ich finde keine worte, um diesen film zu kritisieren. ich würde worte für die filmstarts-kritik finden, kassiere dann aber wahrscheinlich eine anzeige wegen beleidigung.
ich finde nicht mal eine reihenfolge, wie ich zuerst mit den sekundären aspekten anfangen könnte, um dann stück für stück zu den wichtigen aspekten zu kommen. es gibt nämlich keine.
also ohne reihenfolge:
es ist total egal, dass der typ psychologie unterrichtet. der undercover-cop ´gary´ (glen powell) analysiert nicht (wiederhole: nicht!) die persönlichkeit seiner potentiellen mordauftrags-klienten. ´gary´/glen powell trägt einfach nur bei jedem mordauftrags-klienten eine andere perücke. das ist alles.
da ist nix mit psychologisch analysieren. das sind zehn sekunden vorm laptop fotos anschauen.
da gibt es auch nichts mit
"psychologische Tiefenschärfe: Alle sind Fans von Ron, einem besonders cool-lässigen Auftragskiller-Alter-Ego – und je häufiger Gary den Part spielt, desto mehr färbt von der Kunstfigur auch auf sein tatsächliches Ich ab"
das gibt es auch nicht.
alles, was in der s+++++ filmstarts-kritik drin steht, passiert nicht.
keine spannung so von wegen, dass man selbst hin+hergerissen zwischen seiner kunstfigur und seinem wahren "Ich" ist. gibt es nicht.
irgendwann empfindet ´gary´ mitleid für die mordauftrags-klientin madison und liefert sie nicht an die polizei aus. aus liebe. später (viel später!) ist ihr gewaltätiger ehemann (da muss man wohl ex-mann sagen) tot. und keiner weiss, wer das war. war es gary? war es madison?
spielt keine rolle! das passiert ungefähr bei minute 75. wen interessierts?
bis dahin hat man sich sowieso schon totgelangweilt. die erste stunde ist langweilig und überflüssig.
es gibt keine tiefe in diesem film, alles bleibt an der oberfläche.
total egal, wer den ex-mann ermordet hat und falls jemand dafür in den knast muss, erstens weil alle figuren oberflächlich bleiben und keinen charakter haben, so dass man mit niemandem mitfiebern kann, und zweitens weil es -wie gesagt- in minute 75 passiert und zu dem zeitpunkt will man eigentlich nur, dass der film irgendwie demnächst aufhören möge.
man kann eine stunde lang glen powell beim tragen diverser perücken zusehen und dann gibt es noch viele szenen, in denen zwei leute im diner sitzen und einfach nur labern. und die love story zwischen ´gary´ und ´madison´. dieser film ist zur hälfte ein liebesfilm. ohne der richtigen chemie zwischen den beiden und ohne knistern. sex wird angedeutet, aber es knistert nix.
das ist die erste stunde. perücken und etwas love-story erkennbar ohne chemie. dann gibt es eine halbe stunde, wo man alle fünf minuten denkt "oha, ich glaube, jetzt passiert endlich mal was".
was aber nicht eintritt.
in den letzten 25minuten gibt es endlich sowas ähnliches, wie einen >>> nee, das wort ´krimi´ hat hier nix verloren, sagen wir einfach, sowas ähnliches, wie einen normalen film.
die meiste zeit wird aber nur sinnlos rumgelabert. mehr als rumlabern passiert im grunde genommen nicht.
kann man sich zum entspannen mal fernsehen anschauen.