Soylent Green: Jahr 2022… die überleben wollen
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2,5
Veröffentlicht am 29. März 2026
Dieser Film hat mich als Kind schwerst traumatisiert. Ich kann mich noch erinnern, wie mich die Szenerie mit den Schaufelladern, die die Menschen so brutal einsammeln, maximal geängstigt hatte. Und auch die Vorstellung, dass die Menschen der Zukunft (okay, inzwischen ist 2022 Vergangenheit...) sich von Menschenfleisch ernähren, fand ich sehr beunruhigend. Nachdem ich da als Kind zahlreiche schlaflose Nächte hatte, habe ich den Film danach nie wieder gesehen. Bis heute. Und natürlich war ich sehr neugierig, wie der Film heute auf mich wirken würde und vor allem, was sonst noch passieret, denn außer an die konkrete oben beschrieben Szene hatte ich praktisch keine Erinnerung mehr.

Und so wurde ich ziemlich enttäuscht. Die Szene, die mir als Kind so viel Angst gemacht hatte, kommt erst relativ spät, ist eher kurz und aus heutiger Sicht dann doch mehr komisch als beängstigend. Ansonsten verliert sich der Film in einer ziemlich belanglosen Detektivgeschichte, Charlton Heston läuft schwitzend durchs Bild, verprügelt Verdächtige und schläft aus irgendwelchen Gründen nicht auf der Treppe. Frauen tauchen im Film praktisch nicht auf, außer als “Inventar”, das von einem Hausbesitzer an den nächsten weitergereicht wird. Eine ziemlich lahme und praktisch nicht nachvollziehbare Romanze setzt dem Ganzen die Krone auf.

Die Sets sind sehr lieblos und ganz offensichtlich sehr billig produziert. Dafür, dass das Alles in der Zukunft (von damals aus immerhin +50 Jahre!) spielen soll, sind die Setpieces alle sowas von 70ies, kaum vorstellbar, dass überhaupt jemand 1973 das als Zukunftsvision gesehen haben könnte. Die ökologischen Implikationen (globale Erwärmung) waren indes ihrer Zeit weit voraus – erstaunlich!

FAZIT: Billig produzierter 70ies Science Fiction-Film, der zwar eine interessante Wendung am Ende nimmt, bis dahin aber lediglich als schwache Detektivstory fungiert. Konnte mich jetzt leider nicht wirklich überzeugen.
Julia Marie Eickholt
Julia Marie Eickholt

2 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 4. August 2024
Ich habe den Film vor Jahrzehnten gesehen und er hat mich nachhaltig geprägt. Damals hat mich die Filmauflösung mit offen Mund stehen lassen.
Ich hab ihn nun wieder entdeckt und Frage mich eigentlich warum dieser Film nicht öfter Mal in Fernsehen gezeigt wird
.
Die Auflösung kannte ich ja nun aber er lässt mich auch heute noch nachdenklich zurück, da es erschreckend ist das dieser Film vor 50 Jahren schon die Welt gezeigt hat wo wir bald hinkommen können wenn wir nicht aufpassen
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 2. Juli 2022
Ich habe diesen Film gesehen, als ich 16 Jahre alt war. Bis heute habe ich ihn nicht vergessen. Da traurige ist. Damals war es für mich eine Art Horror Film. Später dachte ich es ist eine Utopie. Und heute denke ich es kann Wirklichkeit werden.
Cursha
Cursha

7.500 Follower 1.067 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 5. Mai 2022
Ich liebe zwar utopische Science Fiction, aber leider blieben hier meine Erwartungen auf der Strecke. Die Idee selbst ist zwar super im Film, aber leider fehlt im auch das gewisse etwas. So bleibt er leider hinter seinem vollen Potenzial zurück.
PostalDude
PostalDude

1.043 Follower 1.093 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 20. November 2017
Soylent Green...
Der Film, nachdem sich die Vorgängerband der "Ärzte", Soilent Grün, benannt hatte... :D
Das war der Impuls, nachdem ich ging.

Und ich wurde nicht enttäuscht, es ist ein Untergangsfilm mit einer gewissen düsteren Grundstimmung. Die Menschen leben wirklich heruntergekommen, die ganze Welt ist sprichwörtlich "im Arsch", und was der Polizist am Ende rausfindet, ist nicht gerade appetitlich ...
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 19. März 2010
Die unglaublich pessimistische Grundstimmung ergibt in Kombination mit dem pechschwarzen Menschenbild ein bitter-böses Gebräu, das schwer zu verdauen ist. Erschreckend ist auch die Tatsache, das sich nach wie vor Parallelen zu immer noch aktuellen Gesellschaftsproblemen ziehen lassen. Fleischer entwarf eine Welt ohne jegliche erdliche Schönheit, ohne Farben und ohne Freude und Licht. Eine Welt, in der Selbstmord der einzige Weg für eine aufrechte Existenz zu sein scheint, eine Welt, in welcher öffentliche Selbstmordanlagen bestehen. In dreckigste Grautöne gehüllt, wird diese gnadenlos niederschmetternde Parabel über den Verbleib der Menschheit in naher Zukunf auf eine seltsam ästethische und zugleich abstossende Art und Weise erzählt. Gespickt mit interessanten Dialogen und einer gewissen Tiefgründigkeit, scheint Soylent Green auf den ersten Blick dem Film Noir Genre entsprungen zu sein, was sicher aber im Verlaufe der Story zunehmend ändert. Das Finale wirkt durch seine erschreckende Auflösung wie ein alles zerschmetternder Hammerschlag, das Ende bleibt offen und furchbar konsequent zugleich. In dem Sinne : Soylent Green is people!
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