Frida
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BrodiesFilmkritiken
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11.859 Follower 5.069 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 7. September 2017
Was man sich für Filme anschaut wenn einen die Freundin mehr oder weniger darum bittet … aber was solls, sowas kann ja auch unerwartet zu sehr ergiebigen und interessanten Filmen führen … KANN, wohlgemerkt. Was nicht heißen soll daß dies ein schlechter Film ist, aber es war eben ein Werk welches ich total beiläufig und kaum interessiert betrachtet habe, aber auch mit vollem „Elan“ wäre die Aussage gleich gewesen und gleichermaßen simpel: man sieht die Geschichte und Biographie einer Frau die voller Power und Energie war und die sich von Schicksalsschlägen wie Körperlicher Verletzung, Ehebruch oder politischen Umständen niemals so ganz aus der Bahn hauen läßt. Ich selber habs nicht drauf die historischen Umstände genau zu rekonstruieren und auf die Genauigkeit, halte das Ganze aber für insgesamt glaubwürdig (wenngleich ich nicht weiß ob die echte Frida nicht auch mal völlig die Hoffnung verloren hatte). Trotzdem: hochrangige Darsteller (Alfred Molina, Edward Norton ect.) und zufriedenstellende Ausstattung sowie dichte Atmosphäre stellen bestimmt einige (weibliche) Zuschauer sehr zufrieden.

Fazit: Inwieweit es als Biographie paßt weiß ich nicht, als Film über eben einfach eine stramme Powerfrau läufts sehr gut!
Christian Alexander Z.
Christian Alexander Z.

202 Follower 1.059 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 12. Januar 2019
Ein grandioser Film in jeder Hinsicht. Man kann ihn als anspruchsvolle Unterhaltung sehen (dann ist es ein (Erotik)Liebesdrama), oder eben als historisches Zeitdokument. Richtiges Kino, wunderbare 2 Stunden Farb-, Musik- und Bilderrausch, die wie im Fluge vergehen.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 18. März 2010
Das ist einer der 10 besten Filme aller Zeiten, er räumt mit dem Vorurteil auf, daß Salma Hayek nur gut aussieht aber bisher kein schauspielerisches Talent gezeigt hätte. Das Problem ist, so ein Film ist eigentlich der Höhepunkt einer Karriere und ich frage mich, wie sie das toppen will.



Der Film ist ein wahrer Rausch an Farben und Musik, für alle die Mexiko, seine Landschaft, seine Kultur und Kunst lieben ist dieser Film genau das Richtige und er öffnet den Blick auf eine der interessantesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts - Frida Kahlo.
No Use For A Name
No Use For A Name

14 Follower 1.590 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 17. Juli 2026
„Frida“ ist nicht so direkt ein Biopic, sondern vielmehr ein visuell berauschender Trip direkt hinein in die Bilder von Frida Kahlo. Und es ist Salma Hayeks Film, sie spielt hier wirklich die Rolle ihres Lebens. Der Film war auch ihr Herzensprojekt, das merkt man ihm wirklich an.

Der Film konzentriert sich sehr auf Frida Kahlos Beziehung zu Diego Rivera, die ja auch sehr turbulent war. Und da kommt Alfred Molina ins Spiel, der allein schon aufgrund seiner körperlichen Präsenz das perfekte Gegenstück zu der zarten Salma Hayek darstellt. Er spielt seinen Diego so intensiv, so roh und egozentrisch, dabei aber auch immer irgendwie nahbar und charmant, das ist ganz großes Schauspielerkino!

Das wahre Herzstück des Films sind aber die immer wieder eingestreuten, teilweise sehr skurrilen und surrealen Animationen. Da werden Bilder im Film eingefroren und verwandeln sich langsam in Gemälde von Frida Kahlo. Dabei verwendet die Regisseurin Julie Taymor oft sehr kräftige Farben und intensive Bilder, die Sequenzen sind wie ein Rausch. Das mag beim ersten Anschauen vielleicht etwas verwirren, ist aber ein genialer Kniff von Taymor, uns auch die Kunst von Kahlo nahezubringen. Sie zeigt uns nicht, wie sie malt, sondern sie zeigt uns, wie sich ihre Welt in ihre Bilder verwandelt – stark!

Negatives gibt es hier nicht allzu viel zu nennen. Man könnte anmerken (wie es viele Kommentare hier tun), dass man über Frida Kahlos Leben am Ende nicht so sehr viel erfährt, der Film fokussiert ja sehr auf die Beziehung zu Rivera. Aber ich glaube, der Film hat auch gar nicht den Anspruch, ein exakt verfilmter Wikipedia-Eintrag zu sein, sondern es geht vielmehr um die visuell betörende Erfahrung von ihrer Kunst. Und das ist wiederum hervorragend gelungen. Etwas zu kurz kommt vielleicht auch noch ihre Erkrankung. Es wird zu Beginn zwar der schlimme Unfall gezeigt, im Verlauf wird das aber erstmal nicht mehr thematisiert. Dabei war es ja oft genau ihr Schmerz, den sie in ihre Bilder übertragen hat. Erst zum Ende hin wird das wieder zum Thema und wir sehen etwas mehr von ihren Wunden, ihren Schmerzen, ihrem Stahlkorsett usw.

FAZIT: „Frida“ ist kein klassisches Biopic, sondern ein visuell rauschhafter Trip, direkt hinein in Frida Kahlos Kunst. Skurrile und surreale animierte Sequenzen führen uns immer wieder raus aus der Realität und direkt hinein in ihre Bilder. Der Fokus liegt auf ihrer Ehe mit Diego Rivera, der Film wird ganz entscheidend von den beiden Schauspielern getragen. Alfred Molina ist fantastisch, aber Salam Hayek dreht hier so richtig auf und spielt sich im wahrsten Sinne des Wortes die Seele aus dem Leib! Ein großartiger Film, für Kunstfreunde eine Offenbarung!
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