Die 80-jährige Marie (Hélène Vincent), unheilbar an Krebs erkrankt, hat beschlossen, ihr Leben selbstbestimmt zu beenden. Doch um ihre Familie für eine letzte gemeinsame Reise zu gewinnen, greift sie zu einer Notlüge: Sie erzählt ihrem unzuverlässigen Sohn Bruno, ihrer Enkelin Anna und der einfühlsamen Pflegekraft Rudy von einem angeblichen Erbe in der Schweiz. Gemeinsam machen sie sich in Maries altem Wohnmobil auf den Weg. Während die Reise voller unerwarteter Momente und familiärer Spannungen verläuft, steht Marie vor einer schwierigen Entscheidung – wird sie den Mut aufbringen, die wahre Bedeutung dieser Reise zu offenbaren? Und wie wird ihre Familie auf die bittere Wahrheit reagieren, wenn sie ihr Ziel erreichen?
Gute Rollen für ältere Schauspielerinnen sind allgemein rar gesät. Auch Katja Riemann forderte kürzlich in einem Interview mehr Rollen für Frauen über 50. Vor ihr hatten u. a. Michaela May, Gisela Schneeberger und Jutta Speidel öffentlich das Niveau und die Anzahl der Rollenangebote für Frauen in ihrem Alter kritisiert. In Frankreich sieht es in dieser Hinsicht etwas besser aus. Ein Grund dafür könnte die lebendige Theaterszene sein, die auch die Filmproduktion positiv beeinflusst. Doch dass die Karriere im Alter noch einmal so richtig Fahrt aufnimmt, ist auch hier ungewöhnlich. Hélène Vincent (Jahrgang 1943) ist eine dieser seltenen Ausnahmen. In François Ozons „Wenn der Herbst naht“ war sie erst kürzlich in der Hauptrolle als resolute Rentnerin mit Familiengeheimnis zu sehen – und nun legt sie mit 82 Jahren und der Sterbehilfe-Komödie „Bon Voyage – Bis hierher und noch weiter“ direkt n
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1:43
Bon Voyage - Bis hierher und noch weiter Trailer DF
Ich fand den Film wirklich gut gemacht. Er vermittelt auch eine wichtige Message. Mich hat er am Ende wirklich zu Tränen gerührt. Gesehen habe ich ihn in der Sneak Previw
Mi69
3 Kritiken
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5,0
Veröffentlicht am 8. März 2026
Ich habe den Film in Berlin bei den frz Filmwochen gesehen. Mich hat der Film emotional sehr berührt, der Film ist trotz ernsterem Thema lustig und leicht, die Schauspieler spielen durchweg hervorragend. Französisches Kino par excellence, sehenswert.
“Bon Voyage - Bis hierher und noch weiter" hat eine Altersfreigabe ab 12 Jahren bekommen. Das bedeutet, dass nur Personen, die mindestens 12 Jahre alt sind, diesen Film im Kino sehen dürfen. Kinder, die zwischen 6 und 11 Jahre alt sind, dürfen laut FSK den Film allerdings auch im Kino sehen, wenn sie in Begleitung einer sorgeberechtigten Person oder eines Vormunds sind.
Persönliches Regiedebüt
Mit der Roadmovie-Komödie „Bon Voyage - Bis hierher und noch weiter“ legt die französische Schauspielerin Enya Baroux ihren ersten Spielfilm als Regisseurin vor. In ihrem Debüt verarbeitet Baroux nach eigenen Aussagen den Tod Ihrer Großmutter bzw. schafft in ihrem Film das heitere Lebensende, das sie sich für ihre Großmutter gewünscht hätte.
Ein Erfolg auf dem Festival für den französischen Komödiennachwuchs
„Bon Voyage - Bis hierher und noch weiter“ wurde auf dem Internationalen Comedy-Filmfestival Alpe d'Huez mit dem Preis für die beste Darstellerin (verliehen an das Duo Hélène Vincent und Juliette Gasquet) ausgezeichnet. Beim Festival in den französischen Alpen handelt es sich seit 1997 um ein eintrittsfreies Filmfestival, das in erster Linie Newcomer*innen im Genre Komödie eine Plattform bietet.