteinander haben und das eindeutig als Horror-Element angeboten wird, möchte ich gern mal die Frage gestellt haben, ob das nicht einfach geschmacklose Altersdiskriminierung ist.
Am bedauerlichsten jedoch war mir, dass das Element fehlte, was den guten Horrorfilm zum guten Horrorfilm macht: die Angst der Gejagten! In einem Horrorfilm will ich Menschen in lähmender, entsetzlicher Panik sehen, sonst funktioniert er kaum (obiges Bild zeigt, was ich damit meine). Das wurde hier keineswegs dem Titel "X", also censored, gerecht umgesetzt. M.E. ein großes Versäumnis!

Formal starker, aber inhaltlich leerer, teils abgeschmackter Horror: eine bedauerliche Diskrepanz.

www.cinemoenti.blogspot.com
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