Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs leben in einem Dorf im Nordosten Deutschlands vor allem Frauen, Kinder und einige wenige Männer. Während der Alltag zunächst seinen gewohnten Gang nimmt, verändert sich die Stimmung, als der Fluss Leichen unbekannter Herkunft ans Ufer spült. Niemand weiß, wann der Feind eintreffen wird. Angst und Unsicherheit breiten sich aus, während bisherige Gewissheiten und moralische Grenzen ins Wanken geraten. Als der Befehl ergeht, keinen Deutschen lebend dem Feind zu überlassen, drängt der Bürgermeister (Lukas Miko) auf seine Umsetzung. Der Pfarrer (Martin Wuttke) stellt sich dagegen, während der Lehrer erstmals die Überzeugungen infrage stellt, die er bisher vermittelt hat. Greta (Jella Haase) und Anni (Frida-Lovisa Hamann) müssen unterdessen gemeinsam mit den anderen Frauen nicht nur den Alltag aufrechterhalten und die Kinder schützen, sondern auch Entscheidungen treffen, deren Konsequenzen niemand absehen kann. Zwischen Gehorsam, Überlebenswillen und der Hoffnung auf ein Ende des Krieges steht das Dorf vor einer existenziellen Entscheidung.