"Zwei Staatsanwälte" von Sergei Loznitsa habe ich auf dem Hamburger Filmfest 2025 gesehen. Der Film handelt von einem jungen Staatsanwalt namens Kornev, der 1937 in der Sowjetunion unter Stalin versucht, seinen Job gewissenhaft zu machen. Er bekommt eine Nachricht aus dem Gefängnis zugespielt, in dem ein Amtskollege und ehemaliger Professor von ihm in Einzelhaft sitzt. Mit Beharrlichkeit und Geduld gelingt es ihm, zu seinem Kollegen vorzudringen und wird über Folterungen, Willkür und Unrecht unterrichtet. Er will den Fall aufklären und reist dafür bis nach Moskau, wo er in einer Behörde landet und sich ähnlich wie K. in Franz Kafkas "Das Schloß" versucht, durch das Labyrinth der Stockwerke, Räume und Gänge schließlich bis zum Generalstaatsanwalt durchzukämpfen ...
Fazit: Bedrückender Historienfilm von beunruhigender Aktualität. Keine leichte Kost, aber lohnt sich.