Die Ironie des Lebens
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Lemmiblog
Lemmiblog

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3,5
Veröffentlicht am 11. September 2026
DER CHOLESTERINSPIEGEL EINER GENERATION

Edgar ist ein erfolgreicher Comedien, als eines Tages seine Ex Frau Eva, die er seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat, im Publikum sitzt fragt er sich was sie will. Eva erzählt das sie in wenigen Monaten sterben wird und direkt versucht Edgar alles damit sie in Therapie geht, doch Eva akzeptiert ihr Schicksal. Beide kommen sich wieder näher, doch der Grund für die Trennung wird schnell wieder spürbar.

Die Ironie des Lebens geht ca. 109 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier eine deutsche Dramödie mit Uwe Ochsenknecht in der Hauptrolle, der als narzisstischen Komiker noch immer der Familie hinterher trauert die er verließ, aber auch nicht aus seiner Haut kann, was seine Gefühlswelt zerrüttet.
Ich mochte sehr viel hieran, besonders die stillen und traurigen Momente. Wie etwa als Eva sich vor Schmerzen krümt und Edgar sie einfach fest hält, es gibt einige solcher emotionalen Punkte. Leider gingen die mir zu schnell vorbei, gerade bei einer Szene im Krankenhaus hätte ich sicher geheult wie ein Schlosshund, wenn man den Moment mehr gewürdigt hätte.
Doch auch die Humoraspekte waren für mich gelungen, Edgars Programm würde ich mir definitiv anschauen, auch wenn manche Gags echt Flach sind, kann man aufgrund der Einfachheit drüber lachen.
Leider mischen sich Längen mit ein und bremsen das Tempo, dabei hätte dieses Werk wirklich etwas zu erzählen. Schauspielerisch fand ich Corinna Harfouch als Eva sogar stärker, die Szene wenn sie wie der Gladiator durchs Feld läuft, da passiert sovieles.
Am Ende bleibt ein Werk das gute Emotionen bietet, denn Humor nie vergisst aber auch über das Wesen Mensch philosophieren kann. Leider sind einige Längen drin, das Gesinge ist schrecklich und das man sich schwer tut einen Abschluss zu finden hemmt die Story.

Von mir bekommt der Film 7/10 Punkten. Die beiden Kinder von Edgar und Eva sind zwar nachvollziehbar, gehen auch anders mit der Situation um, dennoch muss ich sagen das mir das Finale zu kitschig war.
Ronaldo76er
Ronaldo76er

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5,0
Veröffentlicht am 20. Dezember 2025
Einer der tollsten Filme, die ich seit langem mal wieder geschaut habe. Bezeichnend für mich, dass ich sogar mal ohne mit meinem Smartphone irgendwas nebenbei zu machen, mich auf den Film eingelassen habe. : ) ; )

Sehr berührend und lebensnah. Ohne kitschiges erwartbares Happy End. Halt lebensnah. Trotzdem so ganz stimmt meine Aussage dann doch nicht. Entgegen eigener Lebenserfahrungen. Sowohl egener oder auch die von Menschen in meinem Leben. Ist es leider doch e selten, dass sich Menschen, hier dargestellt durch den Comedian Edgar, der spoiler: vom Narzisten zu einem (sagen wir mal vorsichtig) sympathischen Mitmenschen wandelt
. Leider!

Beeindruckt hat mich auch wieder (und hier zeigt sich wieder einmal, dass in Deutschland von Deutschen starke Filme produziert werden können), dass es nicht immer die großen Dia- oder Monologe von Charakteren sein müssen, um zu erzählen, wie es den Charakteren gerade emotional geht und was sie für eine Geschichte zu erzählen haben.

Zusammenfassend kann ich nur sagen. Wunderschön erzählt, gespielt und eingebettet in tolle Bilder. UNBEDINGT anschauen!
Golfhighline
Golfhighline

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3,0
Veröffentlicht am 22. September 2024
Dieser Film ist defintiv keine Komödie.Es ist ein schweres Drama,daß sich mit dem Tod beschäftigt.Die darsteller können alle überzeugen.Aber der Kinobesucher möchte eben so etwas nicht sehen.darum ist es an der Kinokasse eine Flop.es ist aber ein gut gemachter Film trotzdem
Rob T.
Rob T.

7 Follower 429 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 11. September 2024
Zwischen dem Bühnenmenschen und dem privaten Edgar (Uwe Ochsenknecht) liegen Welten.
Edgar ist ein erfolgreicher Comedian. Mit fast 70 steht er noch auf den großen Bühnen. Sein Programm besteht aus Witzen über das Alter, das Altsein, Erzählungen über seine gescheiterte Ehe, undankbare Kinder und einiges mehr.
Privat ist er verbittert und allein. Er trinkt viel.
Als er eines Abends während seiner Show sieht, dass seine Ex-Frau Eva (Corinna Harfouch) im Publikum sitzt, geht ein kleiner Ruck durch ihn.
Aber der eigentliche Ruck kommt noch: Eva erzählt ihm später, dass sie Krebs hat, dass sie keine Therapie macht und bald sterben wird.
Für ihn unfassbar. Er will versuchen, Eva doch dazu zu bewegen, eine Therapie zu beginnen. Und die beiden nähern sich wieder an. Sie begleitet ihn auf seine Tour, und sie möchte, dass Edgar Kontakt zu den Kindern aufnimmt.

"Die Ironie des Lebens" heißt der Film von Markus Goller. Denn das drohende Lebensende von Eva könnte für Edgar eine Lebenswende bedeuten, die vielleicht etwas Gutes bringt. Gleichzeitig will Eva noch ein paar gute Monate erleben.
Der Film handelt von dieser Phase, vom Umbruch einer Familie. Warum Edgar allerdings so gar keinen Kontakt zu seinen Kindern hatte, ist nicht besonders gut herausgearbeitet. Nur, dass sein Sohn (Robert Gwisdek) ihm schwere Vorwürfe macht und seine Tochter (Emilia Schüle) ihn immer wieder heimlich in der Show besucht hat.
Ein bisschen schade ist die Vorhersehbarkeit der Geschichte, was durch Evas Situation natürlich irgendwie gesetzt ist. Aber besondere Überraschungen bleiben aus. Beide Kinder besetzen ziemlich Stereotypen, die so ein bisschen klischeemäßig sind.
Herausgekommen ist ein Film, der nicht überragend ist, aber durchaus unterhaltsam und rührend.
Sabine Grosser
Sabine Grosser

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5,0
Veröffentlicht am 9. September 2024
Die Mimik der beiden Hauptdarsteller ist großartig. Trauer und Freude wechseln sich ab. Ein eindrucksvoller Film.
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